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Thema: Brainstorming Schulverweigerer

  1. #1
    Spex ist offline Pooh-Bah
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    Standard Brainstorming Schulverweigerer

    Ich habe beruflich mit einer Frau zu tun, deren 15jähriger Sohn seit einem 3/4 Jahr nicht mehr in die Schule geht. Er kann nicht sagen warum, es sei nichts vorgefallen, er habe keine Angst, er ist auch nicht depressiv, er will einfach nicht, wisse selber nicht warum. Auch nicht in eine andere Schule, gar nicht. Was mir auffällt: alle drumrum sind so wenig konsequent. Die Schule lässt ihn mehr oder weniger in Ruhe, das Jugendamt äußert Platitüden ("Dieses Jahr wird sich auf jeden Fall etwas ändern." Ja, was denn? "Da muss ich mich erst mit meinen Kollegen besprechen").
    Die psychiatrische Klinik hat ihn logischerweise wieder nach Hause geschickt, weil er nicht bleiben wollte und kein Grund für eine Zwangseinweisung vorlag. Mit der Familienhilfe, die es inzwischen gibt, redet er nicht, und die sagt, er muss freiwillig zum Gespräch kommen, man könne und wolle ihn ja nicht zwingen. Also reden sie erstmal nur mit den Eltern und Geschwistern und hoffen darauf, dass er sich irgendwann freiwillig dazusetzt.
    Man versucht jetzt, ihm andere Schulen schmackhaft zu machen, es ist ein Schnuppertermin organisiert, aber so wie sich das für mich darstellt, wird er da wenn es hoch kommt zwei Tage hingehen und dann wieder zu Hause versacken. Die Mutter ist völlig verzweifelt und inzwischen auch depressiv.

    Was kann man denn da noch tun? Habt ihr Ideen?

  2. #2
    Sommersprosse80 ist gerade online Ex kaddi80
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Nach so langer Zeit schon ist es ja auch eine irre Erwartung das das Kind "einfach so" jetzt wieder in die Schule geht. Da müsste ein schrittweises wiedereingliedern hin.
    Wir arbeiten mit dem Rather Modell sehr erfolgreich
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  3. #3
    Avatar von .PMS.
    .PMS. ist offline Veteran
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Ich habe beruflich mit einer Frau zu tun, deren 15jähriger Sohn seit einem 3/4 Jahr nicht mehr in die Schule geht. Er kann nicht sagen warum, es sei nichts vorgefallen, er habe keine Angst, er ist auch nicht depressiv, er will einfach nicht, wisse selber nicht warum. Auch nicht in eine andere Schule, gar nicht. Was mir auffällt: alle drumrum sind so wenig konsequent. Die Schule lässt ihn mehr oder weniger in Ruhe, das Jugendamt äußert Platitüden ("Dieses Jahr wird sich auf jeden Fall etwas ändern." Ja, was denn? "Da muss ich mich erst mit meinen Kollegen besprechen").
    Die psychiatrische Klinik hat ihn logischerweise wieder nach Hause geschickt, weil er nicht bleiben wollte und kein Grund für eine Zwangseinweisung vorlag. Mit der Familienhilfe, die es inzwischen gibt, redet er nicht, und die sagt, er muss freiwillig zum Gespräch kommen, man könne und wolle ihn ja nicht zwingen. Also reden sie erstmal nur mit den Eltern und Geschwistern und hoffen darauf, dass er sich irgendwann freiwillig dazusetzt.
    Man versucht jetzt, ihm andere Schulen schmackhaft zu machen, es ist ein Schnuppertermin organisiert, aber so wie sich das für mich darstellt, wird er da wenn es hoch kommt zwei Tage hingehen und dann wieder zu Hause versacken. Die Mutter ist völlig verzweifelt und inzwischen auch depressiv.

    Was kann man denn da noch tun? Habt ihr Ideen?
    Ach du Schande, die arme Frau. Habe damit zum Glueck keine Erfahrung, aber dass man einem Teenager nicht helfen kann, der sich partout nicht helfen lassen will, soviel gibt mein Erfahrungsschatz dann doch her. Also toitoitoi. Die Schilderung klingt so, als waere er keiner von den aggressiven, sondern ein still Beharrlicher. Welche Art von Konsequenz wuerdest Du Dir denn vorstellen?

  4. #4
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Ich habe beruflich mit einer Frau zu tun, deren 15jähriger Sohn seit einem 3/4 Jahr nicht mehr in die Schule geht. Er kann nicht sagen warum, es sei nichts vorgefallen, er habe keine Angst, er ist auch nicht depressiv, er will einfach nicht, wisse selber nicht warum. Auch nicht in eine andere Schule, gar nicht. Was mir auffällt: alle drumrum sind so wenig konsequent. Die Schule lässt ihn mehr oder weniger in Ruhe, das Jugendamt äußert Platitüden ("Dieses Jahr wird sich auf jeden Fall etwas ändern." Ja, was denn? "Da muss ich mich erst mit meinen Kollegen besprechen").
    Die psychiatrische Klinik hat ihn logischerweise wieder nach Hause geschickt, weil er nicht bleiben wollte und kein Grund für eine Zwangseinweisung vorlag. Mit der Familienhilfe, die es inzwischen gibt, redet er nicht, und die sagt, er muss freiwillig zum Gespräch kommen, man könne und wolle ihn ja nicht zwingen. Also reden sie erstmal nur mit den Eltern und Geschwistern und hoffen darauf, dass er sich irgendwann freiwillig dazusetzt.
    Man versucht jetzt, ihm andere Schulen schmackhaft zu machen, es ist ein Schnuppertermin organisiert, aber so wie sich das für mich darstellt, wird er da wenn es hoch kommt zwei Tage hingehen und dann wieder zu Hause versacken. Die Mutter ist völlig verzweifelt und inzwischen auch depressiv.

    Was kann man denn da noch tun? Habt ihr Ideen?
    Auch schweigen ist eine Form der Kommunikation.

    Dieses Schuljahr ist doch sowieso schon gegessen. Da ist eine Versetzung eh nicht mehr machbar. Klar sind alle entspannt. Du kannst das Kamel ja nicht zum saufen tragen, um es zu reiten.

    Für die Mutter: Druck rausnehmen! Sie ist nicht Schuld.

    Eventuell ist das Smptom des Sohnes ein Hilfeschrei für die Mutter? Vieles ist denkbar, warum Kinder den Schulbesuch verweigern.
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    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  5. #5
    lilalaunebaerli ist offline Poweruser
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Er sitzt anscheinend nur seine Pflichtschuljahre ab , ist ansonsten der Typ Arbeiter handwerklich zupackend ?
    Für den Jungen wäre es sicher besser er geht eine Weile in solch ein Selbstversorger Jugendprojekt im Ausland. Um herauszufinden wo sein Lebensweg hingeht, welche Ziele er hat.

  6. #6
    Avatar von Schiri
    Schiri ist offline Legende
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von lilalaunebaerli Beitrag anzeigen
    Er sitzt anscheinend nur seine Pflichtschuljahre ab , ist ansonsten der Typ Arbeiter handwerklich zupackend ?
    Für den Jungen wäre es sicher besser er geht eine Weile in solch ein Selbstversorger Jugendprojekt im Ausland. Um herauszufinden wo sein Lebensweg hingeht, welche Ziele er hat.
    Woher nimmst Du die Sicherheit? Ich habe noch nicht verstanden, warum der junge nicht zur Schule geht, davon ginge für mich die Empfehlung ab.
    Was macht er denn in der Schulzeit? Schläft er? Zockt er? Hat er Freunde? Ist er fröhlich? Geht er gern raus?
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  7. #7
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Ich habe beruflich mit einer Frau zu tun, deren 15jähriger Sohn seit einem 3/4 Jahr nicht mehr in die Schule geht. Er kann nicht sagen warum, es sei nichts vorgefallen, er habe keine Angst, er ist auch nicht depressiv, er will einfach nicht, wisse selber nicht warum. Auch nicht in eine andere Schule, gar nicht. Was mir auffällt: alle drumrum sind so wenig konsequent. Die Schule lässt ihn mehr oder weniger in Ruhe, das Jugendamt äußert Platitüden ("Dieses Jahr wird sich auf jeden Fall etwas ändern." Ja, was denn? "Da muss ich mich erst mit meinen Kollegen besprechen").
    Die psychiatrische Klinik hat ihn logischerweise wieder nach Hause geschickt, weil er nicht bleiben wollte und kein Grund für eine Zwangseinweisung vorlag. Mit der Familienhilfe, die es inzwischen gibt, redet er nicht, und die sagt, er muss freiwillig zum Gespräch kommen, man könne und wolle ihn ja nicht zwingen. Also reden sie erstmal nur mit den Eltern und Geschwistern und hoffen darauf, dass er sich irgendwann freiwillig dazusetzt.
    Man versucht jetzt, ihm andere Schulen schmackhaft zu machen, es ist ein Schnuppertermin organisiert, aber so wie sich das für mich darstellt, wird er da wenn es hoch kommt zwei Tage hingehen und dann wieder zu Hause versacken. Die Mutter ist völlig verzweifelt und inzwischen auch depressiv.
    Was ist den konsequent? Ich glaube, wer das nicht erlebt hat, hat keine Vorstellung.
    Meinen Sohn müsste ich tragen, aus dem Bett in die Schule und dabeibleiben, sonst wäre er wieder weg.
    Ich kenne noch so einen Fall: jeden morgen geweckt, zur Schule gefahren, ins Gebäude gebracht und die Tochter lief durch die Hintertür wieder raus.


    Zitat Zitat von Spex Beitrag anzeigen
    Was kann man denn da noch tun? Habt ihr Ideen?
    nein, hier wären aber sehr schnell Strafen verhängt worden, also z.B. in Form von Geld.

  8. #8
    lilalaunebaerli ist offline Poweruser
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von Schiri Beitrag anzeigen
    Woher nimmst Du die Sicherheit? Ich habe noch nicht verstanden, warum der junge nicht zur Schule geht, davon ginge für mich die Empfehlung ab.
    Was macht er denn in der Schulzeit? Schläft er? Zockt er? Hat er Freunde? Ist er fröhlich? Geht er gern raus?
    Ja die Informationen fehlen im Eingangspost: fällt ihm Lernen leicht oder hat er einfach keinen Plan für sein Leben: Warum sich Wissen aneignen. Ist das Schulgebäude, die Lehrer , die Mitschüler doof.
    Haben seine Eltern zu hohe Erwartungen an ihn ?
    Gesundheitliche Einschränkungen scheinen ja abgeklärt zu sein, bei ihm . (Deprie oder Vitaminmangel )

  9. #9
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von lilalaunebaerli Beitrag anzeigen
    Er sitzt anscheinend nur seine Pflichtschuljahre ab , ist ansonsten der Typ Arbeiter handwerklich zupackend ?
    Für den Jungen wäre es sicher besser er geht eine Weile in solch ein Selbstversorger Jugendprojekt im Ausland. Um herauszufinden wo sein Lebensweg hingeht, welche Ziele er hat.
    Hier gibt es (viel zu wenige!) Werk- Statt- Schul- Plätze. Eine Schule für bisherige Schulverweigerer, die vor allem mit Praxis anfängt und dann langsam weiteren Schulstoff dazu nimmt (wieviel Material braucht man für xy usw.)
    Silm

  10. #10
    Avatar von Schiri
    Schiri ist offline Legende
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    Standard Re: Brainstorming Schulverweigerer

    Zitat Zitat von lilalaunebaerli Beitrag anzeigen
    Ja die Informationen fehlen im Eingangspost: fällt ihm Lernen leicht oder hat er einfach keinen Plan für sein Leben: Warum sich Wissen aneignen. Ist das Schulgebäude, die Lehrer , die Mitschüler doof.
    Haben seine Eltern zu hohe Erwartungen an ihn ?
    Gesundheitliche Einschränkungen scheinen ja abgeklärt zu sein, bei ihm . (Deprie oder Vitaminmangel )
    Naja, die Psychiatrie sah eine Indikation zur stationären Behandlung, aber nur auf freiwilliger Basis. Er selber findet sich nicht depressiv.

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