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Thema: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

  1. #1
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?

  2. #2
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    Da gibt es garantiert weder eine Einweisung noch eine Medikation.

    Da wird erstmla das Problem eruiert. Schulsituation. Mobbing? Überforderung? Unterforderung? Familiensituation. Trennung? Arbeitslosigkeit? Sucht? Erziehunsvorstellungen?

    Im weiteren vermutlich eine Leistungsdiagnostik. Fragebögen. Um halt Depressionen oder Angststörungen erstmal zu diagnostizieren und ggf. Ursachen herauszufinden.
    rastamamma, xantippe, Foxlady und 3 anderen gefällt dies.
    Liebe Grüße

    Sofie

  3. #3
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    Für eine Medikation bräuchte man erst mal eine Diagnose
    Da wird sicherlich erst mal genau geschaut, woher das so plötzlich kommt.


  4. #4
    RaeMea ist offline old hand
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    Da gibt es kein allgemeines Verfahren. Der KJP wird sich die Sache anhören und dann der Mutter Vorschläge für das weitere Vorgehen machen. Hängt auch davon ab, wie sich der Junge dort präsentiert. Es ist gut möglich, dass er dort ganz anders wirkt als zu Hause.

  5. #5
    Avatar von Schiri
    Schiri ist gerade online Legende
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Es ist gut, dass es so schnell einen Termin gibt, denn sowas ist in der KJP ein Grund für eine dringenden Vorstellung, wenn es nicht schon lange geht.
    In dem Fall wird erstmal geschaut, wo die Ursache liegen könnte: Ist in der Schule etwas vorgefallen oder gibt es eher eine familiäre Problematik?
    Dann wird geschaut, was es braucht, damit das Kind wieder in die Schule kann, vielleicht auch stufenweise, also erstmal ein paar Tage nur zwei Stunden und dann langsam aufstocken oder vielleicht geht es auch gleich ganz, wenn man die Ursache verstanden hat und diese sich vielleicht (teilweise) beheben lässt.

    Sollte der Schulbesuch nicht zügig wiederherzustellen sein, würde man über eine teilstationäre Behandlung nachdenken, wenn es dem Jungen auch nicht gelingen sollte, eine Tagesklinik aufzusuchen, bliebe nur die Einweisung. Medikation steht da ganz weit hinten und wird in der KJP nur in ganz wenigen Ausnahmefällen sofort gegeben.
    Schimmelreiter und -AppErol- gefällt dies.

  6. #6
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Schiri Beitrag anzeigen
    Es ist gut, dass es so schnell einen Termin gibt, denn sowas ist in der KJP ein Grund für eine dringenden Vorstellung, wenn es nicht schon lange geht.
    In dem Fall wird erstmal geschaut, wo die Ursache liegen könnte: Ist in der Schule etwas vorgefallen oder gibt es eher eine familiäre Problematik?
    Dann wird geschaut, was es braucht, damit das Kind wieder in die Schule kann, vielleicht auch stufenweise, also erstmal ein paar Tage nur zwei Stunden und dann langsam aufstocken oder vielleicht geht es auch gleich ganz, wenn man die Ursache verstanden hat und diese sich vielleicht (teilweise) beheben lässt.

    Sollte der Schulbesuch nicht zügig wiederherzustellen sein, würde man über eine teilstationäre Behandlung nachdenken, wenn es dem Jungen auch nicht gelingen sollte, eine Tagesklinik aufzusuchen, bliebe nur die Einweisung. Medikation steht da ganz weit hinten und wird in der KJP nur in ganz wenigen Ausnahmefällen sofort gegeben.
    Danke, so in etwa hätte ich mir das auch vorgestellt. Mutter und Kind sind sehr verunsichert, was ich auch nachvollziehen kann. Mir tut er sehr leid.
    Schiri gefällt dies

  7. #7
    Avatar von Schiri
    Schiri ist gerade online Legende
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Danke, so in etwa hätte ich mir das auch vorgestellt. Mutter und Kind sind sehr verunsichert, was ich auch nachvollziehen kann. Mir tut er sehr leid.
    Wichtig ist, dass er möglichst schnell aus der Vermeidung rauskommt, schulvermeidendes Verhalten wird leider schnell chronisch, wenn man nichts unternimmt, von daher ist es gut, dass sie so schnell einen Termin bekommen haben und bereit sind etwas zu unternehmen.
    Maxie Musterfrau gefällt dies

  8. #8
    Ingrid3 ist gerade online Legende
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    frag doch mal Dr. Quinn, wenn ich mich richtig erinnere, war doch ihr Sohn extrem davon betroffen vor ein paar Jahren

  9. #9
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    Zunächst mal muss geklärt werden, ob eine Schulangst oder eine Schulphobie vorliegt.

    Schulangst= Angst vor der Schule (Ursache liegt in Belastungssituationen in der Schule)

    Schulphobie= Angst das Zuhause/Eltern zu verlassen (Ursache liegt in der Sorge, dass mit Eltern/familie etwas passiert, während man außer Haus ist)

    Bei Schulangst muss man schauen worin die Belastung liegt (Angst vor MitschülerInnen, Angst vor LehrerInnen, Angst vor Prüfungen und Versagen) und die LehrerInnen ins Boot zu holen, ggf. ist ein Klassen- oder Schulwechsel angezeigt ist.

    Bei Schulphobie ist es - anders als bei Schulangst - ungeheuer wichtig nicht in die Vermeidung zu kommen, was für Eltern sehr schwer sein kann, weil das Kind starke Panikreaktionen zeigen kann (man muss das Kind auch bei Gegenwehr in die Schule/den Klassenraum zwingen).
    Dann hilft oft nur ein KJP-Aufenthalt.

  10. #10
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Depression und Schulangst (?) bei 12jährigem

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aus dem Bekanntenkreis: Junge, 12, sitzt seit 3 Tagen morgens heulend zuhause und will nicht in die Schule, kann das Problem aber nicht gezielt umschreiben. Termin beim KJP ist für Montag vereinbart und die Mutter recherchiert nun, was der wohl machen wird und wie's dann dort wahrscheinlich weitergeht, damit sie weiß, auf was sie sich einstellen kann. Gespräch mit dem KJP, klar. Und dann?

    Ich weiß, das ist jetzt arg verkürzt. Welche Infos braucht ihr für eine "Ferndiagnose" noch?

    Hat jemand Erfahrung damit, ob da mit Einweisung bzw. sofortiger Medikation zu rechnen ist oder ob's mit Gesprächstherapie beginnt?
    doppelt.

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