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Thema: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

  1. #1
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Ihr erinnert euch an den 12jährigen mit Schulangst/Schulverweigerung? Momentan klappt's mal so, mal so. Er geht aber jeden Tag unter großer Kraftanstrengung zur Schule. Die Mutter telefoniert immer noch die Therapeutenliste wegen einer Verhaltenstherapie durch, freie Plätze sind rar. Zwei Therapeuten haben eventuell was in einer Gruppe frei. Termine für Vorgespräche stehen schon, aber ich wollte mir mal eure Einschätzungen und Tipps einholen. Letztes Mal habt ihr mir da auch sehr geholfen, sie zu beruhigen.

    Und noch was: In der KJP-Praxis meinte man, er solle eine Verhaltenstherapie machen. Wie gesagt, so viele Kindertherapeuten, die eine VT anbieten, gibt's jetzt nicht. Was ist denn der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und Psychotherapie?

  2. #2
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ihr erinnert euch an den 12jährigen mit Schulangst/Schulverweigerung? Momentan klappt's mal so, mal so. Er geht aber jeden Tag unter großer Kraftanstrengung zur Schule. Die Mutter telefoniert immer noch die Therapeutenliste wegen einer Verhaltenstherapie durch, freie Plätze sind rar. Zwei Therapeuten haben eventuell was in einer Gruppe frei. Termine für Vorgespräche stehen schon, aber ich wollte mir mal eure Einschätzungen und Tipps einholen. Letztes Mal habt ihr mir da auch sehr geholfen, sie zu beruhigen.

    Und noch was: In der KJP-Praxis meinte man, er solle eine Verhaltenstherapie machen. Wie gesagt, so viele Kindertherapeuten, die eine VT anbieten, gibt's jetzt nicht. Was ist denn der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und Psychotherapie?
    In der VT erarbeitet sich der Pat. hilfreiche Strategien um mit dem Problem umzugehen. Psychotherapie ist beides. Das eine verhaltenstherapeutisch orientiert und dann gibt es noch tiefenpsychologisch fundierte PT, da geht es mehr in die Verarbeitung/ Aufarbeitung von Vergangenheit. So klar kann man das aber nicht mehr trennen. Es geht ja in beiden Fällen darum im Heute damit gut zurecht zu kommen.

    Ich finde ja eine Mischung aus beidem gut, also Gruppe und Einzel. In der Gruppe kann man gut voneinander lernen und profitieren. Und merken, dass man mit dem Problem nicht alleine da steht. Im Einzel kann man Sachen ansprechen, die in der Gruppe schwer fallen z.B. Sachen, die sehr schambesetzt sind.

  3. #3
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Teilzeithippie Beitrag anzeigen
    In der VT erarbeitet sich der Pat. hilfreiche Strategien um mit dem Problem umzugehen. Psychotherapie ist beides. Das eine verhaltenstherapeutisch orientiert und dann gibt es noch tiefenpsychologisch fundierte PT, da geht es mehr in die Verarbeitung/ Aufarbeitung von Vergangenheit. So klar kann man das aber nicht mehr trennen. Es geht ja in beiden Fällen darum im Heute damit gut zurecht zu kommen.
    Danke, geb ich so weiter. Sie soll einfach alle abtelefonieren, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    VT ist eine Form der Psychotherapie. Das "Gegenstück" ist der tiefenpsychologische Ansatz.

    VT soll dabei helfen, den aktuellen Problemen begegnen zu können.

    Die Grenzen sind aber fließend.

    Sohn hatte immer Einzelgespräche, von Gruppentherapien halte ich (bin Laie) generell nichts. Aber es mag Menschen geben, denen genau das hilft.

    Alles Gute für den Jungen und die Familie, das sind harte Zeiten!

  5. #5
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Fred Beitrag anzeigen
    VT ist eine Form der Psychotherapie. Das "Gegenstück" ist der tiefenpsychologische Ansatz.

    VT soll dabei helfen, den aktuellen Problemen begegnen zu können.

    Die Grenzen sind aber fließend.

    Sohn hatte immer Einzelgespräche, von Gruppentherapien halte ich (bin Laie) generell nichts. Aber es mag Menschen geben, denen genau das hilft.

    Alles Gute für den Jungen und die Familie, das sind harte Zeiten!
    Ihre Überlegung ist ja, dass der Junge JETZT Hilfe braucht und sie ungern 4-6 Monate warten möchte, bis ein Einzelplatz frei wird. Keine Ahnung, wa sich machen würde. Sie wird jetzt erstmal zu den Vorgesprächen gehen.

  6. #6
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Danke, geb ich so weiter. Sie soll einfach alle abtelefonieren, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen.
    Ich hab noch mal editiert

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ihre Überlegung ist ja, dass der Junge JETZT Hilfe braucht und sie ungern 4-6 Monate warten möchte, bis ein Einzelplatz frei wird. Keine Ahnung, wa sich machen würde. Sie wird jetzt erstmal zu den Vorgesprächen gehen.
    Kann ich verstehen.
    Wir hatten damals Glück, sofort einen Einzeltermin zu bekommen. Das ist aber wohl die Ausnahme.

  8. #8
    Temporär ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ihre Überlegung ist ja, dass der Junge JETZT Hilfe braucht und sie ungern 4-6 Monate warten möchte, bis ein Einzelplatz frei wird. Keine Ahnung, wa sich machen würde. Sie wird jetzt erstmal zu den Vorgesprächen gehen.
    Da Schule eine Gruppensituation ist, können dort durchaus Verhaltensweisen trainiert werden und Erfahrungen gemacht werden , die für die Lösung des Problemes wichtig sind, wenn denn das Problem dort liegt.
    Zumindest bekommt man Ansätze. Ich würde vor allem so schnell wie möglich was anfangen und von dort aus starten.
    Verbessern und auf etwas geeigneteres zuwarten dabei kann man immer noch.
    Eine Gruppe kann auch helfen gerade bei Kindern und Jugendlichen, von der Idee weg zu kommen, dass man der einzige auf der Welt ist, der diese Probleme hat. Das ist untereinander noch stärker stigmatisiert als in der Erwachsenenwelt. Das kann sehr entlastend sein.
    Teilzeithippie und Makaria. gefällt dies.

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Da Schule eine Gruppensituation ist, können dort durchaus Verhaltensweisen trainiert werden und Erfahrungen gemacht werden , die für die Lösung des Problemes wichtig sind, wenn denn das Problem dort liegt.
    Zumindest bekommt man Ansätze. Ich würde vor allem so schnell wie möglich was anfangen und von dort aus starten.
    Verbessern und auf etwas geeigneteres zuwarten dabei kann man immer noch.
    Eine Gruppe kann auch helfen gerade bei Kindern und Jugendlichen, von der Idee weg zu kommen, dass man der einzige auf der Welt ist, der diese Probleme hat. Das ist untereinander noch stärker stigmatisiert als in der Erwachsenenwelt. Das kann sehr entlastend sein.
    Kann.
    Mein Kind hätte in einer Gruppe nie den Mund aufgemacht.

  10. #10
    WATERPROOF ist offline Renitent.
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    Standard Re: Schulverweigerer: Gruppen- oder Einzeltherapie

    Die meisten wollen keine Gruppentherapie, aber wenn sie daran teilnehmen (z.B. notgedrungen in einer Klinik), dann sind sie total begeistert.

    Vorteile sind:
    - die Betroffenen fühlen sich nicht mehr allein mit ihrem Problem
    - sie können voneinander lernen
    - das "gemeinsam sind wir stark Gefühl" kann entstehen.

    Ich habe damit viele gute Erfahrungen gemacht und kann nur zuraten, das auszuprobieren.
    Schiri und Temporär gefällt dies.

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