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Thema: Exklusivzeit

  1. #101
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels
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    Standard Re: Exklusivzeit

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Zufällige Exklusivzeiten ergeben sich doch ohnehin von alleine. Aber so eine regelmäßige, planmäßige Exklusivzeit empfinde ich durchaus als Luxus, den man sich leisten können und wollen muss, denn schließlich muss man dafür andere Verpflichtungen (gegenüber den Geschwistern und Arbeitgeber) aktiv wegorganisieren. Das kann man haben, muss aber nicht, finde ich. Es würde mich auch sehr wundern, wenn planmäßige Exklusivzeiten als unbedingt erforderlich fürs Kindeswohl angesehen würden. Dann wären ja Einzelkinder grundsätzlich in einer sehr viel besseren Position als Kinder mit Geschwistern und müssten sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung deutlich von Kindern mit Geschwistern unterscheiden. Ist das so? Mir ist das noch nie so aufgefallen.
    JA, sie sind Luxus und man muss sie sich leisten können. Vor allem muss man wollen. Und das merken Kinder, ob sie den Eltern mehr Zeit "wert" sind als das Fitnesstudio oder jeden Abend im Forum abhängen. Auch unter Einzelkindeltern sind welche dabei, die nicht mehr Zeit als unbedingt nötig auf Kinder verwenden.

  2. #102
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Veteran
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    Standard Re: Exklusivzeit

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Zufällige Exklusivzeiten ergeben sich doch ohnehin von alleine. Aber so eine regelmäßige, planmäßige Exklusivzeit empfinde ich durchaus als Luxus, den man sich leisten können und wollen muss, denn schließlich muss man dafür andere Verpflichtungen (gegenüber den Geschwistern und Arbeitgeber) aktiv wegorganisieren. .
    Vielleicht hängst du deine ERwartungen/Vorstellungen auch etwas hoch? Exklusivzeit ist für jede Familie etwas anderes. Und kann auch schon sein, dass man sich bewusst 30 min abends zum Vorlesen nimmt. Bewusst. Es kann sogar sein, dass Abends schon vorgelesen wurde, aber die Mutter/Vater, wenn sie ehrlich zu sich selbst war in Gedanken wo anders war, eigentlich lieber etwas anderes gemacht hätte, sich nicht die Zeit genommen hat sich wirklcih bequem aufs Sofa zu lümmeln, weil "naja lohnt sich ja nicht nur fürs Vorlesen".
    In dem Fall hätte sich Zeitmäßig gar nichts geändert, nur die Umsetzung und Einstellung.

    Oder Exkulivzeit kann sein...ich kannte mal einen Vater, dem sein Handy hat ständig geklingelt, der war quasi immer mit halben ohr beim handy. Auch auf den Elternabenden im Kiga (wo ich gearbeitet habe). Sein Sohn war auffällig, daher haben wir gesprochen, es kam auf, dass er selbst eben ziemlich rudert und sich eigentlich bewusst ein paar Auszeiten im Alltag schaffen müsste. Hier war die erste Exklusivzeit für seinen Sohn (und eigentlich auch sich), dass er bei den Mahlzeiten das Handy lautlos hatte und in einem anderen Raum. Zum einen, dass er körperlich wirklcih anwesend bleibt, zum anderen sollte er aber auch lernen geistig anwesend zu sein und er hat selbst gefestgestellt "Fr. xy ich spreche jetzt bei den mahlzeiten, ich frage nach was passiert ist am Tag usw. Das habe ich vorher nicht gemacht, weil ich ja wusste bestimmt werden wir eh unterbrochen"

    Und darum geht es. Nicht um stundenlange, aufwendige Ausflüge, die den Alltag sprengen und die Eltern stressen. Soetwas würde genau gegenteiliges bewirken. Und das öfters gegen diese "Exklusivzeit" (oder wie man es nennen mag) geredet wird, gesagt wird es funktioniert nicht, könnnte sehr gut damit zusammenhängen, dass die Eltern eben den tatsächlichen Sinn nicht verstanden haben, die Zeiten so planen dass sie Stress verursachen usw. DAnn kann es ja nur schief gehen und sogar die Situation verschlimmern
    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

    Liebe Grüße,
    Katha

  3. #103
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Exklusivzeit

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Zufällige Exklusivzeiten ergeben sich doch ohnehin von alleine. Aber so eine regelmäßige, planmäßige Exklusivzeit empfinde ich durchaus als Luxus, den man sich leisten können und wollen muss, denn schließlich muss man dafür andere Verpflichtungen (gegenüber den Geschwistern und Arbeitgeber) aktiv wegorganisieren. Das kann man haben, muss aber nicht, finde ich. Es würde mich auch sehr wundern, wenn planmäßige Exklusivzeiten als unbedingt erforderlich fürs Kindeswohl angesehen würden. Dann wären ja Einzelkinder grundsätzlich in einer sehr viel besseren Position als Kinder mit Geschwistern und müssten sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung deutlich von Kindern mit Geschwistern unterscheiden. Ist das so? Mir ist das noch nie so aufgefallen.
    Dass das mal schwierig sein kann, sich diese Zeit zu nehmen - keine Frage.

    Aber mal dumm gefragt: Warum hat man Kinder, wenn man es gar nicht will? Bei klingt das wie eine völlig unnötige Last.

  4. #104
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Exklusivzeit

    Zitat Zitat von Clodagh Beitrag anzeigen
    Zufällige Exklusivzeiten ergeben sich doch ohnehin von alleine. Aber so eine regelmäßige, planmäßige Exklusivzeit empfinde ich durchaus als Luxus, den man sich leisten können und wollen muss, denn schließlich muss man dafür andere Verpflichtungen (gegenüber den Geschwistern und Arbeitgeber) aktiv wegorganisieren. Das kann man haben, muss aber nicht, finde ich. Es würde mich auch sehr wundern, wenn planmäßige Exklusivzeiten als unbedingt erforderlich fürs Kindeswohl angesehen würden.
    Zufällige "Exklusiv"zeiten haben aber einen viel geringeren Stellenwert als [b]bewusste/B] Zeiten, die man sich extra für dieses Kind nimmt. Ja, die muss man sich evtl. organisieren, wenn es einem das wert ist. Das merkt ein Kind doch auch, ob es eben so mitläuft oder ob sich die Eltern bewusst Zeit nehmen.

    Dann wären ja Einzelkinder grundsätzlich in einer sehr viel besseren Position als Kinder mit Geschwistern und müssten sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung deutlich von Kindern mit Geschwistern unterscheiden. Ist das so? Mir ist das noch nie so aufgefallen.
    Einzelkinder bekommen nicht automatisch bewusste Zeit mit den Eltern, auch ein Einzelkind kann einfach so mitlaufen. Genauso wie es möglich ist, auch bei 3 oder mehr Kindern jedes Kind ganz bewusst wahrzunehmen, zu fördern, etwas mit diesem Kind zu unternehmen etc.

  5. #105
    Avatar von Clodagh
    Clodagh ist gerade online finster
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    Standard Re: Exklusivzeit

    Zitat Zitat von tigger Beitrag anzeigen
    Dass das mal schwierig sein kann, sich diese Zeit zu nehmen - keine Frage.

    Aber mal dumm gefragt: Warum hat man Kinder, wenn man es gar nicht will? Bei klingt das wie eine völlig unnötige Last.
    Ich empfinde meine Kinder durchaus als anstrengend, aber nicht auf eine unangenehme Weise. Belastend finde ich die Situation erst dann, wenn Forderungen und Erwartungen bezüglich bestimmter Gütekriterien beim Kind von außen an mich herangetragen werden, die ich oder das Kind nicht erfüllen kann oder will. Beispielsweise so etwas wie trocken und sauber ein ab dem 3. Geburtstag, bestimmte Nahrungsmittel in bestimmten Mengen essen oder nicht essen, mehr oder weniger reden usw. Um diese Gütekriterien zu erfüllen, sollen dann bestimmte Maßnahmen umgesetzt werden, die dann zu einer Belastung für mich und/oder für das Kind werden können. Da mache ich mir natürlich schon Gedanken, ob die vorgegebenen Gütekriterien sinnvoll sind und ob die gewünschten Maßnahmen sinnvoll, um das jeweilige Gütekriterium zu erreichen. Also am Beispiel Exklusivzeit: Die Exklusivzeit sollte bei einem Kind eingeführt werden, damit es mehr mütterliche Aufmerksamkeit erhält und damit weniger (negative) Aufmerksamkeit im Unterricht durch Stören einfordert. Ich habe versucht die zuverlässige Exklusivzeit einzuführen, was bei mir zu mehr Stress im Beruf führte, und das Kind war auch nicht begeistert, weil ich es schon mittags aus der Betreuung geholt habe obwohl es lieber mit seinen Freunden gespielt hätte. Ich fand es erfreulich, dass das Kind sich in der Betreuung so gut aufgehoben fühlte. Also haben wir die Maßnahme wieder gelassen und das Problem hat sich nach dem Wechsel auf die weiterführende Schule von alleine erledigt. Solche Aktionen empfinde ich als belastend.

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