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Thema: "Was ist eigentlich ein Autist?"

  1. #1
    Avatar von Vinea
    Vinea ist offline Icke
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    6.759

    Standard "Was ist eigentlich ein Autist?"

    . . .fragte mich vor ein paar Tagen eine 18jährige junge Frau mit Autismus.
    Ich war kurz sprachlos.

    Mir fällt zunehmend auf, dass das innerfamiliäre Sprechen über Diagnosen und Besonderheiten offenbar nicht so wichtig genommen wird.
    Habt ihr sowas auch schon erlebt?

  2. #2
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von Vinea Beitrag anzeigen
    . . .fragte mich vor ein paar Tagen eine 18jährige junge Frau mit Autismus.
    Ich war kurz sprachlos.

    Mir fällt zunehmend auf, dass das innerfamiliäre Sprechen über Diagnosen und Besonderheiten offenbar nicht so wichtig genommen wird.
    Habt ihr sowas auch schon erlebt?
    Nein, nur andersrum:
    Ich kann das nicht,v
    weil ich Autist bin.
    Oder: Ich darf rumzappeln, ich habe nämlich ADHS!
    Silm

  3. #3
    Sepia ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von Vinea Beitrag anzeigen
    . . .fragte mich vor ein paar Tagen eine 18jährige junge Frau mit Autismus.
    Ich war kurz sprachlos.

    Mir fällt zunehmend auf, dass das innerfamiliäre Sprechen über Diagnosen und Besonderheiten offenbar nicht so wichtig genommen wird.
    Habt ihr sowas auch schon erlebt?
    Ich kenne das aus dem Bekanntenkreis bei Erwachsenen: "Ich muss Tabletten nehmen, ich habe Depressionen."
    Auf die Frage nach Psychotherapie: "Nein da wird nur geredet. Das hilft laut meinem Hausarzt nicht bei Depressionen. Da braucht man Tabletten."

    (womit ich nicht sagen will, das Antidepressiva nicht nützlich sind, nur dass KEINE Psychotherapie angezeigt ist und man eine Depression HAT war für mich seltsam).

    Ich habe bzgl Autismus auch schon ein positives Beispiel erlebt. Sinngemäß: "Wundern Sie sich nicht, wenn wir uns nicht richtig verstehen. Ich habe Asperger, deshalb rede ich manchmal anders. Ich meine das dann nicht schlimm. Mir ist das trotzdem wichtig."

  4. #4
    PerditaX. ist offline elferant
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Nein, eher das Gegenteil. Ich hab das Gefühl, jedes zweite Kind ihr wird wegen irgendwas getestet und/oder behandelt.
    surfgroupie, Gast und Schradler gefällt dies.

  5. #5
    Avatar von Vinea
    Vinea ist offline Icke
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Nein, nur andersrum:
    Ich kann das nicht,v
    weil ich Autist bin.
    Oder: Ich darf rumzappeln, ich habe nämlich ADHS!
    Das wär mir lieber, weil es das Ganze besprechbar macht.
    Aber so?
    Ich verstehe die Eltern nicht, die da keine Aufklärung betreiben.
    Foxlady und Sepia gefällt dies.

  6. #6
    Avatar von Vinea
    Vinea ist offline Icke
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    Nein, eher das Gegenteil. Ich hab das Gefühl, jedes zweite Kind ihr wird wegen irgendwas getestet und/oder behandelt.
    Das oben beschriebene ist aber kein Einzelfall.
    Ich erlebe das ganz oft bei jungen Erwachsenen, die zum Teil starke Einschränkungen haben.

  7. #7
    Avatar von Sockendings
    Sockendings ist offline Legende
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von Vinea Beitrag anzeigen
    . . .fragte mich vor ein paar Tagen eine 18jährige junge Frau mit Autismus.
    Ich war kurz sprachlos.

    Mir fällt zunehmend auf, dass das innerfamiliäre Sprechen über Diagnosen und Besonderheiten offenbar nicht so wichtig genommen wird.
    Habt ihr sowas auch schon erlebt?
    Kenn ich so nicht.
    Eher im Gegenteil.
    Auf der Schule meiner Tochter wird recht "zutraulich" darüber geredet.
    Also von Person zu Person.

  8. #8
    Alina73 ist offline Legende
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    In dem Alter finde ich das sehr ungewöhnlich. (also das sie nichts darüber weiß als selber Betroffene). Mir geht es wie ein paar nach mir Schreiberinnen. Ich erlebe es eher genau andersherum. Nämlich kann ich nicht weil, muss ich nicht weil,... also eher sehr gut informiert - manchmal vielleicht schon zu gut.

    Zitat Zitat von Vinea Beitrag anzeigen
    . . .fragte mich vor ein paar Tagen eine 18jährige junge Frau mit Autismus.
    Ich war kurz sprachlos.

    Mir fällt zunehmend auf, dass das innerfamiliäre Sprechen über Diagnosen und Besonderheiten offenbar nicht so wichtig genommen wird.
    Habt ihr sowas auch schon erlebt?

  9. #9
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
    Registriert seit
    04.03.2008
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    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Zitat Zitat von Vinea Beitrag anzeigen
    Das wär mir lieber, weil es das Ganze besprechbar macht.
    Aber so?
    Ich verstehe die Eltern nicht, die da keine Aufklärung betreiben.
    Nein. Ich erlebte es andersrum: Eine Diagnose wird als "Ausrede" benutzt - von Eltern und deren Kindern logischerweise auch. Zum Teil ohne wirkliche Diagnosen-weil die würden ja das Kind nur belasten
    Als Erklärung, Vorwarnung usw. ist so etwas OK.
    Wer aber nur mal das Wort beim Kinderärztin den Raum geworfen hat,keinen Widerspruch hörte, aber keinerlei Diagnostik hat machen lassen, der "darf" sich auch nicht auf sowas "rausreden".
    Silm

  10. #10
    Alina73 ist offline Legende
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    03.03.2008
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    13.032

    Standard Re: "Was ist eigentlich ein Autist?"

    Drum schrieb ich auch grade eher zuviel. Weil ab einem bestimmten Punkt ist Information nicht mehr entwicklungsförderlich, sondern entwicklungsbehindernd- nämlich genau dann, wenn die Diagnose für alles als Ausrede benutzt wird, statt mit dem vorhandenen Wissen daran zu arbeiten.

    Zitat Zitat von silm Beitrag anzeigen
    Nein. Ich erlebte es andersrum: Eine Diagnose wird als "Ausrede" benutzt - von Eltern und deren Kindern logischerweise auch. Zum Teil ohne wirkliche Diagnosen-weil die würden ja das Kind nur belasten
    Als Erklärung, Vorwarnung usw. ist so etwas OK.
    Wer aber nur mal das Wort beim Kinderärztin den Raum geworfen hat,keinen Widerspruch hörte, aber keinerlei Diagnostik hat machen lassen, der "darf" sich auch nicht auf sowas "rausreden".

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