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Thema: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

  1. #1
    pixeline ist offline old hand
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    Standard LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Hallo Ihr Lieben,
    da im Großfamilienforum nicht mehr so arg viele unterwegs sind, verlinke ich mal, vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit dem Thema:

    https://www.eltern.de/foren/grossfam...orry-lang.html

    Ich hoffe das ist okay.
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  2. #2
    tamilein ist offline Dabei seit 02/2007.
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von pixeline Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,
    da im Großfamilienforum nicht mehr so arg viele unterwegs sind, verlinke ich mal, vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit dem Thema:

    https://www.eltern.de/foren/grossfam...orry-lang.html

    Ich hoffe das ist okay.
    Welche Alternativen habt Ihr denn überhaupt in annehmbarer Nähe? Wenn es die Möglichkeit gibt, würde ich eher zu Montessori als zu Waldorf tendieren, weil da m.E. eher auf das Individuum geschaut wird. Waldorf, wie ich das hier mitbekommen, kann ja auch sehr dogmatisch sein, ins Schema gepreßt. Ist aber auch wieder von Schule zu Schule verschieden ...
    Also, bevor Dir jemand was raten kann, müßten wir m.E. erstmal um die überhaupt möglichen Alternativen wissen.
    Ich bin nicht auf der Welt, um Euch zu gefallen.

  3. #3
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    ich habe ja auch ein spezielles Kind. Wir setzen immer mal wieder alle, aber auch wirklich alle, Therapien aus. Weil ich nicht möchte, dass er das Gefühl hat, dass er nicht gut ist, wie er ist.

    danach freut er sich meist wieder auf ein weiteres Rezept Ergo (oder was auch immer)

    Ich würde mir ein Bild von allen in Frage kommenden Schulen machen, auch von der Waldorfschule. Ich würde erstmal nichts ausschließen, alles in Ruhe ansehen. OHNE Kind.
    Ich würde eine differenzierte Diagnostik in einem SPZ anstreben und auch da Empfehlungen für die Schulwahl anfragen. Meist haben die ein Recht klares Bild, was passen könnte und was nicht.

    Das ist nicht einfach und es bricht einem das Herz, wenn man merkt, dass das Kind mit sich selbst und seinem Leben unglücklich ist. Alles Liebe, auf dass Ihr und Euer Sohn aus der Spirale halbwegs unbeschadet rauskommt
    nykaenen88, Aoraki und Zickzackkind gefällt dies.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von pixeline Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,
    da im Großfamilienforum nicht mehr so arg viele unterwegs sind, verlinke ich mal, vielleicht hat hier jemand Erfahrung mit dem Thema:

    https://www.eltern.de/foren/grossfam...orry-lang.html

    Ich hoffe das ist okay.
    Die hiesige Waldorfschule, an die sich meine Freundin mit ihrer Tochter (die neben der LRS noch diverse Baustellen hat), gewandt hat, hätte das Mädchen nur genommen, wenn der jüngere und völlig "normale" Bruder auch gewechselt wäre.
    Kernaussage war, dass Waldorfschulen - auch aufgrund der großen Klassengrößen - keine Kapazitäten für die Förderung "solcher" Kinder haben.

    Das gilt natürlich nur für hier und ist auch nur aus zweiter Hand.

  5. #5
    sachensucher ist gerade online Legende
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Die hiesige Waldorfschule, an die sich meine Freundin mit ihrer Tochter (die neben der LRS noch diverse Baustellen hat), gewandt hat, hätte das Mädchen nur genommen, wenn der jüngere und völlig "normale" Bruder auch gewechselt wäre.
    Kernaussage war, dass Waldorfschulen - auch aufgrund der großen Klassengrößen - keine Kapazitäten für die Förderung "solcher" Kinder haben.

    Das gilt natürlich nur für hier und ist auch nur aus zweiter Hand.
    Meist ist das wohl so. Es gibt aber auch welche, die gezielt Kinder mit Förderbedarf aufnehmen.

  6. #6
    Gast

    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    Meist ist das wohl so. Es gibt aber auch welche, die gezielt Kinder mit Förderbedarf aufnehmen.
    Wie man aber immer wieder merkt, spukt in den Köpfen herum, dass Waldorf "zugewandter" wäre.

    Meine Freundin fand, unabhängig davon, dass der Förderbedarf nicht bedient werden kann, den Aspekt, dass der Bruder (um den es gar nicht ging, der war nur mit) gern genommen werden würde, die Schwester wäre dann eine Art lästiges Anhängsel (und könnte ja immer noch nicht gefördert werden), schräg und auch ein bisschen augenöffnend.

  7. #7
    Tasha72 ist offline addict
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Liebe Pixeline,

    fühl Dich erst mal gedrückt. Dein K3 liest sich wie mein K1. Wir haben damals auch unser K1 auf eine Waldorfschule wechseln lassen und er ist erst mal, weil der Druck raus war aufgeblüht. Allerdings lief auch einfach auf der GS einiges schief, was den Wechsel nötig machte. Die gewählte Waldorfschule war in der Tat zugewandter und hatte auch sehr kleine Klassen (Schule war relativ neu). Nach 4 Jahren haben wir die Schule aber quasi fluchtartig verlassen, was hauptsächlich an der Klassenlehrerin und der eher mangelhaften Ausstattung lag.
    Jetzt kommt er am Gym gut klar. Der Wechsel war aber ein Kulturschock und ging mit einer Rückstufung einher (war altersmäßig aber völlig ok).

    Du musst Dir die Schule persönlich anschauen. Gerade die Waldorfschulen sind nicht gleich, da gibt es riesige Unterschiede. In eine Klasse mit über 30 Schülern würde ich ein Kind mit Defiziten nicht schicken. Aber die meisten WS haben mittlerweile von den großen Klassen Abstand genommen.
    Eine stark dogmatische Waldorfschule würde ich auch Niemandem empfehlen.
    Den Druck, den Dein Kind hat, würde eine gute Waldorfschule aber zumindest jetzt herausnehmen. Allerdings müssen die später anziehen, aber dann sind die Kinder etwas älter. Die ersten 4 Jahre an der Waldorfschule würde ich als Ponyhof bezeichnen - auch wenn das sicher variieren wird.

    Ich hoffe, Ihr findet eine gute Lösung für Euer Kind.

  8. #8
    Tasha72 ist offline addict
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wie man aber immer wieder merkt, spukt in den Köpfen herum, dass Waldorf "zugewandter" wäre.

    Meine Freundin fand, unabhängig davon, dass der Förderbedarf nicht bedient werden kann, den Aspekt, dass der Bruder (um den es gar nicht ging, der war nur mit) gern genommen werden würde, die Schwester wäre dann eine Art lästiges Anhängsel (und könnte ja immer noch nicht gefördert werden), schräg und auch ein bisschen augenöffnend.
    Nun, manche sind es wohl. Aber anzunehmen, dass eine Waldorfschule Kinder mit Defiziten besonders gut fördern kann, ist definitiv ein Denkfehler. Das ist nie das primäre Ziel einer normalen Waldorfschule gewesen. Dafür gibt es spezielle Heil-Förder-Walddorfschulen (die Bezeichnung ist glaube ich falsch).

    Zwar fangen jetzt wohl viele an zu inkludieren (unsere Ex-Schule auch), aber sie scheitern oft genug auch daran, dass sie schlicht kein Personal finden, was die Förderung dann übernimmt. Unsere Schule hat erst LRS-Training und anderes angeboten, dann ging die Sonderpädagogische Kraft und konnte nicht ersetzt werden.

    Eine zugewandte Arte konnte ich bei unserer alten WS durchaus feststellen, wobei dies natürlich wie auch bei allen Regelschulen auf die jeweilige Lehrkraft ankommt.

    Man muss sich die Schulen schon selber genau angucken und aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Alternativen im Grundschulbereich sehr dünn sind. Da kommt es auf den Leidensdruck an, ob ein solcher Wechsel sinnvoll ist - und auf die neue Schule.

  9. #9
    sachensucher ist gerade online Legende
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wie man aber immer wieder merkt, spukt in den Köpfen herum, dass Waldorf "zugewandter" wäre.

    Meine Freundin fand, unabhängig davon, dass der Förderbedarf nicht bedient werden kann, den Aspekt, dass der Bruder (um den es gar nicht ging, der war nur mit) gern genommen werden würde, die Schwester wäre dann eine Art lästiges Anhängsel (und könnte ja immer noch nicht gefördert werden), schräg und auch ein bisschen augenöffnend.
    Nee, zugewandter oder individueller ist Waldorf nicht, man hat dort gerne Kinder, die ins Raster passen. Nicht zu blöd, nicht zu schlau und nicht zu kritisch. Ein Vorteil wäre für mich, dass dort gerade beim Schriftspracherwerb sehr langsam und strukturiert vorgegangen wird und im Epochenunterricht Themen vertieft behandelt werden. Die Regelschule ist für meinen Sohn, der sich mit dem Schreiben sehr schwer tut nur ein Rauschen, totale Zeitverschwendung in meinen Augen. Manchmal denke ich, dass Waldorf besser für ihn wäre. Kommt aber aus anderen Gründen nicht in Frage für uns.

  10. #10
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist gerade online Vogel Gottes
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    Standard Re: LRS + Waldorfschule – hat jemand Erfahrung?

    Erst mal: Das liest sich schlimm. Und ich finde es prima, dass Ihr Euch Gedanken um Alternativen macht!

    Allerdings würde ich mir einfach mal alle Schulen, die an Eurem Wohnort überhaupt in Frage kommen anschauen. Ganz unabhängig vom Konzept. Damit Euer Kind wieder Vertrauen fassen kann, kommt es in erster Linie auf die Menschen an, auf die es dort trifft.

    Für eine Waldorfschule spricht in meinen Augen,
    - dass in den ersten Jahren in dem Sinn keine Klassenziele erfüllt werden müssen.
    - dass es in der vierten Klasse nicht um „Gymi oder Hauptschule“ geht.
    - dass ein schön gemaltes Bild oder ein gelungenes Handwerk-Stück oder die Mitwirkung im Klassenorchester den gleichen Stellenwert hat wie ein fehlerfreies Diktat.
    - dass es überhaupt noch andere Lern- und Unterrichtsinhalte gibt als „Lesen-Schreiben-Rechnen“.
    - dass ein individuelles Lerntempo als normal akzeptiert wird und viel Gelassenheit den Umgang mit dem „Lernen“ prägt.
    - dass viel Wert auf enge Eltern-Lehrer/Schule-Zusammenarbeit gelegt wird.

    Voraussetzung ist aber,
    - dass es sich um eine der Zeit angepasste und keine konservative Waldorfschule handelt.
    - dass das Kind mit großen Gruppen klarkommt (Klassen mit 30 und mehr Schülern sind nicht selten).
    - dass die Schule ein Konzept hat, wie sie mit individuellen Schwierigkeiten umgeht und entsprechende Förderung anbieten kann.

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