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Thema: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

  1. #1241
    Fimbrethil ist offline Baumhuhn

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen



    Naja, ein Nein im Geldbeutel oder klare Gespräche mit den Angehörigen würden nach der geplanten Rechtslage ausreichen. Und ja, das Register schafft ggf. zusätzliche (Rechts-)Sicherheit.
    Könnte man auch ein definitives JA dokumentieren?
    Ich stelle mir gerade vor, dass ich meine Organe im Fall des Falles spenden will, was jetzt ja durch den Organspendeausweis dokumentiert ist.
    Bei der WL bräuchte man den ja nicht mehr, aber die Angehörigen würde noch mal gefragt, und die könnten dann ja sagen, dass ich das nicht gewollte hätte.
    Dass man also sicherstellen möchte, dass man, falls es so kommt, dass man als Organspender in Frage kommt (hirntot, Organe unbeschädigt, kein Krebs...), auch als Organspender dient.

  2. #1242
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Fimbrethil Beitrag anzeigen
    Könnte man auch ein definitives JA dokumentieren?
    Ich stelle mir gerade vor, dass ich meine Organe im Fall des Falles spenden will, was jetzt ja durch den Organspendeausweis dokumentiert ist.
    Bei der WL bräuchte man den ja nicht mehr, aber die Angehörigen würde noch mal gefragt, und die könnten dann ja sagen, dass ich das nicht gewollte hätte.
    Dass man also sicherstellen möchte, dass man, falls es so kommt, dass man als Organspender in Frage kommt (hirntot, Organe unbeschädigt, kein Krebs...), auch als Organspender dient.
    keine Ahnung.

  3. #1243
    Temporär ist offline Poweruser

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Natürlich ist das der Sinn.

    Dennoch wäre es ein Unterschied, wenn es eine Eintragungspflicht gäbe, also jeder seine Entscheidung dokumentieren lasen müsste.
    So wie es jetzt geplant ist, gibt es diese Pflicht nicht.
    Naja, ein Nein im Geldbeutel oder klare Gespräche mit den Angehörigen würden nach der geplanten Rechtslage ausreichen. Und ja, das Register schafft ggf. zusätzliche (Rechts-)Sicherheit.
    Aus der Gesetzesbegründung:
    Der vom Krankenhaus als auskunftsberechtigt benannte Arzt wird gesetzlich verpflichtet, durch eine Anfrage bei dem Register festzustellen, ob eine Erklärung des möglichen Organ- oder Gewebespenders zur Organ- oder Gewebeentnahme vorliegt.
    Entscheidend ist der Wille des möglichen Organ- oder Gewebespenders. Dem nächsten Angehörigen des möglichen Organ- oder Gewebespenders steht folglich kein eigenes Entscheidungsrecht zu.
    Er ist vom Arzt, der die Organ- oder Gewebeentnahme vornehmen oder unter dessen Verantwortung die Gewebeentnahme vorgenommen werden soll, nur darüber zu befragen, ob ihm ein schriftlicher Widerspruch oder ein der Organ- oder Gewebeentnahme entgegenstehender Wille des möglichen Organ- oder Gewebespenders bekannt ist. .

    Der Aufbau dieses Registers ist ein ziemlich zentraler Punkt des Gesetzes.
    Und nach meiner Meinung ein Einstieg in eine sehr problematische medizinethische Entwicklungsmöglichkeit.
    Du wirst gesetzlich verpflichtet, dich in medizinischen und ethischen Fragen für die Zukunft zu entscheiden und deinen Willen zu dokumentieren. Ich habe ja das Beispiel mit der Patientenvollmacht gebracht.
    Da werden dir viele Leute erklären, dass damit viel Leid verhindert werden kann (und natürlich kann auch sehr viel Geld gespart werden).
    Das spielt ja auch in der von dir aufgeworfenen Gesetzesinitiative eine Rolle (über die ich mich informiert habe, Danke für den Hinweis!). Es wird eine gesetzliche Lösung vorgegeben und die Angehörigen dürfen einen Antrag stellen, wenn sie selbst ambulante Versorgung zuhause organisieren wollen.
    Demnächst hast du diese Möglichkeit vielleicht nur noch, wenn du selbst zu Gesundheitszeiten der gesetzlichen Lösung widersprochen hast, weil deine Angehörigen das nicht für dich entscheiden können.

  4. #1244
    Frau_in_Blau Gast

    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Aus der Gesetzesbegründung:
    Der vom Krankenhaus als auskunftsberechtigt benannte Arzt wird gesetzlich verpflichtet, durch eine Anfrage bei dem Register festzustellen, ob eine Erklärung des möglichen Organ- oder Gewebespenders zur Organ- oder Gewebeentnahme vorliegt.
    Entscheidend ist der Wille des möglichen Organ- oder Gewebespenders. Dem nächsten Angehörigen des möglichen Organ- oder Gewebespenders steht folglich kein eigenes Entscheidungsrecht zu.
    Er ist vom Arzt, der die Organ- oder Gewebeentnahme vornehmen oder unter dessen Verantwortung die Gewebeentnahme vorgenommen werden soll, nur darüber zu befragen, ob ihm ein schriftlicher Widerspruch oder ein der Organ- oder Gewebeentnahme entgegenstehender Wille des möglichen Organ- oder Gewebespenders bekannt ist. .

    Der Aufbau dieses Registers ist ein ziemlich zentraler Punkt des Gesetzes.
    Und nach meiner Meinung ein Einstieg in eine sehr problematische medizinethische Entwicklungsmöglichkeit.
    Du wirst gesetzlich verpflichtet, dich in medizinischen und ethischen Fragen für die Zukunft zu entscheiden und deinen Willen zu dokumentieren. Ich habe ja das Beispiel mit der Patientenvollmacht gebracht.
    Da werden dir viele Leute erklären, dass damit viel Leid verhindert werden kann (und natürlich kann auch sehr viel Geld gespart werden).

    Ich teile deine Sorge bezüglich der zukünftigen Entwicklung da durchaus.
    Dennoch steht da nichts davon, dass man sich eintragen lassen muss. Es gibt diese Pflicht im Gesetzentwurf nicht (und ich würde auch niemandem raten, den Widerspruch eintragen zu lassen. Aus den Gründen, dass damit - jede Wette! - Missbrauch getrieben wird.

    Das spielt ja auch in der von dir aufgeworfenen Gesetzesinitiative eine Rolle (über die ich mich informiert habe, Danke für den Hinweis!). Es wird eine gesetzliche Lösung vorgegeben und die Angehörigen dürfen einen Antrag stellen, wenn sie selbst ambulante Versorgung zuhause organisieren wollen.
    Nein, so ist das nicht. Es muss niemand umziehen. Nur kriegt er dann halt keine Leistungen mehr, derer er in seinem Zustand bedarf.
    Selbst organisieren - das können Leute machen, die viele tausend Euro im Monat übrig haben. Die Gruppe dürfte überschaubar sein.


    Demnächst hast du diese Möglichkeit vielleicht nur noch, wenn du selbst zu Gesundheitszeiten der gesetzlichen Lösung widersprochen hast, weil deine Angehörigen das nicht für dich entscheiden können.
    Man kann sich alle möglichen Scheußlichkeiten ausdenken. Und ja, ich traue denen mittlerweile auch alles zu.
    Das Wissen und Bewusstsein über die Fundamente unseres Staates ist verloren gegangen.

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