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Thema: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

  1. #1
    rastamamma ist gerade online Urgestein
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    Standard Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    https://www.stern.de/wirtschaft/geld...source=webpush

    Vermutlich haben das eh schon einige gelesen, um das Thema an sich geht es ja hier des öfteren.

    Und ich weiß nicht, ob es dran liegt, dass ich Österreicher bin oder daran, dass ich irgendwie betriebsblind an die Sache herangehe, wenn ich irgendwie nicht sehe, wo das Ganze unfair sein soll, was hier geschildert wird (also ausdrücklich: es geht um die Beispiel der Frauen in dem Artikel, nicht darum, dass so mancher Mensch vom Rentensystem unfair behandelt wurde - und auch nicht darum, dass sich noch mehr Leute vom Leben an sich unfair behandelt fühlen). Bei mir poppte der Link zum Artikel nämlich unter "warum das Rentensystem unfair ist" auf.

    Dass Frauen öfter und länger Erziehungszeit nehmen etc - geschenkt, weiß man, da kann ich nur sagen: Frau lässt sich bewußt drauf ein, bei einer Scheidung gibt es bei euch sogar Rentensplitting (da könnte sich also was ausgleichen und Frau OHNE Partner kann sich unbezahlten Erziehungsurlaub eh nicht leisten, es sei denn, da zahlt jemand dann Unterhalt - was wiederrum die Frage aufwirft, warum man davon nicht ein wenig in eine private Rente investiert... ich rede da von meiner Altersgruppe, 50 rum, nicht von Zeiten, wo Ehen ewig hielten, Männer die Gattinen an der Erwerbstätigkeit hindern konnten etc.). Bei einem behinderten Kind könnte man/frau rückwirkend übel dran sein, weil es das Pflegegeld noch nicht so lange gibt (meine Arbeitskollegin etwa zahlt vom Pflegegeld noch was für ihre Altersabsicherung weg, weil sie halt seit fast 20 Jahren nicht mehr vollzeit arbeiten kann). Aber solche Fälle werden da ja nicht geschildert.

    Was heißt zum Beispiel "Ich habe immer gearbeitet, aber selten eine Festanstellung gefunden?" - um Schwarzarbeit wird es ja nicht gehen, also meine Frage: Was genau ist eine "Fetsanstellung" in Deurtschland und: zahlte man bei befristeten Verträgen etc. (das stelle ich mir unter einer Nicht-Festanstellung vor, aber ich kann daneben lieben) keine Beiträge in die Rentenversicherung ein?

    Nur zur Klarheit, ich war lange ausschließlich und bin jetzt noch hälftig freier Dienstnehmer, da wars früher so, dass der Arbeitgeber keinen Beitrag zur Rentenversicherung geleistet hat, möglicherweise ist es noch immer so - da werden klarerweise die Beiträge insgesamt kleiner, wenn ich alleine meinen Anteil zahle, das wußte ich, darauf habe ich mich bewußt eingelassen (als freier Dienstnehmer verdiene ich halt auch ein wenig mehr pro Stunde), .... da bin ich nachher nicht sauer drüber, dass bei der Rente nicht so viel rauskommt (vor allem, weil ich ja genausgut den Überschuss im Vergleich zum Angestelltenstundensatz investieren könnte bzw. habe).

    Oder: Inwieweit wird jemand irgendwie ungerecht behandelt, der immer schon (also seit ca. 25 Jahren oder so) Teilzeitjobs gemacht hat und dazu noch unbezahlte Praktika (ja, ich weiß, das ist bei euch anders geregelt, bei uns werden Praktikanten bezahlt, wenn es um längere Arbeiten geht, es sei denn, sie werden vom Arbeitsamt geschickt, die bekommen halt dann weiter ihr Geld von dort) - ich meine, das wußte ich schon mit 16, dass ich bei Teilzeit weniger verdiene als bei Vollzeit (im selben Bereich, eh klar) und daher erstens weniger Kohle habe (nona) und zweitens auch in Folge irgendwann weniger Ersparnisse (wenn ich mein Ausgabeverhalten auf Vollzeit eingestellt habe oder schlicht am Limit wandere). Gab es da mal eine Gesetzesänderung, dass die Leute vorher dachten, es käme auf die letzten Jahre vor der Rente an oder auf die besten Jahre (ich glaube, bei uns gab es sowas) und sich jetzt natürlich verpopscherlt fühlen?

    Dann noch die Buchhalterin, die seit 2006 in der Woche 19,5 Stunden arbeitet - wundert die sich, dass halbe Arbeit nicht für ganze Rente reicht? Mal davon abgesehen - was ist ein 450Euro-Dauerjobber (arbeitet der, so wie bei uns wöchentlich dann 12 Stunden, im Höchstfall - womit er sich ganze 7,5 Stunden Extrafreizeit gegenüber der Frau rausholt, die ihm aber bei Grundrente dann mit demselben Betrag honoriert würden?)?

    Ich gebe ihr aber recht, der Staat muss meiner Meinung nach dafür sorgen, dass die Möglichkeiten (!) zur Betreuung der Kinder zu den Zeiten, die Arbeitende brauchen, gesichert und leistbar sind, wenn er möchte, dass Leute viel verdienen, viel einzahlen und sich außerdem noch viel selbst absichern. Da wäre klar mein Ansatz. Andererseits - ihr Mann ist Landwirt, in meiner Phantasie ist Frau da entweder gut mitbeschäftigt und bekommt was vom Gewinn ab (davon könnte man ja Rentenbeiträge zahlen bzw. beim geplanten Betriebsverkauf fürs Alter seinen Teil bekommen) oder sie kann vollzeit arbeiten gehen, weil er nämlich zu Hause ist.

    Der Pflegemutter gebe ich auch recht - dass Pflegemütter kein Gehalt bekommen, ist natürlich Irrsinn. Ich war bisher der Meinung, einige bekämen eines. Allerdings frage ich mich, warum sich eine Frau mit zwei Kindern in einen unbezahlten Bereich wagt - und wovon sie bisher ohne Gehalt gelebt hat. Vermutich verstehe ich was falsch.

  2. #2
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    In meinen Augen sind Frauen aus 2 Gründen bei der Rente benachteiligt. Erstens mittelbar durch den genderpaygap der auch auf die Rente durchschlägt. Typisch weibliche Berufsfelder werden schlechter bezahlt als typisch männliche (Hier wirst du sagen, wer einen schlecht bezahlten Beruf wählt ist selber schuld). Im Mittel sind das 21%.
    Und auch bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit werden Frauen schlechter bezahlt als Männer. Im Mittel 8%.

    Der zweite Aspekt der Frauen benachteiligt ist die Tatsache, dass unser Umlagesystem stillschweigend voraussetzt, dass neue Einzahler heranwachsen. Aufzucht der neuen Einzahler wird unzureichend berücksichtigt und ist Klassischerweise Frauensache. Frauen arbeiten aufgrund der Kindererziehung oft weniger als Männer.

    Andererseits leben Frauen im Mittel länger als Männer, diesbezüglich sind die Männer im Nachteil, weil sie kürzer Rente beziehen.

    Letztlich ist aber das Hauptproblem des deutschen Rentensystems in meinen Augen nicht, dass es strukturell ungerecht wäre, sondern dass die Renten insgesamt zu niedrig sind.

  3. #3
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Da verstehst Du nichts falsch, die Renten sind nicht unfair, sie sind insgesamt zu niedrig.

  4. #4
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline besser is
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Es gibt strukturelle Benachteiligungen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
    Diese Lebenswirklichkeit kann man mit Einzelschicksalen negieren, aber das wird der Situation eines Großteils der alten Menschen nicht gerecht.
    So wurde zum Beispiel erst 1977 das Gesetz abgeschafft, nachdem Frauen nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten durften.
    So wie nicht alle Männer ihren Frauen die Arbeit vorher verboten hatten, so änderte sich auch nicht von jetzt auf nachher die Stellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt.
    Sie bekamen - und bekommen - nicht die gutebezahlten Jobs der Männer.
    Da können sie noch so lange Jura und Medizin studieren.

    Dazu kommt, dass in einigen Berufen - und das sind die, die hauptsächlich von Frauen gewählt werden - fast nur Teilzeitverträge angeboten werden. Zum Beispiel hier in Norddeutschland bei den Erzieherinnen.
    So, nun kann natürlich keine Frau mehr Erzieherin werden - diese Lücke wird aber nicht von Männern aufgefüllt.
    Wenn es keine ErzieherInnen mehr gibt, gibt es entweder weniger Kinder - also weniger Zukunft - oder die Eltern müssen Arbeitszeit reduzieren. Damit wirkt sich Kindererziehungszeit negativ auf die Rente aus.

    Nun können die Menschen natürlich auch in Gegenden ziehen, in denen Erzieherinnen Vollzeit beschäftigt werden.
    Da zahlen sie dann aber wieder so viel für anderes, dass es sich auch nicht rechnet.

    Ich kann als Gesellschaft natürlich auch sagen, dass jeder seines Glückes Schmied ist.
    Dann brauche ich aber auch wieder EinwandererInnen, die die schlechte bezahlten Job machen oder ich muss halt selber putzen und kochen und mir die Haare schneiden. Geht alles.

    Rentengerechtigkeit geht für mich weit über deine technokratisch aufgezählten Mechanismen hinaus. Sie bestimmt, in welcher Gesellschaft wir leben wollen.

    Strukturell ungerecht ist auch, dass große Teile der Gesellschaft sich der gesetzlichen Rentenversicherung entziehen können.
    Da sind wir auch wieder bei einer strukturellen Benachteiligung von Frauen:
    Selbständige sind nicht Teil der gesetzlichen Rentenversicherung und können frei wählen, wie sie für sich vorsorgen wollen. Sie können die Aufwendungen für die Rente auch von der Steuer absetzen. Frauen bekommen aber viel mehr Steine in den Weg gelegt, wenn sie sich selbständig machen wollen.
    ___________________________________
    Das Böse sind falsche Entscheidungen.

  5. #5
    advena ist offline Legende
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Ich sag mal so: Frauen sind in (West-)deutschland deswegen rententechnisch schlechter gestellt, weil es hier mit der Gleichberechtigung der Frauen im Beruf und in der Gesellschaft nicht so weit her ist.
    Als meine Kinder eingeschult wurden, gabs an unserer Grundschule gerade mal eine 13 Uhr betreuung - und auch nur für 20 Kinder (3 zügige Grundschule). Die Rektorin stand da am Infoabend und sagte wortwörtlich: Bei uns kümmern sich die Eltern noch selbst um die Kinder und nehmen keine Betreuung in Anspruch. Da wurde man dann doch recht rasch auf den Boden der Tatsache gezogen.
    Vollzeit arbeiten konnten da nur die Frauen, die so viel verdienten (oder ihre Männer), dass sie mal eben 2500 EUR für ein Vollzeit-Kindermädchen locker machen konnten, eine der wenigen Tagesmütter ergatterten, die bereit waren 5 Tage die Woche voll zu betreuen (die meisten Tagesmütter, auch die die ich anfragte, fanden sowas völlig abwegig, betreuten ein Kind max. nen halben Tag, weil dann muss es doch wieder zu seiner Mama) oder eben eine fitte Oma hatten.

    Du siehst - das ist schwierig. Ganztages-Kitaplätze (das hieß damals in unserer Stadt 8-15:30) gabs nur für 5% der Kinder, man musste mindestens AE und ein weiteres Problem haben (Drogen, Alkohol....) um seine Kinder da unterzubringen.

    Was also blieb den Frauen übrig als Teilzeit zu arbeiten? Es wurde gesellschaftlich (damals) auch noch erwartet. In der Klasse meines Großen arbeiteten weniger als die Hälfte der Frauen überhaupt. Die anderen waren zumindest noch über die GS-Zeit Vollzeit-Hausfrau.

    Eine Vollzeitanstellung mit Kindern zu bekommen, hat auch die AGs misstrauisch gemacht. Viele waren (im Westen) da sehr konservativ. Ausserdem Kinder werden ständig krank. Mütter fallen deswegen aus. Das ist tatsächlich ein Fakt, der nicht von der Hand zu weißen ist, das habe ich oft genug erlebt. Leider ist sowas gesellschaftlich eben nicht gewünscht, da sollen die Muttis doch dann besser nicht arbeiten, wenn sie nicht rundum dem AG zur Verfügung stehen. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen waren (sind?) selten.

    Die junge Generation hat es da besser. Es gibt Kinderbetreuung in viel größerem Umfang und es ist viel selbstverständlicher geworden. Auch in den Firmen stelle ich ein (langsames) Umdenken fest.

    Ich hatte zum Glück die Möglichkeit Home-Office zu machen. HAb aber auch nur teilzeit gearbeitet. Vollzeit hätte ich logistisch nicht hingekriegt, oder hätte noch mehr Geld für Kinderbetreuung ausgeben müssen.
    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  6. #6
    spydermonkey ist offline thunderstorm
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    ...
    Als meine Kinder eingeschult wurden, gabs an unserer Grundschule gerade mal eine 13 Uhr betreuung - und auch nur für 20 Kinder (3 zügige Grundschule). Die Rektorin stand da am Infoabend und sagte wortwörtlich: Bei uns kümmern sich die Eltern noch selbst um die Kinder und nehmen keine Betreuung in Anspruch. Da wurde man dann doch recht rasch auf den Boden der Tatsache gezogen.
    ...

    Du siehst - das ist schwierig. Ganztages-Kitaplätze (das hieß damals in unserer Stadt 8-15:30) gabs nur für 5% der Kinder, man musste mindestens AE und ein weiteres Problem haben (Drogen, Alkohol....) um seine Kinder da unterzubringen.

    Was also blieb den Frauen übrig als Teilzeit zu arbeiten? Es wurde gesellschaftlich (damals) auch noch erwartet. In der Klasse meines Großen arbeiteten weniger als die Hälfte der Frauen überhaupt. Die anderen waren zumindest noch über die GS-Zeit Vollzeit-Hausfrau.

    Die junge Generation hat es da besser. Es gibt Kinderbetreuung in viel größerem Umfang und es ist viel selbstverständlicher geworden.

    ....


    Ganztages-KiGa/KiTaplätze umfassen hier und heute den Zeitraum 7:00 bis 16:30. Es gibt 10 U3- und 20 Ü3-Plätze dafür, wobei 30 bzw. 35 Stunden Betreuung pro Woche nicht regelmäßig überschritten werden dürfen.

    Aber was willst du in einer Region erwarten, die noch 2003 einen Ort als 'besonders familien- und AE-freundlich' ausgezeichnet hat, weil dort einer der vier vorhandenen Kindergärten eine Gruppe mit erweiterten Öffnungszeiten anbot. Dort konnte man dann wählen, ob man sein (mindestens dreijähriges) Kind entweder von Mo-Fr von 7.00 bis 13:00 oder Mo-Fr von 8:00 bis 12:00 und Mo-Do von 14:00 bis 16:00 betreuen lassen wollte.

    Von einer U3-Betreuung war man damals noch weit entfernt, die wurde hier erst 2012 eingeführt und (ich zitiere aus einem Zeitungsartikel von Mai 2019) 'mit Blick auf die Betreuungszeiten lässt sich konstatieren, dass der Bereich Ganztagsbetreuung derzeit noch nicht die empfohlenenen Richtlinien beim Versorgungsgrad erreicht'.

    Es ist (etwas) besser geworden in den letzten 15 Jahren, aber leider noch immer weit entfernt von gut

  7. #7
    advena ist offline Legende
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Zitat Zitat von spydermonkey Beitrag anzeigen

    Ganztages-KiGa/KiTaplätze umfassen hier und heute den Zeitraum 7:00 bis 16:30. Es gibt 10 U3- und 20 Ü3-Plätze dafür, wobei 30 bzw. 35 Stunden Betreuung pro Woche nicht regelmäßig überschritten werden dürfen.

    Aber was willst du in einer Region erwarten, die noch 2003 einen Ort als 'besonders familien- und AE-freundlich' ausgezeichnet hat, weil dort einer der vier vorhandenen Kindergärten eine Gruppe mit erweiterten Öffnungszeiten anbot. Dort konnte man dann wählen, ob man sein (mindestens dreijähriges) Kind entweder von Mo-Fr von 7.00 bis 13:00 oder Mo-Fr von 8:00 bis 12:00 und Mo-Do von 14:00 bis 16:00 betreuen lassen wollte.

    Von einer U3-Betreuung war man damals noch weit entfernt, die wurde hier erst 2012 eingeführt und (ich zitiere aus einem Zeitungsartikel von Mai 2019) 'mit Blick auf die Betreuungszeiten lässt sich konstatieren, dass der Bereich Ganztagsbetreuung derzeit noch nicht die empfohlenenen Richtlinien beim Versorgungsgrad erreicht'.

    Es ist (etwas) besser geworden in den letzten 15 Jahren, aber leider noch immer weit entfernt von gut
    Auch bei einer Betreuungszeit von 7:00-16:30 kannste kaum Vollzeit arbeiten, wenn der Arbeitgeber nicht direkt ums Eck wohnt. Und wenn man nicht mehr als 30 oder 35h Betreuung in Anspruch nehmen darf - wie will man denn da eine 40h Woche unterbringen????
    Wenn man realistisch Vollzeit arbeiten will, braucht es mind. 10h Betreuung am Tag - anders kriegt man es mit der Anfahrt nicht hin. Und das kann schon knapp werden. Alles drunter ist ein Witz.

    Allerdings ist eines besser geworden: Es ist selbstverständlicher, dass Frauen mit Kindern (teilzeit) arbeiten. Dieses Rabenmutterstigma ist glaube ich verschwunden. Aber beide Eltern Vollzeit und Kinder U3 - ich glaube das geht selten.
    Alle meine Beiträge in diesem Forum bilden meine persönliche Meinung ab. Sie sind nicht verallgemeinernd und meine Ansichten müssen nicht mit denen anderer übereinstimmen. Dieser Grundsatz gilt immer, sofern nicht im Beitrag explizit anders gekennzeichnet.

  8. #8
    spydermonkey ist offline thunderstorm
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Auch bei einer Betreuungszeit von 7:00-16:30 kannste kaum Vollzeit arbeiten, wenn der Arbeitgeber nicht direkt ums Eck wohnt. Und wenn man nicht mehr als 30 oder 35h Betreuung in Anspruch nehmen darf - wie will man denn da eine 40h Woche unterbringen????
    Wenn man realistisch Vollzeit arbeiten will, braucht es mind. 10h Betreuung am Tag - anders kriegt man es mit der Anfahrt nicht hin. Und das kann schon knapp werden. Alles drunter ist ein Witz.

    Allerdings ist eines besser geworden: Es ist selbstverständlicher, dass Frauen mit Kindern (teilzeit) arbeiten. Dieses Rabenmutterstigma ist glaube ich verschwunden. Aber beide Eltern Vollzeit und Kinder U3 - ich glaube das geht selten.
    Ich weiß das
    Meine Kinder sind inzwischen erwachsen, ich bin aus anderen Gründen aber noch nahe am Thema Kinderbetreuung - deshalb schrieb ich ja: es ist besser aber noch lange nicht gut.

  9. #9
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Zitat Zitat von advena Beitrag anzeigen
    Auch bei einer Betreuungszeit von 7:00-16:30 kannste kaum Vollzeit arbeiten, wenn der Arbeitgeber nicht direkt ums Eck wohnt. Und wenn man nicht mehr als 30 oder 35h Betreuung in Anspruch nehmen darf - wie will man denn da eine 40h Woche unterbringen????
    Wenn man realistisch Vollzeit arbeiten will, braucht es mind. 10h Betreuung am Tag - anders kriegt man es mit der Anfahrt nicht hin. Und das kann schon knapp werden. Alles drunter ist ein Witz.
    Und die Arbeitszeit muss auch noch zur Betreuungszeit passen. Ein Platz von 7-16 Uhr nützt wenig, wenn man von 9-17 Uhr arbeitet.


    Time ist the fire in which we burn.

  10. #10
    spydermonkey ist offline thunderstorm
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    Standard Re: Stern Artikel Renten - kann mir bitte jemand genauere Erklärungen geben?

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen

    Und die Arbeitszeit muss auch noch zur Betreuungszeit passen. Ein Platz von 7-16 Uhr nützt wenig, wenn man von 9-17 Uhr arbeitet.
    Oder in Schichten zwischen 6:00 und 21:00... oder nachts oder so

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