Zitat Zitat von dasunsichtbarehaendchen Beitrag anzeigen
Du sagst etwas ganz entscheidendes: Du bist mit dir im Reinen. Ich hatte lange die Einstellung, dass ich sicher einige Dinge aus meiner Kindheit NIE meinen Kindern erzähle. Inzwischen sehe ich das anders und habe den Kindern auch einige nicht so schöne Dinge erzählen können, weil ich selbst meinen Frieden damit gemacht habe.

Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass Kinder selbstverständlich spüren, wenn irgendwo was nicht passt oder verheimlicht wird. Und meine Erfahrung ist durchaus positiv, was die Reaktion der Kinder angeht, wenn man ihnen (natürlich der Altersstufe entsprechend) erzählt, dass z. B. der Opa eine Zeit lang nicht gut mit seinem Leben zurecht gekommen ist und dass das auch für den Rest der Familie doof war. Wenn dann Fragen kommen, kann man sie entweder genauso neutral beantworten oder sich eben abgrenzen und sagen, dass man da aktuell nicht weiter drüber sprechen mag.
Ich glaube eigentlich schon, dass ich meine kindheit verarbeitet habe. Aber ich möchte halt nicht die Probleme z.b. meiner Mutter/Schwester "ausplaudern", weil ich denke, das verletzt ihre Privatsphäre.
Bei meinem Vater ist es so, dass seine Enkel alle sowieso kaum Bezug zu ihm haben, da er wenig Interesse an Kindern hat, da möchte ich das Bild nicht vollends komplett zerstören (wahrscheinlich aus Mitleid, welches ich dann hätte wenn sie ihn komplett ablehnen).
Also zwei Gründe für jeweils verschiedene Dinge. Aber ja, ich hab noch ein paar Jahre. Für diese sachen müssten sie definitiv mindestens 14, 15 sein.