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Thema: Orthopäde "darf" keine Zusatzleistung verschreiben

  1. #1
    Avatar von houdini
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    Standard Orthopäde "darf" keine Zusatzleistung verschreiben

    Also nur der eine. Der, der die Erstverordnung ausgestellt hat.
    Das Folgerezept hole ich mir jetzt bei einem anderen, der "darf".

    Was ist da passiert? Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgefallen und eine Auflage bekommen?

    Meine KK hätte übrigens kein Problem mit der Verordnung der Zusatzleistung (Ultraschall zusätzlich zur KG), das habe ich schriftlich von der KK ("...liegt im Ermessen des behandelnden Arztes und wird im Falle der Verordnung selbstverständlich von uns übernommen..."), der Arzt verordnet trotzdem nicht.

    Ich würde das System gerne noch besser verstehen können

    (die Sprechstundenhilfe vom erstverordnenden Arzt habe ich befragt, da es für mich als Patient nicht relevant sei da sowieso keine Zusatzleistung verordnet wird, bekam ich keine weitere Erklärung)

  2. #2
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von houdini Beitrag anzeigen
    Also nur der eine. Der, der die Erstverordnung ausgestellt hat.
    Das Folgerezept hole ich mir jetzt bei einem anderen, der "darf".

    Was ist da passiert? Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgefallen und eine Auflage bekommen?

    Meine KK hätte übrigens kein Problem mit der Verordnung der Zusatzleistung (Ultraschall zusätzlich zur KG), das habe ich schriftlich von der KK ("...liegt im Ermessen des behandelnden Arztes und wird im Falle der Verordnung selbstverständlich von uns übernommen..."), der Arzt verordnet trotzdem nicht.

    Ich würde das System gerne noch besser verstehen können

    (die Sprechstundenhilfe vom erstverordnenden Arzt habe ich befragt, da es für mich als Patient nicht relevant sei da sowieso keine Zusatzleistung verordnet wird, bekam ich keine weitere Erklärung)
    Jeder Arzt darf, er wollte nur nicht. Vielleicht war sein Budget voll oder er findet Ultraschall nicht sinnvoll, aber mit "darf nicht" geht man halt Diskussionen aus dem Weg.
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  3. #3
    Avatar von houdini
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Jeder Arzt darf, er wollte nur nicht. Vielleicht war sein Budget voll oder er findet Ultraschall nicht sinnvoll, aber mit "darf nicht" geht man halt Diskussionen aus dem Weg.
    Ich tippe auf "Budget voll / ausgeschöpft".
    Ja eben, ich weiß ja auch dass es Ärzte gibt die ihr Budget überschreiten wenn es eben in ihrem Ermessen liegt und sie es für notwendig halten.
    Meine Hausärztin sagt z.B. sehr klar, ihr ist das Budget egal, sie kann jede Verordnunb medizinisch begründen und lässt sich da auch nicht reglementieren. Ich kenne aber auch einen Arzt der, wenn sein Budget voll ist, einfach frei raus sagt dass er in diesem Quartal leider nicht mehr als X verordnen kann.

    Was passiert denn eigentlich, wenn das Budget erschöpft ist? Was sind denn dann die Konsequenzen?

  4. #4
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von houdini Beitrag anzeigen
    Was ist da passiert? Bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung durchgefallen und eine Auflage bekommen?
    Ich würde in Erwägung ziehen, dass Du schlicht und ergreifend angelogen wurdest und sie sehr wohl dürfen aber eben nicht wollen.
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  5. #5
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von houdini Beitrag anzeigen
    Ich tippe auf "Budget voll / ausgeschöpft".
    Ja eben, ich weiß ja auch dass es Ärzte gibt die ihr Budget überschreiten wenn es eben in ihrem Ermessen liegt und sie es für notwendig halten.
    Meine Hausärztin sagt z.B. sehr klar, ihr ist das Budget egal, sie kann jede Verordnunb medizinisch begründen und lässt sich da auch nicht reglementieren. Ich kenne aber auch einen Arzt der, wenn sein Budget voll ist, einfach frei raus sagt dass er in diesem Quartal leider nicht mehr als X verordnen kann.

    Was passiert denn eigentlich, wenn das Budget erschöpft ist? Was sind denn dann die Konsequenzen?
    Im Zweifelsfall bezahlt der Arzt dann die Behandlung (also bei dir z.B. Die Ultraschallbehandlung) aus der eigenen Tasche.
    Bis 10% Überzoehung des Budgets passiert nichts, darüber gibt es zunächst eine Beratung (man könnte es auch Verwarnung nennen) und bei der nächsten Überziehung zahlt man.


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  6. #6
    Avatar von houdini
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Ich würde in Erwägung ziehen, dass Du schlicht und ergreifend angelogen wurdest und sie sehr wohl dürfen aber eben nicht wollen.
    Das "Wieso nicht wollen?" würd ich gerne verstehen können.

  7. #7
    Avatar von houdini
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Im Zweifelsfall bezahlt der Arzt dann die Behandlung (also bei dir z.B. Die Ultraschallbehandlung) aus der eigenen Tasche.
    Bis 10% Überzoehung des Budgets passiert nichts, darüber gibt es zunächst eine Beratung (man könnte es auch Verwarnung nennen) und bei der nächsten Überziehung zahlt man.
    Okay, danke. So konkret in Zahlen hat mir die Konsequenz noch niemand erläutert.
    Dann vermute ich eher in diese Richtung, zumal diese Praxis eher "frisch" ist (1 Jahr jung) und grade zu Beginn sehr locker und großzügig verordnet wurde.

    Max. 10% pro Quartal oder Jahr?

  8. #8
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von houdini Beitrag anzeigen
    Okay, danke. So konkret in Zahlen hat mir die Konsequenz noch niemand erläutert.
    Dann vermute ich eher in diese Richtung, zumal diese Praxis eher "frisch" ist (1 Jahr jung) und grade zu Beginn sehr locker und großzügig verordnet wurde.

    Max. 10% pro Quartal oder Jahr?
    Mit jedem Quartal fängt die Rechnung von vorn an.
    Du musst dir das so vorstellen: ein Hausarzt hat pro Patient ein Heilmittelbudget von 7,77€ (kommt aufs Bundesland an, ist auch noch nach Alter der Patienten gestaffelt), das heißt er darf pro Patient Krankengymnastik, Lymphdrainage, Logopädie, Ergotherapie für 7,77€ pro 3 Monate verordnen. 20 Minuten Krankengymnastik kosten ca. 17€, pro Rezept werden immer 6x verordnet. Verordnet man einem Patienten 6xKrankengymnastik entstehen Kosten in Höhe von 102€, bei einem Budget von 7,77€ Pro Patient Ist damit das Budget von 13 Patienten aufgebraucht. Also 1 Patient kann was bekommen, 12 Patienten bekommen nichts.
    Und das Problem ist auch immer, dass man als Arzt nie weiß, wieviele Patienten im Quartal kommen und wieviele schlimme Fälle zum Ende des Quartals kommen, die evtl. unbedingt Behandlung brauchen und nicht ins neue Quartal geschoben werden können.
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  9. #9
    Avatar von houdini
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    Standard Re: Orthopäde darf keine Zusatzleistung verschreiben

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Mit jedem Quartal fängt die Rechnung von vorn an.
    Du musst dir das so vorstellen: ein Hausarzt hat pro Patient ein Heilmittelbudget von 7,77€ (kommt aufs Bundesland an, ist auch noch nach Alter der Patienten gestaffelt), das heißt er darf pro Patient Krankengymnastik, Lymphdrainage, Logopädie, Ergotherapie für 7,77€ pro 3 Monate verordnen. 20 Minuten Krankengymnastik kosten ca. 17€, pro Rezept werden immer 6x verordnet. Verordnet man einem Patienten 6xKrankengymnastik entstehen Kosten in Höhe von 102€, bei einem Budget von 7,77€ Pro Patient Ist damit das Budget von 13 Patienten aufgebraucht. Also 1 Patient kann was bekommen, 12 Patienten bekommen nichts.
    Und das Problem ist auch immer, dass man als Arzt nie weiß, wieviele Patienten im Quartal kommen und wieviele schlimme Fälle zum Ende des Quartals kommen, die evtl. unbedingt Behandlung brauchen und nicht ins neue Quartal geschoben werden können.
    Das Prinzip ist mir soweit schon geläufig, deshalb denke ich auch dass es daran liegt.

    Danke

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