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Thema: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

  1. #1
    trio08 ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Wir wohnen am (bisher grünen) Rande einer Großstadt. Der Wohnraummangel macht sich immer mehr bemerkbar: Alle Lücken werden bebaut, was heute noch Feld ist, ist morgen dicht. Ein Grund, warum wir hier raus gezogen sind, war, dass es hier teilweise dörflichen Charakter hat. In wenigen Jahren wird in der Nähe eine Straße massiv verbreitert und wird Schwerlastverkehr aufnehmen müssen, usw.
    Ich frage mich: statt das jetzt noch lebenswerte Wohnumfeld immer weiter (und hässlicher) zu verdichten: warum werden nicht mehr Anstrengungen unternommen, z.B.Entlastungsstädte zu entwickeln oder unbeliebtere Regionen zu fördern? Müsste sich der Markt dann nicht anders regeln. Alle die jetzt in die Städte wollen, müssten dann nach Alternativen schauen. Aber das könnte doch funktionieren?
    Eine unserer Hauptaufgaben ist es, einen Sinn zu erfinden, der stabil genug ist, um einem Leben als Fundament zu dienen, und dann anschließend das knifflige Manöver zu vollziehen, unsere eigene Urheberschaft an diesem Sinn zu leugnen.(Irvin D. Yalom)

  2. #2
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    du willst dass DEIN Wohnumfeld nicht verdichtet wird - durchaus verständlich.
    Dafür sollen bitte andere irgendwo anders hin, in unbeliebtere Regionen. Ja klar, St. Florian.
    Warum glaubst du sind andere Regionen unbeliebt ?

    Und was sollen bitte "Entlastungsstädte" sein ??? Wo sollen die hin ?

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Das verlagert das Problem doch nur.

    Ich sehe da eher eine Chance im vernünftigen Ausbau des Schienenverkehrs, sodass der Schwerlastverkehr von den Straßen runter kommt.
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  4. #4
    Gast

    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Dass der Wohnungsmarkt so überhitzt, hat ja verschiedene Ursachen. Eine ist die Null-Zins-Politik. Dazu die bundespolitischen Versäumnisse , was den Wohnungsbau und die Mietpreisbremsen angeht (Ist diese Regierung eigentlich IRGENDEIN Problem angegangen?).
    Aber klar, natürlich ginge es auch um Strukturförderung und Entwicklung im ländlichen Raum. Bayern tut das ziemlich ausgeprägt. verlagert Behörden und Ministerien, fördert die Abwanderung von Unternehmen aus den Metropolräumen in ländliche Regionen etc. Das ist mittel- und langfristig auch sehr sinnvoll.
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  5. #5
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Dass der Wohnungsmarkt so überhitzt, hat ja verschiedene Ursachen. Eine ist die Null-Zins-Politik. Dazu die bundespolitischen Versäumnisse , was den Wohnungsbau und die Mietpreisbremsen angeht (Ist diese Regierung eigentlich IRGENDEIN Problem angegangen?).
    Aber klar, natürlich ginge es auch um Strukturförderung und Entwicklung im ländlichen Raum. Bayern tut das ziemlich ausgeprägt. verlagert Behörden und Ministerien, fördert die Abwanderung von Unternehmen aus den Metropolräumen in ländliche Regionen etc. Das ist auch sehr sinnvoll.
    wobei man auch klar sagen muss: Eine Behördenverlagerung ist vorbildlich, aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
    Was nützt es wenn irgendeine Behörde mit ein paar hundert oder auch ein paar tausend Mitarbeitern in die Provinz verlagert wird, die Wirtschaft in den Zentren aber so boomt dass die dreifache Menge an Menschen pro Jahr da hin zieht oder hin ziehen will wegen Arbeitsplätzen und Lebensqualität.

    Ganz ehrlich, ich möchte auch nicht hinter Hof wohnen

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    du willst dass DEIN Wohnumfeld nicht verdichtet wird - durchaus verständlich.
    Dafür sollen bitte andere irgendwo anders hin, in unbeliebtere Regionen. Ja klar, St. Florian.
    Warum glaubst du sind andere Regionen unbeliebt ?

    Und was sollen bitte "Entlastungsstädte" sein ??? Wo sollen die hin ?
    Das frage ich mich auch.

    Sollen dann irgendwo in der Pampa, die jetzt ggf noch halbwegs intakt ist, Siedlungen künstlich geschaffen werden?
    Von Menschen bewohnt, die dann pendeln, sprich:auch wieder auf die Straße müssen?
    cosima gefällt dies

  7. #7
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    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Deine Überlegung hat was vom Sankt Florian Prinzip
    cosima und gurkentruppe gefällt dies.

  8. #8
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Zitat Zitat von Fred Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch.

    Sollen dann irgendwo in der Pampa, die jetzt ggf noch halbwegs intakt ist, Siedlungen künstlich geschaffen werden?
    Von Menschen bewohnt, die dann pendeln, sprich:auch wieder auf die Straße müssen?
    oder in einer künstlich geschaffenen "Entlastungsstadt"
    Ich möchte nicht in einer Retortenstadt wohnen und Arbeitsplätze entstehen da auch nicht aus dem nichts.

    Eine der Lösungen ist schon dass nicht so viel Neubaugebiete am Stadtrand entstehen, dass eben nicht jeder im Einfamilienhäuschen oder Reihenhaus wohnen kann sondern in den Städten im Sinne des Gemeinwohls eben anders gebaut wird. U.a. auch mit Nachverdichtung, Aufstocken etc.
    Das geht natürlich auch nur begrenzt

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    wobei man auch klar sagen muss: Eine Behördenverlagerung ist vorbildlich, aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein.
    Was nützt es wenn irgendeine Behörde mit ein paar hundert oder auch ein paar tausend Mitarbeitern in die Provinz verlagert wird, die Wirtschaft in den Zentren aber so boomt dass die dreifache Menge an Menschen pro Jahr da hin zieht oder hin ziehen will wegen Arbeitsplätzen und Lebensqualität.

    Ganz ehrlich, ich möchte auch nicht hinter Hof wohnen
    Vor 30 oder 40 Jahren hättest du auch nicht in Regensburg wohnen (oder tot überm Zaun hängen) wollen. Oder in Landshut. Das waren miefige Provinznester, und man war froh, wenn man wieder weg war.

    Und wie gesagt, Unternehmen, die rausziehen, werden gefördert.
    Es gibt gar keine Alternative dazu, übrigens schon aus ökologischen Gründen. Diese Wahnsinns-Städte müssen ja auch versorgt werden.

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Alternativen zur Verdichtung- wie seht ihr das?

    Zitat Zitat von Fred Beitrag anzeigen
    Das frage ich mich auch.

    Sollen dann irgendwo in der Pampa, die jetzt ggf noch halbwegs intakt ist, Siedlungen künstlich geschaffen werden?
    Von Menschen bewohnt, die dann pendeln, sprich:auch wieder auf die Straße müssen?
    Das hatten wir doch alles schon mal. Es gibt etliche Mittelzentren, die als sog. Vertriebenenstädte nach dem II. Weltkrieg künstlich geschaffen wurden. Da muss man halt fördern.

    Das Problem ist ja, dass die Pampas ja nicht mehr intakt ist, sondern überaltert und ausstirbt. Und damit die ganze Infrastruktur wegfällt.

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