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Thema: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

  1. #11
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Das ist Haarspalterei. Natürlich kann Dir ein Spenderorgan das Leben retten - oder meinetwegen verlängern. Wie jede andere lebensrettende Maßnahme ja auch nur eine Verlängerung ist.
    Wenn du meinst - ich bin dafür in diesem Bereich sehr genau hinzusehen.
    Und nicht drüberschludern wie es Herrn Spahn passt.
    Wenn wir drüberschludern in dem Bereich - weil wir drüberschludern kommt es zu Kollateralschäden.

    Kann man natürlich mit den Schultern zucken.

  2. #12
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Tut er ja auch nicht. Es ist nur eine "Beweislastumkehr".
    Aber im Vorfeld werden die Güter abgewägt.

  3. #13
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    .
    Der Staat regelt für den Fall, dass Du keine Regelung vornimmst. Das ist, gerade im Todesfall, in vielen Bereichen so.
    Er ersetzt keine Willenserklärung.

    Dann muss der Staat korrekt formulieren und nicht so tun als gäbe es ein Mitspracherecht.

  4. #14
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    S
    Mir wäre die von den Grünen vorgeschlagene Lösung einer ausdrücklichen, wie auch immer gearteten Willenserklärung z.B. beim Perso-Antrag, auch lieber gewesen.
    Das finde ich jetzt sehr interessant.
    Warum denn?

    Warum hättest du das besser gefunden?

  5. #15
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Ich versteh, was Du meinst - aber ich finde es halt einen ziemlich grundlegenden Unterschied, ob jemand sich nicht wehren KANN oder sich nicht kümmern WILL. Siehe z.B. auch das ganze Thema Patientenverfügung.
    Und wie kannst du wissen, wer konkret sich nicht wehren kann und wer sich nicht wehren will?
    Denn das musst du können, wenn du das als Unterscheidungskriterium heranziehen willst.
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  6. #16
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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Durch das Widerspruchsrecht. Weil ich die tangierten Grundrechte durch das Recht auf Widerspruch für beachtet halte. (Außer dem auf Leben, aber das ist, wie gesagt, eine andere Dimension und Diskussion).
    Das Widerspruchsrecht ist doch keine Vorsorge davor, dass jemand in seinen religiösen Rechten nicht verletzt wird, der nicht widersprochen hat.

  7. #17
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Sind in meinen Augen durch das Widerspruchsrecht zu Lebzeiten alle abgedeckt bis auf Art. 6. Wobei das Widerspruchsrecht der Angehörigen meines Wissens nach doch bestehen bleibt? (Wobei ich persönlich es schon nach gängigem Recht merkwürdig finde, dass mein Mann meinem erklärten Willen widersprechen dürfte, ich bin ja kein Kind und solange ich nicht hirntot bin, darf er das so wenig, wie er mein Testament aufheben dürfte).




    Ja, das ließe sich diskutieren. Aber wenn man diese Grenze nicht anerkennt, ist die ganze Diskussion obsolet, dann wäre jede Organentnahme vorsätzliche Tötung, egal ob mit oder ohne wie auch immer geartete Zustimmung.



    Siehe oben, mir hat das noch nie eingeleuchtet. Ich sehe es als Zeichen der Sensibilität trauernden Menschen gegenüber, aber nicht als Recht oder Rechtsverstoss. Mein Körper, meine Organe, die "erben" meine Verwandten nicht und können also eigentlich auch nicht gegen meinen Willen darüber verfügen.


    Das ist Haarspalterei. Natürlich kann Dir ein Spenderorgan das Leben retten - oder meinetwegen verlängern. Wie jede andere lebensrettende Maßnahme ja auch nur eine Verlängerung ist.



    Tut er ja auch nicht. Es ist nur eine "Beweislastumkehr".



    Der Staat regelt für den Fall, dass Du keine Regelung vornimmst. Das ist, gerade im Todesfall, in vielen Bereichen so.



    Mir wäre die von den Grünen vorgeschlagene Lösung einer ausdrücklichen, wie auch immer gearteten Willenserklärung z.B. beim Perso-Antrag, auch lieber gewesen.



    Ich versteh, was Du meinst - aber ich finde es halt einen ziemlich grundlegenden Unterschied, ob jemand sich nicht wehren KANN oder sich nicht kümmern WILL. Siehe z.B. auch das ganze Thema Patientenverfügung.



    Durch das Widerspruchsrecht. Weil ich die tangierten Grundrechte durch das Recht auf Widerspruch für beachtet halte. (Außer dem auf Leben, aber das ist, wie gesagt, eine andere Dimension und Diskussion).
    Das ist aber ja eins der grundlegenden Probleme, nämlich dass nicht alle, die sich kümmern müssten, es auch können, weil das Thema z.B. für sie viel zu komplex ist.
    Die das sich kümmern kognitiv, mental völlig überfordert, die vielleicht nicht mal mitbekommen, dass sie sich entscheiden müssen und wenn, dann gar nicht verstehen, was sie da genau entscheiden sollen. Und deswegen gar nicht aktiv werden, weder in die eine noch in die andere Richtung.

    Über diese Menschen und deren Organe verfügt man dann nach Gutdünken und das werden nicht wenige sein. Für mich fühlt sich das falsch an, weil es wieder die schwächeren Menschen unserer Gesellschaft trifft.

  8. #18
    Sepia ist offline ein Tag nach dem anderen

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen

    Über diese Menschen und deren Organe verfügt man dann nach Gutdünken und das werden nicht wenige sein. Für mich fühlt sich das falsch an, weil es wieder die schwächeren Menschen unserer Gesellschaft trifft.
    Hinzukommt, das nun nicht die fehlende Spendebereitschaft (und damit das Argument für die Widerspruchslösung) in anderen Ländern nachweislich für mehr Organe gesorgt hat... sondern eine Verbesserung der Melde-usw-Strukturen in den Kliniken. Was heisst, wenn denn da mal die Strukturen verbessert würden (was kostet!!), könnte es vollkommen überflüssig sein, auf den "Kollateralschaden" sowohl der Ignoranten als auch derer, die leider uninformiert zu Opfern werden zu bauen.

    Und im Grunde zählt ja die Widerspruchslösung genau darauf ab: Wer sich nicht zu Lebzeiten kümmert (oder kümmern kann oder keine Angehörigen hat, die sich kümmern) hat halt Pech...und was mich auch stört: In welcher Datenbank wird das denn zweifelsfrei festgehalten? Wie wird verhindert, dass ein "Im-Antrag-Begriffener" nicht als Organgeber angesehen wird, weil die Info noch nicht in die Datenbank eingetragen wurde? Was ist mit Softwarefehlern (der Papierausweis soll ja auch nicht mehr gelten?).

    Es gibt - wie schon im anderen Thema besprochen - viele "Zwangs"-Organgeber und Kollateralschaden...aber das ist eben eine Gesetzesänderung und kostet vielleicht nicht so viel, wie die bestehenden Strukturen zu verbessern.

  9. #19
    paulchenpanther13 ist offline bremst auch für Tiere

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Nenn mir mal ein Beispiel für eine gerechtfertigte Tötung. Mir fällt keine ein.

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    So what?
    Es wäre eine Tötung, aber nicht strafbar da gerechtfertigt. Wie bei anderen gerechtfertigten Tötungen auch.

    So wie der Eingriff beim Empfänger eine vorsätzliche Straftat ist (gefährliche Körperverletzung) aber gerechtfertigt.


    Im Übrigen ist es auch jetzt schon zumindest sprachlich falsch. Denn "spenden" kann ein Toter nicht. Ein Toter kann vererben oder vermachen. Oder man kann was wegnehmen.
    Wenn man schon so genau hinschaut, dann sollte auch der "Spender" durch den richtigen Ausdruck ersetzt werden.
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  10. #20
    paulchenpanther13 ist offline bremst auch für Tiere

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Aber im Vorfeld werden die Güter abgewägt.
    Ja. Die Rechte von Toten, die der Frage (vermeintlich) indifferent gegenüberstanden, gegen die von Lebenden, die ein sehr aktives Interesse haben.
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