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Thema: Juristenfrage

  1. #1
    Katlinka ist offline old hand
    Registriert seit
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    827

    Standard Juristenfrage

    Es geht um den Wechsel des Arbeitsplatzes während insolvent der alten Firma.
    Alles klingt super beim neuen Job. Mehr Geld, viel Urlaub tolles Team usw.
    Problem: seit Jahren wird es so gehandhabt, dass es 4 mal 6 monatsverträge gibt und erst danach einen unbefristeten.( bis jetzt ist in dieser Zeit noch niemand geflogen bzw wurde nicht verlängert.
    Problem: Familienplanung. In der Zeit wäre eine Schwangerschaft natürlich ziemlich doof.
    Google sagt jedoch, werden mehrere Frauen gleichzeitig eingestellt, und nur die eine schwangere erhält keine Verlängerung, ist es nicht rechtens aufgrund Diskriminierung.
    Stimmt das? Gilt das auch bei nur 2 Frauen?
    Und zählt das nur mach den 2 Jahren wenn es einen unbefristeten gibt, oder auch zb nach einem Jahr, wenn eine einen weiteren befristeten bekommt und die schwangere nicht?

    Ich hoffe das war verständlich
    Kennt sich jemand aus ?

  2. #2
    Avatar von Cafetante
    Cafetante ist offline Wibbelchen
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    Standard Re: Juristenfrage

    Man darf 4 mal Zeitverträge rausgeben?

    Und ob rechtens weiss ich nicht, wenn der Vertrag ausläuft, besteht doch keine Pflicht zur Verlängerung.

    Und Familienplanung? Weiss man doch nie, wann es klappt und ob überhaupt. Die Alternative scheint ja Arbeitslosigkiet zu sein?



    Ich habe keine Freunde
    Ich habe eine ausgewählte Sammlung an Irren
    Und ich liebe jeden Einzelnen von ihnen.



    [/CODE]

  3. #3
    Katlinka ist offline old hand
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Cafetante Beitrag anzeigen
    Man darf 4 mal Zeitverträge rausgeben?

    Und ob rechtens weiss ich nicht, wenn der Vertrag ausläuft, besteht doch keine Pflicht zur Verlängerung.

    Und Familienplanung? Weiss man doch nie, wann es klappt und ob überhaupt. Die Alternative scheint ja Arbeitslosigkiet zu sein?
    Oder nach was neuem umschauen. Oder erstmal annehmen und dann nach etwas neuen umschauen...
    Cafetante gefällt dies

  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Katlinka Beitrag anzeigen
    Es geht um den Wechsel des Arbeitsplatzes während insolvent der alten Firma.
    Alles klingt super beim neuen Job. Mehr Geld, viel Urlaub tolles Team usw.
    Problem: seit Jahren wird es so gehandhabt, dass es 4 mal 6 monatsverträge gibt und erst danach einen unbefristeten.( bis jetzt ist in dieser Zeit noch niemand geflogen bzw wurde nicht verlängert.
    Problem: Familienplanung. In der Zeit wäre eine Schwangerschaft natürlich ziemlich doof.
    Google sagt jedoch, werden mehrere Frauen gleichzeitig eingestellt, und nur die eine schwangere erhält keine Verlängerung, ist es nicht rechtens aufgrund Diskriminierung.
    Stimmt das? Gilt das auch bei nur 2 Frauen?
    Und zählt das nur mach den 2 Jahren wenn es einen unbefristeten gibt, oder auch zb nach einem Jahr, wenn eine einen weiteren befristeten bekommt und die schwangere nicht?

    Ich hoffe das war verständlich
    Kennt sich jemand aus ?
    Meine praktische Erfahrung: Wenn dich eine Firma nicht mehr will, kannst du dir deine Rechte eh in die Haare schmieren. Wo man dich nicht will, macht es keine Freude zu arbeiten.
    Insofern würde mich ein Zeitvertrag nicht weiter beunruhigen, wenn es sonst zu passen scheint und die Regel ist, dass Leute übernommen werden. Freu dich über den neuen Job! Setz ein Baby an, wenn es für euch passt. Im Ernstfall geht es auch mit Baby irgendwo anders weiter.
    cosima, Kaefer, surfgroupie und 3 anderen gefällt dies.

  5. #5
    Avatar von Lilalotte
    Lilalotte ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Cafetante Beitrag anzeigen
    Man darf 4 mal Zeitverträge rausgeben?

    Und ob rechtens weiss ich nicht, wenn der Vertrag ausläuft, besteht doch keine Pflicht zur Verlängerung.

    Und Familienplanung? Weiss man doch nie, wann es klappt und ob überhaupt. Die Alternative scheint ja Arbeitslosigkiet zu sein?
    Ich glaube, das entspricht genau den rechtlichen Grenzen. Befristete Verträge dürfen maximal 2 Jahre gehen und maximal drei Mal verlängert werden, also wäre das genau so noch bestens legal. Ist sogar eingeschränkter inzwischen als es früher noch war.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-...richter-verbot


    Wo genau hast du das mit den mehreren Frauen denn gelesen, Katlinka? Ich möchte ja nicht ausschließen, dass das in Einzelfällen möglich wäre aber da es anders als bei einer Kündigung nur ein "Zeitablauf" ist, sind deine Chancen sicher schlechter.
    „Heirate oder heirate nicht. Du wirst beides bereuen.“ - Sokrates

  6. #6
    Katlinka ist offline old hand
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Lilalotte Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das entspricht genau den rechtlichen Grenzen. Befristete Verträge dürfen maximal 2 Jahre gehen und maximal drei Mal verlängert werden, also wäre das genau so noch bestens legal. Ist sogar eingeschränkter inzwischen als es früher noch war.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-...richter-verbot


    Wo genau hast du das mit den mehreren Frauen denn gelesen, Katlinka? Ich möchte ja nicht ausschließen, dass das in Einzelfällen möglich wäre aber da es anders als bei einer Kündigung nur ein "Zeitablauf" ist, sind deine Chancen sicher schlechter.
    Hey danke für eure antworten.
    Google spuckte aus:
    Ausnahme: Sind*mehrere Frauen gleichzeitig*mit einem befristeten Arbeitsvertrag eingestellt worden und alle anderen, abgesehen von der Schwangeren, erhielten einen*unbefristeten Vertrag, verstößt dies gegen das*Recht auf Gleichbehandlung.

    Das ist so schade weil alles an dem Job echt perfekt wäre, schon bevor die insolvenz meines AG bekannt war, war klar dass ich dieses Jahr noch dorthin Wechsel. Nun würde es sich halt früher ergeben... Glück im Unglück, aber so passt mir das halt echt nicht so gut in den Kram :(

  7. #7
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Katlinka Beitrag anzeigen
    Hey danke für eure antworten.
    Google spuckte aus:
    Ausnahme: Sind*mehrere Frauen gleichzeitig*mit einem befristeten Arbeitsvertrag eingestellt worden und alle anderen, abgesehen von der Schwangeren, erhielten einen*unbefristeten Vertrag, verstößt dies gegen das*Recht auf Gleichbehandlung.
    Ich bin keine Juristin. Aber nehmen wir mal an, da gäbe es Präzedenzfälle. Du wirst schwanger, tatsächlich nicht verlängert und klagst. Selbst wenn du gewinnst wird das mit einer (relativ kleinen) Abfindung enden. Wirkliche Sicherheit gibt dir das nicht.

    Das ist so schade weil alles an dem Job echt perfekt wäre, schon bevor die insolvenz meines AG bekannt war, war klar dass ich dieses Jahr noch dorthin Wechsel. Nun würde es sich halt früher ergeben... Glück im Unglück, aber so passt mir das halt echt nicht so gut in den Kram :(
    Nimm einen halbvollen, nicht halbleeren Blick auf das Glas ein.
    Für mich war jede Schwangerschaft mit einem deutlichen Karriereknick verbunden. Nicht nur die, während eines befristeten Vertrags sondern auch die beiden in unbefristeten Verträgen.
    Ich hab jedesmal danach gewechselt und stand mittelfristig immer besser als vor der Schwamgerschaft da.
    Will sagen, Familienplanung ist immer mit Risiken verbunden, nimm den Job, der an vielen Stellen perfekt scheint und grübel über potentielle Problene nicht zu viel.
    cosima und weberin1971 gefällt dies.

  8. #8
    Avatar von HeiligerHafen
    HeiligerHafen ist offline Diplom-Bekloppte
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Cafetante Beitrag anzeigen
    Man darf 4 mal Zeitverträge rausgeben?

    Und ob rechtens weiss ich nicht, wenn der Vertrag ausläuft, besteht doch keine Pflicht zur Verlängerung.

    Und Familienplanung? Weiss man doch nie, wann es klappt und ob überhaupt. Die Alternative scheint ja Arbeitslosigkiet zu sein?
    Ich hab im Hinterkopf, dass es nur 2x einen befristeten Vertrag geben darf. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sich das auf 2x 1 Jahr bezieht. Wenn der Zeitraum ausschlaggebend ist, dürften wohl 4x 6 Monate auch ok sein. Komisch find ich das dennoch.

  9. #9
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels
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    Standard Re: Juristenfrage

    Zitat Zitat von Katlinka Beitrag anzeigen
    Es geht um den Wechsel des Arbeitsplatzes während insolvent der alten Firma.
    Alles klingt super beim neuen Job. Mehr Geld, viel Urlaub tolles Team usw.
    Problem: seit Jahren wird es so gehandhabt, dass es 4 mal 6 monatsverträge gibt und erst danach einen unbefristeten.( bis jetzt ist in dieser Zeit noch niemand geflogen bzw wurde nicht verlängert.
    Problem: Familienplanung. In der Zeit wäre eine Schwangerschaft natürlich ziemlich doof.
    Google sagt jedoch, werden mehrere Frauen gleichzeitig eingestellt, und nur die eine schwangere erhält keine Verlängerung, ist es nicht rechtens aufgrund Diskriminierung.
    Stimmt das? Gilt das auch bei nur 2 Frauen?
    Und zählt das nur mach den 2 Jahren wenn es einen unbefristeten gibt, oder auch zb nach einem Jahr, wenn eine einen weiteren befristeten bekommt und die schwangere nicht?

    Ich hoffe das war verständlich
    Kennt sich jemand aus ?
    Da wird sich kaum jemand mit einer Aussage aus dem Fenster lehnen, bei so einer keinen Gruppe.

    Aber das sollte kein Grund sein, sich nicht im neuen Job zu profilieren oder es mit einem Kind zu versuchen.

    Et kütt wie es kütt. In ein Arbeitsverhältnis reinklagen ist in der Praxis immer - sagen wir mal: mehr als suboptimal.
    Wenn man gewinnt hat man da keinen Spass mehr.
    Üblicherweise gibt es einen Vergleich mit einer kleinen Abfindung.

    Ach so: einen Arbeitsrechsschutz würde ich vorsichtshalber empfehlen. Dern Anwalt in der ersten Instanz zahlt man selbst und ohne RS bleibt von der Abfindung mit Glück gar nix.
    salvadora, Valrhona und Fred gefällt dies.

  10. #10
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist offline Vogel Gottes
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    Standard Re: Juristenfrage

    Meine Freundin war vor Jahren in genau dieser Situation. Ihr Arbeitgeber war nicht doof und argumentierte mit betrieblichen Gründen und das Ganze endete mit einem Vergleich und einer gerade so vierstelligen Abfindung.

    Ich habe während der Elternzeit meinen Job verloren. Unbefristeter Vertrag.

    Will sagen: Sicherheit hat man nie und auch wenn man einen Arbeitsplatz verliert geht es irgendwie weiter (mit Arbeitsvertrag etwas komfortabler, das bestreite ich gar nicht).

    Wenn ansonsten alles passt, nimm den neuen Job. Das Thema „Familienplanung“ hat so viele Unbekannte und Unwägbarkeiten, dem würde ich in so einer Entscheidung keinen großen Stellenwert beimessen.
    salvadora, elina2 und Uschi-Blum gefällt dies.

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