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Thema: Erkältung und Depression

  1. #1
    Valrhona ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Erkältung und Depression

    Kennt das jemand?

    Es ist jedes Mal das gleiche hier. Erkältet sein ist nicht prima, aber schlimm wird es dadurch, dass sich zu jeder Erkältung bei mir eine Depression gesellt. Und egal, wie sehr ich darüber nachdenke (was wahrscheinlich nicht gut ist, aber abstellen kann ich es nicht), ich komme nicht dahinter, warum.
    Ist es das veränderte Körpergefühl und die veränderte Wahrnehmung (schlechter Hören, nichts riechen, Schlappheit, Gliederschmerzen), dass ich mich nicht mehr fühle wie ich? Ich konnte noch nie besonders gut mit Veränderungen umgehen...
    Eine zeitlang dachte ich, es sind Kindheitserinnerungen, die dann hochkommen. Ich werde dann oft von Erinnerungen und Gefühlen von früher heimgesucht. Ich war als Kind viel und heftig krank und habe mich dabei von meinen Eltern nicht gut aufgehoben und behandelt gefühlt (ich kann es bis heute kaum ertragen, dann angefasst zu werden). Aber objektiv betrachtet haben sie nichts falsch gemacht, vermutlich will jeder sein krankes Kind streicheln. Dieses Mal kommt die Angst dazu, dass es Schwanette vielleicht auch mal so geht und ich ihr da nicht helfen kann/unabsichtlich genau das Falsche tue.
    Ist es das ausgebremst und auf mich selbst zurückgeworfen sein? Wenn ich gesund bin, bin ich gerne und viel unterwegs, das fällt krank natürlich aus. Andererseits kann ich gesund auch durchaus mal 2 Tage zu Hause verbringen, in denen ich mich möglicherweise langweile, aber nicht gleich depressiv bin. Allerdings führt das zu so Überlegungen, wie ob ich heute wohl zum Sport gehe, was körperlich sicherlich ungut wäre, für meine Psyche aber toll.

    Es hat ne Weile gedauert, bis ich erkannt habe, dass es jedes Mal mit einer Depression endet, wenn ich krank werde, ich aber im Prinzip auch nur dann (und bei zu starkem Schlafmangel) depressiv werde. Nachdem ich wieder gesund bin, dauert es dann dummerweise noch einige Tage, bis ich mich auch sonst wieder gut fühle. Und die Stärke der Krankheit hängt nicht unbedingt mit der Intensität der Depression zusammen... Ich bin mir selbst ein Rätsel

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Erkältung und Depression

    Ich nenn das bei mir Lagerkoller, Depression ist mir zu heavy.
    Finde ich ganz normal. Ich bin einfach ungern krank und dann eben auch entsprechend eingeschränkt.

    Und mit Baby ist es ja noch schwerer, sich Ruhepausen zu holen.

    Gute Besserung, das wird schon wieder!
    Skippy !, Lolaluna und Casalinga2012 gefällt dies.

  3. #3
    PerditaX. ist offline elferant
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Bei mir ist es so, dass ich an der depressiven Verstimmung merke, wenn ich krank werde. Oft ist die Krankheit gar noch nicht richtig da, die depressive Verstimmung aber schon. Wenige Tage später, wenn ich danieder liege, dämmert mir dann, warum ich schon seit einiger Zeit so schlecht drauf war. Bei mir gibt es da irgendeinen Zusammenhang, ich tippe aber auf einen körperlicher Natur. Wenn ich gesund bin, ist die Verstimmung auch wieder weg. Hilft dir das Wissen darum?

  4. #4
    Valrhona ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von Fred Beitrag anzeigen
    Ich nenn das bei mir Lagerkoller, Depression ist mir zu heavy.
    Finde ich ganz normal. Ich bin einfach ungern krank und dann eben auch entsprechend eingeschränkt.

    Und mit Baby ist es ja noch schwerer, sich Ruhepausen zu holen.

    Gute Besserung, das wird schon wieder!
    Ein Lagerkoller ist es nicht. Ich kriege das, wenn ich zuhause bleibe, genau so, wie wenn ich arbeiten gehen, weil ich nur mäßig erkältet bin. Ich verspüre keine Freude mehr (auch nicht über Dinge, die mich normalerweise freuen oder die in der Zukunft liegen, wenn ich mit Sicherheit wieder gesund bin). Ich empfinde dann das ganze Leben als sinnlos und weiß zwar, dass das mal anders war, kann das aber nicht mehr nachvollziehen.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Ein Lagerkoller ist es nicht. Ich kriege das, wenn ich zuhause bleibe, genau so, wie wenn ich arbeiten gehen, weil ich nur mäßig erkältet bin. Ich verspüre keine Freude mehr (auch nicht über Dinge, die mich normalerweise freuen oder die in der Zukunft liegen, wenn ich mit Sicherheit wieder gesund bin). Ich empfinde dann das ganze Leben als sinnlos und weiß zwar, dass das mal anders war, kann das aber nicht mehr nachvollziehen.
    Das tut mir leid....
    Ich hoffe, das ändert sich oder das Akzeptieren, dass es so ist und auch wieder verschwindet, hilft Dir.

  6. #6
    Valrhona ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    Bei mir ist es so, dass ich an der depressiven Verstimmung merke, wenn ich krank werde. Oft ist die Krankheit gar noch nicht richtig da, die depressive Verstimmung aber schon. Wenige Tage später, wenn ich danieder liege, dämmert mir dann, warum ich schon seit einiger Zeit so schlecht drauf war. Bei mir gibt es da irgendeinen Zusammenhang, ich tippe aber auf einen körperlicher Natur. Wenn ich gesund bin, ist die Verstimmung auch wieder weg. Hilft dir das Wissen darum?
    Ist ja interessant. Bei mir ist es andersrum, es kommen erst die Erkältungssymptome und mit einem Tag Verzögerung die Depression
    Ich habe auch mal darüber gelesen, dass es da Theorien über körperliche Zusammenhänge gibt, bislang hat das niemand richtig ernst genommen. Helfen tut es mir irgendwie auch nicht, da ich bislang gelesen habe, dass das nur Vermutungen sind und auch, wenn ich weiß, dass es vorüber gehen wird, kann ich mir das Gefühl, wie es sich "normal" anfühlt, nicht in Erinnerung rufen

  7. #7
    Valrhona ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Erkältung und Depression


  8. #8
    PerditaX. ist offline elferant
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Ist ja interessant. Bei mir ist es andersrum, es kommen erst die Erkältungssymptome und mit einem Tag Verzögerung die Depression
    Ich habe auch mal darüber gelesen, dass es da Theorien über körperliche Zusammenhänge gibt, bislang hat das niemand richtig ernst genommen. Helfen tut es mir irgendwie auch nicht, da ich bislang gelesen habe, dass das nur Vermutungen sind und auch, wenn ich weiß, dass es vorüber gehen wird, kann ich mir das Gefühl, wie es sich "normal" anfühlt, nicht in Erinnerung rufen
    Ich kann dir nur sagen, dass meine Mutter das auch hat. Ich glaube also fest daran, dass es da einen Zusammenhang gibt. Es ist allerdings schlecht, dass du dir in der Situation nicht helfen kannst. Hast du einen Therapeuten oder eine Therapeutin, mit der du das besprechen kannst?

    Ad Schwanette: Ja, verstehe ich. Aber du wirst sie generell nicht davor bewahren können, dass sie auch nicht so schöne Tage haben wird im Leben.

  9. #9
    caracho ist gerade online Thermomix-Fan
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Kennt das jemand?

    Es ist jedes Mal das gleiche hier. Erkältet sein ist nicht prima, aber schlimm wird es dadurch, dass sich zu jeder Erkältung bei mir eine Depression gesellt. Und egal, wie sehr ich darüber nachdenke (was wahrscheinlich nicht gut ist, aber abstellen kann ich es nicht), ich komme nicht dahinter, warum.
    Ist es das veränderte Körpergefühl und die veränderte Wahrnehmung (schlechter Hören, nichts riechen, Schlappheit, Gliederschmerzen), dass ich mich nicht mehr fühle wie ich? Ich konnte noch nie besonders gut mit Veränderungen umgehen...
    Eine zeitlang dachte ich, es sind Kindheitserinnerungen, die dann hochkommen. Ich werde dann oft von Erinnerungen und Gefühlen von früher heimgesucht. Ich war als Kind viel und heftig krank und habe mich dabei von meinen Eltern nicht gut aufgehoben und behandelt gefühlt (ich kann es bis heute kaum ertragen, dann angefasst zu werden). Aber objektiv betrachtet haben sie nichts falsch gemacht, vermutlich will jeder sein krankes Kind streicheln. Dieses Mal kommt die Angst dazu, dass es Schwanette vielleicht auch mal so geht und ich ihr da nicht helfen kann/unabsichtlich genau das Falsche tue.
    Ist es das ausgebremst und auf mich selbst zurückgeworfen sein? Wenn ich gesund bin, bin ich gerne und viel unterwegs, das fällt krank natürlich aus. Andererseits kann ich gesund auch durchaus mal 2 Tage zu Hause verbringen, in denen ich mich möglicherweise langweile, aber nicht gleich depressiv bin. Allerdings führt das zu so Überlegungen, wie ob ich heute wohl zum Sport gehe, was körperlich sicherlich ungut wäre, für meine Psyche aber toll.

    Es hat ne Weile gedauert, bis ich erkannt habe, dass es jedes Mal mit einer Depression endet, wenn ich krank werde, ich aber im Prinzip auch nur dann (und bei zu starkem Schlafmangel) depressiv werde. Nachdem ich wieder gesund bin, dauert es dann dummerweise noch einige Tage, bis ich mich auch sonst wieder gut fühle. Und die Stärke der Krankheit hängt nicht unbedingt mit der Intensität der Depression zusammen... Ich bin mir selbst ein Rätsel
    Meinst du nicht, dass du mit dem Wort 'Depression' etwas übertreibst? Sowas vergeht nicht innerhalb einer Woche wie eine Erkältung.
    Es ist niemand gerne krank, ich hab immer eine Wut, wenn ich erkältet bin, weil ich das so unnütz und unnötig finde.
    Casalinga2012 und Gast gefällt dies.

    Tonnerre

  10. #10
    RaeMea ist gerade online old hand
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    Standard Re: Erkältung und Depression

    Zitat Zitat von Valrhona Beitrag anzeigen
    Es hat ne Weile gedauert, bis ich erkannt habe, dass es jedes Mal mit einer Depression endet, wenn ich krank werde, ich aber im Prinzip auch nur dann (und bei zu starkem Schlafmangel) depressiv werde. Nachdem ich wieder gesund bin, dauert es dann dummerweise noch einige Tage, bis ich mich auch sonst wieder gut fühle. Und die Stärke der Krankheit hängt nicht unbedingt mit der Intensität der Depression zusammen... Ich bin mir selbst ein Rätsel
    Es ist gut möglich, dass es die Kindheitserinnerungen sind. Aber nicht nur die Erinnerungen in den Gedanken, sondern auch die Erinnerungen des Körpers. Der erinnert ja mit, spannt bestimmte Muskeln an, schüttet Stresshormone aus usw. Auch als Kind waren vermutlich noch frühere Kindheitserinnerungen beteiligt, aus den ersten drei Lebensjahren, an die man sich nicht bewusst erinnern kann.

    Such Dir einen fähigen Körperpsychotherapeuten. Der kann Dir eine Erklärung liefern und mit Dir daran arbeiten, Deine Körperwahrnehmung so zu verbessern, dass Du aktiv gegensteuern kannst. Gerade wenn Du weißt, dass Dir Sport hilft: Es gibt auch sanfte Übungen, die Du im angeschlagenen Zustand machen kannst.

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