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Thema: Sich ungerecht behandelt fühlen

  1. #1
    GanzeMandel ist offline schmuddelkatz
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    Standard Sich ungerecht behandelt fühlen

    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    08-09
    04-11
    05-13
    07-15

  2. #2
    rastamamma ist offline Urgestein
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Ich würde drüber nachdenken, ob es sein kann, dass ich wirklich zu viel verbiete (die anderen Kinder dürfen länger draußen bleiben, zum Beispiel, da könnte man eventuell drehen - oder die Kinder mal einen Film mit ansehen lassen, aber ich kenne eure Erwachsenenfilmwahl ja nicht).

    Bei anderen Dingen würde ich einfach erklären "Urlaub können wir uns gerade nicht leisten" oder auch "ich habe Flugangst" (oder was immer halt euer Grund sein mag, warum ihr nicht in Urlaub fliegt), mit den Kindern überlegen, worum es ihnen geht (einfach mal in ein Flugzeug gestiegen sein, oder gar nur Flieger sehen, da könnte man einen Flughafen besichtigen, oder doch Urlaub, da kann man vielleicht sagen "okay, wir sparen jetzt drauf hin und in zwei Jahren" oder ganz was anderes ...).

    Und so Streitereien über die Landjäger etc. kann man mitmachen oder auch sein lassen. Manche fahren gut damit, dass ein Kind die Landjäger (Torte, wasimmer) teilt und das andere sich das Stück aussuchen darf, mir war bei fünf Kindern immer nur wichtig, dass sie ungefähr altersgemäß ihren Anteil bekommen, für Abmessen mit Lineal oder Auszählen von Smarties etc. habe ich weniger übrig.

    Klarerweise kann das Phänomen auch auf Dinge hinweisen, die eher in die Hände von Fachleuten gehören (ich sage jetzt mal, es gibt Menschen, die sind wie ein Schwamm, saugen alles auf und sind nie zufrieden, ... da bist als Elter dann aber eher überfordert).
    Alina73, MostlyHarmless, Gast und 1 anderen gefällt dies.

  3. #3
    Mrs_Watson ist offline old hand
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Hier herrscht zwischen den drei kleinere ständig Streit, weil sich einer ungerecht behandelt gefühlt hat.
    "Der hat aber viel mehr als ich!" unw.
    Der Mann und ich haben irgendwann mal vor dem gemeinsamen Filmeabend, wo es auch was zum Schluckern gibt jedes Gummibärchen abgezählt ich fing an und der Mann hat noch mal kontrolliert.
    Das war vielleicht nicht unbedingt pädagogisch wertvoll, aber hilfreich.

    "Alle anderen dürfen das aber auch!"
    Ist hier auch so ein Standardspruch, selbst bei dem großen Sohn.
    Da hilft es manchmal, wenn ich Frage, ob ich mal bei der Mama von x nach fragen soll, meistens flunkert sie dabei.

    Wenn es um Urlaub oder so geht, würde ich versuchen aufzuzählen, was wir schönes machen.

  4. #4
    Avatar von gurkentruppe
    gurkentruppe ist offline Mann ohne Eigenschaften
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Schau einfach mal, ob dies wirklich bei allen Sachen so ist oder eben bei Kram, der dich auch persönlich trifft, weil du hier gerne konsequent wärst.

    Ich habe mit meiner Großen auch Diskussionen über FSK und ähnliche Teenie-Themen. Das ist anstrengend, weil ich hier nicht immer einer Meinung mit meiner Frau bin und ich ihr aber nicht in den Rücken fallen möchte. Meine Tochter weiß das natürlich und bohrt ständig nach, weil ja alle anderen es dürfen usw. usf.

    Umgekehrt: Bei ihrem letzten Turnier wurde sie auf eine Art und Weise benachteiligt, die einfach bodenlos war. Das nahm sie dann eher mit einem Schulterzucken hin und genoss stattdessen den allgemeinen Trost für die widerfahrene Ungerechtigkeit.

  5. #5
    Avatar von Francie
    Francie ist gerade online Herzchen
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Nun ja, Situationen, in denen andere Kinder mehr dürfen und mehr haben, die gibt es ja immer wieder. Ich habe meinem Sohn immer empfohlen, sich doch bitte schriftlich an das UN-Kinderhilfswerk zu wenden, die würden händeringend darauf warten, dass sich jemand über Ungerechtigkeit beschwert. Dann käme jemand, der uns Eltern oder die anderen Eltern oder denjenigen, der fürs Glück oder Unglück verteilen zuständig ist, so richtig fertig machen und das wärs dann. Davon hätte er allerdings gar nichts. Meist war dann Ruhe. Ich glaube das ist echt son Kinderding, das der Nachwuchs meint er kommt immer in irgendeiner Form zu kurz.
    Allerdings haben wir uns bemüht, diese Situationen zu mininmieren: Filme für Erwachsene haben wir uns erst angesehen, wenn der Sohn im Bett war. Vorher haben wir uns auf einen Film geeinigt, mit dem wir uns alle anfreuen konnten. Ja, dann haben wir eben mal nur Zeichentrickfilme geschaut oder der Fernseher blieb ausgeschaltet und wir haben gespielt oder ähnliches.
    Dürfen andere Kinder tatsächlich mehr als deine? Das kann man doch herausfinden und eventuell überlegen, ob man die Zügel tatsächlich zu stramm hält. Allerdings ..... Sohn und sein Freund hatten ein perfektes System ausgekungelt: jeder erzählte daheim, der andere dürfe aber dieses und jenes. Pech für die beiden, dass wir Mütter oft schon im Vorfeld die Grenzen gemeinsam abgeklärt haben.
    Ich will damit sagen, überlege bei Verboten tatsächlich, ob es das Wert ist, was du da durchsetzen willst.
    ------------------------------------------------------
    Ich glaube nicht an den Fortschritt,
    sondern an die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit.
    Oscar Wilde

  6. #6
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Ja, kenn ich. Und ich habe es als ein Zeichen von Reifung einsortieren können, als er damit anfing. Trotzdem hat es gelegentlich genervt.
    Ich habe für mich festgestellt, dass die Vergleiche mich dann weniger persönlich treffen, wenn ich mir sicher bin, dass ich das gewünschte nicht leisten kann oder will. Anstrengend wurde es für mich oft da, wo ich selbst gar nicht 100%ig dahinter stand oder wir im Elternpaar uneinig waren, egal ob nun ich oder mein Mann strenger waren.

    Ich finde, es gehört zur Entwicklung dazu zu lernen, dass andere anderes haben. Und erst der zweite Schritt ist, zu sehen was man selbst stattdessen hat. Ich habe deshalb öfter mal geradegerückt, was XY eben nicht hat/kann/darf im Vergleich zu meinem Kind. Das hat - nicht immer sofort, aber auf lange Sicht schon - meist geholfen. Inzwischen hat er auch einen Umgang damit gefunden, dass andere Kinder anderes haben wie er und kommt manchmal sogar schon selbst mit Erläuterungen, was dafür für ihn positiver ist.

    Ich finde es auch als Elter einen Reifungsprozess, sich irgendwann nicht mehr auf jede Diskussion einzulassen, sondern das Kind nicht in jedem Unglück auffangen zu wollen und es erst mal selbst damit einen Umgang finden zu lassen.
    Zickzackkind gefällt dies



    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  7. #7
    Avatar von Vitamin
    Vitamin ist offline Legende
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Ich kann DIch verstehen, mich nervt das auch tierisch - meine Mittlere ist da ganz groß drin.

    Sie wird immer schlecht behandelt, weniger geliebt, darf nix, muss als einzige immer helfen, sie hats echt nicht leicht.

    Ich antworte inzwischen oft ganz schlicht 'Kind, das Leben ist nicht gerecht, find Dich damit ab.' Und erwarte, dass sie mit meinen Entscheidungen lebt. Ende.
    Alle Diskussionen die ihr deutlich machen sollten wie gut sie es hat oder wie gleich ich alle behandle haben eh nie etwas gebracht.
    Dieses Gefühl dass es ihr schlechter geht konnte ich ihr damit auch nciht nehmen.

    Manchmal, wenn sie ein Extra bekommt was die anderen nicht ahben, weise ich da nochmal ganz besonders drauf hin in der Hoffnung dass sie es abspeichert. Aber ich glaube, das nützt auch nix.
    Sie hat es schon geschafft dass ich vor dem TV-Abend für jeden eine Portion Chips abgewogen habe, aufs Gramm genau, und sie hat dann immer noch gejammert dass die vom Bruder aber größer und schöner und knackiger sind.
    Echt, eine sachliche Diskussion kann man sich da doch sparen, oder?

    Es tut mir leid dass sie sich immer schlecht behandelt fühlt, aber es geht mir auch ganz schön auf den Geist.

    Der
    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Viele Grüße!

    Vitamin mit Floh (10/05) und Rennschnecke (05/09) und Wundertüte (02/13)

    http://lpmf.lilypie.com/Nmujp2.png

  8. #8
    tigger ist offline Poweruser
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Ja, kenne ich und ich denke niemand ist ohne Grund so.

    Ich würde rausfinden wollen, was das Problem ist.
    Meistens ist es eher nicht das, was geäußert wird.
    Es sind nicht die anderen, die länger draußen bleiben dürfen und auch nicht der Bruder, der ein Smartie mehr hat.

    Das hat ganz viel mit dem gefühlten Selbstwert zu tun, mit evtl. fehlender Anerkennung, sich zu wenig beachtet fühlen (nicht unbedingt von den Eltern, das kann auch an den Freunden liegen), sich zu viel kritisiert fühlen, wenig Selbstwirksamkeit erleben usw.
    Temporär und Schradler gefällt dies.

  9. #9
    Temporär ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Ich möchte fragen, ob du und dein Mann zufrieden sind?
    Könnt ihr euch über Kleinigkeiten freuen?
    Wenn beides ja, sprecht ihr darüber, zeigt ihr es, gebt ihr gerne auch einmal nur mal so, auch wenn es nicht gerecht oder gerade dran ist?
    Ich habe festgestellt, dass man bei Kindern unheimlich viel vormacht, auch wenn man es selbst gar nicht bewusst merkt.

    Wo es mir aufgefallen ist; ich komme nachhause und schimpfe über Kollegen oder Kunden, Kind stimmt ein und schimpft über „Kinderthemen“. Ich bin noch genervter, weil noch nicht mal zuhause Ruhe und Frieden herrscht und schon gibt ein Wort das andere. Es war merklich anders, wenn ich nachhause gekommen bin und was schönes erzählt habe und dann gefragt habe „und bei euch?“.

    Gilt jetzt für kleinere Kinder 8+9, nicht für Teenies. In dem Alter lebt man noch viel vor.

  10. #10
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Sich ungerecht behandelt fühlen

    Zitat Zitat von GanzeMandel Beitrag anzeigen
    Mich beschäftigt gerade sehr, dass meine kinder (vor allem die beiden großen, 9 und 8) sich permanent ungerecht behandelt oder benachteiligt fühlen. Zur veranschaulichung ein paar bespiele: wir eltern schauen filme, die sie nicht mit schauen dürfen; die nachbarskinder dürfen länger draußen bleiben; der bruder hat ein größeres stück landjäger; die klassenkameraden fliegen in den urlaub usw. Mir ist klar, dass das normal ist, aber die dauernde schlechte laune, die daraus resultiert, erlebe ich als enorm belastend. Der 09er kann sowas dann auch nicht wieder gut sein lassen, eondern hackt ewig drauf rum. Außerdem stört mich die dauernde unzufriedenheit und ich habe den eindruck, die kinder können sich nicht an dem erfreuen, was sie schönes erleben. Ist das normal? Nur mein mutterempfinden?
    Bisher habe ich mich auf viele diskussionen eingelassen, aber gerade bei den großen sehe ich da keinen aha-effekt. Und eigentlich finde ich, sie könnten vieles schon verstehen und damit auch anders einordnen. Daher sage ich gerade nicht viel mehr als "aha" oder "schade" zu den monierten ungerechtigkeiten, was natürlich auch voll gemein ist.
    Warum sind kinder manchmal so anstrengend? Kennt ihr oben genanntes phänomen? Wie geht ihr damit um?
    Kann wahrscheinlich erst abend wieder rein lesen.
    Vor allem mein Mittlerer (7) kann das auch ab und an gut. Diese Nörgelei dass alle anderen mehr dürften und die Welt bodenlos ungerecht wäre ist bei ihm ein zuverlässiger Indikator, dass er müde ist.
    Die Geschwisterrivalität, die das Stück Landjäger des Bruders mit Argusaugen vermisst, gibt es hier auch und an die erinnere ich mich auch aus meiner Kindheit. Da würde ich auch manchmal gern in die Tischkante beißen.

    Aber meine Kinder können sich auch freuen, an dem, was sie haben. Nicht in dem Moment, in dem sie gerade irgendeine Ungerechtigkeit beklagen. Aber unabhängig davon schon.
    Vielleicht ist das auch eine Frage deiner Perspektive? Wenn die Kinder hier mal wieder eine anstrengende Phase habe, vergesse ich auch mal, wie viel meistens rund läuft.
    Wenn sie sich wirklich selten freuen, würde ich die Kinder gezielt fragen, womit ich Ihnen eine Freude machen kann. Einen umsetzbaren Wunsch erfüllen und dabei dann „Genusswahrnehmung üben“.

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