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Thema: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

  1. #101
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Frage 2 hat sich dann heute erledigt, er hat mir die Stunden gekürzt, auch ohne, dass er weiß, dass ich schwanger bin.

    Die Begründung ist einfach zu schön. Ich muss immer zur Hälfte und zur Ende des Monats angeben, wieviele Stunden ich meine Klienten getroffen habe. Die Stundenzahl, die ich schaffen soll, ist festgelegt (80 im Monat, also ca 40 in der ersten Hälfte). Der Februar hatte in der ersten Monatshälfte 11 Arbeitstage, davon hatte ich 4 Urlaub wegen Hochzeit und 4 weitere Tage habe ich ganztägige Fortbildungen gegeben, für den gleichen Arbeitgeber, weil es auch zu meinem Job gehört und wir diese Aufträge bekommen und ich das eben machen sollte.
    Blieben 3 Arbeitstage für meine Klienten, bei einem 7-Stunden-Tag (Überstunden sind bei uns auf Teufel komm raus zu vermeiden, alles über 10 Überstunden muss vorher genehmigt werden) hatte ich also 21 Stunden, um 40 Stunden bei meinen Klientinnen abzuleisten. Habe ich natürlich nicht geschafft. Deswegen kürzt er mir jetzt die Stunden (er könne es sich nicht leisten, mich 35 Stunden zu beschäftigen, wenn ich nicht die erforderliche Zeit bei meiner Klientin schaffe... mit gekürzten Stunden schaffe ich das natürlich viel besser. Außerdem zählt das Geld, was für die Fortbildungen eingenommen wurde natürlich nicht)
    ich blick da ehrlich nicht mehr durch. 25-Stunden-Vertrag, 35 Stunden regelmäßig geleistet, 80 im Monat festgelegt.......

    Urlaub sind in dem Sinne auch geleistete Stunden, die hat er einfach nicht berücksichtigt.
    Und er reduziert jetzt schriftlich etwas, was nie schriftlich fixiert war?

    Dringend zum Anwalt, hast Du ja gemacht. Alles Gute
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  2. #102
    Temporär ist offline Poweruser

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Die 10 Stunden vorher habe ich auf Basis angeordneter und ausbezahlter Überstunden gearbeitet. Das wurde nie schriftlich festgehalten (auch auf meine Bitte hin nicht) und gekürzt hat er sie heute per E-Mail. EDIT: Erledigt, hab am Donnerstag einen.
    Das ist sehr gut! Konkret geht es (auch) um die Frage, ob das eine Änderungskündigung ist. Darum auch die E-Mail ausgedruckt mitnehmen. Hast du einen Beleg über die Anordnung der Überstunden? Wie auch immer, als Mail vielleicht. Dann ebenfalls mit. Und nehme auch eine Bescheinigung der Schwangerschaft mit zum Anwalt, falls der deinen Arbeitgeber anschreiben muss.
    Ich drücke dir fest die Daumen, toi toi toi!

  3. #103
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    ich blick da ehrlich nicht mehr durch. 25-Stunden-Vertrag, 35 Stunden regelmäßig geleistet, 80 im Monat festgelegt.......

    Urlaub sind in dem Sinne auch geleistete Stunden, die hat er einfach nicht berücksichtigt.
    Und er reduziert jetzt schriftlich etwas, was nie schriftlich fixiert war?

    Dringend zum Anwalt, hast Du ja gemacht. Alles Gute
    Ich habe per Vertrag 25 Stunden, weil ich aber einen zeitintensiven Fall übernommen habe, habe ich seit April 2017 10 Stunden pro Woche mehr gearbeitet. Die wurden als Überstunden aufgeschrieben und ausbezahlt. Die 80 Stunden im Monat sind die, die ich von meiner Arbeitszeit für eben diesen zeitintensiven Fall aufwenden soll. Das passt nur hinten und vorne nicht.
    Schwanette (09/18)

  4. #104
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Das ist sehr gut! Konkret geht es (auch) um die Frage, ob das eine Änderungskündigung ist. Darum auch die E-Mail ausgedruckt mitnehmen. Hast du einen Beleg über die Anordnung der Überstunden? Wie auch immer, als Mail vielleicht. Dann ebenfalls mit. Und nehme auch eine Bescheinigung der Schwangerschaft mit zum Anwalt, falls der deinen Arbeitgeber anschreiben muss.
    Ich drücke dir fest die Daumen, toi toi toi!
    Danke :-)
    Nein, das mit den Überstunden wurde nie schriftlich angeordnet (nur schirftlich zurückgenommen), ist aber aus meinen Lohnabrechnungen ersichtlich
    Schwanette (09/18)

  5. #105
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Danke :-)
    Nein, das mit den Überstunden wurde nie schriftlich angeordnet (nur schirftlich zurückgenommen), ist aber aus meinen Lohnabrechnungen ersichtlich
    hier bleibt wirklich nur eines: Ab zum Anwalt. Schnell !!

  6. #106
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Nachdem ich am Donnerstag beim Anwalt war, wo ich mich sehr gut beraten gefühlt haben, hatte ich am Freitag auf der Arbeit ganz gute Laune, zu mal mein Chef letzte Woche auch besser drauf war und einigermaßen nett zu mir.

    Ich hatte dann ein Gespräch beim Jugendamt wegen einer Klientin von mir. Am Ende meinte die MitarbeiterIn dort dann, sie hätte noch einen Punkt. Es gehe das Gerücht um, ich würde nicht mehr für meinen Arbeitgeber arbeiten und sei auch für meine Klientin nicht mehr zuständig. Ich habe so getan, als könnte ich mir das nicht erklären, das Gerücht geht aber von einer Stelle aus, deren Telefonnummer ich meinem Chef zufällig vor einer Woche gegeben habe, weil er mit denen mal telefonieren wollte (angeblich wegen was anderem).

    Mittags habe ich ihm dann gesagt, dass ich schwanger bin. Er hat im Prinzip überhaupt nicht reagiert, muss völlig geschockt gewesen sein. Er hat weder gefragt, in welcher Woche, wann mein Mutterschutz anfängt oder ob und wie lange ich Elternzeit plane. Es kam nur "Aha, sie sind also schwanger." Natürlich auch kein Glückwunsch, aber damit hab ich auch nich gerechnet.

    Heute Nacht hat mein Kollege mir dann eine E-Mail weitergeleitet, die gestern Nachmittag ausversehen auf seinem Diensthandy gelandet ist. Sie ist von der Freundin meines Chefs für meinen Chef und trägt den Titel "Kündigung bei Schwangerschaft". Inhaltlich steht drin, dass mein Chef so arm dran ist, sie das schon hinbekommen und sie ja nochmal gemeinsam beten können (vermutlich dafür, dass ich das Kind verliere oder wenigstens tot umfalle).

    Und ich Idiot denke immer noch, dass ich nächste Woche so viele Termine habe, die er unmöglich auffangen kann, wenn ich nicht da bin, dass ich wenigstens diese Woche noch durchhalten muss.
    Schwanette (09/18)

  7. #107
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Nachdem ich am Donnerstag beim Anwalt war, wo ich mich sehr gut beraten gefühlt haben, hatte ich am Freitag auf der Arbeit ganz gute Laune, zu mal mein Chef letzte Woche auch besser drauf war und einigermaßen nett zu mir.

    Ich hatte dann ein Gespräch beim Jugendamt wegen einer Klientin von mir. Am Ende meinte die MitarbeiterIn dort dann, sie hätte noch einen Punkt. Es gehe das Gerücht um, ich würde nicht mehr für meinen Arbeitgeber arbeiten und sei auch für meine Klientin nicht mehr zuständig. Ich habe so getan, als könnte ich mir das nicht erklären, das Gerücht geht aber von einer Stelle aus, deren Telefonnummer ich meinem Chef zufällig vor einer Woche gegeben habe, weil er mit denen mal telefonieren wollte (angeblich wegen was anderem).

    Mittags habe ich ihm dann gesagt, dass ich schwanger bin. Er hat im Prinzip überhaupt nicht reagiert, muss völlig geschockt gewesen sein. Er hat weder gefragt, in welcher Woche, wann mein Mutterschutz anfängt oder ob und wie lange ich Elternzeit plane. Es kam nur "Aha, sie sind also schwanger." Natürlich auch kein Glückwunsch, aber damit hab ich auch nich gerechnet.

    Heute Nacht hat mein Kollege mir dann eine E-Mail weitergeleitet, die gestern Nachmittag ausversehen auf seinem Diensthandy gelandet ist. Sie ist von der Freundin meines Chefs für meinen Chef und trägt den Titel "Kündigung bei Schwangerschaft". Inhaltlich steht drin, dass mein Chef so arm dran ist, sie das schon hinbekommen und sie ja nochmal gemeinsam beten können (vermutlich dafür, dass ich das Kind verliere oder wenigstens tot umfalle).

    Und ich Idiot denke immer noch, dass ich nächste Woche so viele Termine habe, die er unmöglich auffangen kann, wenn ich nicht da bin, dass ich wenigstens diese Woche noch durchhalten muss.
    Oh krass! Lass dich jetzt erstmal sofort krank schreiben. Du musst gar nicht mehr durchhalten. Druck die Mail aus.

    Und such jemanden, der dir ein Beschäftigungsverbot ausstellt.

    (Und ich komm mal vorbei, deinem Chef die Flötentöne beibringen. )
    Fimbrethil gefällt dies
    Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.

  8. #108
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Oh krass! Lass dich jetzt erstmal sofort krank schreiben. Du musst gar nicht mehr durchhalten. Druck die Mail aus.

    Und such jemanden, der dir ein Beschäftigungsverbot ausstellt.

    (Und ich komm mal vorbei, deinem Chef die Flötentöne beibringen. )
    Das braucht er mal (es hat schon seinen Grund, warum er nur Berufsanfänger einstellt, die wenig Ahnung von ihren Rechten haben).
    Schwanette (09/18)

  9. #109
    Aoraki Gast

    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Das gibt dann aber ein Problem mit der Lohnfortzahlung, oder?
    Ja. Wenn Du krankgeschrieben bist und nicht im Beschäftigungsverbot bekommst Du nach 6 Wochen Krankengeld statt Deines Gehalts (grob ca. 75 % vom Netto).

    Zur eigentlichen Frage: geh zum Hausarzt und schildere Deine Situation und wie es Dir im Moment geht und - falls er es nicht von alleine eh anbietet - bitte um Krankschreibung für zumindest erst mal ein paar Tage, damit Du durchatmen und weiter planen kannst.

    Vom Frauenarzt würde ich mich im Moment nur krankschreiben lassen, wenn Dir egal ist, dass Dein Chef dann 1+1 zusammenzählt.
    salvadora gefällt dies

  10. #110
    Aoraki Gast

    Standard Re: Elterngeld- und Arbeitsrechtfragen

    Zitat Zitat von Kaefer Beitrag anzeigen
    Lass Dich nicht krankschreiben, sondern den Arzt ein Beschäftigungsverbot ausstellen. Das wird bzgl. Lohnfortzahlung etc. anders gehandhabt, Dein Arbeitgeber muss nicht die gesamten Kosten der Lohnfortzahlung tragen, und es gibt meines Wissens nach auch keine zeitliche Befristung wie bei einer normalen Krankschreibung.
    Das Beschätigungsverbot braucht eine medizinische Begründung. Doofer Chef ist nicht wirklich eine.

    Was nicht heißt, dass es für die TE sicher die beste Lösung wäre.

    Und eine Krankschreibung ist nicht zeitlich begrenzt. Wie kommst Du darauf?

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