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Thema: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

  1. #1
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    ...irgendwie scheint man mit so Ideen wie einer früheren Einschulung gerade und besonders bei anderen Eltern und auch Kindergartenerzieherinnen ein gewisses Tabu zu brechen.
    Ich bemerke - außer beim Kinderarzt und ausgerechnet bei Grundschullehrern (von mir befragte Grundschullehrer allerdings N = 2) - immer direkt einen gewissen Widerstand gegen die Vorstellung, ein Kind ein Jahr früher einzuschulen. Ohne, dass irgendwelche Hintergrundinfos vorliegen und tiefergehendes Wissen zum Thema vorhanden zu sein scheint, wohl gemerkt.

    Was daran ist denn so erschreckend?
    Warum glaubt man z.B., ist es für ein Kind belastend, unter älteren Mitschülers zu lernen bzw warum sollte das so viel belastender sein, als unter zwar gleichaltrigen, aber langsameren Mitschülern zu lernen?

    Oder möchte man die Kinder nur noch ein Jahr länger vor den Zwängen des Schulsystems bewahren?
    Ist die Meinung zum Schulsystem so schlecht? Sollte dann nicht für alle ein weniger einschränkendes Schulsystem angedacht werden?

    Warum sollte das Geburtsjahr entscheidender sein für den Zeitpunkt einer Einschulung, als der Entwicklungsstand?

    Fragen über Fragen...

    Los, werft mir mal nach Herzenslust eure (Vor-)Urteile um die Ohren bzw. gern auch Gegenargumente!

  2. #2
    Avatar von Froschn
    Froschn ist gerade online Judy Hopps
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Bei meiner Tochter stand das im Raum. Die Erzieherinnen waren auch sehr offen und haben mich sehr unterstützt, eine Entscheidung zu finden. Die fiel letztlich dagegen aus, weil es für meine Tochter keinen Vorteil ergeben hätte.
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  3. #3
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen
    Bei meiner Tochter stand das im Raum. Die Erzieherinnen waren auch sehr offen und haben mich sehr unterstützt, eine Entscheidung zu finden. Die fiel letztlich dagegen aus, weil es für meine Tochter keinen Vorteil ergeben hätte.
    Ok, keinen Vorteil zu sehen, finde ich einen sehr guten Grund.
    Wie war das letzte Kigajahr für dein Kind? Habt ihr da was besonderes unternommen, damit es nicht zu langweilig wird bzw vom wissbegierigen Kind nicht unnötig Schulwissen vorweggelernt wird?

  4. #4
    Avatar von Froschn
    Froschn ist gerade online Judy Hopps
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Ok, keinen Vorteil zu sehen, finde ich einen sehr guten Grund.
    Wie war das letzte Kigajahr für dein Kind? Habt ihr da was besonderes unternommen, damit es nicht zu langweilig wird bzw vom wissbegierigen Kind nicht unnötig Schulwissen vorweggelernt wird?
    Sie startet nach den Sommerferien ihr letztes Kitajahr. Ich unternehme nichts besonderes wobei ihr großer Bruder mit ihr manchmal Schule spielt (da ist aber er die treibende Kraft). Ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich langweilt, sie ist ein Kind, das recht gut darin ist, sich selbst neue Herausforderungen zu schaffen.
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  5. #5
    Avatar von Rosi29
    Rosi29 ist offline in Tillerbullerknickknack
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Ich denke da 'von hinten'. Nur weil das Kind früher eingeschult wird, muss es ja nicht zwangsläufig zum Gymnasium wechseln. Wenn es dann nach der 10. Klasse mit der Schule fertig ist, ist es 15. D.h., es muss sich mit 14 schon Gedanken machen, wie es (beruflich) weiter gehen soll und sich im Zweifel dann auch schon bewerben. Das erscheint mir arg jung und ich habe da echt Sorge, dass so junge Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden. Da ist es mir lieber, das Kind langweilt sich noch ein Jahr im Kindergarten, als dann zur Erfüllung der Schulpflicht in irgendeiner berufsbildenden Maßnahme zu hocken. So zumindest mein persönliches Kopfkino

    Beim Mittelkind stand eine frühere Einschulung auf Grund seiner Sprachentwicklungsverzögerung eh nie zur Debatte und im Kindergarten wurde uns versichert, dass sie ihn auch im 4. Jahr noch gut beschäftigt bekommen. Das Jahr bringt ihm glaub ich noch mal viel für seine persönliche Reife, Selbständigkeit und Selbstbewusstsein, und ich kann mir gut vorstellen, dass er von diesem Vorsprung noch länger profitiert. Zumindest wenn ich die Vorschulkinder in seiner Gruppe so sehe, die sind deutlich jünger.
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  6. #6
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen
    Sie startet nach den Sommerferien ihr letztes Kitajahr. Ich unternehme nichts besonderes wobei ihr großer Bruder mit ihr manchmal Schule spielt (da ist aber er die treibende Kraft). Ich habe nicht den Eindruck, dass sie sich langweilt, sie ist ein Kind, das recht gut darin ist, sich selbst neue Herausforderungen zu schaffen.
    ...dann wünsch ich euch jetzt mal ein schönes Vorschuljahr!
    (Sich selbst neue Herausforderungen schaffen - geht das denn im Kigaalltag so richtig gut? Zu Hause - kein Thema. Aber im Kiga? Klagt dein Kind manchmal über den Kindergarten und dass es dort doof sei?)

  7. #7
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von Rosi29 Beitrag anzeigen
    Ich denke da 'von hinten'. Nur weil das Kind früher eingeschult wird, muss es ja nicht zwangsläufig zum Gymnasium wechseln. Wenn es dann nach der 10. Klasse mit der Schule fertig ist, ist es 15. D.h., es muss sich mit 14 schon Gedanken machen, wie es (beruflich) weiter gehen soll und sich im Zweifel dann auch schon bewerben. Das erscheint mir arg jung und ich habe da echt Sorge, dass so junge Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden. Da ist es mir lieber, das Kind langweilt sich noch ein Jahr im Kindergarten, als dann zur Erfüllung der Schulpflicht in irgendeiner berufsbildenden Maßnahme zu hocken. So zumindest mein persönliches Kopfkino

    Beim Mittelkind stand eine frühere Einschulung auf Grund seiner Sprachentwicklungsverzögerung eh nie zur Debatte und im Kindergarten wurde uns versichert, dass sie ihn auch im 4. Jahr noch gut beschäftigt bekommen. Das Jahr bringt ihm glaub ich noch mal viel für seine persönliche Reife, Selbständigkeit und Selbstbewusstsein, und ich kann mir gut vorstellen, dass er von diesem Vorsprung noch länger profitiert. Zumindest wenn ich die Vorschulkinder in seiner Gruppe so sehe, die sind deutlich jünger.
    Hm, diese Gedanken kann ich gut nachvollziehen. Aber ich finde es etwas befremdlich, so früh schon darüber so intensiv nachzudenken, was in 10(!) Jahren ist, dass es ein Entscheidungskriterium ist, wo man doch sonst immer eher davor zurückscheut, bei Kindern langfristige Entscheidungen zu früh zu treffen.
    Gerade bei (jungen) Kindern lässt sich doch nahezu NICHTS wirklich vorhersehen/planen.
    Die allgemein vorherrschende Meinung ist an anderer Stelle doch immer eher, man müsse Kinder "dort abholen, wo sie stehen" und möglichst nach dem Status qo entscheiden, was ihm gut tut...
    Warum gilt das bei dem Thema dann plötzlich nicht mehr?

  8. #8
    Avatar von Froschn
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    ...dann wünsch ich euch jetzt mal ein schönes Vorschuljahr!
    (Sich selbst neue Herausforderungen schaffen - geht das denn im Kigaalltag so richtig gut? Zu Hause - kein Thema. Aber im Kiga? Klagt dein Kind manchmal über den Kindergarten und dass es dort doof sei?)
    Sie findet es manchmal doof, wenn ihre beste Freundin nicht da ist, aber auch in dem Punkt ist sie schon offener geworden. Die Erzieher sind sehr engagiert und schaffen es, individuell auf die Kinder einzugehen. Ich denke auch, dass sie zwar intelligent und pfiffig ist, aber emotional noch nicht für einen Schulalltag bereit. Sie genießt die Freiheiten, die ein Kitakind gegenüber einem Schulkind hat, durchaus.
    xantippe, Foxlady, st.paula75 und 3 anderen gefällt dies.

  9. #9
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen
    Sie findet es manchmal doof, wenn ihre beste Freundin nicht da ist, aber auch in dem Punkt ist sie schon offener geworden. Die Erzieher sind sehr engagiert und schaffen es, individuell auf die Kinder einzugehen. Ich denke auch, dass sie zwar intelligent und pfiffig ist, aber emotional noch nicht für einen Schulalltag bereit. Sie genießt die Freiheiten, die ein Kitakind gegenüber einem Schulkind hat, durchaus.
    Wie schön!
    (Wie zeigt sich das? Und wie viele Kinder und dabei welche Altersspanne hat bei euch eine Erzieherin durchschnittlich zu betreuen?)

  10. #10
    Avatar von Froschn
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    Standard Re: (Vor-)Urteile zum Thema früheres Einschulen

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Wie schön!
    (Wie zeigt sich das? Und wie viele Kinder und dabei welche Altersspanne hat bei euch eine Erzieherin durchschnittlich zu betreuen?)
    In ihrer Gruppe sind zehn Kinder, sieben davon werden dieses Jahr eingeschult. Es ist ein Erzieher ganztags US eine Erzieherin halbtags da, plus meist noch ein Praktikant.

    Sie lassen sie viel machen, stellen ihr Material zur Verfügung, insgesamt findet dort mehr Vorschule statt als noch bei meinem großen.
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