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Thema: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

  1. #411
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von -AppErol- Beitrag anzeigen
    What? Es ist der Versuch Vorstellungen über "welches Geschlecht darf welchen Beruf anstreben" etwas aufzuweichen.
    Wo siehst du da bitte die Diskriminierung?
    Mein Sohn hat es als diskriminierend erlebt, dass er nicht zur Feuerwehr durfte, die Mädchen aber schon. Ich selber erinnere mich an nicht wenige Angebote von Hochschulen seinerzeit für den Mittleren, bei denen ich erst begeistert aufhorchte, weil ich wusste, dass das was für ihn ist um dann im weiteren Verlauf "...explizit für Mädchen der Jahrgangsstufen blablabla..." zu lesen. Fand ich auch diskriminierend.

    Ich finde generell die Idee abstrus, jemanden, der grundsätzlich keinen Bock auf eine bestimmte Berufsrichtung hat, dafür zu begeistern, wenn er einen Tag hingeht. Als ob man an einem (!) Tag da tiefschürfende Erkenntnisse gewinnt, insbesondere, wenn man vorher bereits genau weiß, dass man ganz sicher weder x, noch y noch z werden möchte. (Mein Sohn empfand nach seinem Kita-Tag den Beruf der Erzieherin -Erzieher gabs da keine- extrem chillig. Soviel zum realistischen Eindruck. Machen möchte er es dennoch nicht.

    Er hat z.B. vier Berufsfelder, die ihn interessieren: Feuerwehr, Recht, Filmproduktion, Lehramt. Bis auf letzteres -da hat er ja täglich Einblick:)- sind die Vorstellungen vage, von daher wäre es sinnvoll, DORT einen Tag reinzuschnuppern, wo schon Interesse/Begabung besteht.
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    Liebe Grüße

    Sofie

  2. #412
    Avatar von gurkentruppe
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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Dann ist das so
    Ich glaube, Gender Studies und Weltverschwörungen haben eines gemeinsam: Im Zweifel gilt die eigene Meinung einfach mehr als wissenschaftliche Erkenntnisse.

  3. #413
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Jungen haben schon Glück, wenn ihre Väter überhaupt vorhanden sind.
    Also "Mütter machen Männer"

    Und mal im Ernst: natürlich spielt die Vorbildfunktion des Vaters eine erhebliche Rolle (wobei das in meinen Augen weder mit der Anzahl der Vätermonate noch mit dem Beruf zu tun hat), aber eine nicht minder große spielt meiner Meinung nach das Männerbild, das Mütter ihren Söhnen vorleben.
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    Liebe Grüße

    Sofie

  4. #414
    Avatar von SofieAmundsen
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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von gurkentruppe Beitrag anzeigen
    Unterschiedliche Pigmentierung sorgt aber nicht dafür, dass ein Mann Kinder kriegen kann. Männer und Frauen sind biologisch nun einmal unterschiedlich und das kann man durch soziale Einflüsse nun mal nicht eliminieren. Dass Männer und Frauen gesellschaftlich gleichgestellt sein sollen, macht uns nun einmal im biologischen Sinne nicht gleich. Deshalb sind Jungen und Mädchen eben verschieden und es gibt - auch biologisch erklärbar - eben Kinder, die in einzelnen Aspekten jeweils dem anderen Geschlecht deutlich näher sind als dem eigenen.
    So ist es. Ich habe jetzt keinen Bock, Studien rauszusuchen, aber man braucht nur Kinder auf dem Schulhof zu beobachten um festzustellen, dass es dort im Großen und Ganzen Unterschiede im Verahalten gibt. WEnn es keinerlei Unterschiede zwischen Geschlechtern gäbe, warum fühlen sich dann Kinder zwischen ca. 5 und 12 hauptsächlich zum eigenen Geschlecht hingezogen (was nach meiner Beobachtung weder bei Haut- noch Haarfarben feststellbar ist).

    Bloß weil es signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt (die sind auch beim Kommunikationsverhalten, beim Risikoverhalten u.a. feststellbar) bedeutet das doch nicht, dass jemand deswegen bestehende gesellschaftliche Ungleichbehandlung rechtfertigen möchte. Extra Angebote für Jungs sähe ich an den Stellen erforderlich, an denen es sonst keine Möglichkeiten für sie gibt.
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    Liebe Grüße

    Sofie

  5. #415
    Avatar von salvadora
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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von gurkentruppe Beitrag anzeigen
    Ich glaube, Gender Studies und Weltverschwörungen haben eines gemeinsam: Im Zweifel gilt die eigene Meinung einfach mehr als wissenschaftliche Erkenntnisse.
    Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu, wie sich Männer und Frauen über die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale unterscheiden sind ziemlich dünn. Und solche, welche Form von Pädagogik welches Geschlecht angeblich braucht noch dünner.

    Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.

  6. #416
    Avatar von salvadora
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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    So ist es. Ich habe jetzt keinen Bock, Studien rauszusuchen, aber man braucht nur Kinder auf dem Schulhof zu beobachten um festzustellen, dass es dort im Großen und Ganzen Unterschiede im Verahalten gibt. WEnn es keinerlei Unterschiede zwischen Geschlechtern gäbe, warum fühlen sich dann Kinder zwischen ca. 5 und 12 hauptsächlich zum eigenen Geschlecht hingezogen (was nach meiner Beobachtung weder bei Haut- noch Haarfarben feststellbar ist).

    Bloß weil es signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt (die sind auch beim Kommunikationsverhalten, beim Risikoverhalten u.a. feststellbar) bedeutet das doch nicht, dass jemand deswegen bestehende gesellschaftliche Ungleichbehandlung rechtfertigen möchte. Extra Angebote für Jungs sähe ich an den Stellen erforderlich, an denen es sonst keine Möglichkeiten für sie gibt.
    Unterschiede im Risikoverhalten sind auch innerhalb eines Geschlechts groß. Wenn du das versuchst, wissenschaftlich zu messen, kriegst du für jedes Geschlecht eine Gaußkurve. Die Männer sind im Mittel etwas risikoaffiner, aber die Varianz der einzelnen Kurven (also das Maß für die Unterschiede innerhalb jedes Geschlechts) ist größer als der Unterschied der Mittelwerte.
    Auf solchen Befunden eine unterschiedliche Pädagogik zu begründen ist schlicht hanebüchen.

    Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.

  7. #417
    Foxlady Gast

    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Wissenschaftliche Erkenntnisse dazu, wie sich Männer und Frauen über die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale unterscheiden sind ziemlich dünn. Und solche, welche Form von Pädagogik welches Geschlecht angeblich braucht noch dünner.
    Tja, leider. Es wäre ein interessantes Feld und würde manche Sicht begradigen. Jungen und Mädchen ticken eben nicht gleich. Wenig hilfreich dann für die Augen wenn seit Jahrzehnten nur die Mädchen gefördert werden. Die haben aber längst die Jungen aufgeholt. Und überholt. Und wer fängt die Jungen auf?

  8. #418
    Avatar von gurkentruppe
    gurkentruppe ist gerade online Mann ohne Eigenschaften

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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    So ist es. Ich habe jetzt keinen Bock, Studien rauszusuchen, aber man braucht nur Kinder auf dem Schulhof zu beobachten um festzustellen, dass es dort im Großen und Ganzen Unterschiede im Verahalten gibt. WEnn es keinerlei Unterschiede zwischen Geschlechtern gäbe, warum fühlen sich dann Kinder zwischen ca. 5 und 12 hauptsächlich zum eigenen Geschlecht hingezogen (was nach meiner Beobachtung weder bei Haut- noch Haarfarben feststellbar ist).

    Bloß weil es signifikante Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen gibt (die sind auch beim Kommunikationsverhalten, beim Risikoverhalten u.a. feststellbar) bedeutet das doch nicht, dass jemand deswegen bestehende gesellschaftliche Ungleichbehandlung rechtfertigen möchte. Extra Angebote für Jungs sähe ich an den Stellen erforderlich, an denen es sonst keine Möglichkeiten für sie gibt.
    Ideologische Scheuklappen sind hier wirklich fehl am Platze. Bei medizinischen Angeboten hat man auch irgendwann festgestellt, dass die verbreiteten Ansprache in erster Linie auf Frauen zielt. Die nehmen dann halt auch wirklich Angebote zur Vorsorge viel eher an als Männer. Ändert man die Ansprache, erreicht man tatsächlich auch viel mehr Männer. Im Endeffekt müssen die Konzepte um Männer und Frauen zu erreichen, dann tatsächlich verschieden sein und dies führt dann auch wirklich zu eigenen Kursen für Männer. Aber doch nur weil halt vorher der Blickwinkel vorwiegend weiblich war.

    Jungen kann man nicht zu Mädchen umpolen. Es wurde in der Vergangenheit vieles so konstruiert, dass man glaubte, Jungen wie Mädchen gleichermaßen anzusprechen. Aber die Sichtweise dahinter war vorwiegend weiblich geprägt, weil Bildung einfach in weiblicher Hand ist. Ich sehe dahinter auch keine böse Absicht: Aber nun muss man auch einfach mal schauen, ob man Jungen wie Mädchen tatsächlich gleichermaßen erreicht und ob man beiden Geschlechter wirklich gerecht wird.

  9. #419
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Unterschiede im Risikoverhalten sind auch innerhalb eines Geschlechts groß.
    Natürlich. Unterschiede in der Größe sind auch innerhalb des Geschlechts groß. Dennoch sind Männer im Schnitt größer und haben mehr Muskelmasse als Frauen.
    Das Risikoverhalten lässt sich u.a. anhand von Unfallstatistiken erfassen und die Zahlen sind signifikant.

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Wenn du das versuchst, wissenschaftlich zu messen, kriegst du für jedes Geschlecht eine Gaußkurve.
    Eine Gaußkurve bekommst du für alles, was du untersuchst
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #420
    Avatar von salvadora
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    Standard Re: "Was kann ich dafür, dass ich als Junge geboren bin?"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Tja, leider. Es wäre ein interessantes Feld und würde manche Sicht begradigen. Jungen und Mädchen ticken eben nicht gleich.
    Es gibt Forschung. Die zeigt eigentlich durchgehend. In vielen Punkten gibt es leichte Unterschiede in den Mittelwerten, aber die innergeschlechtliche Varianz ist größer als der Unterschied der Mittel. Solche Befunde rechtfertigen keine unterschiedliche Behandlung qua Geschlecht. Im Gegenteil.
    Was sie rechtfertigen ist individuelle Behandlung von Menschen.


    Wenig hilfreich dann für die Augen wenn seit Jahrzehnten nur die Mädchen gefördert werden. Die haben aber längst die Jungen aufgeholt. Und überholt. Und wer fängt die Jungen auf?[/QUOTE]

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