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Thema: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

  1. #1
    Avatar von Beerenfisch
    Beerenfisch ist offline Poweruser
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    Standard Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Ich bin vor einen knappen Dreivierteljahr betriebsintern in eine andere Abteilung gewechselt, bestehend aus Kollegin A, Kollegin B und mir. Kollegin B wurde vor 2 Jahren eigentlich eingestellt, um Kollegin A zu entlasten. Dann wurde der Bereich der Abteilung erweitert, B war und ist nur noch für diesen zuständig, dieser wurde auch umfangreicher als ursprünglich geplant und sie "schwimmt".

    Dann wurde ich angesprochen, ob ich mir einen Abteilungswechsel vorstellen kann, und da mir in meinem früheren Bereich gerade richtig fad war (war lässige Arbeit, auch mit Familie und Beruf toll vereinbar, aber halt oft auch stupide) habe ich zugestimmt. Ich sollte für die ältestgediente Kollegin A Stütze sein. Gut, in den ersten Monaten war mir langweilig. Kollegin A hat gerne den Überblick über alles, liest alle Mails, will überall mit auf dem Verteiler sein. Setzt mich auf den Verteiler, wenn sie jemand schreibt "Danke für die Unterlagen", sowas halt. Erste im Büro, oft letzte die geht. Es ist so viel zu tun. Die Nachfrage, wo ich ihr helfen kann endet meist in dieses geht noch nicht, jenes geht noch nicht, das muss ich noch machen, jenes auch und sowieso und überhaupt. Ich habe dann so nach und nach Bereiche übernommen, um Weihnachten herum wurde es ziemlich viel, neue Projekte, also auch für sie neu. Klar, ich habe wenig Erfahrung, aber ich hab mich versucht durchzubeißen. Auch klar, es ging einiges nicht auf Anhieb, manches musste nachgebessert werden, aber insgesamt zeigte sich der Vorgesetzte zufrieden und schlussendlich ist alles in trockenen Tüchern. Ich habe auch für mich gelernt, was ich an Struktur noch alles brauche, meine Fehler (die meist außen gar nicht bemerkt wurden) in Checklisten, ToDo's gepackt usw. Für mich läuft es. Mein Vorgesetzter ist ein Topmann an der Front zum Kunden, aber im Arbeiten Chaot hoch 10 und sein Arbeitspensum insgesamt ist enorm. Er ist auch so gut wie nie da. Der braucht mMn einfach eine Assistenz, die ihm halt immer wieder an Sachen erinnert. Oder auch mal was selbständig erledigt. Und genau darum geht's.

    Es sind hier ständig alle am jammern, auch von den Partnerabteilungen, die - hysterisch gewachsen anders strukturiert sind - kommt immer wieder die Aussage, wir sollen uns nicht alles gefallen lassen, so viel Arbeit, kann keiner schaffen.

    So, und da sitze ich nun und denke mir: also ich hab noch Kapazität frei. Anfangs habe ich auch oft gefragt, was ich noch helfen kann, inzwischen nicht mehr. Ich durfte im Spätherbst einen Kurs besuchen, für den ich mich beworben habe, und von dem ich mir Arbeitserleichterung, bessere Strukturierung erwartet habe. Das geht auch, aber wie's so ist, da muss halt erst mal Hirnschmalz in die Planung reingesteckt werden, bis es läuft. Also mache ich nun das, frage ab und zu, ob jemand was braucht und wenn nix kommt, dann widme ich mich dem. Also neben dem, was so mein Alltagsgeschäft ist. Ich bin kein Wunderwuzzi, ich mach sicher nicht alles perfekt, ich hoffe, das kommt jetzt nicht so rüber.

    So, gestern der Eklat, "jemand von euch" (also aus der Abteilung) soll doch bitte noch Aufgabe AC übernehmen. Ist für alle neu, auch für die Vorgesetzten, aber wäre ein nettes Zusatzgeschäft. Das war nachmittags, ist musste dann weg. Heute am Morgen wurde ich bereits in der Früh von Kollegin A zugetextet, dass "wir" ganz sicher nicht diese Aufgabe übernehmen können, weil so viel Arbeit und das was jetzt da ist nicht zu schaffen und in was neues einarbeiten, wieso eigentlich usw.

    Heute am frühen vormittag erstes Gespräch mit dem Vorgesetzten u.a. darüber, A und B machten deutlich, dass es so nicht geht. Ich habe versucht auszuloten, was eigentlich genau geplant ist, welcher Umfang, Umsetzung, Zeitvorgabe und habe mir ganz böse Blicke eingefangen. Vorgesetzter musste dann ungeplant weg, auf morgen vertagt. Wir sollen uns was überlegen, wie wir das aufteilen möchten.

    Am liebsten würde ich sagen: ICH hab noch Kapazität, ich übernehme das. Und ich würde auch gerne unsere Bereiche strukturierter aufteilen. Ich sehe ja, dass ich die Urlaubsvertretung schaffe und keine Megaberge liegen lasse, aber sicher nicht so penibel arbeite wie A und auch B, die jünger ist und weniger umständlich im Arbeiten. Und in der Zeit, wo gejammert wird, wäre die neue Aufgabe bereits zur Hälfte erledigt. Mein Problem: harmoniebedürftig bis dorthinaus, ich muss mit den Kolleginnen weiter zusammenarbeiten.

    Könnt ihr mir mal Formulierungshilfe geben? Oder sagen, wie ihr das angehen würdet? Ich würde es lieber erst auf gleicher Ebene lösen und nicht zum Vorgesetzten gehen und sagen, ich mach das ohne Abstimmung mit den anderen. Allerdings kam auf meine (zu zaghaften?) Versuche bisher immer Abblockversuch à la "du darfst hier nie sagen, dass zu Zeit für etwas hast, das wirst du nie wieder los und es wird immer mehr". Und alles neue ist schlecht statt eine Chance. Ich sehe mich in der Position, wo das Kind zum Laufen gebracht wird, dann kommt ein neues "Baby" (oder Zwillinge, Drillinge, Vierlinge ). Vor allem A, aber immer mehr auch B - die, das sehe ich bei der Vertretung auch, massive Arbeitsbelastung hat - sehen das als absolut negativ "nicht schon wieder was Neues". Ich muss auf jeden Fall versuchen, das in kleinem Rahmen zu klären, wenn der Rest des Büros zuhört, dann gibt's sicher wieder Gegenwind, wenn die Partnerabteilung C, D und E fürchten, dass ihre Chefs dann sagen, wenn die Fr. Beerenfisch das macht, dann könntest du das doch auch (was sie bisher selber machen). Ich weiß, ihr könnt von der Ferne nicht beurteilen, ob die vielleicht auch recht haben und ich mir naiv Dinge aufhalse, die ich dann unmöglich schaffen kann.

    Danke für's Zulesen, Schoki, Biskuitroulade, Muffins oder Bärlauchcremesuppe?

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    Ich bin vor einen knappen Dreivierteljahr betriebsintern in eine andere Abteilung gewechselt, bestehend aus Kollegin A, Kollegin B und mir. Kollegin B wurde vor 2 Jahren eigentlich eingestellt, um Kollegin A zu entlasten. Dann wurde der Bereich der Abteilung erweitert, B war und ist nur noch für diesen zuständig, dieser wurde auch umfangreicher als ursprünglich geplant und sie "schwimmt".

    Dann wurde ich angesprochen, ob ich mir einen Abteilungswechsel vorstellen kann, und da mir in meinem früheren Bereich gerade richtig fad war (war lässige Arbeit, auch mit Familie und Beruf toll vereinbar, aber halt oft auch stupide) habe ich zugestimmt. Ich sollte für die ältestgediente Kollegin A Stütze sein. Gut, in den ersten Monaten war mir langweilig. Kollegin A hat gerne den Überblick über alles, liest alle Mails, will überall mit auf dem Verteiler sein. Setzt mich auf den Verteiler, wenn sie jemand schreibt "Danke für die Unterlagen", sowas halt. Erste im Büro, oft letzte die geht. Es ist so viel zu tun. Die Nachfrage, wo ich ihr helfen kann endet meist in dieses geht noch nicht, jenes geht noch nicht, das muss ich noch machen, jenes auch und sowieso und überhaupt. Ich habe dann so nach und nach Bereiche übernommen, um Weihnachten herum wurde es ziemlich viel, neue Projekte, also auch für sie neu. Klar, ich habe wenig Erfahrung, aber ich hab mich versucht durchzubeißen. Auch klar, es ging einiges nicht auf Anhieb, manches musste nachgebessert werden, aber insgesamt zeigte sich der Vorgesetzte zufrieden und schlussendlich ist alles in trockenen Tüchern. Ich habe auch für mich gelernt, was ich an Struktur noch alles brauche, meine Fehler (die meist außen gar nicht bemerkt wurden) in Checklisten, ToDo's gepackt usw. Für mich läuft es. Mein Vorgesetzter ist ein Topmann an der Front zum Kunden, aber im Arbeiten Chaot hoch 10 und sein Arbeitspensum insgesamt ist enorm. Er ist auch so gut wie nie da. Der braucht mMn einfach eine Assistenz, die ihm halt immer wieder an Sachen erinnert. Oder auch mal was selbständig erledigt. Und genau darum geht's.

    Es sind hier ständig alle am jammern, auch von den Partnerabteilungen, die - hysterisch gewachsen anders strukturiert sind - kommt immer wieder die Aussage, wir sollen uns nicht alles gefallen lassen, so viel Arbeit, kann keiner schaffen.

    So, und da sitze ich nun und denke mir: also ich hab noch Kapazität frei. Anfangs habe ich auch oft gefragt, was ich noch helfen kann, inzwischen nicht mehr. Ich durfte im Spätherbst einen Kurs besuchen, für den ich mich beworben habe, und von dem ich mir Arbeitserleichterung, bessere Strukturierung erwartet habe. Das geht auch, aber wie's so ist, da muss halt erst mal Hirnschmalz in die Planung reingesteckt werden, bis es läuft. Also mache ich nun das, frage ab und zu, ob jemand was braucht und wenn nix kommt, dann widme ich mich dem. Also neben dem, was so mein Alltagsgeschäft ist. Ich bin kein Wunderwuzzi, ich mach sicher nicht alles perfekt, ich hoffe, das kommt jetzt nicht so rüber.

    So, gestern der Eklat, "jemand von euch" (also aus der Abteilung) soll doch bitte noch Aufgabe AC übernehmen. Ist für alle neu, auch für die Vorgesetzten, aber wäre ein nettes Zusatzgeschäft. Das war nachmittags, ist musste dann weg. Heute am Morgen wurde ich bereits in der Früh von Kollegin A zugetextet, dass "wir" ganz sicher nicht diese Aufgabe übernehmen können, weil so viel Arbeit und das was jetzt da ist nicht zu schaffen und in was neues einarbeiten, wieso eigentlich usw.

    Heute am frühen vormittag erstes Gespräch mit dem Vorgesetzten u.a. darüber, A und B machten deutlich, dass es so nicht geht. Ich habe versucht auszuloten, was eigentlich genau geplant ist, welcher Umfang, Umsetzung, Zeitvorgabe und habe mir ganz böse Blicke eingefangen. Vorgesetzter musste dann ungeplant weg, auf morgen vertagt. Wir sollen uns was überlegen, wie wir das aufteilen möchten.

    Am liebsten würde ich sagen: ICH hab noch Kapazität, ich übernehme das. Und ich würde auch gerne unsere Bereiche strukturierter aufteilen. Ich sehe ja, dass ich die Urlaubsvertretung schaffe und keine Megaberge liegen lasse, aber sicher nicht so penibel arbeite wie A und auch B, die jünger ist und weniger umständlich im Arbeiten. Und in der Zeit, wo gejammert wird, wäre die neue Aufgabe bereits zur Hälfte erledigt. Mein Problem: harmoniebedürftig bis dorthinaus, ich muss mit den Kolleginnen weiter zusammenarbeiten.

    Könnt ihr mir mal Formulierungshilfe geben? Oder sagen, wie ihr das angehen würdet? Ich würde es lieber erst auf gleicher Ebene lösen und nicht zum Vorgesetzten gehen und sagen, ich mach das ohne Abstimmung mit den anderen. Allerdings kam auf meine (zu zaghaften?) Versuche bisher immer Abblockversuch à la "du darfst hier nie sagen, dass zu Zeit für etwas hast, das wirst du nie wieder los und es wird immer mehr". Und alles neue ist schlecht statt eine Chance. Ich sehe mich in der Position, wo das Kind zum Laufen gebracht wird, dann kommt ein neues "Baby" (oder Zwillinge, Drillinge, Vierlinge ). Vor allem A, aber immer mehr auch B - die, das sehe ich bei der Vertretung auch, massive Arbeitsbelastung hat - sehen das als absolut negativ "nicht schon wieder was Neues". Ich muss auf jeden Fall versuchen, das in kleinem Rahmen zu klären, wenn der Rest des Büros zuhört, dann gibt's sicher wieder Gegenwind, wenn die Partnerabteilung C, D und E fürchten, dass ihre Chefs dann sagen, wenn die Fr. Beerenfisch das macht, dann könntest du das doch auch (was sie bisher selber machen). Ich weiß, ihr könnt von der Ferne nicht beurteilen, ob die vielleicht auch recht haben und ich mir naiv Dinge aufhalse, die ich dann unmöglich schaffen kann.

    Danke für's Zulesen, Schoki, Biskuitroulade, Muffins oder Bärlauchcremesuppe?
    Ich würde das erstmal alleine mit meinem Vorgesetzten besprechen, nicht in der kompletten Runde.

  3. #3
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    ...

    Danke für's Zulesen, Schoki, Biskuitroulade, Muffins oder Bärlauchcremesuppe?
    Danke, ich gehe gleich essen, deshalb auch nur kurz:
    Bei uns ist es ähnlich.
    Nur dass wir uns alle einig sind, dass wir nicht mehr Arbeit wollen.
    Ich gehöre zu denen, die mit Unterforderung keine Probleme haben, mit Überforderung und Überlastung aber schon.
    Ich reiße mich nur um Arbeit, wenn ich damit eine andere unliebsame abwehren kann.

    Wenn jetzt eine meiner KollegInnen was an sich ziehen würde, wäre mir das egal.
    Also ich würde vielleicht sagen "Ich nicht, aber wenn du meinst, dann mache das."
    Und entweder ich kann gegenüber meinen Vorgesetzten argumentieren, dass ich ausgelastet bin oder halt nicht.
    Ich habe kein Problem damit zu erklären, warum du das machen kannst ich aber nicht.

    Ich an deiner Stelle würde, wenn ich die neue Arbeit machen wollte, mich auch darum bewerben.
    Allerdings wäre mir bewusst, dass zum meine KollegInnen bei Vertretung da vielleicht nichts machen würden.
    Und dass ich sonst nicht unbedingt auf ihre Solidarität zählen könnte, wenn ich da so aus der Reihe schere.
    Aber so wie ich das lese, ist das mit der Solidarität eh nicht so weit her.

    Die Frage ist also: Was hast du zu verlieren, wenn du die Arbeit annimmst?
    Und wie weit willst du die Probleme der KollegInnen zu deinen machen?

    Formulieren würde ich das so:
    "Ich brauche eine Vertretung außerhalb unserer Abteilung für Urlaub und Krankheit. Dann kann ich den Job übernehmen."
    Kaefer und Schradler gefällt dies.
    ___________________________________
    Das Böse sind falsche Entscheidungen.

  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Du hast zwei Optionen.
    Entweder du sagst nichts, sitzt deine Aufgaben auf einer halben Arschbacke ab und genießt da Leben. Wenn es dir bisher so taugt, mach das. Ohne schlechtes Gewissen.
    Die Kolleginnen werden dich nicht lieben, wenn du „hier“ schreist.
    Ich würde trotzdem „hier“ schreien, wenn mich die Aufgabe reizt. Ich finde Langeweile im Job schlimmer als Stress.
    Ich glaube, ich würde im Gespräch mit dem Vorgesetzten sage, dass ich noch Kapazitäten habe und den Bereich gerne übernehmen würde. Aber auch bestätigen und betonen, dass A wirklich sehr engagiert und ausgelastet ist.
    Und damit leben, wenn die mich dann nicht mehr mag. An der übertriebenen Harmoniesucht kannst du auch ein Stückchen arbeiten.
    Sturmauge79 gefällt dies

  5. #5
    Avatar von Beerenfisch
    Beerenfisch ist offline Poweruser
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ich würde das erstmal alleine mit meinem Vorgesetzten besprechen, nicht in der kompletten Runde.
    Dazu müsste ich ihn spätabends anrufen, morgen erwische ich ihn nicht mehr alleine - außer ich sag direkt vor den anderen, dass ich ihn alleine sprechen will. Das möchte ich eigentlich nicht.

  6. #6
    Kaefer ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    So, und da sitze ich nun und denke mir: also ich hab noch Kapazität frei.
    Option 1: Du sprichst direkt nur mit Deinem Vorgesetzten und signalisierst, dass Du bereit bist, die Aufgabe zu übernehmen, unter der Voraussetzung, dass Du das entsprechend strukturieren kannst. Dann haben Deine Kollegen damit gar nichts zu tun. Oder hängen sie da auch mit drin?

    Option 2: Du schlägst vor, im Rahmen der neuen Aufgabe (die Du bereit bist zu übernehmen) zum Anlass zu nehmen, generell mal "Inventur" zu machen und zu überlegen, wo Prozesse und Strukturen geändert werden müssten/könnten und effizienter gestaltet werden könnten. Das kannst Du auch erst mal nur mit den Kolleginnen besprechen, ohne Chef, und dann mit einem guten und vernünftigen Vorschlag als Team auf ihn zugehen.

    Bei welcher Option Du Dir weniger Freunde machst kannst nur Du abschätzen, davon, und auch, wie eng ich mit den Kollegen zusammenarbeiten muss, würde ich meine Entscheidung abhängig machen.

  7. #7
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Beerenfisch Beitrag anzeigen
    Dazu müsste ich ihn spätabends anrufen, morgen erwische ich ihn nicht mehr alleine - außer ich sag direkt vor den anderen, dass ich ihn alleine sprechen will. Das möchte ich eigentlich nicht.
    Dann schreib ihm doch einfach, ob er vorher noch kurz für dich Zeit hat.

    Ich würde mir die Aufgabe "sichern", wenn sie mir spannend genug erscheint.

  8. #8
    Avatar von Beerenfisch
    Beerenfisch ist offline Poweruser
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Du hast zwei Optionen.
    Entweder du sagst nichts, sitzt deine Aufgaben auf einer halben Arschbacke ab und genießt da Leben. Wenn es dir bisher so taugt, mach das. Ohne schlechtes Gewissen.
    Die Kolleginnen werden dich nicht lieben, wenn du „hier“ schreist.
    Ich würde trotzdem „hier“ schreien, wenn mich die Aufgabe reizt. Ich finde Langeweile im Job schlimmer als Stress.
    Ich glaube, ich würde im Gespräch mit dem Vorgesetzten sage, dass ich noch Kapazitäten habe und den Bereich gerne übernehmen würde. Aber auch bestätigen und betonen, dass A wirklich sehr engagiert und ausgelastet ist.
    Und damit leben, wenn die mich dann nicht mehr mag. An der übertriebenen Harmoniesucht kannst du auch ein Stückchen arbeiten.
    Danke für deine Anregung! Das markierte ist, glaube ich, mein Problem. Mein letzter Job (in einer anderen Firma, nicht der in der vorigen Abteilung) wurde wirtschaftlich bedingt aufgelassen, da saß ich teilweise um 8.30 da und hatte nichts, wirklich nichts mehr zu tun. Ablage tipptopp, Auswertungen auf dem aktuellsten Stand (auch im ErE ). Das war so furchtbar für mich, wär's nicht so ausgelutscht würde ich sagen "bore-out". Aber so richtig ein Karrieretyp bin ich auch nicht.

  9. #9
    Avatar von Beerenfisch
    Beerenfisch ist offline Poweruser
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Andrea Beitrag anzeigen
    Danke, ich gehe gleich essen, deshalb auch nur kurz:
    Bei uns ist es ähnlich.
    Nur dass wir uns alle einig sind, dass wir nicht mehr Arbeit wollen.
    Ich gehöre zu denen, die mit Unterforderung keine Probleme haben, mit Überforderung und Überlastung aber schon.
    Ich reiße mich nur um Arbeit, wenn ich damit eine andere unliebsame abwehren kann.

    Wenn jetzt eine meiner KollegInnen was an sich ziehen würde, wäre mir das egal.
    Also ich würde vielleicht sagen "Ich nicht, aber wenn du meinst, dann mache das."
    Und entweder ich kann gegenüber meinen Vorgesetzten argumentieren, dass ich ausgelastet bin oder halt nicht.
    Ich habe kein Problem damit zu erklären, warum du das machen kannst ich aber nicht.

    Ich an deiner Stelle würde, wenn ich die neue Arbeit machen wollte, mich auch darum bewerben.
    Allerdings wäre mir bewusst, dass zum meine KollegInnen bei Vertretung da vielleicht nichts machen würden.
    Und dass ich sonst nicht unbedingt auf ihre Solidarität zählen könnte, wenn ich da so aus der Reihe schere.
    Aber so wie ich das lese, ist das mit der Solidarität eh nicht so weit her.

    Die Frage ist also: Was hast du zu verlieren, wenn du die Arbeit annimmst?
    Und wie weit willst du die Probleme der KollegInnen zu deinen machen?

    Formulieren würde ich das so:
    "Ich brauche eine Vertretung außerhalb unserer Abteilung für Urlaub und Krankheit. Dann kann ich den Job übernehmen."
    Danke, die Fomulierung ist schon mal gut. Allerdings ist klar, dass es keine Vertretung außerhalb der Abteilung gibt. Entweder der Vorgesetzte macht's dann selbst oder es bleibt liegen. Oder er muss jemand aus der Abteilung bestimmen.

  10. #10
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Wie sage ich das bloß - und was? (SEHR LANG)

    Zitat Zitat von Andrea Beitrag anzeigen
    Ich gehöre zu denen, die mit Unterforderung keine Probleme haben, mit Überforderung und Überlastung aber schon.
    Ich reiße mich nur um Arbeit, wenn ich damit eine andere unliebsame abwehren kann.
    Ich bin das genaue Gegenteil, Langeweile ertrag ich nur sehr schwer.

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