Seite 1 von 50 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 499
Like Tree332gefällt dies

Thema: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

  1. #1
    AnnaKlatsche ist offline Dumb Blonde
    Registriert seit
    22.12.2012
    Beiträge
    473

    Standard Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Bei uns steht der Wechsel in die weiterführende Schule an. Nachdem die Gymnasialempfehlung der Grundschule nun doch überraschend eindeutig ausgefallen ist und das Kind ebenfalls nach höherer Bildung strebt, freunden wir uns so langsam mit dem Gedanken an 8 Jahre Hausaufgabenhorror an und waren am Wochenende bei den infrage kommenden Schulen. Es war ein Desaster.

    Die erste Schule ist ein Paradebeispiel des Brutalismus der 60er mit dem Flair eines längst aufgegebenen Parkhauses in einer absteigenden Kleinstadt. Die zweite Schule erfreut sich immerhin der Gnade des früheren Baujahrs und strahlt den notdürftig mit Farbe übertünchten Charme der 50er aus. Das ist grundsätzlich so weit ok, nur die Ecken hätte ich wirklich gerne alle mal durchgekärchert. Für die dritte Schule sind Baumaßnahmen bis 2027 (!) angekündigt, und wenn man erst mal dort war, kann man die Notwendigkeit von 8 Jahren Baustelle glatt nachvollziehen.

    Jetzt hat eine andere Mutter ein konfessionelles Gymnasium ins Spiel gebracht. Es wäre etwas weiter entfernt, aber mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Nun sind wir alle von Herzen ungläubig und ich bin als letzte vor 10 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Macht eine Bewerbung da überhaupt Sinn?

  2. #2
    rastamamma ist offline Urgestein
    Registriert seit
    10.05.2003
    Beiträge
    100.621

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Bei uns steht der Wechsel in die weiterführende Schule an. Nachdem die Gymnasialempfehlung der Grundschule nun doch überraschend eindeutig ausgefallen ist und das Kind ebenfalls nach höherer Bildung strebt, freunden wir uns so langsam mit dem Gedanken an 8 Jahre Hausaufgabenhorror an und waren am Wochenende bei den infrage kommenden Schulen. Es war ein Desaster.

    Die erste Schule ist ein Paradebeispiel des Brutalismus der 60er mit dem Flair eines längst aufgegebenen Parkhauses in einer absteigenden Kleinstadt. Die zweite Schule erfreut sich immerhin der Gnade des früheren Baujahrs und strahlt den notdürftig mit Farbe übertünchten Charme der 50er aus. Das ist grundsätzlich so weit ok, nur die Ecken hätte ich wirklich gerne alle mal durchgekärchert. Für die dritte Schule sind Baumaßnahmen bis 2027 (!) angekündigt, und wenn man erst mal dort war, kann man die Notwendigkeit von 8 Jahren Baustelle glatt nachvollziehen.

    Jetzt hat eine andere Mutter ein konfessionelles Gymnasium ins Spiel gebracht. Es wäre etwas weiter entfernt, aber mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Nun sind wir alle von Herzen ungläubig und ich bin als letzte vor 10 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Macht eine Bewerbung da überhaupt Sinn?
    Keine Ahnung, ich kanns nur für die Schulen hier (Österreich) sagen, da kann man ein konfessionsloses Kind schon an einer konfessionellen Schule anmelden. Allerdings muss das Kind hier dann den christlichen Reiligionsunterricht besuchen (ist ansonsten nicht Pflicht), und das wäre mir einfach zu viel der Unguten.

    Vor allem, wenn meine Kritik an den anderen Schulen das Gebäude betrifft - nicht etwa das Niveau, die Lehrer, ....
    Reni2, xantippe, Tine1974 und 3 anderen gefällt dies.

  3. #3
    Avatar von rosenma
    rosenma ist gerade online Legende
    Registriert seit
    26.02.2008
    Beiträge
    11.389

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Bei uns steht der Wechsel in die weiterführende Schule an. Nachdem die Gymnasialempfehlung der Grundschule nun doch überraschend eindeutig ausgefallen ist und das Kind ebenfalls nach höherer Bildung strebt, freunden wir uns so langsam mit dem Gedanken an 8 Jahre Hausaufgabenhorror an und waren am Wochenende bei den infrage kommenden Schulen. Es war ein Desaster.

    Die erste Schule ist ein Paradebeispiel des Brutalismus der 60er mit dem Flair eines längst aufgegebenen Parkhauses in einer absteigenden Kleinstadt. Die zweite Schule erfreut sich immerhin der Gnade des früheren Baujahrs und strahlt den notdürftig mit Farbe übertünchten Charme der 50er aus. Das ist grundsätzlich so weit ok, nur die Ecken hätte ich wirklich gerne alle mal durchgekärchert. Für die dritte Schule sind Baumaßnahmen bis 2027 (!) angekündigt, und wenn man erst mal dort war, kann man die Notwendigkeit von 8 Jahren Baustelle glatt nachvollziehen.

    Jetzt hat eine andere Mutter ein konfessionelles Gymnasium ins Spiel gebracht. Es wäre etwas weiter entfernt, aber mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Nun sind wir alle von Herzen ungläubig und ich bin als letzte vor 10 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Macht eine Bewerbung da überhaupt Sinn?
    Gut, wir hatten jetzt nur die Entscheidung zwischen der konfessionellen und einer staatlichen Bildungseinrichtung. Nachdem Sohn gehört hatte, das monatliche Gottesdienste und Religionsunterricht verpflichtend bis zum Abitur wären, wollte er gar nicht auf diese Schule. Hätten wir allerdings eine Bewerbung abgegeben, hätte wir auf der Liste ganz unten gestanden. Die Auswahlkriterien lauteten: zuerst katholische Schüler, dann evangelische. Danach alle anderen Glaubensrichtungen und dann die „Ungläubigen“. Ich war ganz froh, dass uns diese Auswahl erspart geblieben ist.
    Schauen wir mal, was Kind 2 nächstes Jahr an Wünschen äußert.


    Time ist the fire in which we burn.

  4. #4
    AnnaKlatsche ist offline Dumb Blonde
    Registriert seit
    22.12.2012
    Beiträge
    473

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, ich kanns nur für die Schulen hier (Österreich) sagen, da kann man ein konfessionsloses Kind schon an einer konfessionellen Schule anmelden. Allerdings muss das Kind hier dann den christlichen Reiligionsunterricht besuchen (ist ansonsten nicht Pflicht), und das wäre mir einfach zu viel der Unguten.

    Vor allem, wenn meine Kritik an den anderen Schulen das Gebäude betrifft - nicht etwa das Niveau, die Lehrer, ....
    Die Lehrer habe ich ja noch nicht kennengelernt, da würde ich sonst bestimmt auch was zu kritisieren finden!
    Religionsunterricht ist klar, den besucht das Kind aktuell auch, wenn auch mit minimaler Begeisterung.

  5. #5
    AnnaKlatsche ist offline Dumb Blonde
    Registriert seit
    22.12.2012
    Beiträge
    473

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Gut, wir hatten jetzt nur die Entscheidung zwischen der konfessionellen und einer staatlichen Bildungseinrichtung. Nachdem Sohn gehört hatte, das monatliche Gottesdienste und Religionsunterricht verpflichtend bis zum Abitur wären, wollte er gar nicht auf diese Schule. Hätten wir allerdings eine Bewerbung abgegeben, hätte wir auf der Liste ganz unten gestanden. Die Auswahlkriterien lauteten: zuerst katholische Schüler, dann evangelische. Danach alle anderen Glaubensrichtungen und dann die „Ungläubigen“. Ich war ganz froh, dass uns diese Auswahl erspart geblieben ist.
    Schauen wir mal, was Kind 2 nächstes Jahr an Wünschen äußert.

    Ok, dann wären wir wohl eh raus. Die Schule ist begehrt.

  6. #6
    charleston ist offline old hand
    Registriert seit
    23.08.2011
    Beiträge
    1.180

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Ok, dann wären wir wohl eh raus. Die Schule ist begehrt.
    Angesichts der obigen Schilderung dachte ich mir genau das auch, wenn die Alternativen schon so kritikwürdig sind, werden doch sicher alle dorthinwollen - und dann wird eine konfessionelle Schule die nehmen, die der Kirche angehören und zuletzt die durch Austritt konfessionslos gewordenen.

    Bewerben würde ich mich dennoch, allerdings mit einem realistischen Blick auf die allenfalls minimale Chance.

    Gibt's denn sonst gar nicht anderes?

  7. #7
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
    Registriert seit
    25.07.2008
    Beiträge
    29.750

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Bei uns steht der Wechsel in die weiterführende Schule an. Nachdem die Gymnasialempfehlung der Grundschule nun doch überraschend eindeutig ausgefallen ist und das Kind ebenfalls nach höherer Bildung strebt, freunden wir uns so langsam mit dem Gedanken an 8 Jahre Hausaufgabenhorror an und waren am Wochenende bei den infrage kommenden Schulen. Es war ein Desaster.

    Die erste Schule ist ein Paradebeispiel des Brutalismus der 60er mit dem Flair eines längst aufgegebenen Parkhauses in einer absteigenden Kleinstadt. Die zweite Schule erfreut sich immerhin der Gnade des früheren Baujahrs und strahlt den notdürftig mit Farbe übertünchten Charme der 50er aus. Das ist grundsätzlich so weit ok, nur die Ecken hätte ich wirklich gerne alle mal durchgekärchert. Für die dritte Schule sind Baumaßnahmen bis 2027 (!) angekündigt, und wenn man erst mal dort war, kann man die Notwendigkeit von 8 Jahren Baustelle glatt nachvollziehen.

    Jetzt hat eine andere Mutter ein konfessionelles Gymnasium ins Spiel gebracht. Es wäre etwas weiter entfernt, aber mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Nun sind wir alle von Herzen ungläubig und ich bin als letzte vor 10 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Macht eine Bewerbung da überhaupt Sinn?
    Ich würde zu bedenken geben, dass der bauliche Zustand einer Schule wenig bis nichts darüber aussagt, ob die Lehrkräfte nett und engagiert sind, das Schulklima gut ist, die Qualität des Unterrichts passt.
    Es fällt ins Auge, ist aber für die Frage, ob dein Kind gerne dahin gehen wird eher nachrangig.

    Warum ziehst du, als „von Herzen Ungläubige“ eine konfessionelle Schule in Betracht? Was versprichst du dir davon?
    Reni2, papillon, babou und 12 anderen gefällt dies.

  8. #8
    AnnaKlatsche ist offline Dumb Blonde
    Registriert seit
    22.12.2012
    Beiträge
    473

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Angesichts der obigen Schilderung dachte ich mir genau das auch, wenn die Alternativen schon so kritikwürdig sind, werden doch sicher alle dorthinwollen - und dann wird eine konfessionelle Schule die nehmen, die der Kirche angehören und zuletzt die durch Austritt konfessionslos gewordenen.

    Bewerben würde ich mich dennoch, allerdings mit einem realistischen Blick auf die allenfalls minimale Chance.

    Gibt's denn sonst gar nicht anderes?
    Doch, Alternativen gibt es, aber entweder mit langen Fahrtzeiten, oder mit MINT Profil, wo ich mein Kind derzeit nicht wirklich sehe. Und die Schulen mit gutem Ruf werden ohnehin überrannt.

  9. #9
    Registriert seit
    11.12.2014
    Beiträge
    18.051

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Ok, dann wären wir wohl eh raus. Die Schule ist begehrt.
    Hast Du Dir die Schule überhaupt schon angeschaut? Nicht dass das Gebäude dann doch auch irgendwie zu bemängeln wäre.

    Sorry, Schule von Kind1 sieht aus wie die beschriebene Schule1 und ich bin wirklich von Anfang an zufrieden, weil die meisten Lehrer (schwarze Schafe gibt es überall) sehr engagiert sind und auch das Schulklima ein sehr angenehmes ist.
    Cafetante und Schradler gefällt dies.

  10. #10
    Mumpitz ist offline Legende
    Registriert seit
    18.08.2005
    Beiträge
    22.986

    Standard Re: Konfessionelle Schule für kleine Ungläubige?

    Zitat Zitat von AnnaKlatsche Beitrag anzeigen
    Bei uns steht der Wechsel in die weiterführende Schule an. Nachdem die Gymnasialempfehlung der Grundschule nun doch überraschend eindeutig ausgefallen ist und das Kind ebenfalls nach höherer Bildung strebt, freunden wir uns so langsam mit dem Gedanken an 8 Jahre Hausaufgabenhorror an und waren am Wochenende bei den infrage kommenden Schulen. Es war ein Desaster.

    Die erste Schule ist ein Paradebeispiel des Brutalismus der 60er mit dem Flair eines längst aufgegebenen Parkhauses in einer absteigenden Kleinstadt. Die zweite Schule erfreut sich immerhin der Gnade des früheren Baujahrs und strahlt den notdürftig mit Farbe übertünchten Charme der 50er aus. Das ist grundsätzlich so weit ok, nur die Ecken hätte ich wirklich gerne alle mal durchgekärchert. Für die dritte Schule sind Baumaßnahmen bis 2027 (!) angekündigt, und wenn man erst mal dort war, kann man die Notwendigkeit von 8 Jahren Baustelle glatt nachvollziehen.

    Jetzt hat eine andere Mutter ein konfessionelles Gymnasium ins Spiel gebracht. Es wäre etwas weiter entfernt, aber mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Nun sind wir alle von Herzen ungläubig und ich bin als letzte vor 10 Jahren aus dem Verein ausgetreten. Macht eine Bewerbung da überhaupt Sinn?
    Die Aufnahmekriterien der konfessionellen Schule kannst du doch erfragen. Meistens werden Kinder mit der erwünschten Konfession bevorzugt, aber vielleicht gibt es ja noch andere Auswahlkriterien? In der Tat kenne ich es aber so, dass Gottesdienste und Teilnahme am Religionsunterricht verpflichtend sind- das ist dann wohl eher nichts für euch. Aber was habt ihr für Schulen im Umfeld? Sind die denn wirklich auch von innen so schlimm?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •