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Thema: Depressionen bei Teenagern

  1. #1
    Seebär05 ist offline enthusiast
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    Standard Depressionen bei Teenagern

    Habe bisher nur mitgelesen, aber inzwischen trau ich mich auch etwas zu schreiben und hoffe, ihr könnt mir hier etwas Mut machen.

    Wir haben Zwillingsmädchen, fast 15, zweieiig. Und eine unserer Töchter hat im letzten halben Jahr offenbar eine Depression entwickelt, und/oder eine Zwangsstörung. Ganz eindeutig scheint das noch nicht zu sein, wir sind erst am Anfang. Sie ritzt sich und äußert suizidale Gedanken, das ist aber schon besser geworden in den 3 Wochen, seit sie dort in Behandlung ist.

    Es geht ihr sehr schlecht momentan, zum Glück haben wir sofort Unterstützung in der KJP der Uniklinik gefunden, wir wohnen in einer Großstadt. Hier läuft jetzt eine umfangreiche Diagnostik, das wird bis Ende August gehen. Bei dem gestrigen Gespräch wurde sogar ein stationärer Aufenthalt angesprochen, ganz sicher ist das noch nicht. Die Alternative wäre eine begleitende ambulante Therapie, neben der Diagnostik in der Uniklinik.

    Gibt es hier Eltern, die Erfahrungen mit solch einer Erkrankung ihrer Kinder haben? Langzeiterfahrungen? Ich bin so sehr in Sorge, einerseits sehe ich, daß es ihr schon gut tut, damit angefangen zu haben. Andererseits habe ich solche Angst, daß das nicht in den Griff zu bekommen ist und ihr Leben prägen wird.

    Ihre Schwester und der kleine Bruder haben keine solchen Tendenzen, auch sonst niemand in der Familie. Mich macht das so fertig, auch wenn ich es nicht zeige.

    Ein paar gute Erfahrungen fände ich schön, ich nehme aber auch die anderen, falls jemand so offen sein möchte.

    Kann erst heute Abend wieder hier rein schauen, aber mußtee es mir jetzt von der Seele schreiben.

  2. #2
    Avatar von majathebookworm
    majathebookworm ist offline frohsinnig
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Bei unserer Tochter (damals 15) fing es vor etwas mehr als einem Jahr genau so an wie bei euch.
    Und ich fühl(t)e mich auch ziemlich so, wie du es schilderst.
    Sie hat auch eine ältere Schwester und einen jüngeren Bruder, auch hier zeigt niemand sonst in der Familie ähnliche Tendenzen, auch aus dem erweiterten Familienkreis ist uns da nichts bekannt.

    Im Moment sieht es aus, als hätten wir / hätte sie es im Griff *kräftig auf Holz klopf*.
    Näheres gerne per PN.
    Maja mit Mann und Mäusen: Technikerin (02/01), Künstlerin (12/02), Sportler (03/05)
    Learn as if you were to live forever, live as if you were to die tomorrow.
    M.Gandhi.

  3. #3
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist offline Legende
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Kind (14) ist auch seit einem Jahr wegen einer ähnlichen Symptomatik (plus große andere Baustelle) in Therapie und wir sind sehr dankbar dafür.
    Dem Kind geht es nach einem Jahr Therapie deutlich besser. Ausgestanden ist das Ganze sicherlich noch nicht, da die andere Problematik langwieriger ist und die Depression "nur" eine Begleiterscheinung. Aber das Kind und wir haben zumindest den Eindruck das Leben des Kindes wieder "im Griff" zu haben.
    Ein stationärer Aufenthalt war (bisher) nicht nötig, aber das Kind hat im Freundeskreis (durch ihr anderes Problem zusammen gefunden) einige, die länger in der Klinik waren.

  4. #4
    Seebär05 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Danke euch beiden schon mal sehr, das klingt ja vorsichtig hoffnungsvoll. Melde mich später noch länger, grad heute ist es etwas trubelig im Dienst.

  5. #5
    Mrs_Watson ist offline addict
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Mein großer Sohn war vor mittlerweile gut einen Jahr in einer KJP stationär, eigentlich dachten wir es liege an seiner adhs Symptomatik. Innder Therapie kam heraus, dass er auf an einer Depression und Angststörung litt. Nach der KJP ging er weiter ambulant zur Therapie und wir konnten an einer Familientherapie teilnehmen. Das hat uns allen enorm weitergeholfen. Aktuell geht es dem großen Sohn wieder ziemlich gut. Er geht nur noch alle drei Wochen etwa zur Therapie.
    Martha74 und Zickzackkind gefällt dies.

  6. #6
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Habe bisher nur mitgelesen, aber inzwischen trau ich mich auch etwas zu schreiben und hoffe, ihr könnt mir hier etwas Mut machen.

    Wir haben Zwillingsmädchen, fast 15, zweieiig. Und eine unserer Töchter hat im letzten halben Jahr offenbar eine Depression entwickelt, und/oder eine Zwangsstörung. Ganz eindeutig scheint das noch nicht zu sein, wir sind erst am Anfang. Sie ritzt sich und äußert suizidale Gedanken, das ist aber schon besser geworden in den 3 Wochen, seit sie dort in Behandlung ist.

    Es geht ihr sehr schlecht momentan, zum Glück haben wir sofort Unterstützung in der KJP der Uniklinik gefunden, wir wohnen in einer Großstadt. Hier läuft jetzt eine umfangreiche Diagnostik, das wird bis Ende August gehen. Bei dem gestrigen Gespräch wurde sogar ein stationärer Aufenthalt angesprochen, ganz sicher ist das noch nicht. Die Alternative wäre eine begleitende ambulante Therapie, neben der Diagnostik in der Uniklinik.

    Gibt es hier Eltern, die Erfahrungen mit solch einer Erkrankung ihrer Kinder haben? Langzeiterfahrungen? Ich bin so sehr in Sorge, einerseits sehe ich, daß es ihr schon gut tut, damit angefangen zu haben. Andererseits habe ich solche Angst, daß das nicht in den Griff zu bekommen ist und ihr Leben prägen wird.

    Ihre Schwester und der kleine Bruder haben keine solchen Tendenzen, auch sonst niemand in der Familie. Mich macht das so fertig, auch wenn ich es nicht zeige.

    Ein paar gute Erfahrungen fände ich schön, ich nehme aber auch die anderen, falls jemand so offen sein möchte.

    Kann erst heute Abend wieder hier rein schauen, aber mußtee es mir jetzt von der Seele schreiben.
    Ich verstehe Deine Sorgen gut und drück Dich mal. Unser Sohn hat zwar keine Depression, hatte aber vor anderthalb Jahren eine Psychose und ich kann Deine Ängste gut nachvollziehen.
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    99/02/07/13

  7. #7
    Old Betty ist offline Stranger
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    3

    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Mein Sohn hatte vor 6 Jahren, mit 18, eine beginnende Psychose und anschließend auch eine Depression. ER war ambulant in Behandlung bei einem Ki- und Jugendpsychiater und ist jetzt noch regelmäßig, wegen der Medikamente, in einer Psychiatrischen Institutsambulanz
    an einer Uniklinik.
    Ihm geht es heute mit Medikamenten gut. Er studiert, wohnt auch nicht mehr zu Hause. Wir hoffen, es bleibt so wie im Moment. Allerdings hat mich das ganze auch sehr belastet, so dass ich immer wieder Gespräche bei einem Psychologen hatte.

    Ich wünsche dir, dass alles gut wird bei euch.
    Zickzackkind und Seebär05 gefällt dies.

  8. #8
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Habe bisher nur mitgelesen, aber inzwischen trau ich mich auch etwas zu schreiben und hoffe, ihr könnt mir hier etwas Mut machen.

    Wir haben Zwillingsmädchen, fast 15, zweieiig. Und eine unserer Töchter hat im letzten halben Jahr offenbar eine Depression entwickelt, und/oder eine Zwangsstörung. Ganz eindeutig scheint das noch nicht zu sein, wir sind erst am Anfang. Sie ritzt sich und äußert suizidale Gedanken, das ist aber schon besser geworden in den 3 Wochen, seit sie dort in Behandlung ist.

    Es geht ihr sehr schlecht momentan, zum Glück haben wir sofort Unterstützung in der KJP der Uniklinik gefunden, wir wohnen in einer Großstadt. Hier läuft jetzt eine umfangreiche Diagnostik, das wird bis Ende August gehen. Bei dem gestrigen Gespräch wurde sogar ein stationärer Aufenthalt angesprochen, ganz sicher ist das noch nicht. Die Alternative wäre eine begleitende ambulante Therapie, neben der Diagnostik in der Uniklinik.

    Gibt es hier Eltern, die Erfahrungen mit solch einer Erkrankung ihrer Kinder haben? Langzeiterfahrungen? Ich bin so sehr in Sorge, einerseits sehe ich, daß es ihr schon gut tut, damit angefangen zu haben. Andererseits habe ich solche Angst, daß das nicht in den Griff zu bekommen ist und ihr Leben prägen wird.

    Ihre Schwester und der kleine Bruder haben keine solchen Tendenzen, auch sonst niemand in der Familie. Mich macht das so fertig, auch wenn ich es nicht zeige.

    Ein paar gute Erfahrungen fände ich schön, ich nehme aber auch die anderen, falls jemand so offen sein möchte.

    Kann erst heute Abend wieder hier rein schauen, aber mußtee es mir jetzt von der Seele schreiben.
    Bei meinem Sohn 2 wurden Depressionen und Angststörung diagnostiziert. Eigentlich hat er gar keine Therapie gemacht, bzw. die Gespräche mit der KJP (und dem KJP zuvor) kamen mir nicht sonderlich zielführend vor.
    Er hat es irgendwie selber in den Griff bekommen-mit familiärer Unterstützung, mit seiner Freundin...Labil finde ich ihn immer noch und ich weiß nicht, was passieren wird, wenn er die Freundin nicht mehr hat.
    Aber grundsätzlich hat er sein leben im Griff und ist erfolgreich.
    Seebär05 gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

  9. #9
    Seebär05 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Bei meinem Sohn 2 wurden Depressionen und Angststörung diagnostiziert. Eigentlich hat er gar keine Therapie gemacht, bzw. die Gespräche mit der KJP (und dem KJP zuvor) kamen mir nicht sonderlich zielführend vor.
    Er hat es irgendwie selber in den Griff bekommen-mit familiärer Unterstützung, mit seiner Freundin...Labil finde ich ihn immer noch und ich weiß nicht, was passieren wird, wenn er die Freundin nicht mehr hat.
    Aber grundsätzlich hat er sein leben im Griff und ist erfolgreich.
    Respekt, der Punkt ist, man weiß nie, was richtig ist. Aber sie spricht auf die Gespräche sehr gut an. Wir haben aber auch Glück mit dem Arzt, finde ich.

    Wie alt war dein Sohn, als das anfing, wenn ich fragen darf?

  10. #10
    Seebär05 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Depressionen bei Teenagern

    Zitat Zitat von Old Betty Beitrag anzeigen
    Mein Sohn hatte vor 6 Jahren, mit 18, eine beginnende Psychose und anschließend auch eine Depression. ER war ambulant in Behandlung bei einem Ki- und Jugendpsychiater und ist jetzt noch regelmäßig, wegen der Medikamente, in einer Psychiatrischen Institutsambulanz
    an einer Uniklinik.
    Ihm geht es heute mit Medikamenten gut. Er studiert, wohnt auch nicht mehr zu Hause. Wir hoffen, es bleibt so wie im Moment. Allerdings hat mich das ganze auch sehr belastet, so dass ich immer wieder Gespräche bei einem Psychologen hatte.

    Ich wünsche dir, dass alles gut wird bei euch.
    Ja, es ist furchtbar, ihr nicht helfen zu können. Eigentlich die schlimmste Zeit meines Lebens.

    Danke, liest sich gut bei euch.

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