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Thema: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

  1. #11
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von Zwutschgal Beitrag anzeigen
    ohne auf den ganzen Rest einzugehen, sagt das für mich schon alles.

    Er will nicht, also hat sie gefälligst auch nicht zu wollen und das wird wortreich eingeimpft und vorgelabert, bis man es selber glaubt. so einen "Rolf" kannte ich nur zu gut.

    Die Frage ist nicht, was er will. Es ist ihre Mutter. Sie sollte sich mal fragen was SIE will. Ohne Hintergedanken, wie Rolfilein das findet.

    ich kenne auch so einen Rolf. Sehr unangenehmer Typ.

  2. #12
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von HeiligerHafen Beitrag anzeigen
    Das klingt ganz danach, als bereue sie es, den Kontakt so abgebrochen zu haben und dass sie ihrer Mutter gerade auch gerne hilft und das auch weiter machen möchte.
    Wenn ihr Mann so liberal erzogen wurde, verstehe ich gerade seine Haltung nicht. .
    Kennst du keine Pseudo-Liberale?
    Die tun nur so.

    Das gleiche gibt es bei Pseudo-Christen.

    Aussen Hui, innen Pfui.
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  3. #13
    Avatar von Clodagh
    Clodagh ist offline finster
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    So wie du es schilderst, ist Rolf der Armselige. Aber bist du sicher, dass du alle Hintergründe kennst? Lad die Freundin über ein Wochenende ein, macht einen langen Spaziergang (ohne Rolf), frag sie offen, wie es ihr geht.
    Naja, Rolf fühlt sich offensichtlich übergangen oder benachteiligt. Das würde ich als allererstes herausfinden wollten, wenn mir etwas an dem Mann liegt.

  4. #14
    Gast

    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Kennst du keine Pseudo-Liberale?
    Die tun nur so.

    Das gleiche gibt es bei Pseudo-Christen.

    Aussen Hui, innen Pfui.
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  5. #15
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Kennst du keine Pseudo-Liberale?
    Die tun nur so.

    Das gleiche gibt es bei Pseudo-Christen.

    Aussen Hui, innen Pfui.
    Solche kenn ich auch. Mag ich gar nicht.

  6. #16
    Avatar von Bärin
    Bärin ist offline Nö !
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Naja, Rolf fühlt sich offensichtlich übergangen oder benachteiligt. Das würde ich als allererstes herausfinden wollten, wenn mir etwas an dem Mann liegt.

  7. #17
    Avatar von tardis
    tardis ist offline ... bigger on the inside.
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    ich kenne ja nur den teil der vorgeschichte, den du hier beschrieben hast und da finde ich, dass rolf sich wirklich daneben benimmt (was der kinderladen und die waldorfschule damit zu tun haben, weiß ich allerdings nicht). vielleicht gibt es noch mehr hintergründe, sein verhalten ist ja ziemlich extrem? kannst du dich vielleicht nochmal allein mit deiner freundin unterhalten? schränkt rolf sie auch in anderen situationen ein?
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    people assume that time is a strict progression of cause to effect, but actually, from a non-linear, non-subjective viewpoint, it's more like a big ball of wibbly-wobbly... timey-wimey... stuff.

  8. #18
    Gast

    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Naja, Rolf fühlt sich offensichtlich übergangen oder benachteiligt. Das würde ich als allererstes herausfinden wollten, wenn mir etwas an dem Mann liegt.
    Ich geb zu, dass bei mir der Ofen vermutlich spätestens jetzt aus wäre. Und zwar bzgl der ganzen Ehe. Da wäre es an Rolf, für den Fortbestand was zu tun.
    Das hieße nicht, dass ich mich sofort trennen würde, aber die Liebe hätte einen dicken Kratzer. Zu denen, die sie eh schon hat.

    Mein Ex hat im Zusammenhang mit dem Tod meines Vaters auch was getan, was buchstäblich etwas in meinem Herzen zerbrochen hat.

    Und Rolfs Motive sind hier total egal. Und die Bewertung des Lebens seiner Schwiegereltern plus das Verbot (!) zu helfen, sind an Schlechtheit kaum zu toppen.

    (ich setze voraus, dass die Tochter nicht ans Familienvermögen geht und der Mutter eine ETW finanziert)
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  9. #19
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Ich würde ihr raten, dass sie das tun soll, was sie für richtig hält und, dass ich ein Problem damit hätte, wenn mir mein Mann etwas verbieten wollte.

    Ich denke schon, dass man das Leben der Eltern beurteilen und daraus seine Konsequenzen ziehen darf. Wenn Eltern Fehler gemacht haben, muss man dann eben entscheiden, ob man trotzdem zu ihnen steht und unterstützt oder nicht. Das sollte aber jedes Kind für sich entscheiden und nicht vom Partner erlauben oder verbieten lassen.

  10. #20
    Alina73 ist offline Legende
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    Standard Re: Wie seht ihr das? Urteil über das Leben der Eltern...

    Ich würde meiner Freundin evtl in einer ruhigen Minute erklären, dass sie vielleicht auch ein Teil dieses "Über die Verhältnisse Lebens war". Dass es nun nicht darum geht, die Schulden, ect. der Eltern zu übernehmen und abzubezahlen, aber der Weg eine Lösung zu finden, mit der sie selber auch gut leben kann gut und wichtig ist. Sie ist jetzt schon eingeholt worden von dieser anscheinend ungeklärten Elternhausgeschichte. Das wird wiederkommen- spätestens dann, wenn die Mutter stirbt und dann ist es zu spät einen Weg zu finden, mit dem sie sich gut verabschieden kann.

    Ich habe eine Freundin, die hat zusammen mit ihrem Bruder nach dem Tod des Vaters einen Haufen an Schulden übernommen, um der Mutter das Elternhaus nicht zu nehmen. Sie können das kaum schultern- es hat massive Auswirkungen auf meine Freundin. Dieses "Opfer" hätte ich sicher nicht gebracht, aber es gibt auch Lösungen dazwischen. Vom Gefühl her ist deine Freundin doch da eigentlich auf einem guten Weg. Was hält sie davon ab, ihn weiterzugehen- das würde ich versuchen, mit ihr herauszufinden.

    Evtl. hat es ja auch Gründe, warum ihr Mann da so reagiert, wie er reagiert. Vielleicht sind die auch berechtigt. Trotzdem muss sie mit der Entscheidung leben und klar kommen, denn es sind ihre Eltern. Und ja, auch Eltern haben das Recht auf Fehler. Haben meine auch gemacht, werde ich auch machen. Ich hoffe, meine Kinder sind dann gnädig.

    Ach ja- grundsätzlich zu Rolf. Ein Mann, der meine Entscheidungen treffen will, der hätte echt Schwierigkeiten mit mir. Oder bestimmt sie auch, wie er seine Eltern mal behandelt und plappert dann in Telefonate rein. Egal wie recht er vielleicht haben mag (uns fehlt ja sicher einiges an Info) - dieses Verhalten mir gegenüber ginge gar nicht und da hätten wir ein erhebliches eheliches Problem miteinander.

    Zitat Zitat von rocksteady Beitrag anzeigen
    Ich versuche, eine lange Geschichte kurz zu fassen:

    Meine beste Freundin seit Kindertagen (lebt 2 Autostunden von mir entfernt) hat seit dem frühen Erwachsenenalter ein recht schwieriges Verhältnis zu ihren Eltern, insb. zu ihrer Mutter. Ihre Eltern sind eher "schlicht" gestrickt, aber sehr herzlich und gastfreundlich, so habe ich sie als Jugendliche immer erlebt. Sie lebten nie üppig, hatten es aber dem äußeren Anschein nach zu etwas Wohlstand gebracht und ihrer Tochter sehr, sehr viel ermöglicht. Mit knapp 20 lernte meine Freundin ihren heutigen Mann und Vater ihrer Kinder kennen, ich nenne ihn mal Rolf. Rolfs Eltern sind typische 68er, extrem liberal, dem äußeren Anschein nach unglaublich tolerant und intellektuell, offenbar keine finanziellen Sorgen; Rolf besuchte erst einen Kinderladen, dann eine Waldorfschule. Mit der Beziehung zu Rolf wurde das Verhältnis zwischen meiner Freundin und ihren Eltern sehr gespannt. Zehn Jahre später heiratete sie Rolf, es folgten Kind 1, Kind 2 und mit etwas Abstand Kind 3. Von Kind 2 und 3 erfuhren die Eltern meiner Freundin nur gerüchteweise, der Kontakt war zu der Zeit abgebrochen. Als das mittlere Kind etwa 7 oder 8 war, hinterfragte es die Herkunft seiner Mutter und bat um Kontakt zu den Großeltern. Seitdem (das ist nun ca. 8 Jahre her) bestand seltener Kontakt zwischen meiner Freundin, ihren Kindern und den Eltern, Rolf verweigerte jeden Kontakt. Soviel zur Vorgeschichte.

    Anfang des Jahres starb der Vater meiner Freundin sehr plötzlich. Meine Freundin kümmerte sich zusammen mit ihrer Mutter um alles. Die Trauer um ihren Vater traf sie in den ersten Tagen und Wochen hart, auch der Gedanke, keinen intensiveren Kontakt mehr gehabt zu haben. Wir telefonierten mehrmals in der Zeit, mit Rolf konnte sie darüber nicht sprechen. Im Zuge aller Regelungen, die nach dem Tod getroffen werden mussten, half sie ihrer Mutter aber weiter. Es stellte sich dann heraus, dass ihre Eltern jahrzehntelang über ihre Verhältnisse gelebt hatten und einen hohen, fünfstelligen Schuldenberg angehäuft hatten. Ein Testament gab es nicht, sie und ihre Mutter bilden also eine Erbengemeinschaft, meine Freundin und ihre Kinder haben das Erbe ausgeschlagen. Meine Freundin hat dann versucht, mit ihrer Mutter einen Weg zu finden, sie zu unterstützen. Das Häuschen, in dem die Eltern gewohnt haben, steht nun zum Verkauf, eine Wohnung für die Mutter ist gefunden. Es zeichnen sich gerade Lösungen ab.

    Nun rief sie mich gestern wieder an. Rolf hat ihr untersagt, die Mutter weiter zu unterstützen. Ihre Eltern hätten ihr armseliges Leben nie auf die Reihe bekommen, jetzt solle die Mutter sehen, wie sie zurechtkommt. So dumm seien sie halt immer gewesen, kein klar denkender Mensch würde in so etwas hineingeraten (Rolf plapperte im Hintergrund immer in unser Gespräch hinein...).

    Mir lässt das keine Ruhe. Ich hatte den Eindruck, meiner Freundin geht es nicht gut mit dieser Situation, sie stellt es aber so dar. Ich habe nur zugehört. Am Ende des Gesprächs sagte sie, sie wolle sich im Laufe der Woche noch einmal bei mir melden. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie sich von Rolf kontrolliert fühlte.

    Hier ist erst einmal der Keks für alle, die es bis hierher geschafft haben. Nun die Frage: Wie würdet ihr euch der Freundin gegenüber verhalten, wenn sie wieder anruft? - Bisher habe ich immer betont (und das ist meine unumstößliche Haltung), dass man das Leben der Eltern nicht beurteilen darf. Man kann sich anders verhalten, sich abgrenzen, aber aburteilen und vom eigenen Urteil über das Leben der Eltern jetzt abhängig machen, ob man die Mutter weiter unterstützt... nicht mein Ding. Ich will sie aber nicht einen noch größeren Konflikt bringen.

    Versteht ihr, was ich meine?

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