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Thema: end of life care

  1. #31
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: end of life care

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    das mag sein; es ging hier nur um eine erklärung, in welchem kontext ich damit zu tun habe.
    Das war von mir auch nur ergänzend zur Klärung des Begriffs.
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  2. #32
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: end of life care

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    du meinst, die person merkt, dass man da ist?
    ja, ich würde auch etwas vorlesen. das habe ich bei meinem vater gemacht, seine lieblingsgedichte. und dann habe ich mit ihm geredet. aber ich war alleine, das hat kein anderer gehört, das fiel mir leicht(er).
    Ich denke, das einfach nur dasein ist das Wichtigste. Wenn du gerne was vorlesen möchtest, ist das bestimmt eine gute Idee. Ich wünsche dir viel Kraft bei dieser Aufgabe.
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  3. #33
    Saxony ist offline old hand
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    Standard Re: end of life care

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    was kann man für einen solchen patienten tun? wie merkt man, ob es ihm gut tut, was man da macht? (musik, hörbuch, hand halten, reden (aber was? ist ja ein monolog))
    habe ihr ideen? danke!
    Als mein Vater auf der ITS im Sterben lag habe ich einfach nur seine Hand gehalten und mit ihm gesprochen. Ihm gedankt für die gemeinsame Zeit und ihm zugeredet das er nun loslassen kann da er den Kampf nicht mehr gewinnen kann. Allerdings wurde er da schon künstlich beatmet und bekam sehr starke Schmerz- und Beruhigungsmittel. Ob er noch etwas davon gemerkt hat weiß ich nicht.
    In den Tagen davor (da war er aber auch nicht ansprechbar) habe ich ihm von meinem Tag erzählt, im z.B. dicke Socken angezogen da er kalte Füße nicht mochte, die Hände eingecremt und ihn immer wieder aufgefordert mitzuarbeiten (er lag im Delir).
    Auch wenn die Schwestern auf der Station sehr "unnahbar" waren und mich mit der Situation einfach allein gelassen haben, fand ich es vom Stationsarzt z.B. angenehm das er den Ton der Überwachung abgeschalten hat.

    In der Situation selbst habe ich einfach gehandelt ohne nachzudenken, aber heute mach ich mir viele Gedanken ob man hätte noch mehr für ihn tun können. Schlimm finde ich die Bilder, die einfach nicht aus dem Kopf verschwinden und das Bild meines gesunden Vaters so in den Hintergrund drängen.
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    So unendlich traurig

  4. #34
    bernadette ist gerade online Legende
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    Standard Re: end of life care

    die bilder, ja, die sind sehr stark.
    das mit dem hände eincremen gefällt mir, du bist die zweite, die es nennt.
    danke.

    Zitat Zitat von Saxony Beitrag anzeigen
    Als mein Vater auf der ITS im Sterben lag habe ich einfach nur seine Hand gehalten und mit ihm gesprochen. Ihm gedankt für die gemeinsame Zeit und ihm zugeredet das er nun loslassen kann da er den Kampf nicht mehr gewinnen kann. Allerdings wurde er da schon künstlich beatmet und bekam sehr starke Schmerz- und Beruhigungsmittel. Ob er noch etwas davon gemerkt hat weiß ich nicht.
    In den Tagen davor (da war er aber auch nicht ansprechbar) habe ich ihm von meinem Tag erzählt, im z.B. dicke Socken angezogen da er kalte Füße nicht mochte, die Hände eingecremt und ihn immer wieder aufgefordert mitzuarbeiten (er lag im Delir).
    Auch wenn die Schwestern auf der Station sehr "unnahbar" waren und mich mit der Situation einfach allein gelassen haben, fand ich es vom Stationsarzt z.B. angenehm das er den Ton der Überwachung abgeschalten hat.

    In der Situation selbst habe ich einfach gehandelt ohne nachzudenken, aber heute mach ich mir viele Gedanken ob man hätte noch mehr für ihn tun können. Schlimm finde ich die Bilder, die einfach nicht aus dem Kopf verschwinden und das Bild meines gesunden Vaters so in den Hintergrund drängen.

  5. #35
    bernadette ist gerade online Legende
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    Standard Re: end of life care

    ich glaube, man muss auch zeit alleine mit ihm haben, das macht es einfacher. k3 ist mit dabei, und die "traut sich nicht" alleine, aber vllt. wecheseln wir uns heute ab.
    danke.

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    Dir und deinem Mann erst einmal viel Kraft für eure Aufgabe.

    Ich war in so einer Situation noch nie, würde mich da - hoffentlich - auf meine Intuition verlassen. Da sein, Würdigung, Wertschätzung und Zugewandheit zeigen, so wie die Situation mir das ermöglicht.

    Ich kann deine Wut verstehen, dein Nichtverstehen, dass dein Schwiegervater es nicht mehr geschafft hat oder schaffen wollte, Enegie für das Leben aufzubringen. Es ist wahrscheinlich auch schwer, die Wut oder den Gedanken vor der Tür zu lassen, wenn du zu ihm gehst. Ich denke, ich würde versuchen, dem Menschen, der vor mir liegt, von meinen schönen, bleibenden Erinnerungen an seine Lebensleistungen zu erzählen, von Augenblicken, an die ich besonders positive Erinnerungen habe. Vielleicht würde mir selbst das auch helfen in so einer Situation.

    Alles Gute!

  6. #36
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.
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    Standard Re: end of life care

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    was kann man für einen solchen patienten tun? wie merkt man, ob es ihm gut tut, was man da macht? (musik, hörbuch, hand halten, reden (aber was? ist ja ein monolog))
    habe ihr ideen? danke!
    Meiner Mutter haben mein Vater und ich die Hand gehalten, sie hat sich entspannt. Sie war schon sehr weit weg, aber ich bin mir sicher, dass sie gespürt hat, dass wir da waren und v.a. als ich kam, konnte sie loslassen. Ich habe auch mit ihr gesprochen, ihr noch etwas erzählt.

    Jetzt schüttelt es mich wieder ... *tränen abwisch*

    Will sagen, es kann sehr verschieden sein. Mancher möchte einfach in Ruhe gelassen werden, anderen tut man mit Musik, körperlicher Nähe (Hand halten, über die Wange streicheln) oder vorlesen/reden einen Gefallen. Eigentlich merkt man, was "funktioniert".
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    Нет худа без добра.

  7. #37
    Avatar von tardis
    tardis ist offline ... bigger on the inside.
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    Standard Re: end of life care

    Zitat Zitat von bernadette Beitrag anzeigen
    was kann man für einen solchen patienten tun? wie merkt man, ob es ihm gut tut, was man da macht? (musik, hörbuch, hand halten, reden (aber was? ist ja ein monolog))
    habe ihr ideen? danke!
    ich glaube da sein und die hand halten ist das wichtigste. leise erzählen oder ggf. singen würde ich musik oder einem hörbuch vorziehen. ich wünsche euch viel kraft für die nächste zeit!
    people assume that time is a strict progression of cause to effect, but actually, from a non-linear, non-subjective viewpoint, it's more like a big ball of wibbly-wobbly... timey-wimey... stuff.

  8. #38
    bernadette ist gerade online Legende
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    Standard Re: end of life care

    mein vater ist vor knapp 3 jahren gestorben, aber die situation steht sofort wieder vor dir. mit meinem schwiegervater war ich nicht so eng, aber sein verfall über die letzten jahre ist mir echt nahe gegangen. ich wünsche ihm, dass es nicht mehr lange dauert.


    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Meiner Mutter haben mein Vater und ich die Hand gehalten, sie hat sich entspannt. Sie war schon sehr weit weg, aber ich bin mir sicher, dass sie gespürt hat, dass wir da waren und v.a. als ich kam, konnte sie loslassen. Ich habe auch mit ihr gesprochen, ihr noch etwas erzählt.

    Jetzt schüttelt es mich wieder ... *tränen abwisch*

    Will sagen, es kann sehr verschieden sein. Mancher möchte einfach in Ruhe gelassen werden, anderen tut man mit Musik, körperlicher Nähe (Hand halten, über die Wange streicheln) oder vorlesen/reden einen Gefallen. Eigentlich merkt man, was "funktioniert".

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