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Thema: Haushaltsauflösung Elternhaus

  1. #101
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von .PMS. Beitrag anzeigen
    Wenn das zu beiderseitiger Zufriedenheit so geschieht, ist das gut. Fuer mich Stand heute sehe ich allerdings nicht, dass ich in halbwegs fittem Zustand schon in eine Einrichtung wechsle und auf unabsehbare Zeit Abstriche in meiner Lebensqualitaet hinnehme, um die Chance zu haben, irgendwann in genau ein bestimmtes Pflegebett auf einer bestimmten Pflegestation gehievt zu werden aus dem ich sowieso nicht mehr rauskomme. Und schon mal gar nicht aus dem Gedanken heraus, meinen Kindern nicht zur Last zu fallen. Ich sehe voellig ein, dass die wenns schlecht laeuft Entscheidungen an mir vorbei werden treffen muessen. Ich sehe mich in der Verpflichtung, denen keine Schulden zu hinterlassen und mich denen nicht leichtfertig aufzubuerden. Aber wenn die meinen Krempel entsorgen muessen, dann muessen sie das halt. Wenn die den nicht wollen, koennen sie den ruckzuck erledigen lassen.
    Also, ich habe ja nun schon "generationenbedingt" sehr viele Familien bei Haushaltsauflösungen der Eltern erlebt und "ruckzuck" ging es bei keinem. Es war zudem schon so, dass die Belastung der Kinder wuchs, je weniger die Eltern sich mit ihrem Besitz und der Belastung, die er bei der Auflösung für Angehörige bedeutet, beschäftigt haben.

    Wobei es nach meiner Beobachtung bei keinem die Absicht war die Last abzuwälzen im Sinne von "ich machs mir leicht und wälze die Last, mein Zeug zu versorgen, einfach auf die Zurückbleibenden ab".

    Aber gleichzeitig ist es schon so, dass doch viele, die das mitmachen mussten, sich zumindest vornehmen, diese Last nicht abzuwälzen.
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  2. #102
    Avatar von .PMS.
    .PMS. ist offline old hand
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Also, ich habe ja nun schon "generationenbedingt" sehr viele Familien bei Haushaltsauflösungen der Eltern erlebt und "ruckzuck" ging es bei keinem. Es war zudem schon so, dass die Belastung der Kinder wuchs, je weniger die Eltern sich mit ihrem Besitz und der Belastung, die er bei der Auflösung für Angehörige bedeutet, beschäftigt haben.

    Wobei es nach meiner Beobachtung bei keinem die Absicht war die Last abzuwälzen im Sinne von "ich machs mir leicht und wälze die Last, mein Zeug zu versorgen, einfach auf die Zurückbleibenden ab".

    Aber gleichzeitig ist es schon so, dass doch viele, die das mitmachen mussten, sich zumindest vornehmen, diese Last nicht abzuwälzen.
    Ok. Ich hab bisher nur zwei Haushalte aufgeloest und bin da vielleicht zu fatalistisch. Ich fands nicht so wild. Also nix, was mir sonderlich viel Freude bereitet haette, aber das ist der undramatische Teil der Sterbefaelle. Bei dem einen musste ich noch einen laufenden Betrieb abwickeln, das habe ich natuerlich nicht mal eben so rausgeschwitzt. Aber alte Moebel loswerden...?

  3. #103
    Casalinga2012 ist offline Legende
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von marimon Beitrag anzeigen
    Naja. Da beneide ich dich ein bisschen. Meine Schwiegereltern wohnen in einer 250 qm Wohnung inkl künstlerischem Studio. Dazu gibt es noch das Elternhaus meiner Schwiegermutter das die 2 mehr oder weniger als Ferienhaus nutzen.

    Es ist unglaublich was die beiden an Habseligkeiten angesammelt haben. Dazu verweigern sie jeden Gedanken an die eigene Sterblichkeit. Es wird in keiner Weise irgendwas sortiert, oder versucht zu reduzieren. Sie sind 79 und 81. Und bei schlechter Gesundheit. Meine Schwiegermutter kann kaum noch laufen.

    Mein Mann (es gibt nur uns) hat wirklich manchmal Alpträume, vor allem wegen der riesigen Gerätschaften im Studio.

    Natürlich können wir ihnen in keiner Weise Vorschriften machen. Aber ich finde es ziemlich unfair.
    Mit 79 oder 81 und gesundheitlich angeschlagen würde ich mich auch nicht damit abgeben wollen, zu sortieren. Weil es mir wahrscheinlich zu viel wäre und vll auch egal. Und wenn es ihnen egal ist und den Kindern später nicht, dann ist das so und dann sollen Kinder sich damit abplagen. Wenn es keine Familie gibt, wird auch alles entsorgt. Bringen die Kinder das nicht fertig, ist es deren Problem.
    Würden die Eltern vorher sortieren und die Kinder würden was haben wollen, können sie das ja immer noch.

  4. #104
    Casalinga2012 ist offline Legende
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von .PMS. Beitrag anzeigen
    Ok. Ich hab bisher nur zwei Haushalte aufgeloest und bin da vielleicht zu fatalistisch. Ich fands nicht so wild. Also nix, was mir sonderlich viel Freude bereitet haette, aber das ist der undramatische Teil der Sterbefaelle. Bei dem einen musste ich noch einen laufenden Betrieb abwickeln, das habe ich natuerlich nicht mal eben so rausgeschwitzt. Aber alte Moebel loswerden...?

    Wir haben das Haus der SM geräumt. Gut, mein Mann ist eBay Fan und hat ein paar Sachen angeboten. Was innerhalb von 4 Wochen nicht weg war, wurde entsorgt. Es kam ein entrümpler und in kurzer Zeit war das erledigt.

  5. #105
    N.Iemand ist offline enthusiast
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von .PMS. Beitrag anzeigen
    Ok. Ich hab bisher nur zwei Haushalte aufgeloest und bin da vielleicht zu fatalistisch. Ich fands nicht so wild. Also nix, was mir sonderlich viel Freude bereitet haette, aber das ist der undramatische Teil der Sterbefaelle. Bei dem einen musste ich noch einen laufenden Betrieb abwickeln, das habe ich natuerlich nicht mal eben so rausgeschwitzt. Aber alte Moebel loswerden...?
    Warst Du vor Ort?
    Ich nicht.
    Das war schon allein von der Integration in meinen Alltag mit Familie und Beruf anstrengend.
    Gottseidank hat meine Mutter selbst noch Absprachen treffen und Abholtermine selbst wahrnehmen können.
    Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich sicher noch mehr Stress gehabt.

    Und das NUR bei einer Wohnung, in der die Küche vom Nachmieter übernommen wurde.

  6. #106
    Avatar von rosenma
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Ich habe einen Bekannte, der Haushaltsauflösungen macht. Er sagt klipp und klar, dass niemand alte Möbel, Geschirr, Kristall etc. gebrauchen kann bzw. abnimmt. Einige Dinge kann man ins Sozialkaufhaus geben, aber selbst dort will man Eiche rustikal oder Kristalllüster nicht haben. Wirklich wertvolle Dinge gibt es kaum.

    Beispiel: Meine Eltern besitzen etwas Meißner Porzellan, zu DDR-Zeiten wertvolle Bückware, wir haben mal versucht was davon zu verkaufen, man bekommt pro Teil keine 10€-lohnt den Aufwand nicht.

    Nachdem mein Vater letztes Jahr gestorben ist, hat meine Mutter ganz viele Sachen entsorgt, sie will auch dieses Jahr die 400km zu uns umziehen. Da wird sie relativ minimalistisch umziehen, 3 Sätze Handtücher und Bettwäsche, 1 Gedeck Gerschirr, 6 Gläser, Kleidung und fertig.
    Wenn meine Mutter mal sterben sollte, nehme ich aus der Wohnung den Aktenordner mit Unterlagen, 2 Schuhkartons Fotos, die Münzsammlung und ein Paar Kleinigkeiten-das passt alles in einen Golf-kofferrraum und damit ist fertig.

    Meine Schwiegereltern dagegen haben ein 100qm Haus, wo der ebenso große Keller und Dachboden voll stehen, da liegen noch Schulhefte meines Mannes, Motorradjacken aus den 60er Jahren, tonnenweise Werkzeuge, Näh- und Bastelzubehör. Aber sie fangen an auszudünnen, wenn es soweit ist wird mein Mann durchgehen, Andenken mitnehmen und der Rest geht an die holländischen Händler.


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  7. #107
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von .PMS. Beitrag anzeigen
    Ok. Ich hab bisher nur zwei Haushalte aufgeloest und bin da vielleicht zu fatalistisch. Ich fands nicht so wild. Also nix, was mir sonderlich viel Freude bereitet haette, aber das ist der undramatische Teil der Sterbefaelle. Bei dem einen musste ich noch einen laufenden Betrieb abwickeln, das habe ich natuerlich nicht mal eben so rausgeschwitzt. Aber alte Moebel loswerden...?
    Na ja, ein paar alte Möbel zu entsorgen oder abzuholen zu lassen, das geht natürlich einigermaßen. Wobei gerade das Schleppen von Möbeln für viele "Kinder" oft das Anstrengende ist (sind ja alle so zwischen 60 und 75). Wer sich das irgendwie leisten konnte, hat da Entrümpelungsunternehmen bestellt.
    Aber das war bei vielen zum einen die Kostenfrage und bei andern war es das Problem, das nichts sortiert war. Da war nicht vorbereitet, dass die wichtigen Dinge (wie z.B. wichtige Papiere und Unterlagen, Fotos ) an einem Ort aufbewahrt sind, sondern die haben die Schränke, Kisten und Regale, den Keller alle selbst ausgeräumt und in Kisten und Säcke verpackt.

    Bei den meisten dieser Haushaltsauflösungen ging es tatsächlich über das Entsorgen von Möbel hinaus. Da waren Bücher, Papiere, Geschirr, Wäsche, Kleidung, Dekorationsartikel, Bilder, Küchenuntensilien, Lampen, Schallplatten, Haushaltsgeräte, Spiele, Elektrogeräte, volle Garagen und Gartenschuppen mit Werkzeug, Gartengerätschaften und unzähligen Kisten, volle Keller mit vollen Kisten und Regalen mit Eingemachtem, ....

    Wie gesagt, ein paar alte Möbel zu entsorgen, das finde ich jetzt auch, dass das für die meisten dann gut zu stemmen ist. Aber das ist es - meiner Erfahrung nach - bei den wenigsten. Das hat tatsächlich oft die Dimension eines großen Umzugs.
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  8. #108
    Casalinga2012 ist offline Legende
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Ich habe einen Bekannte, der Haushaltsauflösungen macht. Er sagt klipp und klar, dass niemand alte Möbel, Geschirr, Kristall etc. gebrauchen kann bzw. abnimmt. Einige Dinge kann man ins Sozialkaufhaus geben, aber selbst dort will man Eiche rustikal oder Kristalllüster nicht haben. Wirklich wertvolle Dinge gibt es kaum.

    Beispiel: Meine Eltern besitzen etwas Meißner Porzellan, zu DDR-Zeiten wertvolle Bückware, wir haben mal versucht was davon zu verkaufen, man bekommt pro Teil keine 10€-lohnt den Aufwand nicht.

    Nachdem mein Vater letztes Jahr gestorben ist, hat meine Mutter ganz viele Sachen entsorgt, sie will auch dieses Jahr die 400km zu uns umziehen. Da wird sie relativ minimalistisch umziehen, 3 Sätze Handtücher und Bettwäsche, 1 Gedeck Gerschirr, 6 Gläser, Kleidung und fertig.
    Wenn meine Mutter mal sterben sollte, nehme ich aus der Wohnung den Aktenordner mit Unterlagen, 2 Schuhkartons Fotos, die Münzsammlung und ein Paar Kleinigkeiten-das passt alles in einen Golf-kofferrraum und damit ist fertig.

    Meine Schwiegereltern dagegen haben ein 100qm Haus, wo der ebenso große Keller und Dachboden voll stehen, da liegen noch Schulhefte meines Mannes, Motorradjacken aus den 60er Jahren, tonnenweise Werkzeuge, Näh- und Bastelzubehör. Aber sie fangen an auszudünnen, wenn es soweit ist wird mein Mann durchgehen, Andenken mitnehmen und der Rest geht an die holländischen Händler.
    Ich kenne jemanden mit einem Antiquariat in Holland. Der hat mir erzählt, mit welchen Erwartungen die Menschen kommen und wie enttäuscht sie sind über den aktuellen Wert.
    Es gibt dafür einfach keinen Markt. Ich habe ein Service, das mir heute so viel bringen würde wie vor 30 jahren ein Gedeck gekostet hat.
    Meine Mutter ist 90 und ich werde mich über kurz oder lang damit beschäftigen müssen. Dann mache ich Fotos, schick die dem Händler und wenn er was will, ist es gut. Wenn nicht, geht alles weg.

  9. #109
    Avatar von .PMS.
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von N.Iemand Beitrag anzeigen
    Warst Du vor Ort?
    Ich nicht.
    Das war schon allein von der Integration in meinen Alltag mit Familie und Beruf anstrengend.
    Gottseidank hat meine Mutter selbst noch Absprachen treffen und Abholtermine selbst wahrnehmen können.
    Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich sicher noch mehr Stress gehabt.

    Und das NUR bei einer Wohnung, in der die Küche vom Nachmieter übernommen wurde.
    Nein, also ich musste hinfahren. Ich sag ja, das ist definitiv nix, was ich jedes Wochenende gerne machen wuerde. Aber ein bis dreimal im Leben finde ich das machbar.
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  10. #110
    Avatar von .PMS.
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    Standard Re: Haushaltsauflösung Elternhaus

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Na ja, ein paar alte Möbel zu entsorgen oder abzuholen zu lassen, das geht natürlich einigermaßen. Wobei gerade das Schleppen von Möbeln für viele "Kinder" oft das Anstrengende ist (sind ja alle so zwischen 60 und 75). Wer sich das irgendwie leisten konnte, hat da Entrümpelungsunternehmen bestellt.
    Aber das war bei vielen zum einen die Kostenfrage und bei andern war es das Problem, das nichts sortiert war. Da war nicht vorbereitet, dass die wichtigen Dinge (wie z.B. wichtige Papiere und Unterlagen, Fotos ) an einem Ort aufbewahrt sind, sondern die haben die Schränke, Kisten und Regale, den Keller alle selbst ausgeräumt und in Kisten und Säcke verpackt.

    Bei den meisten dieser Haushaltsauflösungen ging es tatsächlich über das Entsorgen von Möbel hinaus. Da waren Bücher, Papiere, Geschirr, Wäsche, Dekorationsartikel, Bilder, Küchenuntensilien, Lampen, Schallplatten, Spiele, volle Garagen und Gartenschuppen mit Werkzeug, Gartengerätschaften und unzähligen Kisten, volle Keller mit vollen Kisten und Regalen mit Eingemachtem, ....

    Wie gesagt, ein paar alte Möbel zu entsorgen, das finde ich jetzt auch, dass das für die meisten dann gut zu stemmen ist. Aber das ist es - meiner Erfahrung nach - bei den wenigsten. Das hat tatsächlich oft die Dimension eines großen Umzugs.
    Na ja, die Inhalte der Moebel und die Keller und Garagen hatte ich jetzt schon auch gemeint. Wobei wir tatsaechlich kurzen Prozess gemacht haben mit Papieren und Fotos und paar Erinnerungsstuecken, und fuer den Rest einen Entruempler bezahlt. Aber wir waren auch uns einig, wenn bei der Methode aus Versehen was wertvolles wegkommt, dann waer das halt so gewesen. Zumal wir das sowieso nie erfahren haetten. Ich war mir allerdings auch ueber die Werte im Klaren, die da haetten versteckt sein koennen - bin mir sehr sicher, dass auf dem Dachboden kein unentdeckter Picasso versteckt war. Wenn da wirklich nennenswerte Betraege rauszuholen sind, dann bewerte ich die Arbeit auch nochmal voellig anders, die man da reinstecken sollte.
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