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Thema: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

  1. #41
    jc8601 ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

    Hallo, war bei meinem Mann vor 5 Jahren genauso. Donnerstag Herzinfarkt mit Reanimation. 3 Stents am Freitag. Entlassung am Montag. 1 Monat später zur Reha. Körperlich geht es ihm eigentlich aufgrund der vielen Medikamente gut. Aber das seelische durch die "Todeserfahrung" ist nicht zu unterschätzen. Wird leider im Krankenhaus nicht behandelt und man ist auch nicht darauf vorbereitet. Beim kleinsten Unwohlsein ist er in Panik geraten und ich habe den Notarzt gerufen. War immer alles ok. Aber eine enorme Belastung. Jetzt nach 5 Jahren hat er die Panikatakken so gut im Griff, dass nicht mehr der Notarzt gerufen werden muss.
    Wünsche Deinem Mann alles Gute.
    LG
    JC8601

  2. #42
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    Standard Re: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

    Zitat Zitat von Sockendings Beitrag anzeigen
    entlassen ?

    Ich kann mir nicht vorstellen das das so zügig geht oder ?
    Fakten: Ein kleiner Infarkt und ne halbe Stunde später (ca.) ein heftiger mit Todesfolge für anderthalb Minuten und Reanimation.

    Umlegung von der Intensiv auf Normalstation nicht ganz 48 Stunden später.

    Nun bekam ich als Info das eventuelle Entlassung Mitte der Woche zu erwarten ist ?
    Insgesamt reden wir dann von nicht ganz einer Woche Krankenhaus.
    Kann das sein ? Das erscheint mir viel zu früh ?

    Ok da einige das offensichtlich falsch gelesen haben.
    Der Mann war für 1 1/2 Minuten ohne Herzfunktion und konnte reanimiert werden so klarer ?
    Das kann schon hinkommen. Im Anschluß Reha...

  3. #43
    Avatar von Jennifer74
    Jennifer74 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

    Mein Mann hatte vor 3 Jahren einen sogenannten "kleinen" Herzinfarkt und war ca. 4/5 Tage im Krankenhaus und danach 2 Wochen krank geschrieben, bevor er wieder in die Arbeit ging. Keine Reha. Jetzt im Nachhinein finde ich das echt wenig, aber so war es damals.

  4. #44
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

    Zitat Zitat von Perla Beitrag anzeigen
    Ist doch egal. Manche Sprüche kann man sich echt kneifen.
    In dem Zusammenhang wie schnell man dann wieder raus ist ist das schon relevant. Das war ja kein "Spruch", sondern eine Tatsache. Also bausch mal nicht auf was nicht aufzubauschen ist.




  5. #45
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: Nach einem Herzinfarkt , wie schnell wird man aus dem KH

    Zitat Zitat von opus Beitrag anzeigen
    Das kann tatsächlich so sein. Um nicht zu sagen, da hat sich bei der Behandlung tatsächlich in den letzten Jahrzehnten einiges getan. (Der erste Infarkt meines Vaters war 1974 und da war es ganz anders). Und vor allem, den Leuten geht es wirklich gut!

    Hintergrund ist, wenn auf den Herzstillstand sofort mit einer effektiven Wiederbelebung reagiert wurde, dann waren die Körperzellen, insbesondere die empfindlichen Nervenzellen, keinen längeren Zeitraum ohne Sauerstoffversorgung, dadurch sind bleibende Schäden hier ausgeblieben.

    Dann, Herzinfarkt bedeutet, dass Teile des Herzmuskels nicht mehr mit Blut (und damit Sauerstoff) versorgt werden, weil bestimmte Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel versorgen sollen, durch irgendwas, was in der Blutbahn schwamm verstopft sind. Und wie jeder Muskel stirbt der Bereich des Herzens dann nicht gleich ab, wie es eine Nervenzelle tun würde, sondern stellt erstmal nur die Arbeit ein. Das Absterben des Gewebes erfolgt dann Stunden später, wenn bis dahin keine adäquate Behandlung erfolgte (wie bei meinem Vater damals). Solange der Teil nicht mitarbeitet, ist der Bewegungsablauf der Pumpbewegung des Herzens gestört, so dass die Pumpleistung wenn, dann nur noch stark reduziert besteht. Eventuell, bei großem unversorgtem Gebiet, reicht es gar nicht mehr, dann wäre der Infarkt tödlich, wenn niemand eingreift.

    Der Behandlungsansatz muss jetzt darauf zielen, den gesamten Herzmuskels so schnell wie möglich (d.h. innerhalb größenordnungsgemäß weniger Stunden) wieder mit Frischblut zu versorgen, also die Verstopfung zu beseitigen. Gelingt das in der Zeit, lebt der Muskel wieder auf und ist auch wieder voll arbeitsfähig. In diesem Fall ist organisch eigentlich kein Schaden mehr vorhanden.
    Wie man das erreicht, da gibt es verschiedene Methoden, über Herzkatheder oder operativen Eingriff, der eine Umleitung legt (einen Bypass), oder das Gefäß von innen weitet, mit einem Drahtgeflecht stabilisiert (Stent)... auch medikamentös kann man es versuchen (präklinische Lyse), wenn keine Fachklinik nahe ist.

    Anschließend muss man halt schauen, dass man die Ursache des Infarktes angeht, also auch schauen, wie die anderen Herzkranzgefäße aussehen und auch das Blut, aber an sich bekommt man so die Leute erstaunlich schnell wieder auf die Beine und sie werden sehr weitgehend wieder hergestellt.
    Entscheidend ist vor allem, dass man den Infarkt erkennt und sofort die ärztliche Behandlung anleiert (also sofort Notruf an den Rettungsdienst) . Da zählt jede Minute.
    Ok vielen Dank für diese gute Erklärung.
    Dankeschön.

    Hmm gemacht wurde gar nichts.
    Ich nehme daher an sie geben ihm nur Medikamente.
    Er erzählte mir am Telefon was von Blut zu dick. Also einen Bypass oder sowas hat er nicht bekommen.

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