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Thema: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

  1. #1
    Avatar von majathebookworm
    majathebookworm ist offline frohsinnig
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    Standard Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    Maja mit Mann und Mäusen: Technikerin (02/01), Künstlerin (12/02), Sportler (03/05)
    Learn as if you were to live forever, live as if you were to die tomorrow.
    M.Gandhi.

  2. #2
    Avatar von Kicki
    Kicki ist offline Urgestein
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen
    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    Interessantes Thema, hab ich mir noch nie Gedanken drum gemacht.

    Waren die Kühe frei ? Oder ist die Touristin (mit Hund !) durch ein eingezäuntes Gebiet gelaufen ? (ich kann den link nicht öffnen wegen adblockern)

    Ich hätte den Hund wohl angeleint, wenn ich einer Tierherde entgegenkomme... hätte Angst, dass dem Hund was passiert

  3. #3
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Ich habe mir das gestern schon gedacht.

    Aber in dem Fall fehlen sicher Details. An sich gibt es schon einige Urteile, in denen Schadenersatzforderungen gegen Bauern abgewiesen wurden. Also irgendwas muss in dem Fall gewesen sein, dass der Bauer hier zu Schadenersatz verurteilt wurde. Wobei das ja nur das erstinstanzliche Urteil ist. Das geht sicher weiter.

    Wenn aber letztlich raus kommt, dass Bauern dafür haften, wenn Urlauber von Kühen verletzt werden, wirds bald vorbei sein mit dem Wandern in den Bergen. Dann werden die Bauern ihre Verträge aufkündingen und es geht halt keiner mehr über die Weide.
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  4. #4
    Avatar von Hundnas
    Hundnas ist offline Furry
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen
    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    Mir ist nicht klar, warum der Bauer schuldig gesprochen wurde. Als Hundehalter - und Tourist und Wanderer - ist in meinen Augen ganz klar die Wanderin mit ihrem Hund der Depp gewesen. Ich hab bei meinen ersten Wanderausflügen noch in der Grundschule gelernt, dass man sich von Kühen weit, weit fernzuhalten hat. Mit Hund erst recht.

    Etwas OT stelle ich zumindest bei uns in der Region immer dümmeres Touristenverhalten fest. Auch mein Freund, der im Sommer in Österreich auf Wandertour sein wollte (er brach ab wegen den ganzen blöden E-Bikern auf den Wegen), konnte nur mit dem Kopf schütteln über die anmaßenden Erwartungen der Gäste. Und das komplette Fehlen von gesundem Menschenverstand und Höflichkeit. Wenn die österreichischen Bauern ein Gofundme aufmachen, um ihren Stacheldraht zahlen zu können, geb ich denen Geld. Aus Überzeugung.
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  5. #5
    Avatar von Mamma.Mia
    Mamma.Mia ist offline Queen Mum
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Im Prinzip sehe ich es wie Du.
    Jetzt habe ich aber gelesen, die Frau sei nicht über die Alm gegangen, sondern auf einer öffentlichen Straße.
    Schwierig.

  6. #6
    Avatar von Legolas2.0
    Legolas2.0 ist offline Mal wieder da
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    29.07.2016
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen
    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    Ich sehe das wie du.

    Ich bin selbst mal verklagt worden, da mein Pferd einem 3-jährigen den halben Finger abgebissen hat. Aber ich bin frei gesprochen worden, da die Eltern da selbst schuld daran waren. Klar tat mir das Kind wahnsinnig leid und den doofen Eltern hätte ich am liebsten noch eine geballert !

    Die sind auf ein umzäuntes Grundstück gelatscht, in den Stall, an dem ein großes Schild war, dass der Zutritt für Unbefugte verboten ist und an der Box meines Pferdes hing noch ein Schild : VORSICHT, Pferd beißt ! In Rot !
    Trotzdem haben sie das Kind hochgehoben, damit das Kind mein Pferd durch die Futterlucke (!!!) streicheln kann...

    Tja, das fand er irgendwie nicht spannend und dann wars passiert. Niemand war zu dem Zeitpunkt im Stall.

    Aber danach war das Geschrei der Eltern groß- hätten sie einfach mal ihr Hirn eingeschaltet.

  7. #7
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen

    Wie seht ihr das?
    Kann ich so ohne den Fall genau zu kennen, nicht sagen.

    Grundsätzlich würde ich sagen, muss ich mich auf einem offiziellen, öffentlichen, freien Wanderweg bewegen können, ohne dass mich Viecher umtrampeln.
    Da ist dann schon auch der Bauer in der Verantwortung, seine Viecher so zu sichern, dass nix passieren kann.

    Gibt's da denn Warnschilder, oder so?
    Ich denke, man kann nicht von jedem Touristen erwarten zu wissen, dass Kühe sich mal von einem Hund bedroht fühlen können, wenn der Hund da nur auf dem Weg mitläuft.

    Naja und ebenso grundsätzlich ist halt auch jeder Tierhalter dafür verantwortlich, was seine Viecher so anstellen.

  8. #8
    Avatar von Hundnas
    Hundnas ist offline Furry
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von Mamma.Mia Beitrag anzeigen
    Im Prinzip sehe ich es wie Du.
    Jetzt habe ich aber gelesen, die Frau sei nicht über die Alm gegangen, sondern auf einer öffentlichen Straße.
    Schwierig.
    Ok, mal angenommen, das wäre so. Aus meiner Erfahrung raus - man korrigiere mich bitte - rennt Weidevieh nicht wild auf Wanderer zu, wenn die sich in entsprechendem Abstand zu ihnen aufhalten. Wir haben ja hier auch viele Kühe im Hinterland stehen (eingezäunt halt), aber da führen durchaus Wege direkt an den Weiden lang. Wenn die Kühe sich auf der Weide direkt an der Straßenseite aufhalten, macht der Hundehalter nur eines: Hund anleinen. Hund auf die Kuh-abgewandte Seite führen. Ruhig und ohne Getöse vorbei gehen. Ist das so schwer?!
    viola5, Zwutschgal und Makaria. gefällt dies.

  9. #9
    Mumpitz ist offline Legende
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen
    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    Ich finde diese Tendenz auch nicht gut, letztlich geht es, wie immer, ums Geld. Bis jetzt hat jedes Mal, wenn jemand in unserer Familie einen Unfall hatte, die Krankenkasse einen Bogen zum Unfallhergang geschickt und da ging es immer darum, einen Schuldigen zu finden, weil sie dann nämlich nicht zahlen müssen. Anstatt dass man sagt "Mein Kind ist im Dunkeln gerannt und über eine Zeltleine gestolpert- passiert halt", wird dann direkt überlegt: "Hätte es da beleuchtet sein müssen, entspricht die Zeltleine und ihre Befestigung der Norm XY, gab es eine Aufsicht und wenn nein, warum nicht usw. usw.".

  10. #10
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist gerade online Altlast
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    Standard Re: Muss es immer Haftung / einen Schuldigen geben?

    Zitat Zitat von majathebookworm Beitrag anzeigen
    Ich eröffner hier selten ein Thema, aber hier interessiert mich die breite Meinung:

    Im vergangenen Sommer ist auf einer Alm eine Touristin, die mit Hund unterwegs war, von Kühen zu Tode getrampelt worden.
    Nun ist der Bauer in erster Instanz schuldig gesprochen worden. Er wird berufen.

    Bericht hier:https://orf.at/stories/3112485/

    Natürlich ist so etwas äußerst tragisch und bedauerlich, aber es ist bekannt, dass Mutterkühe in Hunden eine Gefahr für ihre Kälber sehen.

    Ich sehe da nicht den Bauern in der Verantwortung. Eher noch die Frau selbst, aber im Prinzip läuft das für mich als tragisches Unglück. Da haftet keiner.

    Wie seht ihr das?
    das habe ich z.B. noch nie gehört und ich denke, das ist auch irgendwie der Knackpunkt.
    Anstatt zu verurteilen würde ich dringend zu Infokampagnen o.ä. raten bzw. diese Wege für Hunde sperren (mit Hinweisschildern)

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