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Thema: Autisten und Essen

  1. #1
    Avatar von HeiligerHafen
    HeiligerHafen ist offline Diplom-Bekloppte
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    01.02.2018
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    Standard Autisten und Essen

    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Liebe Grüße
    HeiligerHafen

  2. #2
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Autisten und Essen

    ich mache mir diesbezüglich keinen Stress mehr. Mir ist wichtig, dass Kind 2 Obst und Gemüse sowie Kohlenhydrate bekommt. In unserem Fall geht das gut über eben Rohkost, Obst isst er sowieso in großen Mengen. Bei Kohlenhydraten wird es schwierig, er isst keine Kartoffeln, Nudeln oder Reis, aber Laugengebäck.

    Er bekommt hier das, was ihm schmeckt und bekommt seine Vesperteller. Ich koche für den Rest der Familie das, was wir mögen.

    Nur weil einer von Vieren seine Nahrungsmittel einschränkt, muss das nicht für den Rest gelten, finde ich. Meine Erfahrung ist auch: je entspannter ich das sehe, umso eher probiert das Kind mal was von unseren Sachen. In den Ferien ist das richtig auffallend: je weniger Stress er außenrum hat, umso gewillter ist er zu probieren.

    Die Schule möchte, dass er jeden Tag was Neues probiert, er selbst sagt: "Ich bin bereit, etwas NEUES zu probieren, aber nicht den jahrelang gleichen Fraß der Schulmensa". Ich finde, er hat recht

  3. #3
    joyceM ist offline addict
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    04.04.2018
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    599

    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Meiner hat auch einen eingeschränkten Speiseplan, weil er Vieles nicht mag oder akzeptiert. Er hat aber ein paar Gerichte, die leicht zu machen sind und die er immer akzeptiert, z.B. Tortellini mit Käsesahnesoße oder gebratene Maultaschen mit Ei. Als Gemüse isst er Brokkoli und Blumenkohl, Erbsen und Möhren gehen auch. Wenn ich etwas koche, von dem ich weiß, dass er das nicht mag, dann isst er auch oft nur die Beilage (die gehen immer).

    Kaltes Mittagessen geht gar nicht, da isst er lieber nichts.

    Er ist aber ein guter Esser und findet immer eine Alternative, und wenn es nur Kartoffeln sind. Das ist wirklich eine Erleichterung.

  4. #4
    Avatar von aefchen
    aefchen ist offline addict
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    27.09.2007
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    661

    Standard Re: Autisten und Essen

    Meiner ist auch sehr oft sehr wählerisch und auch Tochter hat gelegentlich Anwandlungen, dass sie manche Sachen, obwohl sie diese eigentlich mag an diesem Tag nicht essen mag, weil keinen Appetit darauf. Das gestehe ich den Kindern zu und deshalb haben die Kinder bei uns immer die Wahl sich ein Brot zu schmieren.
    Akzeptiert wird nicht, wenn den anderen das Essen madig gemacht wird.

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Gruß,
    Aefchen :)



  5. #5
    Registriert seit
    01.05.2005
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    26.317

    Standard Re: Autisten und Essen

    Sohn2 ist kein Autist, aber schon immer ein schwieriger Esser. Zwei, drei Mal pro Woche koche ich etwas, was ihm schmeckt, zwei, drei mal isst er zumindest Komponenten davon, und an den anderen Tagen taue ich Tomatensauce (ich mache immer mehr und friere sie portionsweise ein) auf und koche ein paar Nudeln dazu. Inzwischen kocht er sich auch selbst schon manchmal was. Oder notfalls isst er Tiefkühlpizza oder gebratene Schupfnudeln.
    Es wird aber besser und er probiert immer häufiger und mag es dann manchmal auch.
    LG
    Schlüsselsucherin



  6. #6
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist gerade online Vogel Gottes
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Nicht wirklich eine Antwort auf Deine Frage, aber ich weigere mich inzwischen, mir da Stress zu machen. (Kind ist nicht autistisch, nur schwierig...)

    Wenn es etwas gibt, wovon sie zumindest einen Teil mag, kann sie das essen oder lassen.

    Wenn es etwas ist, das komplett nicht gegessen wird, gibt es einen Teller mit Rohkost und Brot oder Maultaschen (die gehen meistens, gerne auch kalt *schüttel*).

  7. #7
    Avatar von HeiligerHafen
    HeiligerHafen ist offline Diplom-Bekloppte
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Ok, also fahr ich scheinbar nicht so verkehrt.
    Brauch ich mir wohl doch nicht so einen Stress machen.

  8. #8
    Avatar von Safrani
    Safrani ist offline Rucksack-Wäscherin
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Wenn ich mir so eure Wochenpläne anschaue, wird mir klar, dass ich echt einseitig und langweilig koche. Dinge wie Quiche o.ä. gab es hier noch nie.

    Ich würde gern öfter was neues testen. Es gäbe auch viekes, was mich anspricht, Aaaaber da ist noch der Große. Er isst sehr wenige Dinge. Wenn er was probieren soll, fängt er schon vorher an zu würgen (das ist nicht gespielt), isst Gerichte plötzlich nicht mehr, die er eigentlich immer mochte.
    Bisher hab ich so gekocht, dass wenigstens ein Teil davon essbar war für ihn, aber das schränkt schon sehr ein. Ab und zu gibt es dann einfach eine Tk-Pizza (ja ich weiß, absolut kontraproduktiv, aber ich will dann nicht 2x kochen, wo ich das eh schon hasse), wenn es etwas gibt, wovon er nichts mag.

    Brotbelag: Schokoaufstrich, Erdbeermarmelade, Teewurst (die scheint ihm aus den Ohren zu kommen), letztens hat er Salami probiert, für ok befunden, seitdem nie wieder gegessen.

    Ich hab mir abgewöhnt mich darüber aufzuregen. Deal mit ihm war, er isst was er mag und verhagelt uns nicht das Essen, durch "Ihhh" oder "Bääääh" oder Motzerei.

    Ihn stört es nicht. Mich nervt dieses eingeschränkte Kochen. Gerade jetzt ab den heißen Tagen, gäbe es viele kalte Gerichte, davon mag er NICHTS. Und für ihn dann was Warmes kochen, nein. Ich will nicht.
    Dazu kommt noch, dass er immer mehr verweigert.
    Er isst, Gott sei Dank, viel Obst und Gemüse als Rohkost.

    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    ich mach mir da keinen stress mehr, das heißt aber auch, dass ich ggf. für die kinder etwas anderes zu essen mache, als für den gatten und mich. bei uns gibt es abends die (warme) hauptmahlzeit bei der wir vier gemeinsam essen. ob da dann einer mit einem müsli, 2 mit steaks und salat und der 4. mit einem rest nudeln + soße sitzt ist mir egal. hauptsache wir essen enstpannt gemeinsam.

  9. #9
    Avatar von simili
    simili ist offline I did it my way
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Hat jemand eine Idee oder mehrere?
    Legt sich das? Habt ihr extra vorgekocht oder wie habt ihr so Verweigerer verköstigt? Weniger essen sollte er definitiv nicht. Er isst dann aufgrund der Medikamente lieber nichts, als etwas zu probieren.
    Meiner isst kein Obst. Auch nicht als Marmelade oder im Kuchen.
    Gemüse verweigert er. Bis auf Dosenerbsen oder Tomatensoße.
    Fleisch nur gehackt oder in Wurstform. Gyros mag er.
    Kartoffeln nur als Pommes. Nudeln nur in Spiralform. Reis nur in einem bestimmten Gericht.
    Brot wird nur mit Butter, Leberwurst oder Nutella gegessen.
    Pizza mit Salami geht fast immer. Darf nur nicht zu viel Käse drauf sein.

    Die Pfanne mit "Extrawürstchen" oder Pfannkuchen oder der Topf für "Nudeln mit Soße" gehört für mich schon fast dazu. Stressen tut mich das nicht mehr.
    Je schwächer das Argument, desto stärker die Worte.
    Ludwig Wittgenstein

  10. #10
    Moorhuhn ist offline Legende
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    Standard Re: Autisten und Essen

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Oder auch schwierige Esser:
    Sohn war im Alter deines Sohnes der zweitselektivste Esser der Welt. Nur getoppt von meinem Mann.
    Als Sohn etwa 17 war, mussten wir mit ihm wegen Erdnussallergie und seiner höchst auffälligen Essweise zur Ernährungsberatung. Vorher Essensprotokoll führen und vorab hinschicken. Wir kommen hin und die Ernährungsberaterin begrüßt ihn mit den Worten:"Herzlichen Glückwunsch, ich habe noch nie einen jungen Menschen erlebt, der sich dermaßen gesund und ausgewogen ernährt."
    Er ist seit Kleinkindzeit Vegetarier (also kein Fleisch , kein Fisch).
    Mittlerweile isst er alles, nur weiterhin kein Fleisch, kein Fisch.
    Mein Mann isst immer noch nicht alles. Das ist da etwas kompliziert.
    Ich habe gekocht, so gut es ging. Es musste halt immer was für jeden dabei sein. Jahrelang gab es Salat in Einzelteilen auf dem Tisch, also eine Schüssel geschnittener Tomaten, eine Schüssel Gurke.....sowie ein Dressing und für die, die das nicht mochten gab es einfach Olivenöl zum Drüberträufeln. Inzwischen kann ich Salat zusammenstellen und auf den Tisch bringen, wenn ich die restlichen zweiunddrölfzig Restmacken beachte.

    So und nun rate, wer der Autist in unserer Familie ist............................meine Tochter.

    Ach so, deiner isst Obst und Rohkost. Das ist prima, davon kann man sich bei dem Wetter gut ernähren.
    und warm für ein Kind geht schnell: heute Rührei, morgen eine Handvoll Nudeln, übermorgen eine große Pellkartoffel (als Ofenkartoffel kann das auch bei warmen Wetter die ganze Familie essen, so mit Quark), Donnerstag eine Restkartoffel als Bratkartoffel................

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