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Thema: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

  1. #1

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    Standard Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Puh, das Thema schieb ich ja schon Jahre vor mir her. Schon ewig liegt die dicke Mappe von der Stiftung Warentest halb ausgefüllt im Schrank.

    Jetzt hab ich aber beschlossen, dass wir das angehen. Jetzt.

    Hat das hier jemand schon gemacht?

    Ich überlege, dass wir jetzt einen Notar hinzuziehen, um a) wirklich Rechtssicherheit zu haben und b) hoffentlich auch inhaltliche Beratung zu bekommen. Klar kann der mir nicht sagen, was ich im Zweifel haben wollen würde, aber ich verstehe in dem mir vorliegenden Muster den ein oder anderen Passus schon gar nicht umfassend.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit notarieller Beratung in dem Fall?

    Erzählt doch mal....

  2. #2
    Mumpitz ist offline Legende

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Zitat Zitat von dasunsichtbarehaendchen Beitrag anzeigen
    Puh, das Thema schieb ich ja schon Jahre vor mir her. Schon ewig liegt die dicke Mappe von der Stiftung Warentest halb ausgefüllt im Schrank.

    Jetzt hab ich aber beschlossen, dass wir das angehen. Jetzt.

    Hat das hier jemand schon gemacht?

    Ich überlege, dass wir jetzt einen Notar hinzuziehen, um a) wirklich Rechtssicherheit zu haben und b) hoffentlich auch inhaltliche Beratung zu bekommen. Klar kann der mir nicht sagen, was ich im Zweifel haben wollen würde, aber ich verstehe in dem mir vorliegenden Muster den ein oder anderen Passus schon gar nicht umfassend.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit notarieller Beratung in dem Fall?

    Erzählt doch mal....
    Wir haben bis jetzt Vorsorgevollmachten für die Eltern, für meine Mutter, meine Schwiegermutter, meine Tante (die letzten 3 brauchten wir auch schon) und für den ältesten Sohn. Für den Mittleren müssen wir noch. Eine Patientenverfügung habe ich mal verfasst, aber dann nicht ausgedruckt und ich hab sie in den Tiefen des Computers verloren. Notariell haben wir nichts gemacht, bis jetzt gab es damit nie Probleme, auch nicht, als wir bei meiner Schwiegermutter die Ernährung per Sonde abgelehnt haben und bei meiner Tante vor ihrem Tod eine Krankenhauseinweisung und weiter ärztliche Maßnahmen. Wenn es dir um das Verständnis einzelner Passus geht, wäre da nicht der Hausarzt der bessere Ansprechpartner? Ich weiß nicht, ob ein Notar die medizinischen Dinge so wirklich durchschaut.

  3. #3

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Wir haben bis jetzt Vorsorgevollmachten für die Eltern, für meine Mutter, meine Schwiegermutter, meine Tante (die letzten 3 brauchten wir auch schon) und für den ältesten Sohn. Für den Mittleren müssen wir noch. Eine Patientenverfügung habe ich mal verfasst, aber dann nicht ausgedruckt und ich hab sie in den Tiefen des Computers verloren. Notariell haben wir nichts gemacht, bis jetzt gab es damit nie Probleme, auch nicht, als wir bei meiner Schwiegermutter die Ernährung per Sonde abgelehnt haben und bei meiner Tante vor ihrem Tod eine Krankenhauseinweisung und weiter ärztliche Maßnahmen. Wenn es dir um das Verständnis einzelner Passus geht, wäre da nicht der Hausarzt der bessere Ansprechpartner? Ich weiß nicht, ob ein Notar die medizinischen Dinge so wirklich durchschaut.
    Ich hab jetzt eine Vorlage von einem Freund, da ist beides auf einmal abgefrühstückt. Und der hat wohl alles beim Notar gemacht.

    Da es bei uns im Zweifel auch um Immobilienverkauf gehen könnte, wäre mir Notar wohl schon lieber. Nicht, dass dann im Ernstfall die Bank Zicken macht.

    Hausarzt...eigentlich gute Idee, wenn ich gerade einen vernünftigen hätte. Seufz.

    Deine Kinder sind volljährig, nehme ich an? So weit hab ich noch gar nicht gedacht, meine Kinder sind noch kleiner. Aber gutes Stichwort: Meine Mutter muss ich auch nochmal fragen, ob sie was gemacht hat und wo das liegt.

  4. #4
    Temporär ist offline Poweruser

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Alles mit Immobilien musst du notariell machen. Alles andere hat null Wirkung.
    Für die Vorsorgevollmacht ist im Umgang mit Behörden und Banken notariell auch besser.
    Da geht es auch darum, falls es Streitigkeiten um die Ausführung gibt.
    Der Notar kann auch das rechtliche erklären.
    Eventuell lohnt es sich auch in dem Zusammenhang ein Testament zu machen.
    Die Fragen, die da eine Rolle spielen, spielen auch in die Vorsorgevollmacht mit ein.
    Eine Patientenverfügung muss detailliert sein, um im Ernstfall zu nutzen. Sowohl für die Ärzte als auch für die Angehörigen.
    Mit Arzt besprechen oder sich wirklich eingehend im Internet dazu einlesen.

  5. #5
    advena ist gerade online Legende

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Zum Thema Patientenverfügung sagen mein Sohn und meine Schwester übereinstimmend - beide mit guten Einblicken in den Medizinalltag: Am besten man tätowiert auf den Hals: Hier nicht intubieren und auf den Brustkorb: Hier nicht reanimieren.

    Weil ein Notarzt im Notfall nicht fragt, gibt es eine Patientenverfügung, sondern der macht - weil es geht um Sekunden. Da ist noch nicht mal Zeit um inner Geldbörse danach zu gucken. Und wenn Du erstmal reanimiert/intubiert bist - dann isses ganz schwierig da wieder weg zu kommen.

    Ansonstne schieb ich das Thema vor mir her. Ich weiß nciht wem ich eine Vorsorgevollmacht geben soll. Mein Mann wäre damit definitiv überfordert, meine Kinder will ich nicht damit belasten.

    Beratung würde ich mir bei einer Sozialberatung holen. Gibts be uns z.b. von der Diakonie oder Caritas. Die haben mit sowas mehr Erfahrung. Ein Notar berät nicht, der beurkundet nur.
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    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  6. #6
    Temporär ist offline Poweruser

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Doch, der Notar berät zu allen rechtlichen. Also welche Rechtsfolge welche Formulierung in der Urkunde hat. Bei der Vorsorgevollmacht geht es im wesentlichen um finanzielles und wer kann für mich laufende Dinge entscheiden und Verträge schließen oder kündigen und Informationen dazu einholen (auch Betreuung oder Unterbringung).
    Meine Meinung zu Patientenverfügung ( die ist davon unabhängig zu betrachten und ärztlich berät ein Notar natürlich nicht):
    Die sollte handschriftlich und detailliert sein und immer wieder der jeweiligen Lebens- und Gesundheitssituation hin angepasst werden.
    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Zum Thema Patientenverfügung sagen mein Sohn und meine Schwester übereinstimmend - beide mit guten Einblicken in den Medizinalltag: Am besten man tätowiert auf den Hals: Hier nicht intubieren und auf den Brustkorb: Hier nicht reanimieren.

    Weil ein Notarzt im Notfall nicht fragt, gibt es eine Patientenverfügung, sondern der macht - weil es geht um Sekunden. Da ist noch nicht mal Zeit um inner Geldbörse danach zu gucken. Und wenn Du erstmal reanimiert/intubiert bist - dann isses ganz schwierig da wieder weg zu kommen.

    Ansonstne schieb ich das Thema vor mir her. Ich weiß nciht wem ich eine Vorsorgevollmacht geben soll. Mein Mann wäre damit definitiv überfordert, meine Kinder will ich nicht damit belasten.

    Beratung würde ich mir bei einer Sozialberatung holen. Gibts be uns z.b. von der Diakonie oder Caritas. Die haben mit sowas mehr Erfahrung. Ein Notar berät nicht, der beurkundet nur.

  7. #7
    piper78 Gast

    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Mein Mann und ich haben eine (jeweils für den anderen, wir sind nicht verheiratet), und ich hab eine für meinen Vater und meine Mutter (meine Eltern sind geschieden).
    Mein Vater hat die Standardvariante ausm Netz ausgedruckt mit Ankreuzvarianten, ich hab ihm gesagt wie "gut" die sind aber war ihm egal. Mein Mann und ich und meine Mutter haben alles beim Notar machen lassen, kostet keine 250€ und übernimmt die Rechtschutzversicherung.
    Ärzte lassen sich das in der Regel auch bezahlen und einige machen es auch gar nicht.

  8. #8
    piper78 Gast

    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Zum Thema Patientenverfügung sagen mein Sohn und meine Schwester übereinstimmend - beide mit guten Einblicken in den Medizinalltag: Am besten man tätowiert auf den Hals: Hier nicht intubieren und auf den Brustkorb: Hier nicht reanimieren.

    Weil ein Notarzt im Notfall nicht fragt, gibt es eine Patientenverfügung, sondern der macht - weil es geht um Sekunden. Da ist noch nicht mal Zeit um inner Geldbörse danach zu gucken. Und wenn Du erstmal reanimiert/intubiert bist - dann isses ganz schwierig da wieder weg zu kommen.

    Ansonstne schieb ich das Thema vor mir her. Ich weiß nciht wem ich eine Vorsorgevollmacht geben soll. Mein Mann wäre damit definitiv überfordert, meine Kinder will ich nicht damit belasten.

    Beratung würde ich mir bei einer Sozialberatung holen. Gibts be uns z.b. von der Diakonie oder Caritas. Die haben mit sowas mehr Erfahrung. Ein Notar berät nicht, der beurkundet nur.
    Wie alt sind deine Kinder? Und darf ich fragen inwiefern dein Mann damit überfordert sein soll? Ich "führe" den Willen des im worst case Sterbenden aus, das ist mir 100x lieber als nicht zu wissen, was ich tun soll weil ich nicht weiß, wie derjenige es gern gehabt hätte. Ich hab jetzt sicher nicht das Beste Verhältnis zu meinen Eltern aber in beiden Fällen war es für mich selbstverständlich, dass ich das übernehme.

  9. #9
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Zitat Zitat von dasunsichtbarehaendchen Beitrag anzeigen
    Puh, das Thema schieb ich ja schon Jahre vor mir her. Schon ewig liegt die dicke Mappe von der Stiftung Warentest halb ausgefüllt im Schrank.

    Jetzt hab ich aber beschlossen, dass wir das angehen. Jetzt.

    Hat das hier jemand schon gemacht?

    Ich überlege, dass wir jetzt einen Notar hinzuziehen, um a) wirklich Rechtssicherheit zu haben und b) hoffentlich auch inhaltliche Beratung zu bekommen. Klar kann der mir nicht sagen, was ich im Zweifel haben wollen würde, aber ich verstehe in dem mir vorliegenden Muster den ein oder anderen Passus schon gar nicht umfassend.

    Hat jemand von euch Erfahrung mit notarieller Beratung in dem Fall?

    Erzählt doch mal....
    Wenn du wirklich "Sicherheit" anstrebst solltest du vor allem mit einem kompetenten Mediziner sprechen.
    Danke für den Fisch.

  10. #10
    Mumpitz ist offline Legende

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    Standard Re: Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und so

    Aus irgendeinem Grund klappt bei mir das Zitieren nicht. Ja, meine Kinder sind volljährig und wenn ihnen jetzt etwas zustieße, hätte ich nicht mehr automatisch die Betreuung....Was ich noch vergessen habe: Bei den Banken benötigt man eine extra Bankvollmacht bzw. ist es dann einfacher. Eigentlich müssen sie auch die andere Vollmacht anerkennen, aber da muss man wohl manchmal erst Klage androhen.
    Was mir auch aufgefallen ist: Geschäftsunfähigkeit bei Demenz interessiert niemanden so wirklich. Meine Schwiegermutter hatte keine Bankvollmacht und mein Mann ist mit ihr zusammen zur Bank, hat auch das mit der Demenz erklärt und trotzdem reichte dann ihre Unterschrift. Ich war mit meiner Mutter wegen eines Hausverkaufs beim Notar und auch da interessierte nur die Unterschrift, obwohl meine Mutter zu der Zeit schon sichtlich verwirrt war.

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