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Thema: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

  1. #1
    Krötenmama ist gerade online Pooh-Bah
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    Standard Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Je größer meine Tochter wird, desto mehr beschäftigt mich diese Frage.
    Wieviel habt ihr euren Kindern aus der eigenen Kindheit erzählt? Wieviel wissen sie von Problemen in der Familie, von der Geschichte, vom Verhältnis zwischen euch und euren Eltern?
    Sollte man Dinge für sich behalten, um das Bild der Kinder von ihren Großeltern nicht negativ zu beeinflussen? Was ist ab welchem Alter zumutbar?
    Erzählt doch mal wenn ihr wollt.
    Wir sind komplett♥️ mit Kröte (7/15) und Kröterich (1/19)

  2. #2
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    Je größer meine Tochter wird, desto mehr beschäftigt mich diese Frage.
    Wieviel habt ihr euren Kindern aus der eigenen Kindheit erzählt? Wieviel wissen sie von Problemen in der Familie, von der Geschichte, vom Verhältnis zwischen euch und euren Eltern?
    Sollte man Dinge für sich behalten, um das Bild der Kinder von ihren Großeltern nicht negativ zu beeinflussen? Was ist ab welchem Alter zumutbar?
    Erzählt doch mal wenn ihr wollt.
    Das ergibt sich doch meist im Vergleich.... wenn wir Spiele gespielt oder Lieder gesungen haben...

    durch Familienfeiern, durch alte Fotos (meine Kinder gucken gerne sowohl ihre eigenen Babyfotos als auch Fotos meiner Kindheit an)

    es ergeben sich einfach Anlässe, Anekdoten zu erzählen. das wächst natürlich mit dem Alter der Kinder, wieviel sie nachhaken.
    Hand aufs Herz und Ellenbogen küssen
    (Ms. Holiday Golightly, auf Reisen)

  3. #3
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    Je größer meine Tochter wird, desto mehr beschäftigt mich diese Frage.
    Wieviel habt ihr euren Kindern aus der eigenen Kindheit erzählt? Wieviel wissen sie von Problemen in der Familie, von der Geschichte, vom Verhältnis zwischen euch und euren Eltern?
    Sollte man Dinge für sich behalten, um das Bild der Kinder von ihren Großeltern nicht negativ zu beeinflussen? Was ist ab welchem Alter zumutbar?
    Erzählt doch mal wenn ihr wollt.
    Das kann ich gar nicht so direkt sagen - den jüngeren Kindern habe ich bei Gelegenheit gerne von meiner Kindheit erzählt, nicht dauernd aber wenn das Gespräch darauf kam, ich bestimmte Situationen oder Gefühle aus meiner Kindheit kannte,... Bei den großen Jungs (20 und 16) kam auch mal tiefgreifenderes auf den Tisch (meine Kindheit und Jugend war nicht ganz leicht), aber immer nur wenn ich es soweit verarbeitet habe, dass ich auch die Hintergründe oder Perspektive meiner Eltern ungefähr nachvollziehen und erklären konnte. Also verständnisvoll und wertschätzend, aber ohne zu entschuldigen und meine Gefühle zu verleugnen. Ich kann zum Beispiel auf Grund Alkoholproblematiken in meiner Familie ganz schlecht damit umgehen, wenn jemand spuckt, oder die Jungs etwas trinken. Da weiß ich, dass ich schon bei kleinsten Mengen überbesorgt bin und zum Kontrollieren und Einengen neige.


    99/02/07/13

  4. #4
    Krötenmama ist gerade online Pooh-Bah
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von antin Beitrag anzeigen
    Das ergibt sich doch meist im Vergleich.... wenn wir Spiele gespielt oder Lieder gesungen haben...

    durch Familienfeiern, durch alte Fotos (meine Kinder gucken gerne sowohl ihre eigenen Babyfotos als auch Fotos meiner Kindheit an)

    es ergeben sich einfach Anlässe, Anekdoten zu erzählen. das wächst natürlich mit dem Alter der Kinder, wieviel sie nachhaken.
    Ok klar. Das mache ich auch. Vielleicjt habe ich mich zu allgemein ausgedrückt. Ich meine hauptsächlich negative belastende Erfahrungen. Mir ist klar, dass meine Tochter aktuell zu jung dafür ist, aber es gibt Dinge, bei denen ich mich frage, ob sie sie überhaupt jemals erfahren soll.

  5. #5
    Krötenmama ist gerade online Pooh-Bah
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Zickzackkind Beitrag anzeigen
    Das kann ich gar nicht so direkt sagen - den jüngeren Kindern habe ich bei Gelegenheit gerne von meiner Kindheit erzählt, nicht dauernd aber wenn das Gespräch darauf kam, ich bestimmte Situationen oder Gefühle aus meiner Kindheit kannte,... Bei den großen Jungs (20 und 16) kam auch mal tiefgreifenderes auf den Tisch (meine Kindheit und Jugend war nicht ganz leicht), aber immer nur wenn ich es soweit verarbeitet habe, dass ich auch die Hintergründe oder Perspektive meiner Eltern ungefähr nachvollziehen und erklären konnte. Also verständnisvoll und wertschätzend, aber ohne zu entschuldigen und meine Gefühle zu verleugnen. Ich kann zum Beispiel auf Grund Alkoholproblematiken in meiner Familie ganz schlecht damit umgehen, wenn jemand spuckt, oder die Jungs etwas trinken. Da weiß ich, dass ich schon bei kleinsten Mengen überbesorgt bin und zum Kontrollieren und Einengen neige.
    D.h. du musstest dabei auch persönliche Probleme anderer preisgeben (alkoholproblematik von familienmitgliedern). Da Frage ich mich auch immer, inwieweit das ok ist, weil man ja die Privatsphäre der familienmitglieder verletzt. Aber klar, in dem Zusammenhang hilft es deinen Kindern, dich zu verstehen.

  6. #6
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    D.h. du musstest dabei auch persönliche Probleme anderer preisgeben (alkoholproblematik von familienmitgliedern). Da Frage ich mich auch immer, inwieweit das ok ist, weil man ja die Privatsphäre der familienmitglieder verletzt. Aber klar, in dem Zusammenhang hilft es deinen Kindern, dich zu verstehen.
    Natürlich - wobei wir generell eine sehr offene Familie sind und es nicht wirklich Familiengeheimnisse gibt. Ich gehe dann auch nicht ins Detail.


    99/02/07/13

  7. #7
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    D.h. du musstest dabei auch persönliche Probleme anderer preisgeben (alkoholproblematik von familienmitgliedern). Da Frage ich mich auch immer, inwieweit das ok ist, weil man ja die Privatsphäre der familienmitglieder verletzt. Aber klar, in dem Zusammenhang hilft es deinen Kindern, dich zu verstehen.
    Altersgemäß haben sie alles erfahren, was es zu erfahren gibt.

    Geheimnisse belasten.
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  8. #8
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    Ok klar. Das mache ich auch. Vielleicjt habe ich mich zu allgemein ausgedrückt. Ich meine hauptsächlich negative belastende Erfahrungen. Mir ist klar, dass meine Tochter aktuell zu jung dafür ist, aber es gibt Dinge, bei denen ich mich frage, ob sie sie überhaupt jemals erfahren soll.

    Mein Mann und seine Schwester kommen aus einer Familie, in der es besonders der Mutter wichtig war, die Kinder zu schützen und in einer möglichst heilen Welt aufwachsen zu lassen. Als die Mutter starb (mein Mann war 22) kam heraus, dass es einige „Leichen“ im Keller gab. Das hat meinen Mann und auch seine Schwestern sehr erschüttert und verunsichert - insbesondere weil letztendlich immer die Perspektive der Mutter fehlte und Hintergründe so teilweise nicht aufgeklärt werden konnte. Vieles hatten sie als Kind gespürt und nicht einordnen können - manchmal wurden ihnen sogar Lügen erzählt. Das hat im Nachhinein sehr verletzt und die Ambivalenz zwischen Trauer und der Wut und sich betrogen zu fühlen war sehr schwer auszuhalten.


    99/02/07/13

  9. #9
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    Je größer meine Tochter wird, desto mehr beschäftigt mich diese Frage.
    Wieviel habt ihr euren Kindern aus der eigenen Kindheit erzählt? Wieviel wissen sie von Problemen in der Familie, von der Geschichte, vom Verhältnis zwischen euch und euren Eltern?
    Sollte man Dinge für sich behalten, um das Bild der Kinder von ihren Großeltern nicht negativ zu beeinflussen? Was ist ab welchem Alter zumutbar?
    Erzählt doch mal wenn ihr wollt.
    Meine Kinder erfahren alles, wenn es grad passt. Also wenn sie nachfragen oder ich denke, dass es ihnen gerade mal helfen könnte. (da erzähle ich z.B. Situationen, die für mich peinlich waren, ich mit einem Problem zu kämpfen hatte etc)
    Aus er Familiengeschichte gibt es eigentlich auch nichts, wo ich denke, dass man es besser nicht erzählt.
    Die problematischste Beziehung hatte und habe ich zu meiner Schwester, die hat mich als Kind nach meinem Empfinden mitunter richtig gemobbt. Dabei hab ich sie an sich so bewundert...
    Davon habe ich meiner großen Tochter erzählt, aber nicht (ab)wertend, sondern neutral und unter Erwähnung der verschiedenen Blickwinkel, unter denen man das betrachten kann.
    (Z.B. dass sie es als große Schwester mit 7 Jahren Altersabstand zu mir und im gleichen Zimmer sicher auch auch nicht immer leicht hatte, dass sie es als Mittelkind mit superschlauem Bruder und mir als Nachzüglernesthäkchen sicher oft schwer hatte etc pp)
    Als meine Tochter mein Schwester dann kennenlernte (sie wohnt weiter weg und wir sehen uns nur alle paar Jahre mal), haben die zwei sich ziemlich gut verstanden und ich freue mich darüber, auch wenn ich selbst nach wie vor keine Beziehung zu meiner Schwester habe.

    Das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern erleben meine Kinder im Alltag, weil wir im selben Haus wohnen.
    Da klage ich durchaus auch mal gegenüber meinen Kindern über die Macken meiner Mutter z.B.
    Aber nie so, dass es respektlos ist.
    Alles in allem gibts keine Tabus bei uns und meine Kinder wissen sehr viel von mir und auch aus meiner Kindheit.
    Aber wie gesagt - da gibt es auch nichts, was irgendwie vielleicht besser nicht erzählt werden sollte.
    Und wenn ich was eher "schlechtes" über Erlebnisse mit anderen Menschen erzähle, erwähne ich eigentlich immer, dass es ja nur mein persönlicher Blickwinkel ist, der natürlich nicht objektiv ist und alles von anderer Warte aus gesehen ganz anders wahrgenommen werden kann und es bei Konflikten oft kein "richtig" oder "falsch" gibt und selten einer mehr recht hat, als der andere.
    Das hat aber nichts mit "Pädagogik" zu tun, sondern ist auch meine tiefe persönliche Überzeugung.

  10. #10
    Avatar von die_Cella
    die_Cella ist offline einfach nur Cella
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    Standard Re: Kindern von der eigenen Kindheit erzählen

    Zitat Zitat von Krötenmama Beitrag anzeigen
    Je größer meine Tochter wird, desto mehr beschäftigt mich diese Frage.
    Wieviel habt ihr euren Kindern aus der eigenen Kindheit erzählt? Wieviel wissen sie von Problemen in der Familie, von der Geschichte, vom Verhältnis zwischen euch und euren Eltern?
    Sollte man Dinge für sich behalten, um das Bild der Kinder von ihren Großeltern nicht negativ zu beeinflussen? Was ist ab welchem Alter zumutbar?
    Erzählt doch mal wenn ihr wollt.
    Meine Kinder haben alles nach und nach erfahren, ich habe Ihnen beispielsweise als sie noch klein waren nicht erzählt, dass ich mit 3 Jahren ins Kinderheim gekommen bin, weil meine Mutter eine schwere psychische Erkrankung hatte, das hätte ihnen Angst gemacht und sie hätten es auch nicht verstanden. Jetzt wo sie 15 (fast 16) und 18 sind fragen sie ganz viel und ich beantworte es Ihnen auch alles.
    Ich finde das ergibt sich alles von alleine was zu welchem Zeitpunkt angemessen ist zu erzählen und was nicht.
    Und dann gibt es auch noch Dinge die ich gar nicht erzählen werde.
    Sonnennebel gefällt dies

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