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Thema: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

  1. #511
    zweiflerin ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Andrea Beitrag anzeigen
    Genau so wie sie bei einer Regelung, die auf Widerspruch basiert (mir gefällt das Widerspruchslösung einfach nicht, Thomas Fischer hat mir da die Augen geöffnet), dann auch gefragt werden müsste, ob das denn wirklich so gewollt war mit dem fehlenden Widerspruch und man wirklich entnehmen darf.

    Im Krankenhaus wird sich aktuell ja nur deshalb erlaubt, nachzuhaken, weil Organe benötigt werden.
    Es geht doch nicht darum, dem Sterbenden doch noch eine edle Tat zu ermöglichen und ein paar Karmapunkte mitzugeben, so auf den letzten Drücker. Oder den Angehörigen den Trost zu geben, nach dem Motto "Dann lebt ihre Angehörige doch noch weiter."
    Das ist nicht das Ziel, sondern das wäre Mittel zum Zweck.
    Das stimmt! Im Grunde müsste vor einer Organentnahme geklärt werden, warum dieser Mensch sich nicht geäußert hat um zu verhindern, dass man ihnen Organe entnimmt, obwohl deren innere Bereitschaft gar nicht gegeben ist.

  2. #512
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Das stimmt! Im Grunde müsste vor einer Organentnahme geklärt werden, warum dieser Mensch sich nicht geäußert hat um zu verhindern, dass man ihnen Organe entnimmt, obwohl deren innere Bereitschaft gar nicht gegeben ist.
    Es müsste ja die gleiche Aufklärung stattfinden wie jetzt auch.
    "Ich beschreibe jetzt mal, wie so eine Organspende abläuft. Wie lange die dauert, wie viele Menschen da im OP sind, wie die Lichtverhältnisse sind, wie die Lautstärke, welche Geräte da alle im Einsatz sind, usw. Ich erkläre ihnen auch, welche Hilfen für Angehörige zur Verfügung stehen, wenn sie mit der Entscheidung ihres Angehörigen nicht klar kommen."

    Und was passiert eigentlich beim geforderten Widerspruch, wenn es gleichzeitig eine Patientenverfügung gibt, die lebenserhaltende Maßnahmen ablehnt? Das Dilemma gibt es ja jetzt auch: Es gibt einige Menschen, die der Organspende zustimmen und den entsprechenden Ausweis haben und gleichzeitig lebensverlängernde Maßnahmen ausschließen. Zwei aktive Willenserklärungen.

    Wenn jetzt aber Widerspruch nötig ist und der ist nicht vorhanden, dann gibt es keine aktive Willenserklärung gegen die Spende.
    Aber mit einer Patientenverfügung, die lebenserhaltende Maßnahmen ausschließt, gibt es eine aktive Willenserklärung. Die müsste mehr zählen als die passive Einwilligung.
    ___________________________________
    Das Böse sind falsche Entscheidungen.

  3. #513
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Da steht wer informiert werden muss.
    Da steht nicht, wer "Spender" ist. Du hast gesagt,es sei geregelt, dass Touristen und Obdachlose nicht unter die WL fallen. Dafür bitte ich um die Vorschrift.

    Ich jedenfalls finde bei den Ausnahmen nichts. Wie ich den Entwurf lese, sollen Touristen und Obdachlose auch Spender sein, obwohl sie nicht informiert werden können! Zur Denke von Herrn Spahn, mit der er auf den Schwachen rumtrampelt würde es passen.

    Aber du bist im Thema drin. Du hast extra nachgeguckt und wirst die Angabe ja irgendwo in deiner Infoblättern durch deine Beratungstätigkeit gelesen haben. Zeig mir, dass wir nicht wieder eine Lüge vom Spahni vorgesetzt bekommen.

    Nur am Rande: auch Obdachlose fallen unter die Meldepflicht. Sie sind aber oft nicht melderechtlich erfasst. Das Problem wurde nicht übersehen.
    1. Nein Obdachlose fallen nicht unter die Meldepflicht.

    2. Ich weiß nicht welcher Lüge du aufgesessen bist.

    3. Wer nicht informiert werden kann, fällt nicht unter die WL.

  4. #514
    Gast Gast

    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    1. Nein Obdachlose fallen nicht unter die Meldepflicht.

    2. Ich weiß nicht welcher Lüge du aufgesessen bist.

    3. Wer nicht informiert werden kann, fällt nicht unter die WL.
    Zu Punkt 3: Und das wird WIE sichergestellt?

  5. #515
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Das ist ja meine Frage. Warum hat man hier kein Recht zum spenden? (Lebendspende) warum gilt hier cas Subsidiaritätsprinzip? Warum schafft man nicht zuerst das ab. Immerhin ein weiterer Verfahrenshemmschuh hier.
    Häh? Wieso hast du hier kein Recht zum Spenden? Du kannst doch deine Niere und Stücke der Leber spenden.

    Die gesellschaftliche Meinung zur Spende ist in Norwegen das Stichwort. Ebenso wie in Spanien, ist die Akzeptanz zum Thema ein völlig anderes, wie bei uns.... genau das sage ich doch die ganze Zeit. Der Grundtenor muss sich ändern.

  6. #516
    Fimbrethil ist offline Baumhuhn

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Da will man eiskalt und rücksichtslos dafür sorgen, dass nicht mehr jedes Jahr 2000 Menschen sterben, weil es für sie kein Spenderorgan gibt? Bei 80% grundsätzlicher Bereitschaft zur Spende in der Gesellschaft? Zieh die Hälfte ab, weil gut finden und selbst machen zwei Paar Stiefel sind, oder meinetwegen auch drei Viertel, dann wären das immer noch ganz schön viele Organe, die im Moment warm und rücksichtsvoll beerdigt oder verbrannt werden.


    .
    Weißt du, ich rege mich drüber auf, dass die Gegner der Widerspruchslösung mit Begriffen wie Ausschlachten um die Ecke kommen, aber deine Wortwahl ist auch nicht besser.

    Ich möchte, dass die 80% der Bevölkerung, die einer Organgabe positiv gegenüberstehen, das auch bewusst tun, indem sie entweder ein Kreuzchen setzen bei "ja", oder bewusst nicht widersprechen, und nicht, dass sie, weil sie unter Druck gesetzt werden, sich lieber dagegen entscheiden.

  7. #517
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Doch, genau das hast du gesagt:

    Zitat: "Die WL nutzt dem Spender zum einen, dass er nicht selber tätig werden muss."

    Ung genau das ist meine Kritik: Die WL nutzt die Passivität der Menschen eiskalt und rücksichtslos aus. Schließlich hätten die Menschen ja aktiv werden können.
    So und nun liest du nochmal nach und hörst bitte auf mir deine kreative Interpretation unterzuschieben.

    Der Spender muss nicht aktiv werden. Der Spender, der nicht aktiv werden muss, hat seine Entscheidung getroffen. Sonst würde ich ihn nicht Spender nennen und sonst würde die Aussage, er muss nicht aktiv werden auch sinnfrei sein.

    Jemand der nicht spenden will, muss ja aktiv werden

  8. #518
    Gast Gast

    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Häh? Wieso hast du hier kein Recht zum Spenden? Du kannst doch deine Niere und Stücke der Leber spenden.

    Die gesellschaftliche Meinung zur Spende ist in Norwegen das Stichwort. Ebenso wie in Spanien, ist die Akzeptanz zum Thema ein völlig anderes, wie bei uns.... genau das sage ich doch die ganze Zeit. Der Grundtenor muss sich ändern.
    Der Grundtenor ist doch schon so positiv. Du führst ja die 80% der Menschen an, die der Organspende positiv gegenüberstehen.

    Hier wird aber nicht der Grundtenor geändert, sondern der gesetzliche Rahmen, wie man schneller und unkomplizierter an mehr Organe gelangt. Um nichts anderes geht es bei dem Gesetz. Ob die Spender WIRKLICH bereit zur Spende waren, interessiert doch dann gar nicht mehr.

  9. #519
    Fimbrethil ist offline Baumhuhn

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von zweiflerin Beitrag anzeigen
    Na ja, die Frage ist ja, geben diese Aussagen hier eine allgemeine Tendenz der Sicht auf Organspendende wieder. Mich lassen diese Diskussionen hier auch jedes Mal an meiner Entscheidung Organspenderin zu sein, zweifeln.

    Ich hoffe halt, dass die Menschen, denen ich in dem Moment begegne nicht diese Haltung haben, die hier immer durchschimmert. Dass sie mich stattdessen als Mensch sehen, der im Sterben etwas seines Körpers spendet und mich nicht als ETWAs sehen, über das man verfügt, weil es ihnen "mit Recht gehört".
    Ja.
    Ich brauche meine Organe nicht mehr, wenn es mich treffen sollte.
    Aber ich fände es gut, es gibt mir jetzt ein gutes Gefühl, dass im Fall der Fälle mit meinen Organen noch anderen Menschen geholfen werden kann.
    Und sollte ich selbst in die Lage kommen, ein Organ zu benötigen, dann würde ich mich freuen und dem Geber (unbekannterweise) dankbar sein.
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  10. #520
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Gesetz zur Organspende (Nebenfaden zu Spahns aktueller Wahnsinnsidee)

    Zitat Zitat von paulchenpanther13 Beitrag anzeigen
    Da will man eiskalt und rücksichtslos dafür sorgen, dass nicht mehr jedes Jahr 2000 Menschen sterben, weil es für sie kein Spenderorgan gibt? Bei 80% grundsätzlicher Bereitschaft zur Spende in der Gesellschaft? Zieh die Hälfte ab, weil gut finden und selbst machen zwei Paar Stiefel sind, oder meinetwegen auch drei Viertel, dann wären das immer noch ganz schön viele Organe, die im Moment warm und rücksichtsvoll beerdigt oder verbrannt werden.


    Du kannst widersprechen. Wenn das zuviel Aufwand ist, reicht es doch schon, wenn Du mal zu Deinen Angehörigen gesagt hast "Nää, find ich doof" und die das entsprechend äußern. Oder wenn Deine Angehörigen vermuten, dass das nicht Dein Ding gewesen wäre. Die Angehörigen müssen ja weiterhin gefragt werden, wenn kein Widerspruch vorliegt.

    Wie gesagt, ich hätte gerne die Variante, wo ausdrücklich gefragt wird, weil ich sie für die "mildere" halte. Aber zu verlangen, dass man Menschen nicht zumutet, sich mit ihrem früher oder später unvermeidlich stattfindenden Ableben mal ein paar Minuten auseinanderzusetzen, und dafür den früheren Tod oder ein sehr eingeschränktes Leben für andere Menschen in Kauf zu nehmen - das finde ich persönlich eher rücksichtslos.
    Volle Zustimmung

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