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Thema: Organisatorische Fragen

  1. #1
    Mikado19 ist offline Stranger
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    14

    Standard Organisatorische Fragen

    Hi!

    Tja, wie fang ich an?
    Ich habe mich Mitte Januar von meinem Mann getrennt.
    Wir haben lange versucht, das zu verhindern, mit aller Hilfe von außen die wir kriegen konnten.
    Den Alltagsmist haben wir gut in den Griff bekommen, das System Familie funktioniert besser als in den letzten Jahren.
    Wir verstehen uns sogar gut. Aber wir sind kein Paar mehr, und werden das auch nicht mehr werden.

    Wir leben hier seit Jahren im Grunde eher als WG denn als Paar. Nun eben auch offiziell.

    Das ist meine Sicht der Dinge - seine ist ein wenig anders.

    Fakt ist, dass wir versuchen wollen, weiter so unter einem Dach zu leben. Mit getrennten Bereichen, aber auch gemeinsamen, und gemeinsam weiter die drei mittelkleingroßen Kinder versorgen.

    Es klingt ein wenig verrückt wenn ich das so lese, aber zumindest übergangsweise ist das für mich vorstellbar.
    Schwierig wirds spätestens wenn einer eine neue Partnerschaft eingeht, schon klar.
    Problematisch ist auch, dass die größte Sorge des Noch-Mannes ist, was die Umwelt wohl sagen könnte. Eigentlich würd er es am liebsten niemandem erzählen. Seinen Eltern schon gleich gar nicht. Und den Kindern? Lieber nicht.
    Großes Diskussions-Thema gerade, ich würde es ihnen gerne sagen. Für mich wäre der Super-GAU wenn sie es durch Zufall mitbekommen.
    Dass wir hier umgeräumt haben und nun getrennte Schlafzimmer fanden sie nicht weiter bemerkenswert.

    Habt Ihr zufällig ein paar Positiv-Beispiele aus dem Umfeld für mich? Das wäre fein.
    Gegen-Argumente brauche ich dagegen nicht so dringend, die kann ich mir glaub ich denken.

    Ich brauch Euch mal um mich zu sortieren.

    Vorschläge was man den Kindern sagen könnte?

    Seid lieb zu mir, ok?

    Nein, es ist nicht Freitag, ich bin kein Troll, und das hier ist ein Zweitnick.

  2. #2
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    wenn ihr euch schon nicht drüber einig werdet ob ihr das überhaupt "offiziell" macht dann sehe ich da schwarz.

    Ich würde an deiner Stelle da schlicht drauf bestehen und mir nichts vorschreiben lassen.
    Das ist ja die Grundlage einer Trennung.

    Und: Den Kindern nichts sagen geht einfach GAR NICHT

    Was genau müsst ihr ausmachen, je nach Alter der Kinder natürlich, aber einfach so tun als sei alles in Ordnung ist absolut daneben und schadet den Kindern nachhaltig.
    Was vermittelt ihr ihnen denn da? Dass man lügen darf, tricksen, so tun als ob ? Dass so eine Beziehung aussieht?
    Sascha, Diamant, Alina73 und 6 anderen gefällt dies.

  3. #3
    Avatar von Diamant
    Diamant ist offline Sächsisches Angelhuhn
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    13.08.2007
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    wenn ihr euch schon nicht drüber einig werdet ob ihr das überhaupt "offiziell" macht dann sehe ich da schwarz.

    Ich würde an deiner Stelle da schlicht drauf bestehen und mir nichts vorschreiben lassen.
    Das ist ja die Grundlage einer Trennung.

    Und: Den Kindern nichts sagen geht einfach GAR NICHT

    Was genau müsst ihr ausmachen, je nach Alter der Kinder natürlich, aber einfach so tun als sei alles in Ordnung ist absolut daneben und schadet den Kindern nachhaltig.
    Was vermittelt ihr ihnen denn da? Dass man lügen darf, tricksen, so tun als ob ? Dass so eine Beziehung aussieht?
    Alles gesagt. Unterschreib.
    cosima und ChilangaReloaded gefällt dies.
    LG STEINLINDA WHISKAS LIKORIA HUHN


  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    28.776

    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Ich kann das Vorhaben grundsätzlich verstehen und glaube auch, dass sowas klappen kann.
    Aber Grundvoraussetzung dafür ist, dass ihr ein gemeinsames Verständnis davon habt, wie das klappen könnte.
    Für mich hört es sich nicht so an, als ob ihr da schon seid, du stehst an einem anderen Punkt als dein Ex-Mann. Der hofft noch. Da müsst ihr zu einem gemeinsamen Verständnis kommen, sonst kann das nicht klappen!


    Meine Eltern haben sich schleichend getrennt. Ich würde sagen, sie waren schon lange, bevor sie sich das selber eingestanden haben, kein Paar mehr.
    Familienleben und gemeinsames Elternsein hat an vielen Ecken für sie trotzdem lange ganz gut funktioniert.

  5. #5
    cosima ist offline Urgestein
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    94.231

    Standard Re: Organisatorische Fragen

    ich kenne ein Paar das so eine Trennung unter einem Dach eine ganze Weile erfolgreich prakiziert hat.

    Die beiden hatten gemeinsame Kinder, er baute sich das Dachgeschoss als weitgehend eigene Wohnung aus, sie war Ärztin und konnte die Schichtdienste letztlich nur mit ihm unter einem Dach bewerkstelligen.

    Die waren sich aber in Dingen wie Kindererziehung, Haus, Finanzen schon weitgehend einig und auch darin die Trennung offen nach aussen zu kommunizieren.
    Aber: Das ganze knallte als sie einen neuen Partner hatte - DAS ging nicht gut unter einem Dach

  6. #6
    advena ist offline Legende
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Mein Mann und ich haben seinerzeit der Familie zuliebe noch ca. 4 Monate ab der beschlossenen Trennung zusammengelebt (und auch nix gesagt), dann konnte meine SchwiMu nochmal in Ruhe Weihnachten feiern, danach meine Mutter Geburtstag und dann machten wir es offiziell. Und dann zog mein Mann auch aus.
    Aber ich sags Dir, diese 4 Monate - das möchte ich nicht noch einmal haben. Ich bin für klare Verhältnisse.
    Und so wie das bei euch aussieht, sind die klaren Verhältnisse nicht mal im Ansatz da. Das kann nur schief gehen.
    cosima, Francie und Wisconian gefällt dies.
    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  7. #7
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Eine Bekannte (über den Hund) hat sie vor ein paar Jahren von ihrem Mann "getrennt".

    Sie sind verheiratet und haben ein gemeinsames Haus. Keiner kann den anderen raus zahlen. Das Kind ist erwachsen und lebt 60 km entfernt. Wegen dem (schwierigen) Hund kann sie nicht in eine andere Wohnung.

    Es ist zwar strange, aber sie leben in einer Art "WG" so vor sich hin. Getrennte Schafzimmer, getrennter Urlaub, aber keiner hat einen neuen Partner.

    Meiner Meinung nach ist sie (auch) nicht bindungsfähig - also auch im Freunschaftsbereich. Nicht nur in der Partnerschaft.

  8. #8
    Avatar von Stadtmusikantin
    Stadtmusikantin ist offline Die Ruhe selbst
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen

    Meine Eltern haben sich schleichend getrennt. Ich würde sagen, sie waren schon lange, bevor sie sich das selber eingestanden haben, kein Paar mehr.
    Familienleben und gemeinsames Elternsein hat an vielen Ecken für sie trotzdem lange ganz gut funktioniert.
    So war das mit meinem Exmann und mir auch. Und wir haben den Kindern auch nichts vorgespielt. Nur weil man nicht von jetzt auf gleich der ganzen Welt die Trennung erklärt, ist man kein Lügner.

  9. #9
    Avatar von Wisconian
    Wisconian ist offline *HP* Reloaded
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Zitat Zitat von Mikado19 Beitrag anzeigen
    Hi!

    Tja, wie fang ich an?
    Ich habe mich Mitte Januar von meinem Mann getrennt.
    Wir haben lange versucht, das zu verhindern, mit aller Hilfe von außen die wir kriegen konnten.
    Den Alltagsmist haben wir gut in den Griff bekommen, das System Familie funktioniert besser als in den letzten Jahren.
    Wir verstehen uns sogar gut. Aber wir sind kein Paar mehr, und werden das auch nicht mehr werden.

    Wir leben hier seit Jahren im Grunde eher als WG denn als Paar. Nun eben auch offiziell.

    Das ist meine Sicht der Dinge - seine ist ein wenig anders.

    Fakt ist, dass wir versuchen wollen, weiter so unter einem Dach zu leben. Mit getrennten Bereichen, aber auch gemeinsamen, und gemeinsam weiter die drei mittelkleingroßen Kinder versorgen.

    Es klingt ein wenig verrückt wenn ich das so lese, aber zumindest übergangsweise ist das für mich vorstellbar.
    Schwierig wirds spätestens wenn einer eine neue Partnerschaft eingeht, schon klar.
    Problematisch ist auch, dass die größte Sorge des Noch-Mannes ist, was die Umwelt wohl sagen könnte. Eigentlich würd er es am liebsten niemandem erzählen. Seinen Eltern schon gleich gar nicht. Und den Kindern? Lieber nicht.
    Großes Diskussions-Thema gerade, ich würde es ihnen gerne sagen. Für mich wäre der Super-GAU wenn sie es durch Zufall mitbekommen.
    Dass wir hier umgeräumt haben und nun getrennte Schlafzimmer fanden sie nicht weiter bemerkenswert.

    Habt Ihr zufällig ein paar Positiv-Beispiele aus dem Umfeld für mich? Das wäre fein.
    Gegen-Argumente brauche ich dagegen nicht so dringend, die kann ich mir glaub ich denken.

    Ich brauch Euch mal um mich zu sortieren.

    Vorschläge was man den Kindern sagen könnte?

    Seid lieb zu mir, ok?

    Nein, es ist nicht Freitag, ich bin kein Troll, und das hier ist ein Zweitnick.
    Ich kann mich nur Cosima und Advena anschliessen, wir haben noch ein Jahr zusammengelebt und ich wuerde das so heute nicht mehr praktizieren. Es sollte alles zumindest vorher geregelt sein und ihr solltet auf einer Stufe stehen und das sehe ich so nicht aus Deinem Ausgangspost.
    Den Kinder nichts sagen ist ausserdem die schlechteste aller Ideen.
    Meine waren damals 8 und 9 heute 18 und 19 und was immer wieder betont wird, wie sie es geschaetzt haben, dass ich ehrlich zu ihnen war (altersgerecht natuerlich) und keinen Luegenturm a la ihrem Vater aufgebaut habe, das hat ueber kurz oder lang (neben anderen Sachen) das Verhaeltnis zu ihrem Vater zerruettet.

  10. #10
    Avatar von Legolas2.0
    Legolas2.0 ist offline Mal wieder da
    Registriert seit
    29.07.2016
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    Standard Re: Organisatorische Fragen

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Mein Mann und ich haben seinerzeit der Familie zuliebe noch ca. 4 Monate ab der beschlossenen Trennung zusammengelebt (und auch nix gesagt), dann konnte meine SchwiMu nochmal in Ruhe Weihnachten feiern, danach meine Mutter Geburtstag und dann machten wir es offiziell. Und dann zog mein Mann auch aus.
    Aber ich sags Dir, diese 4 Monate - das möchte ich nicht noch einmal haben. Ich bin für klare Verhältnisse.
    Und so wie das bei euch aussieht, sind die klaren Verhältnisse nicht mal im Ansatz da. Das kann nur schief gehen.
    So wars hier auch

    Und den Rest unterschreibe ich.

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