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Thema: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

  1. #1
    Gast

    Standard Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Ich hatte hier ja schon von meiner intensiven Freundschaft zum Jugendamt erzählt. Vier Monate brauchte ich seinerzeit, um das Jugendamt davon zu überzeugen, dass sie sehr wohl eine Mitarbeiterin haben, die sich um so exotische Dinge wie Randzeitenbetreuung für Schichtarbeiter kümmert, weitere drei Monate, um den Antrag mit einem realistischen Stundenumfang bewilligt zu bekommen. Seitdem passierte - nichts. Ich hatte letzten Sommer angefragt, ob und in welcher Höhe ich eine Kostenbeteiligung leisten müsse. Daraufhin hieß es, man würde die Abrechnungen des Babysitters abwarten und anhand dessen eine etwaige Kostenbeteiligung berechnen, zu Deutsch: alles über dem bewilligten Stundenumfang müsse ich selbst tragen.

    Soweit, so unkompliziert. Ich achtete penibel darauf, nur den bewilligten Stundenumfang zu nutzen, bekam demzufolge auch nie Post. Das ganze läuft jetzt seit Februar 2018.

    Nun hatte ich gestern einen Brief in der Post, genauer gesagt: auf anstelle von im Briefkasten. Die Adresse stimmte, allerdings wurde ich mit meinem Geburtsnamen (den ich seit 2010 nicht mehr trage), angeschrieben.
    In dem ohne Anrede formulierten Anschreiben wurde ich zur Zahlung von 28 Euro aufgefordert, dies sei eine Kostenbeteiligung für die Tagespflege von Kindern. Welches Kind und welcher Zeitraum und welche Art der Tagespflege (Hort, Kita, Randzeitenbetreuung) war nicht genannt.

    Daraufhin rief ich heute bei der Sachbearbeiterin an und schilderte ihr meine Verwirrung. Sie begriff nicht, was ich meinte, ich solle ihr doch den Namen des betreffenden Kindes nennen. Ich nannte ihr beide Namen mit der Begründung, dass im Schreiben nicht explizit ein Kind genannt wurde, Antwort: "Na, Sie müssen doch aber wissen, für welches Kind Sie eine Betreuung brauchen!"

    Ich meinte dann, dass ich sowohl für die Kita als auch für den Hort einen Dauerauftrag eingerichtet hätte und mir nicht erklären könnte, woher ein Zahlungsrückstand kommen sollte.

    Sie war dann immerhin in der Lage, herauszufinden, dass es sich tatsächlich um die Kostenbeteiligung für die Randzeitenbetreuung handelt. Die habe man mir nun aufgrund des Zahlungsrückstandes gekündigt

    Ich war entsprechend fassungslos und sagte ihr, dass ich nie eine Feststellung über die Höhe einer Kostenbeteiligung erhalten und im Übrigen auch immer den festgelegten Stundenumfang eingehalten habe. Sie: "Na, hier kam nie etwas zurück, das müssen Sie bekommen haben!" Ich bemerkte dann, dass ich auch diesen Brief nur zufällig erhalten hätte, da er falsch adressiert sei und es weiterhin ganz nett wäre, wenn man in einer Zahlungsaufforderung auch genannt bekommt, wofür und für wen zu zahlen sei.

    Ende vom Lied: Sie schickt mir alles erneut zu, nach Eingang der Zahlung wird die Kündigung zurückgenommen.

    So, und jetzt hol ich mir nen Kaffee. Noch jemand?

  2. #2
    Avatar von xantippe
    xantippe ist offline Vorsicht Zicke!
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    20.01.2006
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    35.932

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    unglaublich! Und ich bewundere dich, dass Dir da ein Kaffee ausreicht! Ich würde zum Schnaps greifen!
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  3. #3
    Sepia ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen

    Ende vom Lied: Sie schickt mir alles erneut zu, nach Eingang der Zahlung wird die Kündigung zurückgenommen.

    So, und jetzt hol ich mir nen Kaffee. Noch jemand?
    Dienstaufsichtsbeschwerde oder so bringt nix? Ich schließe mich an, ich bräuchte auch Schnaps.

    Alleine einen Brief mit falschem NAMEN bzw, OHNE Betreff oder Hinweis, für wen was zu zahlen wäre zu senden und sich nichtmal zu entschuldigen finde ich unter aller Sau Hat die Damen denn mal geschaut, ob deine Adressdaten JETZT aktuell sind??
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  4. #4
    TanteHilde ist offline TanteGünni
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    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Die spinnen doch!

  5. #5
    Avatar von Stadtmusikantin
    Stadtmusikantin ist offline Urgestein
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    25.01.2006
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    75.208

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Unglaublich, dass die für so miese Arbeit auch noch Geld bekommt.
    cosima, xantippe, Foxlady und 4 anderen gefällt dies.

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Zitat Zitat von Sepia Beitrag anzeigen
    Dienstaufsichtsbeschwerde oder so bringt nix? Ich schließe mich an, ich bräuchte auch Schnaps.

    Alleine einen Brief mit falschem NAMEN bzw, OHNE Betreff oder Hinweis, für wen was zu zahlen wäre zu senden und sich nichtmal zu entschuldigen finde ich unter aller Sau Hat die Damen denn mal geschaut, ob deine Adressdaten JETZT aktuell sind??
    Sie meinte, das läge nicht in ihrer Verantwortung, dafür seien die Kollegen in der Gutscheinstelle zuständig. Da meinte ich nur, dass es ja sehr pfiffig wäre, auf Grundlage von unüberprüften Daten mal eben ne Kündigung zu schreiben. Echt, das ist derart absurd, dass es schon wieder zum Lachen ist.

    Achso, gerade mit meinem Babysitter gesprochen: Er weiß nichts von einer Kündigung, seine Abrechnungen sind bisher immer vollständig bezahlt worden

  7. #7
    cosima ist offline Urgestein
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    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen
    Sie meinte, das läge nicht in ihrer Verantwortung, dafür seien die Kollegen in der Gutscheinstelle zuständig. Da meinte ich nur, dass es ja sehr pfiffig wäre, auf Grundlage von unüberprüften Daten mal eben ne Kündigung zu schreiben. Echt, das ist derart absurd, dass es schon wieder zum Lachen ist.

    Achso, gerade mit meinem Babysitter gesprochen: Er weiß nichts von einer Kündigung, seine Abrechnungen sind bisher immer vollständig bezahlt worden
    ich bewundere dich dass du da noch so ruhig bleiben kannst und den Humor bewahrst.
    Ich glaube ich hätte da sehr sehr grenzwertige Fantasien...

    Und ja, ich würde an deiner Stelle das ganze nach oben eskalieren, auf mehreren Ebenen, Dienstaufsichtsbeschwerde und öffentlich machen.
    Das geht so einfach nicht, so darf nicht einmal ein Amt arbeiten, das ist einfach eine Frechheit

  8. #8
    Registriert seit
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    32.956

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Dass bei Ämtern und Behörden die linke Hand nicht weiß, was die Rechte tut, ist scheinbar weit verbreitet.

    Als Tochter 18 wurde, hat das Finanzamt die Zahlung des Kindergeldes eingestellt, obwohl ich noch bezugsberechtigt war, weil das liebe Finanzamt das Formular, das ich unterfertigt für den weiteren Bezug zurückschicken hätte sollen, plötzlich wieder an meine alte Adresse zugestellt hat. Die korrespondieren sonst auch an meiner aktuellen Adresse mit mir, also die haben die Adresse. Warum sie einzelne Briefe an die alte Adresse schicken, ist mir ein Rätsel.

  9. #9
    Lleanora ist offline Legende
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    02.07.2005
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    21.668

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Zitat Zitat von Froschn Beitrag anzeigen
    Ich hatte hier ja schon von meiner intensiven Freundschaft zum Jugendamt erzählt. Vier Monate brauchte ich seinerzeit, um das Jugendamt davon zu überzeugen, dass sie sehr wohl eine Mitarbeiterin haben, die sich um so exotische Dinge wie Randzeitenbetreuung für Schichtarbeiter kümmert, weitere drei Monate, um den Antrag mit einem realistischen Stundenumfang bewilligt zu bekommen. Seitdem passierte - nichts. Ich hatte letzten Sommer angefragt, ob und in welcher Höhe ich eine Kostenbeteiligung leisten müsse. Daraufhin hieß es, man würde die Abrechnungen des Babysitters abwarten und anhand dessen eine etwaige Kostenbeteiligung berechnen, zu Deutsch: alles über dem bewilligten Stundenumfang müsse ich selbst tragen.

    Soweit, so unkompliziert. Ich achtete penibel darauf, nur den bewilligten Stundenumfang zu nutzen, bekam demzufolge auch nie Post. Das ganze läuft jetzt seit Februar 2018.

    Nun hatte ich gestern einen Brief in der Post, genauer gesagt: auf anstelle von im Briefkasten. Die Adresse stimmte, allerdings wurde ich mit meinem Geburtsnamen (den ich seit 2010 nicht mehr trage), angeschrieben.
    In dem ohne Anrede formulierten Anschreiben wurde ich zur Zahlung von 28 Euro aufgefordert, dies sei eine Kostenbeteiligung für die Tagespflege von Kindern. Welches Kind und welcher Zeitraum und welche Art der Tagespflege (Hort, Kita, Randzeitenbetreuung) war nicht genannt.

    Daraufhin rief ich heute bei der Sachbearbeiterin an und schilderte ihr meine Verwirrung. Sie begriff nicht, was ich meinte, ich solle ihr doch den Namen des betreffenden Kindes nennen. Ich nannte ihr beide Namen mit der Begründung, dass im Schreiben nicht explizit ein Kind genannt wurde, Antwort: "Na, Sie müssen doch aber wissen, für welches Kind Sie eine Betreuung brauchen!"

    Ich meinte dann, dass ich sowohl für die Kita als auch für den Hort einen Dauerauftrag eingerichtet hätte und mir nicht erklären könnte, woher ein Zahlungsrückstand kommen sollte.

    Sie war dann immerhin in der Lage, herauszufinden, dass es sich tatsächlich um die Kostenbeteiligung für die Randzeitenbetreuung handelt. Die habe man mir nun aufgrund des Zahlungsrückstandes gekündigt

    Ich war entsprechend fassungslos und sagte ihr, dass ich nie eine Feststellung über die Höhe einer Kostenbeteiligung erhalten und im Übrigen auch immer den festgelegten Stundenumfang eingehalten habe. Sie: "Na, hier kam nie etwas zurück, das müssen Sie bekommen haben!" Ich bemerkte dann, dass ich auch diesen Brief nur zufällig erhalten hätte, da er falsch adressiert sei und es weiterhin ganz nett wäre, wenn man in einer Zahlungsaufforderung auch genannt bekommt, wofür und für wen zu zahlen sei.

    Ende vom Lied: Sie schickt mir alles erneut zu, nach Eingang der Zahlung wird die Kündigung zurückgenommen.

    So, und jetzt hol ich mir nen Kaffee. Noch jemand?
    Der reine Wahnsinn .

    Das übertrifft ja sogar meine Odyssee die ich vor Jahren (nicht mit dem Jugendamt sondern) mit der Familienkasse hatte. Sie verbummeln etwas... merken das nach 1,5 Jahren und stellen daraufhin Kommentarlos die Zahlung ein. Als ich anrief und die Sache klärte dauerte es nochmal 3 Monate bis ich wieder Geld bekam, weil sie es nicht schafften meine Unterlagen von einer Stelle zur anderen zu schicken (erst waren sie auf einmal unauffindbar, tauchten dann an einer 3. Stelle auf, die gar nichts damit zu tun hatte und als die dann endlich da waren wo sie hingehörten, mussten natürlich erst alles bearbeitet werden... )
    Was mich das vor Allem Zeit und Nerven gekostet hatte .
    cosima gefällt dies

  10. #10
    cosima ist offline Urgestein
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    13.06.2002
    Beiträge
    95.235

    Standard Re: Das Jugendamt übertrifft sich mal wieder selbst oder: Realsatire (lang)

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Der reine Wahnsinn .

    Das übertrifft ja sogar meine Odyssee die ich vor Jahren (nicht mit dem Jugendamt sondern) mit der Familienkasse hatte. Sie verbummeln etwas... merken das nach 1,5 Jahren und stellen daraufhin Kommentarlos die Zahlung ein. Als ich anrief und die Sache klärte dauerte es nochmal 3 Monate bis ich wieder Geld bekam, weil sie es nicht schafften meine Unterlagen von einer Stelle zur anderen zu schicken (erst waren sie auf einmal unauffindbar, tauchten dann an einer 3. Stelle auf, die gar nichts damit zu tun hatte und als die dann endlich da waren wo sie hingehörten, mussten natürlich erst alles bearbeitet werden... )
    Was mich das vor Allem Zeit und Nerven gekostet hatte .
    uaaah
    Mir hat das Finanzamt ja seit vielen Jahren einen Mitbewohner verpasst.
    Bzw. ich wohne laut Finanzamt "bei Peter Müller"
    Ich kenne keinen Peter Müller, ich kannte nie einen, da wohnte nie einer, aber jeder Versuch diesen Herrn aus meinen Daten entfernen zu lassen scheitere.
    Persönliche Vorsprache, zig Briefe, telefonisch - nichts.

    Der zog sogar mit mir um, zum nächsten Finanzamt !!

    Das wäre mir ja im Prinzip wurscht, aber ich befürchte dass die irgendwann was von mir und diesem Peter Müller zusammen wollen und mir schwant da nix gutes.
    Ich hab einen halben Ordner voll Belegen dass ich versucht habe das erfolglos zu klären

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