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Thema: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

  1. #101
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Ich würde helfen und den Betrieb entscheiden lassen, wen sie nehmen.

  2. #102
    Sina75 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Sonnennebel Beitrag anzeigen
    Die beste Freundin vom Tochtersohn hat es gerade nicht leicht. Die Eltern haben sich kürzlich getrennt. Der Vater arbeitet im Ausland und die Mutter ist psychisch schwer krank und wartet auf einen Klinikplatz. Der große Bruder ist kürzlich ausgezogen und das Mädchen war selbst bis vor einem Jahr für längere Zeit in der Klinik. Um so erstaunlicher, dass das Zeugnis der 9. Klasse recht gut war und das Kind trotz vieler Fehlzeiten nicht wiederholen musste.

    Das Mädchen ist jetzt in der 10. Klasse und sieht sich derzeit psychisch nicht in der Lage Abitur zu machen. Die Noten sind mittlerweile im Keller.
    Das Kind hat sich schon selbständig um eine schulische Ausbildung an einer privaten Berufsschule gekümmert und hat einen Termin für die Aufnahmeprüfung.
    Soweit, so toll.
    Nun sind die Noten nicht so toll und das Kind hat etwas Panik in Pfüfungssituationen. Es muss Plan B her.

    Nun kommt mein Problem:
    Die Ausbildungsberufe sind exakt die, für die sich mein Kind auch bewerben möchte. Ausbildungsbetriebe in elterlicher Nähe (da Kinder erst 14 und 15) sind rar.
    Das heißt, das Kind würde sich auf exakt die gleichen Stellen wie mein Kind (mit dem deutlich schlechteren Zeugnis) bewerben.
    Nun bat mich die Freundin indirekt ihr bei den Bewerbungen zu helfen, weil sie das noch nie gemacht hat, sie keinen Erwachsenen hat, der ihr hilft (Oma kürzlich verstorben, andere Großeltern weit weg) und sie vor einem Jahr gefehlt hat als das in der Schule dran war.
    Und die Berufe interessieren das Kind wirklich. Beide Kinder haben ähnliche Interessen und Vorlieben.
    Was mache ich nun?
    Wenn unser Kind einen Ausbildungsplatz bekommt, können wir (bei den Noten) echt froh sein. Die Chancen werden natürlich nicht besser, wenn die Freundin sich da auch bewirbt.
    Ich befürchte, wenn ihr keiner hilft, schreibt sie auch keine Bewerbungen. Ob sie die 10. Klasse schafft, ist so klar auch noch nicht. Indirekt meinte sie schon, dass das ja nicht schlimm wäre, wenn sie die 10. Klasse nicht schafft, da sie sowieso keine Ahnung hat wie man sich bewirbt.
    Meine Mutterinstinkte sagen: Hilf dem Kind!
    Aber meine biologischen Mutterinstinkte wittern Konkurrenz.
    Das ist ein Dilemma.

    Was würdet ihr tun?
    Helfen.

    Da werden sich eh nicht nur die zwei bewerben, also hab ich das eh nicht in der Hand.
    "Everybody’s Darling, Everybody’s Depp"

    Franz Josef Strauß

  3. #103
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Sonnennebel Beitrag anzeigen

    Was würdet ihr tun?
    Dem Kind helfen! Auf die Konkurrenzsituation wäre ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gekommen, ich hätte mich im Gegenteil gefreut, dass beide Kinder ggf. an derselben Schule weitermachen. Und wenn mein Kind so schlechte Noten hätte, dass ich da wenig Chancen sehe, na dann kann die Konkurrenz genausogut aus anderen Ecken kommen.
    Nairobi gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

  4. #104
    Avatar von majathebookworm
    majathebookworm ist offline frohsinnig
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Noch eine Stimme fürs Helfen.

    Ich kann deine Gedanken - also die Angst vor Konkurrenz fürs eigene Kind - absolut nachvollziehen, die hätte ich an deiner Stelle bestimmt auch. Auch und gerade dann, wenns für eigene Kind nicht glatt läuft.

    Trotzdem würde ich in der von dir beschriebenen Situation dem Mädel helfen.
    Du entscheidest damit nicht, wer den Job bekommt. Du verschaffst ihr eine Chance, wo sie sonst keine hätte.

    Nennt mich naiv, altruistisch - ich würde mich nicht gut dabei fühlen, einen gefühlten Wettbewerb dadurch zu gewinnen, dass ich einem schwächeren Mitbewerber Hilfe verweigere (und damit verhindere, dass er nach gleichen Maßstäben bewertet werden kann). Und das würde ich auch meinem Kind nicht vorleben wollen.
    Friesenstern, Froschn, Makaria. und 3 anderen gefällt dies.
    Maja mit Mann und Mäusen: Technikerin (02/01), Künstlerin (12/02), Sportler (03/05)
    Learn as if you were to live forever, live as if you were to die tomorrow.
    M.Gandhi.

  5. #105
    Avatar von Toffi
    Toffi ist offline ***********
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Ich vermute, dass Dein Kind sowieso viel Konkurrenz haben wird und zwar von deutlich älteren Abiturienten. Es wird in seinem Alter wahrscheinlich schwierig, so einen begehrten Ausbildungsplatz zu bekommen.
    Meine Idee wäre: Schulwechsel auf ein berufliches Gymnasium mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung und erst danach die Traum-Ausbildung machen. (Wenn er es dann noch will)

    Es wird sehr wahrscheinlich nicht an der Bewerbung der Freundin scheitern. Daher sehe es als Übung für später, arg große Hoffnung hätte ich nicht, dass es in dieser Branche klappt.


    Edit: 75% der Auszubildenden im Buchhandel haben Abitur. Voraussetzung sind gute Noten in Mathe, Deutsch und Gemeinschaftskunde:

    https://www.ausbildung.de/berufe/buchhaendler/
    Makaria. und Nairobi gefällt dies.

  6. #106
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Kicki Beitrag anzeigen
    Dieser Inhalt wurde gelöscht
    Ist das dein Ernst?
    Vertrauen ist der Wille, sich verletzlich zu zeigen. (Osterloh/Weibel)

  7. #107
    Wikapis ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Sonnennebel Beitrag anzeigen
    Die beste Freundin vom Tochtersohn hat es gerade nicht leicht. Die Eltern haben sich kürzlich getrennt. Der Vater arbeitet im Ausland und die Mutter ist psychisch schwer krank und wartet auf einen Klinikplatz. Der große Bruder ist kürzlich ausgezogen und das Mädchen war selbst bis vor einem Jahr für längere Zeit in der Klinik. Um so erstaunlicher, dass das Zeugnis der 9. Klasse recht gut war und das Kind trotz vieler Fehlzeiten nicht wiederholen musste.

    Das Mädchen ist jetzt in der 10. Klasse und sieht sich derzeit psychisch nicht in der Lage Abitur zu machen. Die Noten sind mittlerweile im Keller.
    Das Kind hat sich schon selbständig um eine schulische Ausbildung an einer privaten Berufsschule gekümmert und hat einen Termin für die Aufnahmeprüfung.
    Soweit, so toll.
    Nun sind die Noten nicht so toll und das Kind hat etwas Panik in Pfüfungssituationen. Es muss Plan B her.

    Nun kommt mein Problem:
    Die Ausbildungsberufe sind exakt die, für die sich mein Kind auch bewerben möchte. Ausbildungsbetriebe in elterlicher Nähe (da Kinder erst 14 und 15) sind rar.
    Das heißt, das Kind würde sich auf exakt die gleichen Stellen wie mein Kind (mit dem deutlich schlechteren Zeugnis) bewerben.
    Nun bat mich die Freundin indirekt ihr bei den Bewerbungen zu helfen, weil sie das noch nie gemacht hat, sie keinen Erwachsenen hat, der ihr hilft (Oma kürzlich verstorben, andere Großeltern weit weg) und sie vor einem Jahr gefehlt hat als das in der Schule dran war.
    Und die Berufe interessieren das Kind wirklich. Beide Kinder haben ähnliche Interessen und Vorlieben.
    Was mache ich nun?
    Wenn unser Kind einen Ausbildungsplatz bekommt, können wir (bei den Noten) echt froh sein. Die Chancen werden natürlich nicht besser, wenn die Freundin sich da auch bewirbt.
    Ich befürchte, wenn ihr keiner hilft, schreibt sie auch keine Bewerbungen. Ob sie die 10. Klasse schafft, ist so klar auch noch nicht. Indirekt meinte sie schon, dass das ja nicht schlimm wäre, wenn sie die 10. Klasse nicht schafft, da sie sowieso keine Ahnung hat wie man sich bewirbt.
    Meine Mutterinstinkte sagen: Hilf dem Kind!
    Aber meine biologischen Mutterinstinkte wittern Konkurrenz.
    Das ist ein Dilemma.

    Was würdet ihr tun?
    Ich würde ihr auch helfen.
    Dein Kind hat doch schon durch seinen familiären Rückhalt viel mehr Chancen im Leben, da würde ich dem Mädchen das nicht verbauen wollen.

    Alternativ wenn du dich damit besser fühlst könntest du ihr auch sagen wo sie Hilfe bekommt und sie hinfahren wenn es nicht erreichbar ist, hier gibt es von der AWO Bewerbungskurse da lernt man auch wie man sich im Vorstellungsgespräch verhält usw.

  8. #108
    Temporär ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Dazu von mir der Tipp: ich weiß, weil ich jemandem beim Bewerben geholfen habe: in dem Bereich gibt es viele Angebote für ein FSJ Kultur. Da kann man sich dann vor Ort für eine Ausbildung/ einen Ausbildungsplatz empfehlen.
    Nur falls es mit der Wunschbewerbung nicht klappen sollte/ ein Plan C gesucht wird.
    Nachtrag: bei dem jungen Menschen hat es über das FSJ mit der Ausbildungsstelle geklappt, da war Ziel und Traumberuf eine größere staatliche Bibliothek, das FSJ dort hat den Berufswunsch gefestigt. Also schon ziemlich speziell. Soweit ich mitbekommen habe wird jetzt sogar ein Studium angestrebt.
    Ich finde es nicht schlecht für schulmüde und noch unorientierte Kinder, das ist dann nur ein Jahr.
    Toffi, Makaria. und Zickzackkind gefällt dies.

  9. #109
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    Zitat Zitat von Sonnennebel Beitrag anzeigen
    Nun kommt mein Problem:
    Die Ausbildungsberufe sind exakt die, für die sich mein Kind auch bewerben möchte. Ausbildungsbetriebe in elterlicher Nähe (da Kinder erst 14 und 15) sind rar.
    Das heißt, das Kind würde sich auf exakt die gleichen Stellen wie mein Kind
    Was bedeutet in elterlicher Nähe?
    Um die Anzahl der möglichen Ausbildungsplätze zu erhöhen bewirbt sich meine Tochter (15) in einem Radis von 75 Minuten Anfahrt mit dem ÖPNV.
    Von den näheren n Betrieben gab es bereits Absagen, sie möchten ältere Bewerber, weiter entfernt hat sie mehrere Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.
    ChilangaReloaded gefällt dies


  10. #110
    Avatar von Toffi
    Toffi ist offline ***********
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    Standard Re: Mutterinstinkte vs. Blut ist dicker als Wasser

    2,5 h Fahrt pro Tag ist schon ganz schön viel, zumal der Führerschein noch nicht in Sichtweite ist.

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