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Thema: Nachbarschaftsfrage

  1. #1
    advena ist offline Legende
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    Frage Nachbarschaftsfrage

    Nachbarin 1 zieht seit Jahren ihren Wein am Zaun, der zum Nachbarn angrenzt und lässt da alles großzügig drüber hängen. Nachbarin 2 hat es hingenommen, weil da noch einige Büsche vorstehen.

    Nun ist Nachbarin 2 erkrankt und kann ihren Garten nicht mehr machen. Ein Gärtner wird beauftragt, der schneidet die Büsche und schneidet den gesamten überhängenden Wein von NAchbarin 1 weg bzw. wirft die Ranken teilw. über den ZAun, so dass noch mehr Schäden am Wein entstehen.

    Nachbarin 1 regt sich auf. Von wegen, sie hätt das so seit 10 Jahren gemacht und hätt keinen gestört.

    Was wäre richtig gewesen?

    Meines Erachtens: Man hätte Nachbarin 1 vorher Bescheid sagen müssen, damit sie ne Chance hat ihren Wein ordnungsgemäß zurückzuschneiden und zu retten.

    Nachbarin 2 sagt, es hat sie schon immer gestört und sie hätte Nachbarin 1 auch schon mal (vor Jahren?) darauf hingewiesen, dass das nicht geht und der Gärtner hätt halt jetzt mal Ordnung geschaffen.
    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  2. #2
    Avatar von MartinaC
    MartinaC ist offline Daumendrücker
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    3.349

    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Nachbarin 1 zieht seit Jahren ihren Wein am Zaun, der zum Nachbarn angrenzt und lässt da alles großzügig drüber hängen. Nachbarin 2 hat es hingenommen, weil da noch einige Büsche vorstehen.

    Nun ist Nachbarin 2 erkrankt und kann ihren Garten nicht mehr machen. Ein Gärtner wird beauftragt, der schneidet die Büsche und schneidet den gesamten überhängenden Wein von NAchbarin 1 weg bzw. wirft die Ranken teilw. über den ZAun, so dass noch mehr Schäden am Wein entstehen.

    Nachbarin 1 regt sich auf. Von wegen, sie hätt das so seit 10 Jahren gemacht und hätt keinen gestört.

    Was wäre richtig gewesen?

    Meines Erachtens: Man hätte Nachbarin 1 vorher Bescheid sagen müssen, damit sie ne Chance hat ihren Wein ordnungsgemäß zurückzuschneiden und zu retten.

    Nachbarin 2 sagt, es hat sie schon immer gestört und sie hätte Nachbarin 1 auch schon mal (vor Jahren?) darauf hingewiesen, dass das nicht geht und der Gärtner hätt halt jetzt mal Ordnung geschaffen.
    Ich hätte mich, wäre ich Nachbarin 1 gewesen, über eine vorherige Info gefreut.
    Kaefer und Cafetante gefällt dies.
    Christian 10/02, Pia 10/04 und Julia 05/07

  3. #3
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    31.004

    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Ich denke, auf meinem Grundstück kann ich schneiden wann ich will. Da hat die Nachbarin Pech gehabt.

    Wenn man nett ist, sagt man vorher Bescheid, aber müssen tut man m.E. nicht.
    Heinz gefällt dies

  4. #4
    Kara^^ ist offline Carpal Tunnel
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    4.622

    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Ich bin auch deiner Meinung. Wenn N2 seit zehn Jahren nix sagt oder nach einmal Sagen wieder auf sich beruhen lässt, würde ich auch davon ausgehen dass der Wein nicht groß stört.
    Ich finde das Vorgehen von N2 ziemlich feige.
    Nur in unseren Träumen sind wir frei. Die meiste Zeit über brauchen wir Lohn.
    - Terry Pratchett, MacBest

  5. #5
    Kaefer ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Ich denke, auf meinem Grundstück kann ich schneiden wann ich will. Da hat die Nachbarin Pech gehabt.
    So wie es sich anhört sind durch den Rückschnitt aber Schäden in der Art entstanden, dass das Gewächs auch auf Seiten der Besitzerin kaputt ist. Und da finde ich schon, dass das nicht geht. Vermutlich würde ich mich als Nachbarin 1 ärgern dass ich nicht informiert wurde, und im Zweifel auch über mich selbst, dass ich mich drauf verlassen habe, "dass das okay ist".

    Auch dass er den Schnitt einfach in den anderen Garten wirft finde ich eher unfreundlich. Ob er das darf weiß ich nicht, ein Gärtner, der das einfach mal so macht, wäre jetzt aber nicht unbedingt eine Weiterempfehlung wert.

  6. #6
    Avatar von Wunderblume
    Wunderblume ist offline ~niveauflexibel~
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    05.08.2003
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    19.806

    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Nachbarin 1 zieht seit Jahren ihren Wein am Zaun, der zum Nachbarn angrenzt und lässt da alles großzügig drüber hängen. Nachbarin 2 hat es hingenommen, weil da noch einige Büsche vorstehen.

    Nun ist Nachbarin 2 erkrankt und kann ihren Garten nicht mehr machen. Ein Gärtner wird beauftragt, der schneidet die Büsche und schneidet den gesamten überhängenden Wein von NAchbarin 1 weg bzw. wirft die Ranken teilw. über den ZAun, so dass noch mehr Schäden am Wein entstehen.

    Nachbarin 1 regt sich auf. Von wegen, sie hätt das so seit 10 Jahren gemacht und hätt keinen gestört.

    Was wäre richtig gewesen?

    Meines Erachtens: Man hätte Nachbarin 1 vorher Bescheid sagen müssen, damit sie ne Chance hat ihren Wein ordnungsgemäß zurückzuschneiden und zu retten.

    Nachbarin 2 sagt, es hat sie schon immer gestört und sie hätte Nachbarin 1 auch schon mal (vor Jahren?) darauf hingewiesen, dass das nicht geht und der Gärtner hätt halt jetzt mal Ordnung geschaffen.

    unabhängig von der Rechtslage (da war was mit jahrelanger Duldung und Gewohnheitsrecht und so... ) finde ich ja, dass man miteinander redet (in solchen Fällen meinetwegen auch gern schriftlich).

    Außerdem finde ich es von einem Gärtner ein bisschen fragwürdig, fremdes Eigentum zu zerstören. DEN Auftrag hatte er sicher nicht und man darf davon ausgehen dass ihm die Konsequenzen bekannt waren. Hm. Den sehe ich eigentlich am meisten "in der Pflicht" da ggfs auch mal mit der Nachbarin (eigentlich mit beiden gemeinsam) über eine optimale Lösung zu reden. Er ist der Fachmann und die Arbeit ist m.E. so nicht fachmännisch... und "gut beraten" würde ich mich von dem auch nicht fühlen.
    Schneehase gefällt dies

    Wir sehen alle den gleichen Himmel - aber wir haben nicht alle denselben Horizont!

  7. #7
    jellybean73 ist offline Legende
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    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Nachbarin 1 zieht seit Jahren ihren Wein am Zaun, der zum Nachbarn angrenzt und lässt da alles großzügig drüber hängen. Nachbarin 2 hat es hingenommen, weil da noch einige Büsche vorstehen.

    Nun ist Nachbarin 2 erkrankt und kann ihren Garten nicht mehr machen. Ein Gärtner wird beauftragt, der schneidet die Büsche und schneidet den gesamten überhängenden Wein von NAchbarin 1 weg bzw. wirft die Ranken teilw. über den ZAun, so dass noch mehr Schäden am Wein entstehen.

    Nachbarin 1 regt sich auf. Von wegen, sie hätt das so seit 10 Jahren gemacht und hätt keinen gestört.

    Was wäre richtig gewesen?

    Meines Erachtens: Man hätte Nachbarin 1 vorher Bescheid sagen müssen, damit sie ne Chance hat ihren Wein ordnungsgemäß zurückzuschneiden und zu retten.

    Nachbarin 2 sagt, es hat sie schon immer gestört und sie hätte Nachbarin 1 auch schon mal (vor Jahren?) darauf hingewiesen, dass das nicht geht und der Gärtner hätt halt jetzt mal Ordnung geschaffen.
    Ich glaube, dass da das gewohnheitsrecht eine Rolle spielt.
    Und der Gärtner das nicht einfach hätte zerstören dürfen.

  8. #8
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    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von Kara^^ Beitrag anzeigen
    Ich bin auch deiner Meinung. Wenn N2 seit zehn Jahren nix sagt oder nach einmal Sagen wieder auf sich beruhen lässt, würde ich auch davon ausgehen dass der Wein nicht groß stört.
    Ich finde das Vorgehen von N2 ziemlich feige.
    Wie oft muss man denn Nachbarn bitten, ihr Gestrüpp nicht rüber wachsen zu lassen.

    Wenn ich einmal gebeten worden bin, nichts über den Zaun wachsen zu lassen, muss ich damit rechnen, dass das irgendwann vom Nachbarn alles entfernt wird, was über den Zaun wächst.
    Perla, elina2, Philinea und 3 anderen gefällt dies.

  9. #9
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    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    Zitat Zitat von Kaefer Beitrag anzeigen
    So wie es sich anhört sind durch den Rückschnitt aber Schäden in der Art entstanden, dass das Gewächs auch auf Seiten der Besitzerin kaputt ist. Und da finde ich schon, dass das nicht geht. Vermutlich würde ich mich als Nachbarin 1 ärgern dass ich nicht informiert wurde, und im Zweifel auch über mich selbst, dass ich mich drauf verlassen habe, "dass das okay ist".

    Auch dass er den Schnitt einfach in den anderen Garten wirft finde ich eher unfreundlich. Ob er das darf weiß ich nicht, ein Gärtner, der das einfach mal so macht, wäre jetzt aber nicht unbedingt eine Weiterempfehlung wert.
    Ich habe es so verstanden, dass er über den Zaun hängende Ranken zurück "gehängt" hat, also die, die noch am Stamm wachsen und nicht die abgeschnittenen.

    Natürlich wäre es nett gewesen, wenn man der Nachbarin gesagt hätte, dass sie den Wein zurückschneiden soll. Ich nehme mal an, dass die Nachbarin mit ihrer Krankheit sowieso genug zu tun hat. Vielleicht hat sie sich auch geärgert, weil sie schon einmal um Rückschnitt gebeten hat und ignoriert wurde.
    Zwutschgal gefällt dies

  10. #10
    MikaelSander ist offline Kein Erdmännchen!
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    4.102

    Standard Re: Nachbarschaftsfrage

    N1 streitet ja wohl nicht ab, schon mal von N2 aufgefordert worden zu sein, oder?

    Wie sie dann ein Gewohnheitsrecht ableiten will, in Kenntnis, dass es N2 stört?

    N1 kann froh sein, dass sie das nicht bezahlen muss.

    Und wenn ich mir den Wein beim Nachbarn anschaue, dann macht der wie's Messer und es ist schon seltsam, dass durch den Schnitt der Ranken beim Nachbarn jetzt plötzlich die "Mutterpflanze" im Eimer sein soll.

    Das riecht nach Abzockversuch durch N1.
    Ich hab Recht und Ihr Eure Ruhe!

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