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Thema: Strategien gegen Lampenfieber

  1. #1
    Avatar von Chilanga
    Chilanga ist offline Licht und Liebe ommshanti
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    Standard Strategien gegen Lampenfieber

    Für das Kind.

    Mal bitte her mit erprobten Techniken, Ideen, Ritualen.

    Er konnte und kann ganz schlecht damit umgehen. Jetzt steht was an, das er eigentlich super gern wollte. Und geht mir fast ein dabei. Ich weiß aber nicht, ob ich vorschlagen soll, es abzusagen.

    Soulfood gibt es schon an einer Tour.
    klein, scharf und dennoch gechillt

  2. #2
    Avatar von Aoraki
    Aoraki ist offline Vogel Gottes
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Akut: Entspannungstechniken. Sowas wie ‚Augen zu, einatmen und vorstellen, dass die Luft beim Ausatmen durch die Füße ausströmt‘. Ja, klingt total gaga, hilft aber.

    Allgemein: in Gedanken durchgehen, was passiert wenn A, wenn B, wenn C und feststellen, dass alles kein Weltuntergang wäre. Und wenn bekannt, immer wieder den Ablauf durchgehen. Gut vorbereiten. Gedanken daran nicht verdrängen, sondern immer wieder damit beschäftigen.

    Das hilft mir und würde ich ggf. dem Kind so vorschlagen.

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Hier (!!!) wäre der Vorschlag, es abzusagen, der Kick, es doch zu tun.

    Aber da ist halt jeder anders.

    Ich hab für mich, obwohl ich kaum noch Anlässe für Lampenfieber habe (aber das ist ja nichts anderes als Angst/Aufregung) die Strategie gefunden, dass ich mich erst kurz vorher verrückt machen darf. Bis dahin verdränge ich das.


    (Geht es ums Debattieren?)

    Der Jung packt das schon
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  4. #4
    Avatar von Chilanga
    Chilanga ist offline Licht und Liebe ommshanti
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    klein, scharf und dennoch gechillt

  5. #5
    Avatar von orfanos
    orfanos ist offline Legende
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Zitat Zitat von Chilanga Beitrag anzeigen
    Klar packt er das, wenn ihn die Aufregung nicht erledigt.

    Der macht sich schon total jeck. War jetzt bei einem Freund über Nacht, das scheint aber nicht viel abgelenkt zu haben
    NICHT absagen! Er soll sich seine Zuhörer, den Prüfer oder wer ihm sonst gegenüber sitzt in einer peinlichen Situation vorstellen (eben die berühmte Unterhose z.B.). Und nicht nur im Kopf haben, was er sagen will, sondern laut üben.



    Orfanos
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    Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken..

    J. W. von Goethe

  6. #6
    justme ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Worum es bei euch konkret geht, weiß ich ja nun nicht, aber sowohl mir als auch Tochter (und soweit ich weiß Mann) hilft hier am besten, fachlich maximal gut vorbereitet zu sein. Also den Vortrag, das Referat, das Musikstück,... wirklich so lange zu üben, bis man es ohne Ablesen (von der PowerPoint-Datei, den Noten,...) vortragen kann bzw. vor der Prüfung nicht "auf Lücke" zu lernen, sondern ausreichend lange vorher anzufangen und den Stoff komplett durchbekommen zu haben. Der Rest Lampenfieber gehört dazu und hilft ja auch bei der Konzentration, wenn man vielleicht in der Nacht davor nicht viel geschlafen hat und eigentlich müde wäre, aber mit der guten Vorbereitung kann schon keine Katastrophe mehr passieren, mit dem Gefühl geht man zumindest hin (also, wir).

    Zitat Zitat von Chilanga Beitrag anzeigen
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    justme

  7. #7
    advena ist gerade online Legende
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Meiner Meinung hilft bei Menschen die zu Lampenfieber neigen (Ich!) nur Auftrittsroutine. Und ohne eine gewisse Anspannung geht gar nix, die braucht man um eine gute Perfomance abzuliefern.
    Und dann gibt es Menschen, die haben vorher Lampenfieber und laufen im Moment des Auftritts zu Hochform auf (mein Sohn). Die brauchen das Publikum, saugen das auf und legen einen Auftritt hin, dass man sich nur noch verwundert die Augen reiben kann.

    Nein, nicht absagen. Da muss er durch. Du kannst ihm helfen, wenn Du ihn darin bestärkst. Dass es normal ist Lampenfieber zu haben (ich hab schon vor Auftritten gekotzt, Durchfall....) und dass es mit jedem MAl besser wird.
    Und er muss seine Sache gut können. Ein Musikstück 250%ig können, einen Text extrem gut auswendig können - also die Basis muss schon sitzen.

    Und vor dem Auftritt nochmal atmen, bewusst langsam einatmen, 21, 22, 23 - ausatmen 21, 22, 23 - mind. 3x besser 5x. Das hat seinen Sinn darin, das das Gehirn, der Körper nochmal gut mit Sauerstoff versorgt wird. Manchmal vergisst man in den ersten Sekunden des Auftritts vor Anspannung zu armen, da kann einem auch schon mal schwarz vor Augen werden. Wenn man vorher gut geatmet hat, hat man sozusagen ein Depot. Ausserdem senkt das langsame Atmen ein wnig den Pulsschlag und die Aufregung.
    Ich atme bevor ich z.b. ein Orgelstück anfange (und auch bei jedem normalen Gottesdienst) noch mal einmal langsam durch, fang nicht einfach an. Mir hilft das.
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    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  8. #8
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Zitat Zitat von Chilanga Beitrag anzeigen
    Für das Kind.

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    Soulfood gibt es schon an einer Tour.
    Hm, ein Allheilmittel gibts da wohl nicht. Dem einen hilft, dass man ihn nochmal abfragt bzw er bei dem was er tun will Sicherheit bekommt. Dem anderen Atemtechnik. Unsere Sportler drehen zumeist nochmal die Musik richtig auf und puschen sich damit stark.




  9. #9
    Valrhona ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Zitat Zitat von Chilanga Beitrag anzeigen
    Für das Kind.

    Mal bitte her mit erprobten Techniken, Ideen, Ritualen.

    Er konnte und kann ganz schlecht damit umgehen. Jetzt steht was an, das er eigentlich super gern wollte. Und geht mir fast ein dabei. Ich weiß aber nicht, ob ich vorschlagen soll, es abzusagen.

    Soulfood gibt es schon an einer Tour.
    Ich neige so gar nicht zu Lampenfieber. Nervös werde ich eigentlich nur, wenn ich nicht gut vorbereitet bin oder nicht hinter dem stehe, was ich tue (war bei meiner letzten Arbeitsstelle öfter so gefordert). Von daher geht meiner Meinung nach nichts über eine gute Vorbereitung. Für den Rest Nervosität hilft mir tatsächlich am besten eine kognitive Strategie: Ganz viel über Lampenfieber wissen. Dass es gut ist, weil es einen zu Höchstleistungen bringt, dass man von Lampenfieber allein nicht vor allen Leuten ohnmächtig wird, dass es nur schlimmer wird, wenn man sich verspricht, den Faden verliert oder rot wird und sich darüber aufregt. Ich sage mir bei sowas innerlich tatsächlich sowas wie "Ach mist, Faden verloren. Laut Notfallplan hilft es jetzt am besten, ruhig zu bleiben. Also gut, ruhig bleiben angesagt." Damit habe ich das Gefühl, aktiv was tun zu können.
    Und ganz zum Schluss hilft das Wissen, dass jeder, der mir zuhört, sich auch schon mal versprochen oder den Faden verloren hat. Manchmal kann das sogar witzig sein :-)

  10. #10
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    Standard Re: Strategien gegen Lampenfieber

    Zitat Zitat von Chilanga Beitrag anzeigen
    Für das Kind.

    Mal bitte her mit erprobten Techniken, Ideen, Ritualen.

    Er konnte und kann ganz schlecht damit umgehen. Jetzt steht was an, das er eigentlich super gern wollte. Und geht mir fast ein dabei. Ich weiß aber nicht, ob ich vorschlagen soll, es abzusagen.

    Soulfood gibt es schon an einer Tour.
    Soulfood: kommt darauf an, ob es den Körper belastet, dann kann es sogar kontraproduktiv sein

    Wenn er bisher schon schwer damit umgehen konnte:
    Dann hat er ja schon Erfahrung.
    Auch da wird es etwas geben, was ihm doch etwas geholfen hat.
    Und wenn es nur die Erfahrung ist: Das geht vorbei.

    Mir hilft immer folgendes Bild:
    Ich sehe vom All aus auf die Erde. Ich sehe nur dieses Bild des Planeten und ich "sehe" auch die ganze Zeitspanne vor mir.
    Und dann denke ich: "So, und welche Bedeutung bitte hat jetzt dieses Ereignis dafür? Was passiert, wenn es nicht so läuft, wie ich will?" Das hilft mir, die Bedeutung einzuordnen.

    Was mir auch geholfen hat:
    Biografien von Menschen mit Brüchen.
    Nach dem Motto: Pannen passieren, müssen aber nicht zwangsläufig die ganze Show stoppen.

    Bei so einem jungen Menschen wie deinem Sohn ist aber auch die Frage, ob diese ganzen Relativierungen Sinn der Sache sind.
    Ob also die Vermeidung der Anspannung durch "Meine Güte, es gibt schlimmeres" gut ist.
    Das kann ja auch Ausbremsen, Schwung nehmen und dazu führen, das Ganze erst überhaupt nicht anzugehen.

    Daher bin ich auch dafür, dass er Entspannungstechniken lernt wie Atemübungen.
    Am besten nicht erst in der Phase der Anspannung. Sondern als tägliches Ritual.
    ___________________________________
    Das Böse sind falsche Entscheidungen.

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