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Thema: Kleinkindverhalten - und später?

  1. #31
    Lleanora ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von trio08 Beitrag anzeigen
    Ich habe es seit dem ca. 6. Lebensmonat des Kindeleins vermutet: meine Nr. 3 (jetzt fast 15 Monate alt) entpuppt sich als recht willensstarkes, sehr neugieriges Kind. Ein deutliches Nein (z.B. nicht den Spielplatz durch die Pforte zu verlassen) meinerseits regt es dazu an, genau das Gegenteil dessen zu tun, zu was ich auffordere... (also seinerseits den Kopf zu schütteln und schnell (!) rauszurennen). Im Laden werden meistens Regale ausgeräumt (Einkaufswagen stellt schon sehr lange keine Option mehr dar, denn das Kind bleibt einfach nicht sitzen), egal was ich tue (sie windet sich quengelnd oder schreiend auf meinem Arm, so dass ich sie vor Kraftlosigkeit meinerseits irgendwann wieder laufen lassen muss). Und wenn ich sie auf den Arm nehme, haut sie schnell noch was im Regal um.
    Ein kleines Fluchtschwein (den Ausdruck hab ich hier aus dem ErE- ich liebe ihn) habe ich auch - eine Sekunde umgedreht, wech isse.

    Naja, nun wollte ich mal bei euch fragen, was aus euren willensstarken und neugierigen Kindern so geworden ist? Wie hat sich das spätere Kindes- und Jugendalter so dargestellt?

    Und da Kind 1 ja alles andere als ein Anfängerkind war/ist, habe ich nun ein wenig Angst, dass es diesmal wieder ne ähnliche Hausnummer wird. Diiiiesmal bin ich aber vorbereitet.
    Mein kleines neugieriges Dockköpfchen mit Fluchttendenzen ist jetzt 4,5 Jahre alt.

    Bei ihm war vor allem die Zeit zwischen 1,5 und 2,5 Jahren wirklich schlimm. Da bin ich zeitweise echt auf dem Zahnfleisch gegangen. Ihn aus den Augen lassen ging gar nicht, war zu Hause schon anstrengend genug, unterwegs war es noch schlimmer. Irgendjemanden besuchen? Stress pur! Einkaufen? Stress pur! Arztbesuche? Ich war danach oft Schweißgebadet! Selbst Spaziergänge und Spielplatzbesuche waren anstrengend.
    Auch heute noch ist er anstrengender als meine Beiden Mädels zusammen im gleichen Alter waren, aber es ist besser geworden. Immer öfter sieht er ein dass dies oder jenes nicht geht, dass er sich auch selbst das Leben nur unnötig schwer macht, wenn er nicht hört...
    Aber manchmal hat er nen Rappel, dann kannst du machen und sagen was zu willst... nicht wirklich trotzig, nicht boshaft, einfach total überdreht irgendwie.

    Auf jeden Fall hat mich kein Kind so viel Nerven gekostet, kein Kind so viel kaputt gemacht etc... aber es ist besser geworden. Ich kann mit ihm wieder das Haus verlassen ohne das mir vorher schon der Angstschweiß ausbricht

    Und er hat auch viele tolle Seiten. So anstrengend und Nervenraubend er oft ist, keins unserer Kinder ist bei anderen so beliebt. Er hat ein sehr charmantes Lächeln und schafft es ständig alle um den kleinen Finger zu wickeln. Da ist er dann auch meist ganz zahm. Auch im Kindergarten ist er eher lange eher schüchtern und zurückhaltend gewesen (auch wenn er da gerade am Anfang auch einige Sachen "angestellt" hat).
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  2. #32
    sachensucher ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von trio08 Beitrag anzeigen
    Ich habe es seit dem ca. 6. Lebensmonat des Kindeleins vermutet: meine Nr. 3 (jetzt fast 15 Monate alt) entpuppt sich als recht willensstarkes, sehr neugieriges Kind. Ein deutliches Nein (z.B. nicht den Spielplatz durch die Pforte zu verlassen) meinerseits regt es dazu an, genau das Gegenteil dessen zu tun, zu was ich auffordere... (also seinerseits den Kopf zu schütteln und schnell (!) rauszurennen). Im Laden werden meistens Regale ausgeräumt (Einkaufswagen stellt schon sehr lange keine Option mehr dar, denn das Kind bleibt einfach nicht sitzen), egal was ich tue (sie windet sich quengelnd oder schreiend auf meinem Arm, so dass ich sie vor Kraftlosigkeit meinerseits irgendwann wieder laufen lassen muss). Und wenn ich sie auf den Arm nehme, haut sie schnell noch was im Regal um.
    Ein kleines Fluchtschwein (den Ausdruck hab ich hier aus dem ErE- ich liebe ihn) habe ich auch - eine Sekunde umgedreht, wech isse.

    Naja, nun wollte ich mal bei euch fragen, was aus euren willensstarken und neugierigen Kindern so geworden ist? Wie hat sich das spätere Kindes- und Jugendalter so dargestellt?

    Und da Kind 1 ja alles andere als ein Anfängerkind war/ist, habe ich nun ein wenig Angst, dass es diesmal wieder ne ähnliche Hausnummer wird. Diiiiesmal bin ich aber vorbereitet.
    Meine Tochter war,so ein extrem anstrengend es Kleinkind, das hat,sich total verwachsen ist total unkompliziert geworden.

  3. #33
    Lleanora ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von Cafetante Beitrag anzeigen
    Hilft da nicht, ab in den Einkaufswagen und was zu futtern in die Hand? Brötchen hat bei uns immer geholfen
    Hier half das nicht, bzw nur sehr kurzfristig. Beim Einkaufen gab es einfach soooooooooo viel interessantest, das war alles viel wichtiger als das Essen. Und es war mir dann auch zu gefährlich, er ist nämlich einfach aufgestanden.
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  4. #34
    Avatar von sojus
    sojus ist offline old hand
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Meine Nr. 2 war genau so willensstark, autonom und ein ausgeprägte Fluchtkind wie du es beschreibst - inklusive der Unmöglichkeit, einkaufen zu gehen...
    Er ist jetzt sechs und eigentlich immer noch so. Mittlerweile ist er enorm selbstständig (alleine einkaufen, mit den Öffis fahren oder auch mal zwei Stunden allein zu Hause bleiben ist für ihn z.B. überhaupt kein Problem - so etwas scheitert, wenn, dann eher daran, dass wir ihn manches noch nicht lassen). Seine Autonomie gründet auf einem ganz starken Welt- und Selbstvertrauen, er meistert Situationen emotional ohne Probleme, die für unseren Großen Katastrophen gewesen wären. Und das ist ja erstmal sehr positiv (natürlich gerät er aber auch viel öfter als andere Kinder in solche Situationen...).

    Ein Problem ist, dass er, wenn er etwas nicht will, sich durch nichts in der Welt dazu bringen lässt. Wir haben schon Tagesausflüge abgeblasen, weil er in keinster Weise und durch keine Strategie der Welt dazu zu bewegen war, ins Auto einzusteigen. Das ist gar kein böser Wille, sondern seine Art, für sich zu sorgen (auch dieses Kind braucht Pausen). Er würde dann sogar einfach den ganzen Tag allein daheimbleiben, aber dazu ist er einfach noch zu jung.

    Ansonsten ist er ein sehr soziales und sehr fröhliches Kind voller Ideen. Ich bange vor der Pubertät, bin mir aber ganz sicher, dass er seinen Weg gehen wird.
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  5. #35
    Alina73 ist offline Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Mein Sohn war ein Anfängerbaby und wäre er nicht seit Jahren krank, dann würde er vmtl. immer noch völlig problemlos laufen. Durch seine Krankheit ist er jedoch anstrengend für ca. 3-4 Kinder...

    Meine Tochter war als Kind wahnsinnig anstrengend- schlief bis sie 4,5 Jahre alt war selten mehr als 1,5 Stunden am Stück, war dadurch natürlich am Tag absolut unausgeglichen und vorwiegend dagegen. Willensstark war sie auch. Das ist sie auch heute noch als 10jährige. Jedoch hat sich diese Willensstärke in den Sport und Schulbereich verlagert. Sie ist extrem selbständig und macht ihr Ding. Sie ist heute das Kind, das einfach "läuft"- meistens jedenfalls.


    Zitat Zitat von trio08 Beitrag anzeigen
    Ich habe es seit dem ca. 6. Lebensmonat des Kindeleins vermutet: meine Nr. 3 (jetzt fast 15 Monate alt) entpuppt sich als recht willensstarkes, sehr neugieriges Kind. Ein deutliches Nein (z.B. nicht den Spielplatz durch die Pforte zu verlassen) meinerseits regt es dazu an, genau das Gegenteil dessen zu tun, zu was ich auffordere... (also seinerseits den Kopf zu schütteln und schnell (!) rauszurennen). Im Laden werden meistens Regale ausgeräumt (Einkaufswagen stellt schon sehr lange keine Option mehr dar, denn das Kind bleibt einfach nicht sitzen), egal was ich tue (sie windet sich quengelnd oder schreiend auf meinem Arm, so dass ich sie vor Kraftlosigkeit meinerseits irgendwann wieder laufen lassen muss). Und wenn ich sie auf den Arm nehme, haut sie schnell noch was im Regal um.
    Ein kleines Fluchtschwein (den Ausdruck hab ich hier aus dem ErE- ich liebe ihn) habe ich auch - eine Sekunde umgedreht, wech isse.

    Naja, nun wollte ich mal bei euch fragen, was aus euren willensstarken und neugierigen Kindern so geworden ist? Wie hat sich das spätere Kindes- und Jugendalter so dargestellt?

    Und da Kind 1 ja alles andere als ein Anfängerkind war/ist, habe ich nun ein wenig Angst, dass es diesmal wieder ne ähnliche Hausnummer wird. Diiiiesmal bin ich aber vorbereitet.
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  6. #36
    Lleanora ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von Thriller Queen Beitrag anzeigen
    Einkaufen gehen wenn das Kind nicht dabei ist wäre keine Option?
    Und wenn mein Nein am Spielplatz permanent ignoriert wird dann gehe ich nach Hause. Hab ich mit Töchterlein früher auch gemacht, vorher Ansage und dann wenn sie doch nicht hörte bin ich umgedreht.
    Habe ich auch immer so gehandhabt, hat bei bei der Großen super gezogen, bei der Mittleren bei den meisten Dingen, beim Kleinsten eigentlich nie.
    Ja, dann bin ich halt heim, aber draus gelernt oder besser gehört hat er deswegen auch nicht, ich habe oft das Gefühl gehabt ich strafe dann auch eher mich oder die Geschwister wie ihn, ihm schien es relativ egal zu sein, wo er nicht hörte
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  7. #37
    Lleanora ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    In deiner Beschreibung erkenne ich meine Nr. 2 wieder, sie ist oft abgehauen, hat gern das Gegenteil dessen getan, was ich sagte, hatte dauernd Unfug im Kopf etc. Bei ihr fand ich die Ausprägung aber eher schalkhaft als "willensstark" - sie hat einfach ihre eigenen, oft verschlungenen Wege gesucht und ihre Vorstellungen verfolgt - weniger die direkte Konfrontation wie es bei meiner wirklich willensstarken Nr. 1 war, wo es in den ersten Jahren oft schepperte, weil sie jeden Konflikt austrug (und ich damals auch ). Dein Beispiel mit der Spielplatzpforte: Meine Große hätte mit mir unmittelbar über das Verbot gestritten - die Kleine hätte einen unbeobachteten Moment abgewartet und wäre rausgeschlüpft.

    ...
    Ja, genau so, ist mein Kleiner auch. Wobei er auch stur sein kann, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Aber meistens hatte er eher den Schalk im Nacken, oder war von Neugier oder Übermut getrieben... und die Neugier wiegte dann meist stärker wie das Verbot, oder das Verbot, erhöhte die Neugier noch... warum soll ich wohl nicht... da ist bestimmt was spannendes..
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  8. #38
    advena ist gerade online Legende
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Nr. 2 war ein Schreikind. Man versteht ja nicht, warum ein Baby stundenlang ununterbrochen brüllt. Wenn ich mir dann heute so seinen Charakter anschaue, bzw. wie seine weitere Entwicklung so war, erklärt sich die Schreierei. Er ist nicht der Mensch, der sich mit Unwägbarkeiten gut arrangieren kann. Ein Baby schreit dann halt. Sein Auslandsjahr tat ihm gut. Er wohnte in einer WG mit 3 anderen Jungs und die mussten sich arrangieren und auseinandersetzen. Er sagt selber, dass er da viel für sich mitgenommen hat.

    Nr. 1 war eigentlich ein Anfängerkind. Seine Entwicklung war dennoch schwierig und auch jetzt als junger Erwachsener tut er sich ausgesprochen schwer, seine Rolle zu finden. Ich glaube er wäre am liebsten immer Kindergartenkind geblieben und würde am liebsten nur spielen und toben.
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  9. #39
    Avatar von Miaa7
    Miaa7 ist offline MajaMayer
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Mein willensstarkes Kind mit ausgeprägtem Autonomiestreben ist nach wie vor sehr eigensinnig. Die Pubertät gerade macht es nicht besser, aber auch nicht schlechter .
    Ich fand die Kleinkindphase am alleranstrengendsten, alles danach wurde besser.

    Das sehr intelligente Kind sollte aufgrund des Sozialverhaltens nicht früher eingeschult werden- Rat des Kindergartens. Wir haben es trotzdem getan und meine These, dass das Verhalten keine Reifungsfrage sondern eine Charakterfrage ist, hat sich vollumfänglich bestätigt.
    Sie kam sehr gut durch die Schulzeit, geht immer noch sehr gerne zur Schule, ist lernfreudig und wird in ein paar Monaten ein sehr gutes Abitur machen. Sie macht gern Und ausführlich Party, ist eine begeisterte Fussballerin, eine Chaotin im Leben, aber sehr diszipliniert in schulischen Belangen.
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    Ich bin’s,
    MajaMayer

  10. #40
    Avatar von Erdbeerkind
    Erdbeerkind ist offline einfach glücklich
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    Standard Re: Kleinkindverhalten - und später?

    Zitat Zitat von Lleanora Beitrag anzeigen
    Hier half das nicht, bzw nur sehr kurzfristig. Beim Einkaufen gab es einfach soooooooooo viel interessantest, das war alles viel wichtiger als das Essen. Und es war mir dann auch zu gefährlich, er ist nämlich einfach aufgestanden.
    Exakt so ist es hier auch. Die Kleine (2,5) ist grad in der Autonomiephase hoch 10 und treibt mich zum Wahnsinn. Da hilft kein Ablenken, gut zureden. Wenn sie beim Einkaufen laufen will, dann will sie LAUFEN. Da meine Nerven begrenzt sind, vermeide ich solche Situationen momentan wo es nur geht.
    Die Große (jetzt 6) war zwischen 2 und 3 ähnlich anstrengend, ist ständig weggelaufen, hat sich trotzend auf den Boden gesetzt oder geschmissen. Das hat sich total verwachsen - sie ist so entspannt, umgänglich und hilfsbereit!
    Da hilft glaub ich nur „Augen zu und durch“...
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    Erdbeere 07/13
    Draufgängerin 05/17

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