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Thema: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (lang)

  1. #1
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    Standard Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (lang)

    Ich überlege schon eine Weile zu schreiben, aber ich probiere es einfach: Weil hier immer so viel Schwarmwissen und -erfahrungen aufeinander treffen, erzähle ich mal kurz meine Krankengeschichte der letzten Monate und bitte um Rückmeldung, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat (auch PN):

    Vor ca. 18 Monaten begannen meine Probleme damit, dass ich vor allem bei Stress, Dunkelheit oder sehr hellem Sonnenlicht nicht mehr gut sehen konnte. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass die Bilder von beiden Augen nicht mehr zusammenpassen. Danach ging es weiter
    - mit neuer Brille (ging gar nicht - Optiker hatte Kurzsichtigkeit auf dem betroffenen Auge zu stark gemacht
    - Augenarzt (also das Auge an sich ist völlig ok)
    - Ortoptistin (ja, Sie haben da so ein latentes Schielen/Abduzensparese - warum, weiß ich auch nicht)
    - Neurologe (Äh - googeln kann ich selbst )
    - MRT (kriegen Sie mal keinen Schreck , wir haben da was gefunden - aber alles bestimmt gutartig )
    - Neurochirurgie/HNO (ein Akustikusneurinom - wir haben schon Leute operiert, die nach zwei Wochen wieder normal arbeiten gegangen sind)

    ABER: Ob dieser Tumor am Hörnerv etwas mit der Abduzensparese zu tun hat, da gingen die Meinungen der Ärzte sehr auseinander.

    Ich habe mich dann zur OP entschieden, weil ich den Tumor im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Kopf haben musste.

    Und jetzt zur eigentlichen Frage:
    Ca. 4 Wochen nach der OP hatten sich die Werte der Abduzensparese deutlich verbessert. (gefühlt und nachgemessen von der Ortoptistin). Nach weiteren 8 Wochen habe ich im Dezember jedoch wieder die ursprünglichen Werte. Die "Fachleute" zucken alle die Schultern und sagen: Es ist halt ein Nerv - da kann man nichts machen, außer abwarten.

    ABER: Nach der OP habe ich 9 Tage im Krankenhaus Kortison bekommen, damit das Gehirn nicht anschwillt. Kann da ein Zusammenhang mit dem Augennerv bestehen? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass der Nerv sich einfach so verändert.

    In 2 Tagen habe ich einen Termin bei einer Optikerin, die Augentraining anbietet und sich meines Falles annehmen will. Ich versuche bis dahin, möglichst viel Informationen zusammen zu tragen.

    Danke für´s Lesen
    Uli

  2. #2
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Ich halte es durchaus für möglich, dass das Kortison den Nerv zum abschwellen gebracht hat und der jetzt wieder angeschwollen ist, wäre eine logische Erklärung.

    So eine isolierte Abduzens-Parese ist echt selten, die gehört einfach gescheit neurologisch abgeklärt, kann auch was chronisch-entzündliches sein; ist eine Liquorpunktion gelaufen?

    Im Zweifelsfall würde ich auf eine Überweisung in eine Spezialsprechstunde einer neurologischen Uniklinik bestehen.

    In der Zwischenzeit würde ich noch mal ein paar Tage Cortison nehmen und schauen, ob sich das Phänomen wiederholt...wenn ja, dann weißt du zumindest, dass Cortison hilft.

  3. #3
    Registriert seit
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Liquorpunktion wurde nicht gemacht. Bei der Verlaufskpntrolle beim operierenden Neurochirurgen kurz vor Weihnachten hieß es, dass ich wahrscheinlich damals, als das Problem zuerst auftrat, eine Autoimminreaktion auf irgendwas gehabt hätte, die man jetzt sowieso nicht mehr behandeln könne.
    Termin bei einem neuen Neurologen ist erst Anfang März. Zu dem anderen gehe ich nicht mehr!

  4. #4
    Avatar von Sylta
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Zitat Zitat von UliFehlerteufelin Beitrag anzeigen
    Ich überlege schon eine Weile zu schreiben, aber ich probiere es einfach: Weil hier immer so viel Schwarmwissen und -erfahrungen aufeinander treffen, erzähle ich mal kurz meine Krankengeschichte der letzten Monate und bitte um Rückmeldung, ob jemand ähnliche Erfahrungen gemacht hat (auch PN):

    Vor ca. 18 Monaten begannen meine Probleme damit, dass ich vor allem bei Stress, Dunkelheit oder sehr hellem Sonnenlicht nicht mehr gut sehen konnte. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass die Bilder von beiden Augen nicht mehr zusammenpassen. Danach ging es weiter
    - mit neuer Brille (ging gar nicht - Optiker hatte Kurzsichtigkeit auf dem betroffenen Auge zu stark gemacht
    - Augenarzt (also das Auge an sich ist völlig ok)
    - Ortoptistin (ja, Sie haben da so ein latentes Schielen/Abduzensparese - warum, weiß ich auch nicht)
    - Neurologe (Äh - googeln kann ich selbst )
    - MRT (kriegen Sie mal keinen Schreck , wir haben da was gefunden - aber alles bestimmt gutartig )
    - Neurochirurgie/HNO (ein Akustikusneurinom - wir haben schon Leute operiert, die nach zwei Wochen wieder normal arbeiten gegangen sind)

    ABER: Ob dieser Tumor am Hörnerv etwas mit der Abduzensparese zu tun hat, da gingen die Meinungen der Ärzte sehr auseinander.

    Ich habe mich dann zur OP entschieden, weil ich den Tumor im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Kopf haben musste.

    Und jetzt zur eigentlichen Frage:
    Ca. 4 Wochen nach der OP hatten sich die Werte der Abduzensparese deutlich verbessert. (gefühlt und nachgemessen von der Ortoptistin). Nach weiteren 8 Wochen habe ich im Dezember jedoch wieder die ursprünglichen Werte. Die "Fachleute" zucken alle die Schultern und sagen: Es ist halt ein Nerv - da kann man nichts machen, außer abwarten.

    ABER: Nach der OP habe ich 9 Tage im Krankenhaus Kortison bekommen, damit das Gehirn nicht anschwillt. Kann da ein Zusammenhang mit dem Augennerv bestehen? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass der Nerv sich einfach so verändert.

    In 2 Tagen habe ich einen Termin bei einer Optikerin, die Augentraining anbietet und sich meines Falles annehmen will. Ich versuche bis dahin, möglichst viel Informationen zusammen zu tragen.

    Danke für´s Lesen
    Uli
    es gibt ein akustikusneuriomforum, vielleicht kennt sich jemand dort aus?

    magst du schreiben, wo die op gemacht wurde?
    Wind in den Haaren, Sonne im Blick. Ein echtes Inselmädchen!

  5. #5
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Metta, das Forum kenne ich. Da hat bisher niemand auf mein Posting von Oktober (oder so) geantwortet.

    Ich bin in Bielefeld von den Chefärzten der Neurochirurgie (Gilead) und HNO (städt. Klinikum) zusammen operiert worden.

  6. #6
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Zitat Zitat von UliFehlerteufelin Beitrag anzeigen
    Liquorpunktion wurde nicht gemacht. Bei der Verlaufskpntrolle beim operierenden Neurochirurgen kurz vor Weihnachten hieß es, dass ich wahrscheinlich damals, als das Problem zuerst auftrat, eine Autoimminreaktion auf irgendwas gehabt hätte, die man jetzt sowieso nicht mehr behandeln könne.
    Termin bei einem neuen Neurologen ist erst Anfang März. Zu dem anderen gehe ich nicht mehr!
    Ja, ok, dann ist ja noch keine richtige Diagnostik gelaufen. Da ist noch viel zu machen.
    WhiseWoman gefällt dies

  7. #7
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Na super - dann bin ich ja mal wieder an die richtigen Ärzte geraten 😕.

    Waterproof: Magst du mir sagen, was es in diesem Fall für Diagnostik gibt?

  8. #8
    Avatar von Annyeong
    Annyeong ist offline Haferlfützer
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Bei der Lumbalpunktion wird ja Liquor, also Nervenwasser, entnommen und zum einen untersucht, wie die Zellzahl ist, ob der Liquor klar ist (kann man sehen, ob etwas Entzündliches vorliegt) und dann wird das noch in einem Speziallabor untersucht und auf verschiedene Erreger getestet. So kann man akute oder chronische ZNS-Erkrankungen ausschließen (MS, Meningitis, Enzephalitis etc.), auch via Leukos Hiweise auf Entzündungen finden oder nach Tumorzellen schauen.
    Das ist bei uns eine Standardprozedur, wenn es klinische Symptome gibt, die einer ZNS-Erkrankung geschuldet sein könnte.

    Und gerade eine Autoimmunreaktion kommt ja nicht nur einmal. Das einfach abzutun mit "war wohl ... kann man jetzt nicht mehr behandeln" ist Quatsch. Cortison ist die Standardtherapie bei entzündlichen Erkrankungen, wenn es dir geholfen hat, liegt es ja nun nicht ganz so fern, auf einen entzündlichen Prozess zu tippen. Das gehört doch weiter abgeklärt

  9. #9
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Das hört sich alles nach neurologischen Untersuchungen an. Ich habe ja schon einen Termin bei einer großen neurologischen Praxis, leider erst Anfang März. Zu dem bisherigen Neurologen gehe ich auf keinen Fall nochmal.
    Jedenfalls hat keiner der Ärzte bisher akute Notwendigkeit zu weiteren Untersuchungen gesehen. Wie gut, dass ich hier nachfrage, und das Ganze nicht einfach hinnehme. (Ich könnte k..., dass ich denen ständig ihre Arbeit erklären muss)

  10. #10
    Avatar von Annyeong
    Annyeong ist offline Haferlfützer
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    Standard Re: Medizinisches Schwarmwissen? Kortison/Augennerv/Abduzensparese - Zusammenhang? (l

    Zitat Zitat von UliFehlerteufelin Beitrag anzeigen
    Das hört sich alles nach neurologischen Untersuchungen an. Ich habe ja schon einen Termin bei einer großen neurologischen Praxis, leider erst Anfang März. Zu dem bisherigen Neurologen gehe ich auf keinen Fall nochmal.
    Jedenfalls hat keiner der Ärzte bisher akute Notwendigkeit zu weiteren Untersuchungen gesehen. Wie gut, dass ich hier nachfrage, und das Ganze nicht einfach hinnehme. (Ich könnte k..., dass ich denen ständig ihre Arbeit erklären muss)
    Natürlich fehlt da die neurologische Diagnostik. Verantwortlich für die Abduzenzparese ist ja eine Lähmung des Nervus abducens, das ist einer der Hirnnerven. Für alles was die zentralen oder peripheren Nerven betrifft ist der Neurologe zuständig. Leider sind da (wie bei allen Fachrichtungen) nicht alle so - öhem - klasse. Ich habe da ambulant auch schon Exemplare angetroffen
    Alles Gute für dich!

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