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Thema: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

  1. #91
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.

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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Als ich mich damals informierte hat einmal googlen und ein Anruf gereicht um eine Ärztin zu finden. Außerdem wusste ich von mindestens einer gynäkologischen Tagesklinik in der Nähe, die Abbrüche durchführt. Zeitlich empfand ich das alles als gar kein Problem, ich hätte innerhalb einer Woche mit allem durchsein können (inkl Klärung der Kostenübernahme).
    HIER ist das nicht so einfach herauszufinden, also in meinem HIER.
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  2. #92
    Avatar von WhiseWoman
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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Dass der schönheitschirurgische Eingriff legal ist, Abtreibung aber nicht, sondern nur unter bestimmten Umständen straffrei.


    Dass es sinnvoll wäre, ordentlich zu informieren, darüber sind wir uns einig.
    Aber ich glaube dennoch (als Nichtjuristin), dass diese Konstruktion im 218er der Hintergrund ist. Man darf auch sonst nicht zu Straftaten anleiten oder sie irgendwie fördern.
    Der § 218 StGB hätte im Zusammenhang mit der deutschen Einheit gestrichen gehört, damit der 219a gleich mit. Klare saubere Fristenlösung und fertig.

    Dabei bleibe ich, obwohl ich aus dem Alter raus bin, wo mich das noch ganz persönlich betreffen könnte. Für mich (!) war die Landung in einem Land mit § 218 StGB eine Rolle rückwärts im Bereich der Selbstbestimmung von Frauen. Darum geht es ... und dieses Ethikgedöns ... mal um alle Kinderlein kümmern, die schon da sind und keineswegs immer unter kinderwürdigen Umständen aufwachsen. Da hätten militante Lebensschützer genug zu tun.
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  3. #93
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Der § 218 StGB hätte im Zusammenhang mit der deutschen Einheit gestrichen gehört, damit der 219a gleich mit. Klare saubere Fristenlösung und fertig.

    Dabei bleibe ich, obwohl ich aus dem Alter raus bin, wo mich das noch ganz persönlich betreffen könnte. Für mich (!) war die Landung in einem Land mit § 218 StGB eine Rolle rückwärts im Bereich der Selbstbestimmung von Frauen. Darum geht es ... und dieses Ethikgedöns ... mal um alle Kinderlein kümmern, die schon da sind und keineswegs immer unter kinderwürdigen Umständen aufwachsen. Da hätten militante Lebensschützer genug zu tun.

    Ich finde nicht, dass man so großzügig über das Lebensrecht hinweggehen kann. Da braucht es eine Abwägung.
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  4. #94
    Avatar von WhiseWoman
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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass man so großzügig über das Lebensrecht hinweggehen kann. Da braucht es eine Abwägung.
    Aber nicht im Strafrecht und schon gar nicht von diesen militanten Figuren, die sich genau so lange lebensschützend betätigen, wie das Kind nicht auf der Welt ist und Essen, Wohnung, Kleidung, Betreuung und Bildung braucht.

    Ich bin mit einer Fristenlösung erwachsen geworden und der Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen, die als Form der geplanten Verhütung missbraucht wurde, war klein. DIESE Pappenheimerinnen kannte jede Frauenklinik und die Beratung zur vernünftigen Schwangerschaftsverhütung war, wie sagt man heute, Teil des Entlassmanagements.
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  5. #95
    Avatar von Klopferline
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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Aber nicht im Strafrecht und schon gar nicht von diesen militanten Figuren, die sich genauso so lange lebensschützend betätigen, wie das Kind nicht auf der Welt ist und Essen, Wohnung, Kleidung, Betreuung und Bildung braucht.

    Ich bin mit einer Fristenlösung erwachsen geworden und der Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen, die als Form der geplanten Verhütung missbraucht wurde, war klein. DIESE Pappenheimerinnen kannte jede Frauenklinik und die Beratung zur vernünftigen Schwangerschaftsverhütung war, wie sagt man heute, Teil des Entlassmanagements.
    so ist es. Ich kenne einige, die damals abgetrieben haben. Alle waren in Notsituationen, was von Minderjährig bis laufender Scheidung/Alleinerziehend mit Kindern reichte. Eine Kollegin hat mir damals von so einem Fall mangels Verhütung erzählt, die Frau hatte intensive Gespräche zu führen.

  6. #96
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Aber nicht im Strafrecht und schon gar nicht von diesen militanten Figuren, die sich genau so lange lebensschützend betätigen, wie das Kind nicht auf der Welt ist und Essen, Wohnung, Kleidung, Betreuung und Bildung braucht.

    Ich bin mit einer Fristenlösung erwachsen geworden und der Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen, die als Form der geplanten Verhütung missbraucht wurde, war klein. DIESE Pappenheimerinnen kannte jede Frauenklinik und die Beratung zur vernünftigen Schwangerschaftsverhütung war, wie sagt man heute, Teil des Entlassmanagements.

    Ich mag auch keine militanten Lebensschützer. Aber deren Position (nicht: ihr Auftreten!) ist im Prinzip genau wie deine - nur spiegelverkehrt: Keine Abwägung der Interessen. Nur auf Seiten des Ungeborenen, so wie du nur auf Seiten der Frau argumentierst.
    Ich finde beides zu simpel.
    Ich habe keine Ahnung, weder für die DDR noch für die BRD, wie hoch der von dir beschriebene Prozentsatz bei "Abtreibung als Verhütungsmittel" ist. Ebenso wenig, ob Lebensschützern das geborene Leben pauschal egal ist oder sie sich drum kümmern. Ich weiß das nicht, ich kenne nämlich keine persönlich.

    Wenn wir auf der rechtlichen und ethischen Ebene diskutieren (und nein, das ist kein "Ethikgedöns", wie du schreibst., sondern Art. 1. GG), dann spielt das imho keine Rolle. Da geht es nämlich darum, welche Position der Staat einnimmt. Und den würde ich gern weiterhin verpflichtet sehen, Leben prinzipiell zu schützen und eine so elementare Frage wie das Lebensrecht nicht einfach achselzuckend unter den Tisch fallen zu lassen.

    Ich finde den 218 weitgehend okay, wie er ist. Der ist verantwortungsbewusst und gleichzeitig lebensnah konstruiert.
    viola5 und Gast gefällt dies.

  7. #97
    paulchenpanther13 ist gerade online bremst auch für Tiere

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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich mag auch keine militanten Lebensschützer. Aber deren Position (nicht: ihr Auftreten!) ist im Prinzip genau wie deine - nur spiegelverkehrt: Keine Abwägung der Interessen. Nur auf Seiten des Ungeborenen, so wie du nur auf Seiten der Frau argumentierst.
    Ich finde beides zu simpel.
    Ich habe keine Ahnung, weder für die DDR noch für die BRD, wie hoch der von dir beschriebene Prozentsatz bei "Abtreibung als Verhütungsmittel" ist. Ebenso wenig, ob Lebensschützern das geborene Leben pauschal egal ist oder sie sich drum kümmern. Ich weiß das nicht, ich kenne nämlich keine persönlich.

    Wenn wir auf der rechtlichen und ethischen Ebene diskutieren (und nein, das ist kein "Ethikgedöns", wie du schreibst., sondern Art. 1. GG), dann spielt das imho keine Rolle. Da geht es nämlich darum, welche Position der Staat einnimmt. Und den würde ich gern weiterhin verpflichtet sehen, Leben prinzipiell zu schützen und eine so elementare Frage wie das Lebensrecht nicht einfach achselzuckend unter den Tisch fallen zu lassen.

    Ich finde den 218 weitgehend okay, wie er ist. Der ist verantwortungsbewusst und gleichzeitig lebensnah konstruiert.
    Ich finde die Bezugnahme auf den 1 GG in dem Zusammenhang ganz, ganz schwierig.

    Dann hätte man nämlich ein Kontrukt, dass dem GG fundamental entgegensteht: Menschen mit mehr (geborene) und weniger (ungeborene) unantastbarer Würde.

    Und die Kernaussage der medizinischen Indikation wäre, dass behinderte ungeborene Menschen weniger schützenswerte Würde haben als ungeborene gesunde.

    Ich bin bei Whise Woman. Die Aufgabe des Staates in dem Fall ist es, der Schwangeren (und später der Mutter und dem Kind) alle Unterstützung zukommen zu lassen, die möglich ist, und so die Entscheidung für das Kind zu erleichtern. In dem Zusammenhang Beratungspflicht? Ja, kann man machen, kann man zumindest diskutieren. Aber die Drohung mit dem Strafrecht, mit Gefängnis und Geldstrafe? Wozu soll das gut sein?

  8. #98
    paulchenpanther13 ist gerade online bremst auch für Tiere

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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Ich bin mit einer Fristenlösung erwachsen geworden und der Prozentsatz an Schwangerschaftsabbrüchen, die als Form der geplanten Verhütung missbraucht wurde, war klein. DIESE Pappenheimerinnen kannte jede Frauenklinik und die Beratung zur vernünftigen Schwangerschaftsverhütung war, wie sagt man heute, Teil des Entlassmanagements.
    Jau. Und ganz ehrlich: Man mag sich auch nicht ausmalen, wie die Sache weitergeht, wenn solche Frauen zum "Mutterglück" gezwungen werden. Kann natürlich ungemein läuternd und reifend wirken - aber darf man einen Menschen, erst recht einen kleinen hilflosen, als erzieherische Maßnahme mißbrauchen? Und ihn mehr oder weniger auf Gedeih und Verderb einem Menschen überlassen, der ihn nicht will, der sein Leben nachweislich nicht im Griff hat und dem in vielen Fällen kein Tierheim eine Katze anvertrauen würde?

  9. #99
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.

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    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    ... Ich bin bei Whise Woman. Die Aufgabe des Staates in dem Fall ist es, der Schwangeren (und später der Mutter und dem Kind) alle Unterstützung zukommen zu lassen, die möglich ist, und so die Entscheidung für das Kind zu erleichtern. In dem Zusammenhang Beratungspflicht? Ja, kann man machen, kann man zumindest diskutieren. Aber die Drohung mit dem Strafrecht, mit Gefängnis und Geldstrafe? Wozu soll das gut sein?
    Danke.
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  10. #100
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wenn ich "medikamentös und narkosefrei" lese, dann MUSS ich zugreifen!

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Ich finde die Bezugnahme auf den 1 GG in dem Zusammenhang ganz, ganz schwierig.

    Dann hätte man nämlich ein Kontrukt, dass dem GG fundamental entgegensteht: Menschen mit mehr (geborene) und weniger (ungeborene) unantastbarer Würde.
    Und die Kernaussage der medizinischen Indikation wäre, dass behinderte ungeborene Menschen weniger schützenswerte Würde haben als ungeborene gesunde.
    Nein. Du weißt ja, wie die Formulierung ist. Prinzipiell könnte auch eine mit einem gesunden Kind Schwangere spätabtreiben.

    Sie wird nur niemanden finden, der das macht.


    Ich bin bei Whise Woman. Die Aufgabe des Staates in dem Fall ist es, der Schwangeren (und später der Mutter und dem Kind) alle Unterstützung zukommen zu lassen, die möglich ist, und so die Entscheidung für das Kind zu erleichtern. In dem Zusammenhang Beratungspflicht? Ja, kann man machen, kann man zumindest diskutieren. Aber die Drohung mit dem Strafrecht, mit Gefängnis und Geldstrafe? Wozu soll das gut sein?

    Das BVerfG findet das gar nicht schwierig. Es sagt ganz klar, dass der Staat verpflichtet ist, die Menschenwürde und damit das Lebensrecht durch den Art. 1 klar, eindeutig und angemessen zu schützen. Und dass diese Pflicht des Staates nicht damit vereinbar ist, auf das Strafrecht zu verzichten.

    Natürlich kann man das kontrovers diskutieren. Ich finde es vom Rechtsempfinden her richtig, dass der Staat da mit Nachdruck auftritt - und auf diese Weise auch das Bewusstsein aufrecht erhält, dass da faktisch ein Leben beendet wird.

    WhiseWoman allerdings hat nicht nur auf den Verzicht aufs Strafrecht abgezielt, das war ein Nebenaspekt, sondern hauptsächlich auf den Verzicht des Lebensschutzes. Stichwort: reine Fristenregelung wie in der DDR.
    So ganz bist du offenbar nicht bei ihr, wenn du findest, dass es Aufgabe des Staates ist, Unterstützung zu geben, um die Entscheidung zum Kind zu erleichtern.


    Aber weil du dich da grad einschaltest: Neulich hast du vehement den Vorrang der Kinderrechte gegenüber denen der Eltern gefordert. Hier schreibst du von der unantastbare Würde des Ungeborenen.
    Wie würde denn da beim Schwangerschaftsabbruch für dich die Rechtsgüterabwägung lauten?

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