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Thema: Autisten und Essen

  1. #11
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Mein Mittlerer war ein schwieriger Esser-ich habe also so gekocht, dass immer eine Sache dabei war, die er mochte. Also entweder Nudeln oder Kartoffeln oder Spinat oder Hackbällchen (?).

    Wenn jemand ein ganzes Gericht bzw. eine wesentliche Zutat davon nicht mag, koche ich was extra. Also Brokkoli statt Rotkohl für Sohn 1, Kräuterquark statt Heringsstipp für Sohn 3....

    Eine komplett andere Mahlzeit koche ich nicht.

    Bei euch gäbe es eben Rohkost für den Sohn und für den Rest der Familie das, was die eben gern mögen. Und ganz sicher würde ich mich nicht am Ausprobieren hindern lassen, weil einer dann nicht probieren möchte.
    Schluesselsucherin71 gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

  2. #12
    Mrs_Watson ist offline old hand
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    707

    Standard Re: Autisten und Essen

    Ich sehe das mittlerweile auch sehr entspannt. Ich koche das, was dem Rest der Familie schmeckt. Wenn einer es nicht mag, darf er gerne ein Butterbrot essen oder nur das, was ihm vom Gekochten schmeckt.

    Die einzige Ausnahme ist, dass es hier immer Salat in Einzelteilen gibt. So kann sich jeder aussuchen, wie er/sie das Gemüse essen möchte.

  3. #13
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Hier gibt es mehrere mäkelige, ganz ohne Autismus. Ich finde die Kocherei auch sehr eingeschränkt, allerdings eher durch die Anzahl der Personen, die alle verschiedene Sachen nicht mögen. Besonders die Kombi: Vegetarier und ein anderes Kind, dass fast kein gekochtes Gemüse mag, ist ziemlich schwierig. Dann noch (verschiedene Personen): keine Ananas, keine Zucchini, keine Zwiebeln, keine Oliven, fast kein Käse, kein Kürbis, kein Sauerkraut, keine Kidneybohnen, keine Tomaten usw......Ich nehme aber nur in gewissen Grenzen Rücksicht (Käse, Oliven und Zwiebeln gibt es z.B. bei gemischtem Salat extra), habe allerdings auch nicht das Problem, dass ein Kind zu wenig isst.

  4. #14
    Avatar von HeiligerHafen
    HeiligerHafen ist offline Diplom-Bekloppte
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von Moorhuhn Beitrag anzeigen
    Sohn war im Alter deines Sohnes der zweitselektivste Esser der Welt. Nur getoppt von meinem Mann.
    Als Sohn etwa 17 war, mussten wir mit ihm wegen Erdnussallergie und seiner höchst auffälligen Essweise zur Ernährungsberatung. Vorher Essensprotokoll führen und vorab hinschicken. Wir kommen hin und die Ernährungsberaterin begrüßt ihn mit den Worten:"Herzlichen Glückwunsch, ich habe noch nie einen jungen Menschen erlebt, der sich dermaßen gesund und ausgewogen ernährt."
    Er ist seit Kleinkindzeit Vegetarier (also kein Fleisch , kein Fisch).
    Mittlerweile isst er alles, nur weiterhin kein Fleisch, kein Fisch.
    Mein Mann isst immer noch nicht alles. Das ist da etwas kompliziert.
    Ich habe gekocht, so gut es ging. Es musste halt immer was für jeden dabei sein. Jahrelang gab es Salat in Einzelteilen auf dem Tisch, also eine Schüssel geschnittener Tomaten, eine Schüssel Gurke.....sowie ein Dressing und für die, die das nicht mochten gab es einfach Olivenöl zum Drüberträufeln. Inzwischen kann ich Salat zusammenstellen und auf den Tisch bringen, wenn ich die restlichen zweiunddrölfzig Restmacken beachte.

    So und nun rate, wer der Autist in unserer Familie ist............................meine Tochter.

    Ach so, deiner isst Obst und Rohkost. Das ist prima, davon kann man sich bei dem Wetter gut ernähren.
    und warm für ein Kind geht schnell: heute Rührei, morgen eine Handvoll Nudeln, übermorgen eine große Pellkartoffel (als Ofenkartoffel kann das auch bei warmen Wetter die ganze Familie essen, so mit Quark), Donnerstag eine Restkartoffel als Bratkartoffel................

    Auch nicht schlecht. Danke für deinen Beitrag.

    Ich mach mir wohl doch zuviel Kopp

  5. #15
    Avatar von Rosi29
    Rosi29 ist offline in Tillerbullerknickknack
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Das ist doch super!

    Mein mäkeliges Mittelkind mag: Pfannkuchen (mit Nutella), Toast mit Nutella, Fleisch, Nudeln mit Ketchup, ChickenNuggets, Nudelsuppe mit Zwieback, Apfel, Pudding, Eis, Milch/Kakao, ab und an Bratkartoffeln und Kartoffelpuffer. In den Kindergarten gebe ich ein kleines Brot mit Marmelade und einen halben Apfel mit, i.d.R. isst er das (wenn er das Frühstück nicht komplett vergisst bzw. hat er da die Erzieherinnen auch schon angeflunkert).

    Der war aber auch schon als Stillkind so, dass er nicht viel brauchte. Wenn das Trinken anstrengend wurde, war der erste Hunger gestillt und das hat ihm gereicht. Zugenommen hat so natürlich nicht, das kam erst beim Zufüttern bzw. mit der Flasche.

    Die anderen beiden Kinder sind nicht ganz so mäkelig. Ich koche mehrmals wöchentlich etwas, bei dem die Kinder mind. einen Teil mögen (zumindest 2 von 3). Wie oft hängt von meiner Laune ab und wie oft es in der letzten Zeit 'Kinderessen' gegeben hat. Ansonsten koche ich das, worauf ich Appetit habe. Wobei ich schon vermehrt Rücksicht auf die Kinder nehme, früher gab es z.B. viel mehr Aufläufe bei uns, das mögen die Kinder nicht so. Aber irgendwie findet sich immer etwas für sie, entweder sind noch Reste übrig oder ich mache doch noch schnell Nudeln oder Pfannkuchen.

    Als ich das mäkelige Mittelkind mal fragte, was er sich denn wünscht zu essen, sagte er: "Mama, es ist egal was du kochst. Wenn ich das nicht mag, esse ich einfach Toast mit Nutella."

  6. #16
    Moorhuhn ist offline Legende
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen

    Auch nicht schlecht. Danke für deinen Beitrag.

    Ich mach mir wohl doch zuviel Kopp
    Ich geb aber zu, dass ich die Gelassenheit noch nicht hatte, als mein Sohn so alt war wie deiner. Aber vielleicht hilft es, wenn man mal erzählt, dass wirklich alles halb so schlimm ist, es immer Möglichkeiten und Ideen gibt, wie man seine Familie satt bekommt und dass sich manchmal die Probleme mit zunehmendem Alter auflösen (Sohn) oder eben nicht (Mann).

  7. #17
    Avatar von HeiligerHafen
    HeiligerHafen ist offline Diplom-Bekloppte
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von Moorhuhn Beitrag anzeigen
    Ich geb aber zu, dass ich die Gelassenheit noch nicht hatte, als mein Sohn so alt war wie deiner. Aber vielleicht hilft es, wenn man mal erzählt, dass wirklich alles halb so schlimm ist, es immer Möglichkeiten und Ideen gibt, wie man seine Familie satt bekommt und dass sich manchmal die Probleme mit zunehmendem Alter auflösen (Sohn) oder eben nicht (Mann).
    Hach, genau das wollt ich halt hören

  8. #18
    Alina73 ist offline Legende
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Ich habe zwei schwierige Esser- mal nervt es mich mehr, mal weniger. Experimente mache ich da keine (mehr)- das ist dann nämlich der Punkt, an dem ich mich echt aufrege, wenn sie es unter Umständen nicht mal probieren. Und nein- sie sind durch nichts dazu bewegen, etwas in den Mund zu schieben- da sind schon alle gescheitert bisher (ich hatte das Essen teilweise auch ausgelagert, weil mich das so gestresst hat). Und ja, hier ist es auch sehr einseitig. Ich schaue halt, dass immer etwas dabei ist, dass sie mögen, dann gibt es halt täglich Gurken. Ich kaufe den Aufstrich, den sie essen, weil ich alles andere sonst selber essen muss oder wegwerfen (mag ich auch nicht mehr). Ich kaufe das, was sie vertragen, denn einiges können sie tatsächlich auch nicht essen. Mehr Aufwand betreibe ich da nicht mehr. Ist nervenschonender für mich. Quiche würde hier von keinem als essbar identifiziert werden Was ich nie gemacht habe- stattdessen hier ein Keks und da ein Stück Schoki oder so. Es gab die Mahlzeit und wer da gleich gar nix gefunden hat, obwohl ich mich eh schon drauf einstelle- der wartet dann tatsächlich bis zur nächsten. Sonst würden die hier nämlich rein gar nix essen, was irgendeinen Nährgehalt hat.

    Ach ja- für mich koche ich dann halt nach Lust und Laune was extra. Z.B. mache ich Kartoffeln extra und für mich dann Gemüse dazu- die Kinder essen die Kartoffeln, ich das Ganze


    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.

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