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Thema: Wieviel Mutter ist wichtig?!

  1. #71
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Simonchen4 Beitrag anzeigen
    Ja, wir wohnen sehr nahe u bisher hat das gut funktioniert. Aber momentan scheint es die Kinder tatsächlich zu stressen u sie wollen meistens nicht zu ihm. Evt müssten wir da mal Umdenken.

    Wie habt ihr das gelebt?! Wöchentlicher Wechsel?! Ich glaub da würde ich sie noch mehr vermissen. ��
    Wir haben mit einem Wechsel alle drei (?) Tage angefangen (da war Tochter 5), über wöchentlich, noch später zweiwöchentlich, die letzten Jahre vor dem Abi, bzw. Auszug von Ferien zu Ferien.

    Ja, ich hab sie auch vermisst, und ich fand es nicht einfach. Aber man wächst da hinein, und kann die Freiheit, die damit einhergeht irgendwann auch genießen. Wenn die Kinder größer werden, wird es eh einfacher, weil es noch andere Kontaktwege gibt und sie Wege zum jeweils anderen auch allein bewältigen können. So wie dein 13jähriges Kind jetzt schon.

    Ich hatte schon auch immer mal wieder die Sorge den Kontakt zu verlieren oder ihre Liebe zu verlieren. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Das war Quatsch, und völlig unbegründet.

    Ein Vorteil ist: Man freut sich immer aufeinander.
    Das ewige Umstellen bleibt aber für alle Beteiligten die große Herausforderung. Man wächst da rein, aber es ist nicht optimal. Aber es sichert und festigt die Beziehung der Kinder zu beiden Elternteilen. In klassischen Familien ist halt oft eines der Elternteile außen vor und wenig präsent im Leben der Kinder. Auch nicht optimal.

    Die Alternative bei getrennten Eltern ist nun mal, dass einer ganz in den Hintergrund tritt - der klassische Wochenend-Papa halt, mit den bekannten Folgen für den Kontakt zwischen Vater und Kindern, aber auch für die Belastung der alleinerziehenden Mutter. Wir fanden immer (alle), dass das die schlechtere Option wäre.

  2. #72
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wir haben mit einem Wechsel alle drei (?) Tage angefangen (da war Tochter 5), über wöchentlich, noch später zweiwöchentlich, die letzten Jahre vor dem Abi, bzw. Auszug von Ferien zu Ferien.

    Ja, ich hab sie auch vermisst, und ich fand es nicht einfach. Aber man wächst da hinein, und kann die Freiheit, die damit einhergeht irgendwann auch genießen. Wenn die Kinder größer werden, wird es eh einfacher, weil es noch andere Kontaktwege gibt und sie Wege zum jeweils anderen auch allein bewältigen können. So wie dein 13jähriges Kind jetzt schon.

    Ich hatte schon auch immer mal wieder die Sorge den Kontakt zu verlieren oder ihre Liebe zu verlieren. Aus heutiger Sicht muss ich sagen: Das war Quatsch, und völlig unbegründet.

    Ein Vorteil ist: Man freut sich immer aufeinander.
    Das ewige Umstellen bleibt aber für alle Beteiligten die große Herausforderung. Man wächst da rein, aber es ist nicht optimal. Aber es sichert und festigt die Beziehung der Kinder zu beiden Elternteilen. In klassischen Familien ist halt oft eines der Elternteile außen vor und wenig präsent im Leben der Kinder. Auch nicht optimal.

    Die Alternative bei getrennten Eltern ist nun mal, dass einer ganz in den Hintergrund tritt - der klassische Wochenend-Papa halt, mit den bekannten Folgen für den Kontakt zwischen Vater und Kindern, aber auch für die Belastung der alleinerziehenden Mutter. Wir fanden immer (alle), dass das die schlechtere Option wäre.
    Nachtrag - was ich ganz wichtig fand: Wir haben immer zu dritt besprochen wie wir es in Zukunft machen wollten. Wir haben auch unserer Tochter immer wieder angeboten, den Rhythmus oder die Lebensform zu verändern. Aber wir haben ihr nie die Entscheidung allein überlassen, ob sie zum einen oder andern gehen wollte. Das liegt ja nahe, und das probieren auch alle Kinder im Wechselmodell, die ich kenne, mal aus: Da hat man sich mit dem Papa gestritten und will nicht wieder hin. Oder umgekehrt. Oder der Papa hat so ein tolles, teures neues Spielzeug und überhaupt macht er immer viel tollere Ausflüge. Und er ist viel lockerer, was die Schule angeht, und jeden zweiten Tag gibts Pizza usw
    Das sind alles Fallstricke, und da, finde ich müssen Eltern an einem Strang ziehen, was den Wechselrhythmus angeht.

  3. #73
    Simonchen4 ist offline Member

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    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wir haben mit einem Wechsel alle drei (?) Tage angefangen (da war Tochter 5), über wöchentlich, noch später zweiwöchentlich, die letzten Jahre vor dem Abi, bzw. Auszug von Ferien zu Ferien.äre.
    Danke für Deine Ausführungen. Interessant. Ich muss sicher auch an mir arbeiten u lernen etwas „loszulassen“. Die Kinder waren eben lange mein wichtigster Lebensinhalt u mein Ex kein besonders guter Vater. Da muss ich sicher auch an mir arbeiten.

    Ich hab öfters Angst, dass sie mich nicht mehr lieben u sich auch nicht mehr von mir geliebt fühlen könnten. Ein Trauma, was ich wohl aus meiner Kindheit mitgenommen haben.

    Hattest Du dann auch einen neuen Partner?!

    Entschuldige, falls ich zu neugierig bin. 😬

  4. #74
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Simonchen4 Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt auch. Ich bin sehr eng mit den Kindern. Da er früher nie da war, sind sie auch sehr auf mich fixiert. Am liebsten hätte ich ein Familienleben u sie immer bei mir, ja. Aber das geht nicht u ich möchte sie ihm natürlich nicht wegnehmen.
    Ich würde mal mit den Kindern reden - eventuell auch einen Fachmann reden lassen . Es geht nämlich nicht unbedingt drum, die Kinder dem Vater wegzunehmen (das solltest du natürlich weder wollen noch versuchen), sondern darum, wieviel Elter die Kinder brauchen, haben möchten, wie es ihnen mit eurer Regelung geht etc. - die andere Sache, wie es dir damit geht, weniger Kinder zu haben, als du möchtest, musst du für dich alleine angehen (ich persönlich würde bei der Planbarkeit meiner kinderfreien Zeiten anfangen und da einfach erwarten, dass der Vater nicht auf seiner Flexibilität auf meine Kosten besteht (wenn die Kinder so alt wären, dass ich nicht präsent sein muss, auch wenn sie nicht beim Vater sind, und sie selbständig hin- und herwechseln möchten, wie sie lustig sind, sähe es für mich wieder anders aus, aber so lange ich drinhänge, möchte ich schon wissen, woran ich bin, ich brauchte da ein bisserl Planbarkeit).

  5. #75
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Simonchen4 Beitrag anzeigen
    Danke für Deine Ausführungen. Interessant. Ich muss sicher auch an mir arbeiten u lernen etwas „loszulassen“. Die Kinder waren eben lange mein wichtigster Lebensinhalt u mein Ex kein besonders guter Vater. Da muss ich sicher auch an mir arbeiten.

    Ich hab öfters Angst, dass sie mich nicht mehr lieben u sich auch nicht mehr von mir geliebt fühlen könnten. Ein Trauma, was ich wohl aus meiner Kindheit mitgenommen haben.

    Hattest Du dann auch einen neuen Partner?!

    Entschuldige, falls ich zu neugierig bin. 😬
    Ich habe bisher nur überflogen und hänge mich hier mal dran. Meine Schwester und ihr Partner haben sich getrennt, als die Kinder 10, 8 und 5 Jahre alt waren. Sie hatten es so geregelt, dass die Kinder Sonntag bis Mittwochmorgen beim Papa und die anderen Tage bei meiner Schwester waren. Meine Schwester hatte auch einen langen Tag wenn die Kinder da waren und sie hat anfangs sehr darunter gelitten die Kinder zum Papa zu bringen, hatte sie vermisst und gefühlt viel zu viel Freizeit. Auch die Kinder haben sie vermisst, weil sie das so auch nicht gewöhnt waren.
    Aber sie sind reingewachsen, meine Schwester hat gelernt die freie Zeit zu genießen, die Kinder wurden größer, das Wechseln offener. Ich glaube es war für alle nicht einfach, aber gut im Sinne der Kinder. Ich habe das schon öfter geschrieben, dass sie heute als Erwachsene sagen, dass sie das Gefühl haben in einer heileren Familie aufgewachsen zu sein, als manche, deren Eltern sich nicht getrennt haben.

    Allerdings finde ich an Eurem Modell die Flexibilität nicht nur für Dich, sondern auch für die Kinder schwierig - immer nicht so genau zu wissen, wann sie wo sind. Da fände ich klarere Regeln besser und vermutlich auch leichter , weil man sich an Routinen schneller gewöhnt.
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  6. #76
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Simonchen4 Beitrag anzeigen
    Danke für Deine Ausführungen. Interessant. Ich muss sicher auch an mir arbeiten u lernen etwas „loszulassen“. Die Kinder waren eben lange mein wichtigster Lebensinhalt u mein Ex kein besonders guter Vater. Da muss ich sicher auch an mir arbeiten.

    Ich hab öfters Angst, dass sie mich nicht mehr lieben u sich auch nicht mehr von mir geliebt fühlen könnten. Ein Trauma, was ich wohl aus meiner Kindheit mitgenommen haben.

    Hattest Du dann auch einen neuen Partner?!

    Entschuldige, falls ich zu neugierig bin. ��
    Kein Problem.
    Ja, hatte ich. Und mein Ex auch bald.

    Wie gesagt, ich kenne diese Ängste auch. Und es dauerte echt lang, bis ich da wirklich einigermaßen selbstsicher war. Meine jüngere war schon 17, als ich da nochmal eine sehr heftige Auseinandersetzung über dieses Wechselmodell mit ihr hatte - und auch da wurden die Ängste bei mir wieder ausgelöst.

    Mir hat geholfen, dass ich mir immer wieder klar gemacht habe, dass ich halt bin, wie ich bin - auch mit meinen Defiziten und den Fehlern, die ich gemacht habe, und dass ich nicht mehr tun kann, als zu versuchen, es so gut zu machen, wie es mir eben möglich ist. Eine andere Mutter oder eine andere Familienkonstellation haben sie nun mal nicht.

    Letztlich werden sich aber unsere Kinder darüber ein Urteil bilden - und vermutlich wird es differenziert sein.
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  7. #77
    Sambesi Gast

    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Simonchen4 Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,

    ich wusste nicht genau, wie ich die Frage formulieren soll. Ich bin Mutter von 4 Kindern u getrennt. Mein Ex kümmert sich viel, manchmal sogar zuviel für meinen Geschmack. Wir haben keine feste Regelung u machen das auf Zuruf. Ich richte mich da meistens nach ihm, da er beruflich viel unterwegs ist. Nun habe ich nach 8 Jahren gerade wieder angefangen zu arbeiten u liebe es sehr. 20 Std/Woche auf 2,5 Tage. Dadurch bin ich schon etwas weniger präsent für die Kinder als vorher u mit der Zeit, die er sie nimmt (2-3 Mal/Woche) hab ich das Gefühl, es ist gerade zu wenig. Ich vermisse sie öfters u sie mich auch. Besonders die beiden Kleineren.

    Zudem stresst mich diese Flexibilität, die ich ihm mit den Kindern gebe. Ich muss aber dazusagen, er war finanziell sehr großzügig u unsere Regelung war darauf gemünzt, dass ich erstmal nicht arbeite u ihm diese Flexibilität zugesagt habe um seine Karriere weiter zu unterstützen. Somit möchte ich die Flexibilität auch nicht wirklich einschränken.

    Aber, irgendwie fühle ich mich schuldig u habe Angst, dass die Kinder mir „entgleiten“.

    Berechtigt?! Blöd?! Ist es egoistisch zu arbeiten, wenn man nicht müsste?! Der Verdienst in meiner Branche wiegt den Aufwand nicht wirklich auf. Aber jetzt wäre eben der Zeitpunkt um einzusteigen.

    Irgendwie belastet es mich gerade.

    Danke!!
    Ich kann dich gut verstehen. Ich bin alleinerziehend, konnte allerdings eher aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten bis vor wenigen Jahren.

    Meine Arbeitszeiten bewegen sich jetzt zwischen 25 und 30 Stunden, und ich habe doch öfter das Gefühl, das es so nicht schön ist.

    Aber was ich auch merke: mein Sohn ist unbändig stolz, dass seine Mama arbeitet. Das ist ein Faktor, den ich so nie erwartet habe. Gleichzeitig ist er manchmal traurig, wenn ich nicht da bin.

    Insgesamt glaube ich aber, die „Normalität“ wächst. Bisher war es für deine Kinder normal, das Mama zuhause ist. Jetzt gibt es eine Umstellungszeit, in der ihr alle etwas Schwierigkeiten habt.

    Das ist alles noch so neu für euch, dass ich dir sagen möchte: gib nicht so schnell auf! Gib euch die Chance euch an etwas anderes zu gewöhnen! Es wird schon!

  8. #78
    Simonchen4 ist offline Member

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    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Ich würde mal mit den Kindern reden - eventuell auch einen Fachmann reden lassen . Es geht nämlich nicht unbedingt drum, die Kinder dem Vater wegzunehmen (das solltest du natürlich weder wollen noch versuchen), sondern darum, wieviel Elter die Kinder brauchen, haben möchten, wie es ihnen mit eurer Regelung geht etc. - die andere Sache, wie es dir damit geht, weniger Kinder zu haben, als du möchtest, musst du für dich alleine angehen (ich persönlich würde bei der Planbarkeit meiner kinderfreien Zeiten anfangen und da einfach erwarten, dass der Vater nicht auf seiner Flexibilität auf meine Kosten besteht (wenn die Kinder so alt wären, dass ich nicht präsent sein muss, auch wenn sie nicht beim Vater sind, und sie selbständig hin- und herwechseln möchten, wie sie lustig sind, sähe es für mich wieder anders aus, aber so lange ich drinhänge, möchte ich schon wissen, woran ich bin, ich brauchte da ein bisserl Planbarkeit).
    Ja, Du hast recht. Es gab jetzt 2 Wochenenden, wo er sie spontan komplett hatte u wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich weggefahren. Sowas frustriert mich dann schon.

  9. #79
    Simonchen4 ist offline Member

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    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher nur überflogen und hänge mich hier mal dran. .
    Danke, das klingt irgendwie schön u ermutigend!!!
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  10. #80
    Simonchen4 ist offline Member

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    Standard Re: Wieviel Mutter ist wichtig?!

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Kein Problem.
    Ja, hatte ich. Und mein Ex auch bald.

    Wie gesagt, ich kenne diese Ängste auch. Und es dauerte echt lang, bis ich da wirklich einigermaßen selbstsicher war. Meine jüngere war schon 17, als ich da nochmal eine sehr heftige Auseinandersetzung über dieses Wechselmodell mit ihr hatte - und auch da wurden die Ängste bei mir wieder ausgelöst.

    Mir hat geholfen, dass ich mir immer wieder klar gemacht habe, dass ich halt bin, wie ich bin - auch mit meinen Defiziten und den Fehlern, die ich gemacht habe, und dass ich nicht mehr tun kann, als zu versuchen, es so gut zu machen, wie es mir eben möglich ist. Eine andere Mutter oder eine andere Familienkonstellation haben sie nun mal nicht.

    Letztlich werden sich aber unsere Kinder darüber ein Urteil bilden - und vermutlich wird es differenziert sein.
    Ja, das wird es sicher. Diese blöden Ängste u Unsicherheiten... 😬

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