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Thema: Drogen in der Schwangerschaft

  1. #1
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende
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    Standard Drogen in der Schwangerschaft

    Für Eltern, deren (Pflege) Kinder, die durch Alkohol geschädigt wurden gibt es ja mittlerweile viele Informationen, Beratung, Möglichkeiten sich zu informieren.
    Weiß jemand, ob es ähnliches auch für Kinder von Drogenabhängigen gibt?
    Ich finde leider nur etwas über Entzugserscheinungen, mögliche mindere Intelligenz.
    Aber solche Studien und Empfehlungen wie für FASD finde ich nicht.

    Stell ich mich nur zu doof an die zu finden, oder gibts da wirklich nicht viel.

  2. #2
    Sommersprosse80 ist offline Ex kaddi80
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Stulle Beitrag anzeigen
    Für Eltern, deren (Pflege) Kinder, die durch Alkohol geschädigt wurden gibt es ja mittlerweile viele Informationen, Beratung, Möglichkeiten sich zu informieren.
    Weiß jemand, ob es ähnliches auch für Kinder von Drogenabhängigen gibt?
    Ich finde leider nur etwas über Entzugserscheinungen, mögliche mindere Intelligenz.
    Aber solche Studien und Empfehlungen wie für FASD finde ich nicht.

    Stell ich mich nur zu doof an die zu finden, oder gibts da wirklich nicht viel.
    Ich habe 2 Pflegekinder unmittelbar nach der Geburt im Krankenhaus durch einen schwierigen Drogenentzug begleitet. Beide hatten massive Entzugserscheinungen (ein Baby Heroin ein baby Heroin plus multiple Substanzen) sind 6 bzw. 8 Wochen lang substituiert worden, es waren danach die typisch unruhigen schrill schreienden Drogenbabys. Aber beide Kliniken haben unabhängig voneinander gesagt, dass Drogen keine Spätschäden verursachen. Drogen machen bösen Entzug und ggf ein auffälliges erstes Lebensjahr, aber keine weiteren Schäden im Gegensatz zu Alkohol.
    In der Praxis geht multipler Substanzmissbrauch in der Regel ja aber mit Alkoholkonsum einher, so das es denke ich schwer zu trennen ist. Unsere beiden Drogenbabys haben beide auch ein deutliches FAS...

  3. #3
    Avatar von Lacustris2
    Lacustris2 ist gerade online und wieder auf Anfang ...
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Meine Jugendfreundin hat vor gut fünfundzwanzig Jahren das Kind drogenabhängigiger Eltern direkt aus dem KH adoptiert.
    Es war sehr schwer, da der Junge erst durch den Entzug durchmußte. Die Kindheit war sehr unruhig, möchte ich es ausdrücken.
    Leider rutschte der Junge wie seine leiblichen Eltern in die Drogenabhängigkeit inkl. Beschaffungskriminalität ab, brach die Schule ab etc.
    Über die kompletten Ursachen möchte ich nicht spekulieren, der Junge mußte auch das Scheitern der Ehe seiner Adoptiveltern miterleben.
    Wie es ihm heute geht, weiß ich leider nicht. Meine Freundin spricht nicht gerne über ihn.

  4. #4
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sommersprosse80 Beitrag anzeigen
    Ich habe 2 Pflegekinder unmittelbar nach der Geburt im Krankenhaus durch einen schwierigen Drogenentzug begleitet. Beide hatten massive Entzugserscheinungen (ein Baby Heroin ein baby Heroin plus multiple Substanzen) sind 6 bzw. 8 Wochen lang substituiert worden, es waren danach die typisch unruhigen schrill schreienden Drogenbabys. Aber beide Kliniken haben unabhängig voneinander gesagt, dass Drogen keine Spätschäden verursachen. Drogen machen bösen Entzug und ggf ein auffälliges erstes Lebensjahr, aber keine weiteren Schäden im Gegensatz zu Alkohol.
    In der Praxis geht multipler Substanzmissbrauch in der Regel ja aber mit Alkoholkonsum einher, so das es denke ich schwer zu trennen ist. Unsere beiden Drogenbabys haben beide auch ein deutliches FAS...
    Mein neuestes Baby hab ich erst mit 3,5 Monaten bekommen. Sie ist sehr fit, aber auch sehr unruhig, die ersten Wochen hat sie im Tragetuch gewohnt.
    Nachts wird sie alle 2-4 Stunden wach und „klebt“ an mir.
    Nach FAS sieht sie eigentlich nicht aus, aber nicht alles sieht man ja.
    Sie ist sehr lebhaft und unternehmungslustig. Regt sich schnell auf, lässt sich aber von mir mit engem Körperkontakt gut beruhigen.


    Das Drogen gar keine Spätfolgen entstehen lassen, fällt mir aber auch schwer zu glauben. Aber es wird wohl das Problem sein, dass , man das nicht wirklich trennen kann, was wovon kommt.

    Was mir am meisten Sorgen macht ist, dass sie ja in Kurzpflege ist und ich befürchte, dass die neue Trennung mehr kaputt machen wird als die Drogen.

  5. #5
    Sommersprosse80 ist offline Ex kaddi80
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Stulle Beitrag anzeigen

    Was mir am meisten Sorgen macht ist, dass sie ja in Kurzpflege ist und ich befürchte, dass die neue Trennung mehr kaputt machen wird als die Drogen.
    Warum befürchtest du das? Ich mache ja nur bereitschaftspflege und ich habe bei allen bisher 6 Kindern (bzw. Bei 5 von 6, bei einer ist die Geschichte einfach anders) das Gefühl das der Übergang in die Dauerpflege wirklich gut gelungen ist und keine weiteren Schäden angerichtet hat! Aber da muss man wirklich gut anbahnen und sich drauf einlassen! Wir haben immer Minimum 6 Wochen angebahnt oft noch länger!

  6. #6
    RoseT ist offline addict
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sommersprosse80 Beitrag anzeigen
    Ich habe 2 Pflegekinder unmittelbar nach der Geburt im Krankenhaus durch einen schwierigen Drogenentzug begleitet. Beide hatten massive Entzugserscheinungen (ein Baby Heroin ein baby Heroin plus multiple Substanzen) sind 6 bzw. 8 Wochen lang substituiert worden, es waren danach die typisch unruhigen schrill schreienden Drogenbabys. Aber beide Kliniken haben unabhängig voneinander gesagt, dass Drogen keine Spätschäden verursachen. Drogen machen bösen Entzug und ggf ein auffälliges erstes Lebensjahr, aber keine weiteren Schäden im Gegensatz zu Alkohol.
    In der Praxis geht multipler Substanzmissbrauch in der Regel ja aber mit Alkoholkonsum einher, so das es denke ich schwer zu trennen ist. Unsere beiden Drogenbabys haben beide auch ein deutliches FAS...
    Das würde mich jetzt auch genauer interessieren. Ich kenne beruflich mehrere Kinder mit geistiger Behinderung, bei denen die Eltern Drogenkonsum in der Schwangerschaft angegeben haben und die nicht die typischen Anzeichen von Alkoholkonsum aufgezeigt haben. Aber Droge ist vermutlich nicht gleich Droge...

  7. #7
    Sommersprosse80 ist offline Ex kaddi80
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von RoseT Beitrag anzeigen
    Das würde mich jetzt auch genauer interessieren. Ich kenne beruflich mehrere Kinder mit geistiger Behinderung, bei denen die Eltern Drogenkonsum in der Schwangerschaft angegeben haben und die nicht die typischen Anzeichen von Alkoholkonsum aufgezeigt haben. Aber Droge ist vermutlich nicht gleich Droge...
    Ok also geistige Behinderung würde ich jetzt ausnehmen... Das mag schon durch Drogen kommen. Ich meinte typisch psychiatrische Verhaltensauffälligkeiten wie bei FAS

  8. #8
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sommersprosse80 Beitrag anzeigen
    Warum befürchtest du das? Ich mache ja nur bereitschaftspflege und ich habe bei allen bisher 6 Kindern (bzw. Bei 5 von 6, bei einer ist die Geschichte einfach anders) das Gefühl das der Übergang in die Dauerpflege wirklich gut gelungen ist und keine weiteren Schäden angerichtet hat! Aber da muss man wirklich gut anbahnen und sich drauf einlassen! Wir haben immer Minimum 6 Wochen angebahnt oft noch länger!
    Genau da liegt das Problem. Die Eltern wohnen 600km weit weg und dort soll sie auch hin.( in Langzeitpflege)
    Die 1. Idee war, die Neuen sollen ein Wochenende bleiben. Da was sie aber auch erst kurz bei mir und es hätte keinen großen Unterschied gemacht.
    Im besten Fall wird jetzt von einer Woche ausgegangen.

    Dieses Kind hat sich schon so stark gebunden, wie noch keins, was ich vorher hatte.... sie bleibt maximal bei meinen Töchtern, aber auch nicht länger als 1-2 Stunden....

  9. #9
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sommersprosse80 Beitrag anzeigen
    Ich habe 2 Pflegekinder unmittelbar nach der Geburt im Krankenhaus durch einen schwierigen Drogenentzug begleitet. Beide hatten massive Entzugserscheinungen (ein Baby Heroin ein baby Heroin plus multiple Substanzen) sind 6 bzw. 8 Wochen lang substituiert worden, es waren danach die typisch unruhigen schrill schreienden Drogenbabys. Aber beide Kliniken haben unabhängig voneinander gesagt, dass Drogen keine Spätschäden verursachen. Drogen machen bösen Entzug und ggf ein auffälliges erstes Lebensjahr, aber keine weiteren Schäden im Gegensatz zu Alkohol.
    In der Praxis geht multipler Substanzmissbrauch in der Regel ja aber mit Alkoholkonsum einher, so das es denke ich schwer zu trennen ist. Unsere beiden Drogenbabys haben beide auch ein deutliches FAS...
    Gilt nicht für alle Drogen, leider.
    Crystal ist hier sehr in der Diskussion, dabei sind die Kinder am Anfang relativ ruhig.
    Silm

  10. #10
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Gendermainstreamerin
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    Standard Re: Drogen in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Sommersprosse80 Beitrag anzeigen
    Ich habe 2 Pflegekinder unmittelbar nach der Geburt im Krankenhaus durch einen schwierigen Drogenentzug begleitet. Beide hatten massive Entzugserscheinungen (ein Baby Heroin ein baby Heroin plus multiple Substanzen) sind 6 bzw. 8 Wochen lang substituiert worden, es waren danach die typisch unruhigen schrill schreienden Drogenbabys. Aber beide Kliniken haben unabhängig voneinander gesagt, dass Drogen keine Spätschäden verursachen. Drogen machen bösen Entzug und ggf ein auffälliges erstes Lebensjahr, aber keine weiteren Schäden im Gegensatz zu Alkohol.
    In der Praxis geht multipler Substanzmissbrauch in der Regel ja aber mit Alkoholkonsum einher, so das es denke ich schwer zu trennen ist. Unsere beiden Drogenbabys haben beide auch ein deutliches FAS...
    Ich bin hart im Nehmen, aber solche Berichte kann ich schwer aushalten.
    Das ist ein tolles Engagement von deiner Seite.

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