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Thema: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

  1. #1
    Avatar von nina2
    nina2 ist gerade online ohne die 2452
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    Standard Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    ...und kam dann ins Krankenhaus.

    Gefallen ist sie 2x in der Nacht. Sie hatte auch sehr teerigen Stuhlgang. Den Hausnotruf hatte sie gedruckt. Der Sanitäter hatte auch nachgefragt, ob ein Arzt kommen sollte. Der Blutdruck war zu dem Zeitpunkt i.O. und darum ist er wieder gefahren. Danach ist sie zum zweiten Mal gefallen. Hat dann nicht mehr gedrückt und gedacht, um 7.00 Uhr rufe ich Nina an.

    Ich war dann auch bei ihr und wir sind zum Hausarzt gefahren. Sie war so schwach, dass sie sofort auf eine Liege kam und dann wegen des unklaren Stuhlbefundes in ein Krankenhaus eingewiesen wurde. (Falls jemand fragen sollte - den Notarzt sollte ich nicht rufen.) Herausgekommen sind Magengeschwüre, die aber nicht weiter behandelt werden müssen.

    Dieses Hinfallen in der Nacht macht mir große Sorgen, da dieses schon das zweite Mal innerhalb eines halben Jahres war. Und überhaupt - die ganze Situation überfordert mich gerade. Ich habe eine Scheißangst, dass sie geht - für immer.

    Meine Mutter lebt allein in einem Haus. Muss also auch eine relativ steile Treppe bewältigen. So ein Sturz kann natürlich immer wieder passieren. Sie hat gerade auch eine totale Angst. Sie nimmt mich z.B. bei meinem Besuchen im Krankenhaus mit auf die Toilette.

    Mir dreht sich gerade der Kopf - und ich habe einfach nur Angst was passiert (passieren könnte) und wie ich reagiere. Ja - irgendwie habe ich auch Angst vor meiner eigenen Reaktion.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Ich kann deine Angst sehr gut verstehen. Meine Mutti wird in diesem Jahr auch 80 und lebt allein in ihrem Haus.
    Sie hat ihr Schlafzimmer nach unten gelegt um die unbeliebte Treppe nicht mehr hoch zu müssen.
    Deiner Mutti wünsche ich das es ihr ganz schnell wieder besser geht.
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  3. #3
    MostlyHarmless ist offline Irdisch
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Magengeschwüre, die bluten (daher wohl der teerstuhl), aber nicht behandelt werden müssen? ich weiß nicht.

    Hausnotruf reicht wahrscheinlich nicht mehr, käme betreutes Wohnen in Betracht? Dann hätte sie auch das Treppenproblem weg.

    Nina, alte Menschen werden schwächer und sterben irgendwann. Das mag sehr bitter sein, aber es ist durch nichts zu ändern.

    Jetzt verzweifel nicht. Wenn ihre Umgebung ihren Einschränkungen und Krankheiten besser angepasst wird, kann man ein paar Risikofaktoren schon mal minimieren. Sie muss aber mitspielen, undso ein Umzug ist eine große Hrausforderung.

    ich wünsche euch alles Gute.
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  4. #4
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Das ist doch normal (dass du Angst hast), meine Mutter lebt mit 87 auch allein in ihrer Wohnung, allerdings wohnt mein Sohn im gleichen Haus und wir auch nahe bei. Trotzdem kann immer was passieren, die Wohnung hat auch noch eine recht enge Wendeltreppe. Meine Mutter ist schon mehrmals gefallen, allerdings hatte sie in der letzten Zeit immer Glück, so dass sie nie ins Krankenhaus musste. einmal hatte sie eine Kopfplatzwunde. Zuletzt ist sie einfach im Flur gefallen, hatte allerdings nichts weiter außer einige Tage lang Schmerzen im Knie bei bestimmten Bewegungen. Deine Mutter wird jetzt noch mal richtig durchgecheckt, das ist doch gut. Dass sie ab und zu fällt, muss ja nicht heißen, dass sie bald stirbt.

  5. #5
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist gerade online Vogel Gottes
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Deine Sorgen sind verständlich. Und berechtigt.

    Nehmt es als Anlass, die Wohnsituation kritisch zu überdenken.

    Könnte man so umräumen, dass sie im Alltag auf einer Etage wohnen kann?

    Wäre umziehen in eine Seniorenwohnung eine Option?

    Ein Pflegedienst, der morgens kommt und nach ihr sieht?

    Und ja, Ihr werdet Euch / Du wirst Dich damit abfinden müssen, dass es schwieriger wird und sie irgendwann pflegebedürftig sein und auch sterben wird .

  6. #6
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    ich habe das grade im Bekanntenkreis gehört das ältere Leute ja eben nicht gern "umgewurzelt" werden.

    Aber solche Situationen durchaus auch mal "hilfreich" sein können um ihnen endgültig klar zu machen das es vielleicht besser für sie wäre (auch wenn sie an dem Haus hängen) in ein Seniorenwohnheim zu ziehen.
    In der Kurzzeitpflege der Bekannten ist diese Frau nochmal richtig aufgeblüht und freute sich über das gemeinschaftliche Essen und die Ansprechpartner obwohl sie sich das vorher nie vorstellen konnte.


    Sie wollte vorher UNbedingt in ihrem riesen Haus bleiben.

    nach der Hilflosigkeit des Zusammenbruchs und der POSITIVEN Erfahrung war die alte Dame dann sehr bereit das Haus zu verkaufen und in ein betreutes wohnen zu ziehen.
    Sie genoss das Gefühl sich entspannen zu können. Dieses "es ist einer für mich da wenns mir nicht ist"
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  7. #7
    Avatar von Maumau
    Maumau ist offline *wichtiger Chefwichtel*
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Meine Mutter lebte auch allein in einem sehr grossen Haus. Sie ist auch immer wieder gestürzt. Erste Maßnahme - Hausnotruf, es gab dann Stürze mit "wird schon nicht so schlimm sein" und sie hat niemand gerufen oder erst nach Stunden weil sie in der Nacht niemand stören wollte.Eindringliche Ansprache! Dann kam ein Pflegedienst dazu der morgens kam, dann Pflegedienst morgens und abends. Irgendwann wieder schwerer Sturz mit Wirbelbruch, Krankenhaus. Anschließend zur Erholung Kurzzeitpflege. Gefiel meiner Mutter. Einige Monate später wieder Sturz und Knochenbruch, wieder Krankenhaus. Anruf der Krankenhaussozialarbeiterin "wir können es nicht verantworten ihre Mutter nach hause zu entlassen, sie braucht ständige Betreuung"
    Upps. Aber auch Erleichterung. Auf ihre Kinder wollte sie ja nicht hören. Jetzt war es quasi amtlich.die Sozialarbeiterin hat sich dann sehr bemüht und tatsächlich einen Heimplatz gefunden .
    Die erste Woche war doof aber dann hat Mutter da Bekannte getroffen, hat sich in den Rytmus eingefunden und genießt es. Es werden viele Angebote gemacht, sie muss nicht überlege wie sie zum Chorsingen kommt, sie muss niemand bitten sie abzuholen - alle Aktivitäten finden im Haus statt, es gibt ein Café und Restaurant in das sie mit ihren Gästen gehen kann, das Essen ist ausgezeichnet und sie kann unter drei Menüs wählen. Frisör und Fußpflege gibt es im Haus und alles was sie möchte wird ihr besorgt. Sie nennt es Langzeiturlaub. Wir sind froh, dass es ihr so gut gefällt und unglaublich erleichtert, dass das Krankenhaus es uns abgenommen hat sie von einem Heim zu überzeugen.
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  8. #8
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Zitat Zitat von Maumau Beitrag anzeigen
    Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Meine Mutter lebte auch allein in einem sehr grossen Haus. Sie ist auch immer wieder gestürzt. Erste Maßnahme - Hausnotruf, es gab dann Stürze mit "wird schon nicht so schlimm sein" und sie hat niemand gerufen oder erst nach Stunden weil sie in der Nacht niemand stören wollte.Eindringliche Ansprache! Dann kam ein Pflegedienst dazu der morgens kam, dann Pflegedienst morgens und abends. Irgendwann wieder schwerer Sturz mit Wirbelbruch, Krankenhaus. Anschließend zur Erholung Kurzzeitpflege. Gefiel meiner Mutter. Einige Monate später wieder Sturz und Knochenbruch, wieder Krankenhaus. Anruf der Krankenhaussozialarbeiterin "wir können es nicht verantworten ihre Mutter nach hause zu entlassen, sie braucht ständige Betreuung"
    Upps. Aber auch Erleichterung. Auf ihre Kinder wollte sie ja nicht hören. Jetzt war es quasi amtlich.die Sozialarbeiterin hat sich dann sehr bemüht und tatsächlich einen Heimplatz gefunden .
    Die erste Woche war doof aber dann hat Mutter da Bekannte getroffen, hat sich in den Rytmus eingefunden und genießt es. Es werden viele Angebote gemacht, sie muss nicht überlege wie sie zum Chorsingen kommt, sie muss niemand bitten sie abzuholen - alle Aktivitäten finden im Haus statt, es gibt ein Café und Restaurant in das sie mit ihren Gästen gehen kann, das Essen ist ausgezeichnet und sie kann unter drei Menüs wählen. Frisör und Fußpflege gibt es im Haus und alles was sie möchte wird ihr besorgt. Sie nennt es Langzeiturlaub. Wir sind froh, dass es ihr so gut gefällt und unglaublich erleichtert, dass das Krankenhaus es uns abgenommen hat sie von einem Heim zu überzeugen.
    Manchmal braucht es einfach den "Schubser" des "es geht wirklich nicht mehr".

    Wenn man dann in ein schönes ! Pflegeheim oder betreutes Wohnen kann ist das natürlich toll.

    Ich fürchte nur das sich viele sowas eben nicht leisten können und von der "gemütlichen" Kurzzeitpflege (die oft ja komfortabler ist) in ein Pflegeheim gehen müssen wo es eben nicht so schön ist. Eben die, die sich teure Heime nicht leisten können
    Aoraki und Gast gefällt dies.

  9. #9
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Zitat Zitat von FrauTutnix Beitrag anzeigen
    Manchmal braucht es einfach den "Schubser" des "es geht wirklich nicht mehr".

    Wenn man dann in ein schönes ! Pflegeheim oder betreutes Wohnen kann ist das natürlich toll.

    Ich fürchte nur das sich viele sowas eben nicht leisten können und von der "gemütlichen" Kurzzeitpflege (die oft ja komfortabler ist) in ein Pflegeheim gehen müssen wo es eben nicht so schön ist. Eben die, die sich teure Heime nicht leisten können
    damit kenne ich mich nicht aus. Findet die Kurzzeitpflege nicht in einem üblichen Pflegeheim statt?

  10. #10
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Meine Mutter (82 J.) ist gefallen

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    damit kenne ich mich nicht aus. Findet die Kurzzeitpflege nicht in einem üblichen Pflegeheim statt?
    Das weiß ich nicht genau wie das läuft , ich kenne es ja auch nur von der Bekannten und ganz genaue Informationen sind dann doch immer nur second hand.


    Kurzzeitpflege ist jedenfalls von der Kasse bezahlt so wie ich das verstanden habe.
    Da ist schlicht mehr möglich. Mann muss wohl ein paar Taler zuzahlen aber das ist wohl überschaubar.

    Später wenn es um ein Pflegeheim auf Dauer geht muss man gucken was man sich leisten kann.
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