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Thema: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

  1. #1
    Avatar von RosaFlieder
    RosaFlieder ist offline mittendrin
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    Standard Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Wir hatten ja schon mehrfach das Thema, dass einige (auch ich) schrieben, dass das Abnehmen manchen scheinbar quasi unmöglich ist aus irgend einem Grunde, den keiner wirklich kennt.

    Die "Gegner" dieser Debatten sagten dabei immer wieder, dass man, wenn man sich im Kaloriendefizit befindet, abnehmen MUSS. Über kurz oder länger jedenfalls.

    Jetzt wurde mir berichtet, dass es ja auch Medikamente gäbe (z.B. AD), die bewirken, dass man zunimmt, ob man nun will oder nicht. Weil mich das interessiert hat, wie diese Medikamente solch einen Einfluss haben können, habe ich recherchiert und bin darauf gestoßen, dass es einerseits z.B. zu Heißhunger kommen kann (da ist es ja dann nachvollziehbar: mehr Kalorien = höheres Gewicht), dass man sich nicht mehr so viel bewegt wie vorher (auch logo: niedrigerer Bedarf und dadurch zu viele Kalorien) oder - darum geht es mir hier - dass angeblich der Stoffwechsel verändert werden könne. Und zwar in der Form, dass sich Cholesterin, Leberwerte, Insulinblabla so verändern, dass der Körper einfach immer weiter Fett und auch Wasser im Bindegewebe einlagert. Gegensteuern, soweit gelesen, fast unmöglich.

    Kennt sich hier wer aus und kann mir sagen, ob das so tatsächlich stimmt? Bzw. das irgendwie erklären?

    Und zum anderen: Solch eine Veränderung bzw. so etwas als Krankheitsbild gibt es doch vielleicht auch ohne Einnahme von Medikamenten. Einfach, weil der Körper krank ist Kann man so etwas untersuchen lassen bzw. auf welche Werte müsste man da genau gucken?


    Danke für eine Info, falls wer was dazu weiß...



  2. #2
    Avatar von Toffi
    Toffi ist offline ***********
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zu dem oben genannten kann ich leider nichts sagen, nur dass der Körper wesentlich weniger Energie braucht, als man so gemeinhin annimmt.
    Das kann man sich ja mal ausrechnen und dann überlegen, welche Art und Menge an Nahrung das ist, die man theoretisch zu sich nehmen kann. Das sind keine großen Portionen.
    Weiterhin muss man ca. 7000 Kalorien einsparen, um 1 kg abzunehmen und das ist eine Menge!
    Daher wundert es mich nicht, dass man den Eindruck bekommen kann, dass man nicht abnimmt, obwohl man sich beim Essen sehr zurückhält.
    Parallel dazu überlagern die zyklusbedingten Wassereinlagerungen im Gewebe die kalorienbedingten Gewichtsveränderungen.

    Man müsste da schon über einen längeren Zeitraum genau notieren, was man zu sich nimmt, um wirklich sagen zu können, dass die Gewichtsabnahme auf normalem Weg nicht möglich ist.

  3. #3
    Avatar von Safrani
    Safrani ist offline Rucksack-Wäscherin
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von Toffi Beitrag anzeigen
    Zu dem oben genannten kann ich leider nichts sagen, nur dass der Körper wesentlich weniger Energie braucht, als man so gemeinhin annimmt.
    Das kann man sich ja mal ausrechnen und dann überlegen, welche Art und Menge an Nahrung das ist, die man theoretisch zu sich nehmen kann. Das sind keine großen Portionen.
    Weiterhin muss man ca. 7000 Kalorien einsparen, um 1 kg abzunehmen und das ist eine Menge!
    Daher wundert es mich nicht, dass man den Eindruck bekommen kann, dass man nicht abnimmt, obwohl man sich beim Essen sehr zurückhält.
    Parallel dazu überlagern die zyklusbedingten Wassereinlagerungen im Gewebe die kalorienbedingten Gewichtsveränderungen.

    Man müsste da schon über einen längeren Zeitraum genau notieren, was man zu sich nimmt, um wirklich sagen zu können, dass die Gewichtsabnahme auf normalem Weg nicht möglich ist.
    Man müsste vor allem auch ehrlich tracken und alles abwiegen und notieren, nicht nur schätzen. Ich habe seit ein paar Wochen einen Activity-Tracker von Fitbit und der Kalorienverbrauch bzw. das Defizit deckt sich ziemlich mit der zu erwartenden Abnahme.
    Allerdings kann man da auch sehr gut sehen, wie wenig z.b. eine Stunde intensives Fitness Jumping an Kalorien verbraucht. Bei mir sind das gerade mal 450-500 kcal .
    Ich habe einen Grundumsatz von ca. 1360 kcal und ich muss mich tagsüber schon ordentlich bewegen damit ich auf 2250-2500 kcal komme.

  4. #4
    Avatar von Bouri
    Bouri ist offline Müde
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von RosaFlieder Beitrag anzeigen


    Danke für eine Info, falls wer was dazu weiß...
    Menschen, die in einem Kaloriendefizit sind, nehmen ab. Der Meinung bin ich auch. Ich denke nur, dass es nicht so einfach ist, den Kalorienbedarf bzw. die Kalorienaufnahme zu ermitteln, wie manche tun und das individuell sehr unterschiedlich ist.

    Beispiel:
    Mein Mann hat einen Bürojob, der ab und zu auch mal Außentermine verlangt. Also nur ein bisschen Bewegung im Alltag. Zweimal die Woche macht er Sport (1x Krafttraining, hauptsächlich für seinen kaputten Rücken; 1x verschiedene Ballsportarten). Also auch nicht übermäßig/viel. Er isst sehr viel. Sehr viel heißt: im Winter isst er allein 1800kcal Lebkuchen am Tag (kein Witz, wir haben das mal ausgerechnet). Dazu kommen die normalen Mahlzeiten.
    Er ist 1,86m groß und wiegt 72-74 kg.
    Bei der Menge die er isst in Bezug auf sein Aktivitätslevel müsste er deutlich dicker sein. Wenn er "normal " isst, rutscht er ins Untergewicht. Die Ärztin hat ihn schon komplett durchgecheckt (von Parasiten, über Diabetes, zu HiV ) und es kam nichts dabei raus.
    Ihre Vermutung: Seine Verdauung ist einfach so mies, dass von den Kalorien, die er isst, einfach nur wenig da ankommt, wo es hingehört, sondern einfach wieder rauskommt.

    Und dementsprechend kann ich mir eben auch vorstellen, dass bei anderen die Verdauung so gut ist, dass sie viel mehr Kalorien aus der Nahrung ziehen können als die meisten anderen, so dass sie eben schneller dick werden.
    LG Bouri


    Pferdle: Dei Lehrer macht sich Sorga wega deine schlechte Nota.
    Äffle: Was ganget ons die Sorga von fremde Leut an?
    (Silberbrunnen)

    10/2018
    * 08/2017

  5. #5
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von RosaFlieder Beitrag anzeigen
    Wir hatten ja schon mehrfach das Thema, dass einige (auch ich) schrieben, dass das Abnehmen manchen scheinbar quasi unmöglich ist aus irgend einem Grunde, den keiner wirklich kennt.

    Die "Gegner" dieser Debatten sagten dabei immer wieder, dass man, wenn man sich im Kaloriendefizit befindet, abnehmen MUSS. Über kurz oder länger jedenfalls.

    Jetzt wurde mir berichtet, dass es ja auch Medikamente gäbe (z.B. AD), die bewirken, dass man zunimmt, ob man nun will oder nicht. Weil mich das interessiert hat, wie diese Medikamente solch einen Einfluss haben können, habe ich recherchiert und bin darauf gestoßen, dass es einerseits z.B. zu Heißhunger kommen kann (da ist es ja dann nachvollziehbar: mehr Kalorien = höheres Gewicht), dass man sich nicht mehr so viel bewegt wie vorher (auch logo: niedrigerer Bedarf und dadurch zu viele Kalorien) oder - darum geht es mir hier - dass angeblich der Stoffwechsel verändert werden könne. Und zwar in der Form, dass sich Cholesterin, Leberwerte, Insulinblabla so verändern, dass der Körper einfach immer weiter Fett und auch Wasser im Bindegewebe einlagert. Gegensteuern, soweit gelesen, fast unmöglich.

    Kennt sich hier wer aus und kann mir sagen, ob das so tatsächlich stimmt? Bzw. das irgendwie erklären?

    Und zum anderen: Solch eine Veränderung bzw. so etwas als Krankheitsbild gibt es doch vielleicht auch ohne Einnahme von Medikamenten. Einfach, weil der Körper krank ist Kann man so etwas untersuchen lassen bzw. auf welche Werte müsste man da genau gucken?


    Danke für eine Info, falls wer was dazu weiß...


    Was man an Stoffwechselwerte wirklich kontrollieren sollte, ist zum einen die Schilddrüse, wenn da eine Unterfunktion vorliegt, ist der Stoffwechsel quasi im Winterschlaf. Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung des HOMA-Index (Verhältnis Nüchternblutzucker zu Nüchterninsulinspiegel), der gibt Auskunft über eine mögliche gestörte Glucosetoleranz.
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    Time ist the fire in which we burn.

  6. #6
    Avatar von Lui
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von Bouri Beitrag anzeigen
    Menschen, die in einem Kaloriendefizit sind, nehmen ab. Der Meinung bin ich auch. Ich denke nur, dass es nicht so einfach ist, den Kalorienbedarf bzw. die Kalorienaufnahme zu ermitteln, wie manche tun und das individuell sehr unterschiedlich ist.

    Beispiel:
    Mein Mann hat einen Bürojob, der ab und zu auch mal Außentermine verlangt. Also nur ein bisschen Bewegung im Alltag. Zweimal die Woche macht er Sport (1x Krafttraining, hauptsächlich für seinen kaputten Rücken; 1x verschiedene Ballsportarten). Also auch nicht übermäßig/viel. Er isst sehr viel. Sehr viel heißt: im Winter isst er allein 1800kcal Lebkuchen am Tag (kein Witz, wir haben das mal ausgerechnet). Dazu kommen die normalen Mahlzeiten.
    Er ist 1,86m groß und wiegt 72-74 kg.
    Bei der Menge die er isst in Bezug auf sein Aktivitätslevel müsste er deutlich dicker sein. Wenn er "normal " isst, rutscht er ins Untergewicht. Die Ärztin hat ihn schon komplett durchgecheckt (von Parasiten, über Diabetes, zu HiV ) und es kam nichts dabei raus.
    Ihre Vermutung: Seine Verdauung ist einfach so mies, dass von den Kalorien, die er isst, einfach nur wenig da ankommt, wo es hingehört, sondern einfach wieder rauskommt.

    Und dementsprechend kann ich mir eben auch vorstellen, dass bei anderen die Verdauung so gut ist, dass sie viel mehr Kalorien aus der Nahrung ziehen können als die meisten anderen, so dass sie eben schneller dick werden.
    Ja, denke ich auch. Eine Tüte Chips hat 1000 Kalorien (und das ist nichtmal eine besonders große) und die schnurpst man an einem gemütichen Abend mit 2 Glas Wein weg ohne dass man groß Hunger hatte oder satt wird.

    Mir hat beim Abnehmen extrem geholfen, dass ich in der Vorweihnachtszeit die Weißheitszähne rausbekam und jeden Lebkuchen mit einem Besuch bei Zahnarzt, der die Löcher spülen musste bezahlt habe.
    I sag nix, no ka neâmrd saga i het ebbes gsait.

  7. #7
    jellybean73 ist offline Legende
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von Bouri Beitrag anzeigen
    Menschen, die in einem Kaloriendefizit sind, nehmen ab. Der Meinung bin ich auch. Ich denke nur, dass es nicht so einfach ist, den Kalorienbedarf bzw. die Kalorienaufnahme zu ermitteln, wie manche tun und das individuell sehr unterschiedlich ist.

    Beispiel:
    Mein Mann hat einen Bürojob, der ab und zu auch mal Außentermine verlangt. Also nur ein bisschen Bewegung im Alltag. Zweimal die Woche macht er Sport (1x Krafttraining, hauptsächlich für seinen kaputten Rücken; 1x verschiedene Ballsportarten). Also auch nicht übermäßig/viel. Er isst sehr viel. Sehr viel heißt: im Winter isst er allein 1800kcal Lebkuchen am Tag (kein Witz, wir haben das mal ausgerechnet). Dazu kommen die normalen Mahlzeiten.
    Er ist 1,86m groß und wiegt 72-74 kg.
    Bei der Menge die er isst in Bezug auf sein Aktivitätslevel müsste er deutlich dicker sein. Wenn er "normal " isst, rutscht er ins Untergewicht. Die Ärztin hat ihn schon komplett durchgecheckt (von Parasiten, über Diabetes, zu HiV ) und es kam nichts dabei raus.
    Ihre Vermutung: Seine Verdauung ist einfach so mies, dass von den Kalorien, die er isst, einfach nur wenig da ankommt, wo es hingehört, sondern einfach wieder rauskommt.

    Und dementsprechend kann ich mir eben auch vorstellen, dass bei anderen die Verdauung so gut ist, dass sie viel mehr Kalorien aus der Nahrung ziehen können als die meisten anderen, so dass sie eben schneller dick werden.
    Ich glaube, dass die Ursachen fürs dick werden/ dick bleiben / schwer abnehmen können/ immer wieder zunehmen tatsächlich multifaktoriell sind.
    Und dass vieles noch gar nicht bekannt ist, das da mitspielen kann.
    Und dazu kommt eben auch noch, dass Menschen verschieden sind.

  8. #8
    Avatar von Safrani
    Safrani ist offline Rucksack-Wäscherin
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Was man an Stoffwechselwerte wirklich kontrollieren sollte, ist zum einen die Schilddrüse, wenn da eine Unterfunktion vorliegt, ist der Stoffwechsel quasi im Winterschlaf. Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung des HOMA-Index (Verhältnis Nüchternblutzucker zu Nüchterninsulinspiegel), der gibt Auskunft über eine mögliche gestörte Glucosetoleranz.
    Aber macht das in Summe nicht auch "nur" 100-200 kcal/Tag aus? Klar, da kommt im Monat dann auch +0,5kg-1 kg zusammen wenn man dauerhaft ein wenig über dem Verbrauch isst.

  9. #9
    jellybean73 ist offline Legende
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel


  10. #10
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace
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    Standard Re: Frage an die Mediziner und Biochemie-Bewanderten / Stoffwechsel

    Nur ein Laienbericht: Hatte mal eine Kollegin, die hat nach der Schwangerschaft immer mehr abgenommen. So sehr, dass sie von vielen besorgt auf Magersucht angesprochen wurde. Die ist zu Ärzten gerannt und keine konnte was finden. Die war selbst ganz verzweifelt.

    Ich bin der Meinung, dass ein so komplexe System wie der Körper nicht immer durch einfache Wenn-dann-Beziehungen zu erklären ist. Wer das glaubt, ist vermutlich im Tellerrand gefangen. Diese Erkenntnis darf aber nicht als Ausrede für zu wenig bzw viel Sport oder Kalorienaufnahme herhalten.

    Ich glaube übrigens auch, dass in bisherigen Untersuchungen viel zu wenig die Kombination von zugeführten Nährstoffen und Zeitpunkt der Aufnahme berücksichtigt wird. In beide Richtungen, Gewichtszu- und Abnahme



    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16

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