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  • 4 Post By Aoraki
  • 1 Post By Linchen1104

Thema: Gefährliches Hobby Geocaching

  1. #1
    Avatar von die_Cella
    die_Cella ist offline einfach nur Cella
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    Standard Gefährliches Hobby Geocaching

    Hab hier ja schon mal geschrieben, dass mein Papa (72) begeisterter Geocacher ist. Er ist noch sehr aktiv, fährt viel Rad und ist körperlich total fit (hat zwar eine künstliche Hüfte, aber das schränkt ihn nicht ein)

    Vor 4 Jahren hatte er einen ganz schlimmen Unfall den er wirklich nur mit einem Schutzengel überlebt hat. Er ist bei der Suche nach einem Cache auf einer Brücke rumgeklettert, da er mit Rad unterwegs gewesen ist, trug er einen Fahrradhelm (das war seine Rettung), denn er stürzte mehrere Meter runter in einen Bachlauf und landete mit dem Kopf auf einem Stein, es war eine einsame Gegend und er lag schwer verletzt da unten und kam nicht mehr hoch. Er schrie um Hilfe und in dem einzigen Haus in der Nähe hörte der Bewohner der sich im Garten aufhielt ihn rufen.

    Mit mehreren gebrochenen Rippen, einem Lungenriss und einer Gehirmerschütterung kam er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Das war damals für uns alle ein Riesenschreck und mein Papa versprach nicht mehr solche gefährlichen Suchen zu machen...und schon mal gar nicht alleine.

    Heute Abend kurz vor Feierabend kam er bei mir in der Firma vorbei, ob ich nach Feierabend etwas Zeit hätte...er müsste in die Kanalisation (einen Cache suchen)

    Und es wäre ihm lieber, wenn jemand draußen wartet ob er auch wieder rauskommt, er muss einige Abzweigungen nehmen...

    Ich frage mich echt warum die Cacher nicht einfach schöne und ungefährliche Orte für Ihre Caches auswählen.. Warum so ein Risiko für so einen blöden Cache. Hier fehlt mir echt das Verständnis für das an für sich schöne Hobby.

  2. #2
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist offline Vogel Gottes
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Es wird wohl eher so sein, dass Dein Papa die ‚spektakulären‘ Caches halt mag. Geben tut es nämlich genug, die man im Vorbeigehen und sogar mit Kinderwagen und Rollator loggen kann...

    (Ich versteh‘ Dich trotzdem!)
    CatBalou, tanja73, salvadora und 1 anderen gefällt dies.

  3. #3
    Avatar von die_Cella
    die_Cella ist offline einfach nur Cella
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Zitat Zitat von Aoraki Beitrag anzeigen
    Es wird wohl eher so sein, dass Dein Papa die ‚spektakulären‘ Caches halt mag. Geben tut es nämlich genug, die man im Vorbeigehen und sogar mit Kinderwagen und Rollator loggen kann...

    (Ich versteh‘ Dich trotzdem!)
    Er will einfach alle Caches finden , zumindest die hier in der Umgebung. Es käme für ihn nicht in Frage einen auszulassen

  4. #4
    Linchen1104 ist offline old hand
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Gerade diese Orte sind die spannendsten. Wir waren auch schon in diversen Rohren und stillgelegten Gebäuen unterwegs. Einfach ist langweilig... Ich habe aber im Nachhinein oft gedacht, wenn da was passiert wäre...
    tigger gefällt dies

  5. #5
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Zitat Zitat von die_Cella Beitrag anzeigen
    Er will einfach alle Caches finden , zumindest die hier in der Umgebung. Es käme für ihn nicht in Frage einen auszulassen
    Kann ich verstehen. Wir standen auch schon mehrfach vor einem Baum, den man nur mit Kletterausrüstung bezwingen kann.

    Warum geht er alleine? Hat er keine Lust, mal auf einem Event div. Gruppen kennenzulernen und sich denen hin und wieder anzuschließen? Grad für die Dinger, die man selbst nicht, oder nur schwer bezwingen kann, ist das doch gut und Geocacher sind idR ein nettes Völkchen. Da findet sich schnell was zusammen.

    Ich mach auch keine Caches mit 5er Geländewertung, aber andere machen das und wenn man dabei ist, tragen sich alle ein.

    Wir waren schon oft "Rudel-cachen".

  6. #6
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Zitat Zitat von die_Cella Beitrag anzeigen
    Hab hier ja schon mal geschrieben, dass mein Papa (72) begeisterter Geocacher ist. Er ist noch sehr aktiv, fährt viel Rad und ist körperlich total fit (hat zwar eine künstliche Hüfte, aber das schränkt ihn nicht ein)

    Vor 4 Jahren hatte er einen ganz schlimmen Unfall den er wirklich nur mit einem Schutzengel überlebt hat. Er ist bei der Suche nach einem Cache auf einer Brücke rumgeklettert, da er mit Rad unterwegs gewesen ist, trug er einen Fahrradhelm (das war seine Rettung), denn er stürzte mehrere Meter runter in einen Bachlauf und landete mit dem Kopf auf einem Stein, es war eine einsame Gegend und er lag schwer verletzt da unten und kam nicht mehr hoch. Er schrie um Hilfe und in dem einzigen Haus in der Nähe hörte der Bewohner der sich im Garten aufhielt ihn rufen.

    Mit mehreren gebrochenen Rippen, einem Lungenriss und einer Gehirmerschütterung kam er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Das war damals für uns alle ein Riesenschreck und mein Papa versprach nicht mehr solche gefährlichen Suchen zu machen...und schon mal gar nicht alleine.

    Heute Abend kurz vor Feierabend kam er bei mir in der Firma vorbei, ob ich nach Feierabend etwas Zeit hätte...er müsste in die Kanalisation (einen Cache suchen)

    Und es wäre ihm lieber, wenn jemand draußen wartet ob er auch wieder rauskommt, er muss einige Abzweigungen nehmen...

    Ich frage mich echt warum die Cacher nicht einfach schöne und ungefährliche Orte für Ihre Caches auswählen.. Warum so ein Risiko für so einen blöden Cache. Hier fehlt mir echt das Verständnis für das an für sich schöne Hobby.
    Gibt ja Caches für jeden Geschmack - ich hatte auch vor einigen Jahren mit Klettercaches angefangen (bzw. wollte es, Kletterkurs hab ich gemacht), mir fehlte aber dafür genauso wie für Lost Places oder andere richtig schwierige Caches, für die man einfach Mitcacher braucht, Zeit und Nerv, mir da einen entsprechenden Bekanntenkreis unter Cachern aufzubauen. Aus meiner Familie oder im Freundeskreis hat sich leider keiner fürs Cachen interessiert. Letztlich hab ich mich auf Caches beschränkt, die ich unkompliziert und ohne Risiko alleine finden kann und sich mit Wanderungen oder Radtouren verbinden lassen.

    Theoretisch find ich immer noch Klettercaches oder Lost Places am interessantesten - aber never ever allein .

  7. #7
    Avatar von Vertigo
    Vertigo ist offline buntes etwas
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Zitat Zitat von die_Cella Beitrag anzeigen

    Ich frage mich echt warum die Cacher nicht einfach schöne und ungefährliche Orte für Ihre Caches auswählen.. Warum so ein Risiko für so einen blöden Cache. Hier fehlt mir echt das Verständnis für das an für sich schöne Hobby.

    Warum mögen manche Menschen Fallschirmspringen, Bungee-jumping, Höhlentauchen, Free-climbing, Autorennen..
    Wegen des Nervenkitzels, der Herausforderung und dem tollen Gefühl wenn man es geschafft hat, manche auch um sich selbst was zu beweisen.
    Ich liebe Schwerwetter-Törns, wenn anderen der Popo auf Grundeis geht, geht für mich der Spaß erst richtig los.

    Ist doch nicht so ungewöhnlich.

    Allerdings muss man nix machen, nur weil es das gibt oder andere das machen, das kann jeder für sich entscheiden, Dein Vater auch.

  8. #8
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Zitat Zitat von die_Cella Beitrag anzeigen
    Hab hier ja schon mal geschrieben, dass mein Papa (72) begeisterter Geocacher ist. Er ist noch sehr aktiv, fährt viel Rad und ist körperlich total fit (hat zwar eine künstliche Hüfte, aber das schränkt ihn nicht ein)

    Vor 4 Jahren hatte er einen ganz schlimmen Unfall den er wirklich nur mit einem Schutzengel überlebt hat. Er ist bei der Suche nach einem Cache auf einer Brücke rumgeklettert, da er mit Rad unterwegs gewesen ist, trug er einen Fahrradhelm (das war seine Rettung), denn er stürzte mehrere Meter runter in einen Bachlauf und landete mit dem Kopf auf einem Stein, es war eine einsame Gegend und er lag schwer verletzt da unten und kam nicht mehr hoch. Er schrie um Hilfe und in dem einzigen Haus in der Nähe hörte der Bewohner der sich im Garten aufhielt ihn rufen.

    Mit mehreren gebrochenen Rippen, einem Lungenriss und einer Gehirmerschütterung kam er mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Das war damals für uns alle ein Riesenschreck und mein Papa versprach nicht mehr solche gefährlichen Suchen zu machen...und schon mal gar nicht alleine.

    Heute Abend kurz vor Feierabend kam er bei mir in der Firma vorbei, ob ich nach Feierabend etwas Zeit hätte...er müsste in die Kanalisation (einen Cache suchen)

    Und es wäre ihm lieber, wenn jemand draußen wartet ob er auch wieder rauskommt, er muss einige Abzweigungen nehmen...

    Ich frage mich echt warum die Cacher nicht einfach schöne und ungefährliche Orte für Ihre Caches auswählen.. Warum so ein Risiko für so einen blöden Cache. Hier fehlt mir echt das Verständnis für das an für sich schöne Hobby.
    Es gibt doch viele schöne und ungefährlich Caches. Dein Vater mag aber offenbar die anderen ebenfalls. Die gibt es, weil andere (wie dein Vater) gerne danach suchen.
    Angebot und Nachfrage. Seine Entscheidung.

  9. #9
    Avatar von CatBalou
    CatBalou ist offline ErE - überreif
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    Standard Re: Gefährliches Hobby Geocaching

    Gegen Selbstüberschätzung und Unvernunft, grade in dem Alter, gibt es wohl kein Heilmittel.

    Die Caches sind deutlich gekennzeichnet, mögliche Gefahren in der Beschreibung betont.

    Das Gefährlichste, dem ich bisher begegnet bin, sind Brennesseln.

    Der Cache, der in luftiger Höhe von 12 Metern vor mir hing, war in der Sekunde ungefährlich, als ich merkte, WO der hängt. Da hatte ich die Beschreibung nicht richtig gelesen. Meine Motivation dort hochzuklettern liegt bei Null.

    Aber hier wären noch ein paar interessante Caches für Papa.

    Gruß Cat

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