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Thema: Kinderbetreuung

  1. #21
    Avatar von Bouri
    Bouri ist gerade online Müde
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Erzfee Beitrag anzeigen
    Ich will drüben nicht schreddern.Deshalb hier mal die (ketzerische ) Frage.

    Das im Osten die Kinderbetreuung umfangreicher war und ist steht außer Frage.Aber ist sie deshalb besser? Und mit besser meine ich,ob es fürs Kind so gut ist von morgens um 6/7 bis nachmittags in der Betreuung zu sein? Was hat man da noch vom Kind und umgekehrt?
    Wie geschrieben, müssen die Kinder ja morgens um 5/6 aufstehen?
    Mir ist bewusst, das manche arbeiten müssen um Geld zu verdienen und die Betreuung brauchen.
    Ich halte nichts von so langer Fremdbetreuung im Kleinkindalter.
    Ja, man muss auch von etwas leben. Allerdings bekommt man im Zweifel zur Not staatliche Unterstützung, wenn das noch vorhandene (gemeinsame) Einkommen nicht ausreicht. (Dass es dann später evtl Probleme zwecks Rente gibt, ist eine andere Sache und hat mit dem Wohl des Kindes nichts zu tun.) Interessanterweise sind es aber meist die Besserverdienenden, die lange Kita Zeiten in Anspruch nehmen. Die könnten es sich leisten daheim zu bleiben, aber da geht die Karriere vor.

    Kita ist Stress für die Kleinen. Das heißt nicht, dass sie nicht gerne hingehen oder da auch Spaß haben! Aber der Stresslevel ist erhöht.
    Und aus biologischer Sicht gehören sie in dem Alter auch noch in die Nähe der Familie. Das kann man sich bei unseren nächsten Verwandten angucken. Wir Erwachsenen sind so weit, dass wir kognitiv zu den Erkenntnis kommen können, dass dem Kind (eigentlich) nichts Schlimmes in der Kita passiert. Das Kind nicht. Das ist noch viel mehr durch Instinkt und angeborene Bedürfnisse gesteuert. Eines davon ist in dem Alter bei den Eltern zu sein. Nicht, ihnen nicht von der Seite zu weichen. Aber doch so, dass die Eltern in kurzer Zeit erreichbar sind wenn nötig. Und eben nicht, dass man im Zweifel 8 Stunden warten muss.

    (Und ob die Kita schadet oder nicht: Wer hat das schon mal wirklich überprüft? Vielleicht geben die Leute im Osten auch so bereitwillig ihre Kinder in Betreuung ab, weil sie selbst in Betreuung waren und das eben doch negative Auswirkungen hatte, die sich dadurch zeigen? Nein, ich meine das nicht wirklich ernst. Aber die Wahrheit ist doch, dass wir es nicht wissen. Wir wissen nicht, wie sich ein Individuum entwickelt hätte, wenn die Umstände anders gewesen wären. Kinder gewöhnen sich an Dinge. (Kinder gewöhnen sich auch an sehr Schlimme Dinge.) Nur wenige machen ihren Eltern im Erwachsenen Alter einen Vorwurf. Schon allein weil sie es selbst ja auch nicht anders kennen)
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  2. #22
    RaeMea ist offline old hand
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Erzfee Beitrag anzeigen
    Mir gehts eben um die Betreuung, grad im Kleinkindalter.
    In dem Alter entwickeln sich die Kinder so schnell und können fast täglich was Neues.Und ich wollte Kinder um eben dieses Entwicklungsprozess mitzuerleben und nicht um ihn von Erziehern zu erfahren. Die Zeit geht so schnell vorbei.
    Ich fand ehrlich diese frühen Krippezeiten schon schlimm,als ich noch gar keine Kinder hatte.Wenn ich die kleinen im Dunkeln, bei Kälte früh vor um sechs am Bus hab stehen sehen.
    Ich finde auch nicht, dass man sein Kind den ganzen Tag wegorganisieren sollte.

    Aber nur weil das Kind sehr früh in die Betreuung geht, heißt das ja noch lange nicht, dass es dort dann auch bis abends bleiben muss. Früh aufstehen ist unter anderem Gewohnheitssache. Wenn die Familie ihren Tag passend gestaltet, ist das meist kein Problem fürs Kind.

    Und die Behauptung, man verpasse die Entwicklung seines Kindes, wenn es ganztags betreut ist, ist Quatsch. Man kann Ganztags-Betreuung so gestalten, dass man trotzdem täglich noch einige Stunden mit dem Kind verbringt.

    Die Politik sollte darauf hin arbeiten, dass es Kinderbetreuung in dem Umfang gibt, in dem sie gebraucht wird, und dass sie eine hohe Qualität hat.

    Gleichzeitig sollte aber auch anerkannt werden, dass Kinder auch jenseits des 3. Geburtstags noch Arbeit machen und dass es unfair ist, dass Eltern bei der Rente Verluste hinnehmen müssen, wenn sie mit kleinen Kindern etwas weniger arbeiten wollen.

    Von Eltern würde ich mir wünschen, dass sie lauter auf ihren Rechten bestehen. Viel zu oft versuchen Arbeitnehmer gar nicht erst, vom Arbeitgeber mehr Flexibilität zu bekommen. Viel zu oft fordern Frauen keine Kinderbetreuung von ihren Männern ein.
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  3. #23
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    ich finde die Frage falsch.

    Immerhin hat man im Osten die Wahl.

    Hier vor Ort reicht die Betreuung nicht mal für eine 40-Stunden-Berufstätigkeit aus. Entweder man hat das Glück, dass die Eltern versetzt anfangen können oder Großeltern, die die Kinder später bringen/früher abholen können und so die Randzeiten abdecken können. Oder man kann halt keine Vollzeit arbeiten.
    Und spätestens mit der Schule wird's noch übler.

    Zudem ist es ein Kostenfaktor. Wenn da jemand 3 Kinder hat, die Betreuung brauchen, rechnet sich eine Berufstätigkeit schnell nicht mehr. (Ja, ich weiß- Muddi-Falle).

    Im Osten sind die Betreuungszeiten, Schließzeiten und Kosten deutlich komfortabler.


    Für mich stellt sich eher die Frage, wie gut ist die Betreuung. Und da vermute ich mal, gibt es im Osten, wie im Westen gute und schlechte Betreuungseinrichtungen.
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  4. #24
    Avatar von Bouri
    Bouri ist gerade online Müde
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von RaeMea Beitrag anzeigen

    Und die Behauptung, man verpasse die Entwicklung seines Kindes, wenn es ganztags betreut ist, ist Quatsch. Man kann Ganztags-Betreuung so gestalten, dass man trotzdem täglich noch einige Stunden mit dem Kind verbringt.

    .
    Ja, Qualität vor Quantität...

    Mein (!) Kind schläft nachts 12 Stunden. Die längste Betreuungszeit in meiner Stadt beträgt 10 Stunden. Und das wird von genug Eltern genutzt! Bleiben zwei Stunden. In denen muss ich das Kind zur Kita bringen und abholen (das frisst bei manchen schon eine dreiviertel Stunde, haha). Es jeweils dafür anziehen. Abends noch etwas essen (und das Essen ja auch vorbereiten), das Kind waschen und in den Schlafanzug packen. Und ja, natürlich verbringe ich da die ganze Zeit mit meinem Kind. Aber wie viel Zeit bleibt da für "Qualität" ?!

    Für Qualität braucht man auch eine gewisse Quantität. Und die habe ich bei 10 Stunden Betreuung am Tag nicht mehr. Nicht in einem Alter, in dem die meisten Kinder noch viel schlafen. Von daher finde ich ist das überhaupt keinen Quatsch.
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  5. #25
    Davina ist offline Legende
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Bouri Beitrag anzeigen
    Ja, Qualität vor Quantität...

    Mein (!) Kind schläft nachts 12 Stunden. Die längste Betreuungszeit in meiner Stadt beträgt 10 Stunden. Und das wird von genug Eltern genutzt! Bleiben zwei Stunden. In denen muss ich das Kind zur Kita bringen und abholen (das frisst bei manchen schon eine dreiviertel Stunde, haha). Es jeweils dafür anziehen. Abends noch etwas essen (und das Essen ja auch vorbereiten), das Kind waschen und in den Schlafanzug packen. Und ja, natürlich verbringe ich da die ganze Zeit mit meinem Kind. Aber wie viel Zeit bleibt da für "Qualität" ?!

    Für Qualität braucht man auch eine gewisse Quantität. Und die habe ich bei 10 Stunden Betreuung am Tag nicht mehr. Nicht in einem Alter, in dem die meisten Kinder noch viel schlafen. Von daher finde ich ist das überhaupt keinen Quatsch.
    Ich finde die Tage auch zu lange, weil gerade viele Kleine auch wieder früh schlafen. Da bleiben zuhause zwei Stunden bis zum Schlafen gehen.
    Bei einer zehn Stunden Betreuung hat es auch wechselnde Bezugsbetreuer, da die nicht so lange arbeiten,wie das Kind in der Kita ist.

    Darauf angewiesen zu sein ist hart. Im Idealfall können beide Elternteile reduziert arbeiten und sich die Betreuung aufteilen.
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  6. #26
    RoseT ist gerade online old hand
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Erzfee Beitrag anzeigen
    Mir gehts eben um die Betreuung, grad im Kleinkindalter.
    In dem Alter entwickeln sich die Kinder so schnell und können fast täglich was Neues.Und ich wollte Kinder um eben dieses Entwicklungsprozess mitzuerleben und nicht um ihn von Erziehern zu erfahren. Die Zeit geht so schnell vorbei.
    Ich fand ehrlich diese frühen Krippezeiten schon schlimm,als ich noch gar keine Kinder hatte.Wenn ich die kleinen im Dunkeln, bei Kälte früh vor um sechs am Bus hab stehen sehen.
    Meine Kinder waren morgens die ersten in der Kita und die ersten, die mittags wieder abgeholt wurden. Wegen Arbeitszeiten und Arbeitsweg ging es nicht anders. Die Ruhe morgens und Einzelbetreuung fanden die Kinder toll und nachmittags hatten wir noch viel Zeit zusammen.
    Ich wohne in einer großen Stadt im Westen und es gibt hier im weiteren Umfeld nur 2 Einrichtungen, die mit unserer Arbeitszeit zusammenpassen. Die meisten öffnen um halb 8. Die Chancen sind nicht groß, dass unser 3. Kind dort einen Platz bekommt und deshalb werde ich mich versetzen lassen und hoffen, dass das reicht. Ist der Fahrtweg immer noch zu lang, müssen wir Stunden reduzieren und hoffen, dass einer von uns morgens später anfangen darf.

  7. #27
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Erzfee Beitrag anzeigen
    Ich will drüben nicht schreddern.Deshalb hier mal die (ketzerische ) Frage.

    Das im Osten die Kinderbetreuung umfangreicher war und ist steht außer Frage.Aber ist sie deshalb besser? Und mit besser meine ich,ob es fürs Kind so gut ist von morgens um 6/7 bis nachmittags in der Betreuung zu sein? Was hat man da noch vom Kind und umgekehrt?
    Wie geschrieben, müssen die Kinder ja morgens um 5/6 aufstehen?
    Mir ist bewusst, das manche arbeiten müssen um Geld zu verdienen und die Betreuung brauchen.
    Ich würde sagen die Betreuung im Osten ist tendenziell nicht besser als im Westen. Soweit ich weiß ist der Betreuungs-Schlüssel am
    Besten in Ba-Wü.
    Im Osten ist das Betreuungsangebot aber meist an die Realität zweier arbeitender Elternteile angepasst. Das betrifft konkret Öffnungszeiten, Schliesszeiten, Betreuung in der Grundschule.
    Unsere Kita öffnet von 06:00- 18:00 h.
    Wir brauchen diesen Umfang im Normalfall nicht, die Albertine wird gegen 8:30 gebracht und gegen 15:30 abgeholt. Für uns bleibt da genug Zeit miteinander.
    Längere Öffnungszeiten brauchen wir nur in Ausnahmefällen. Aber wir brauchen sie, um substantiell berufstätig zu sein. Für Dienstreisen zb.


    Andere Eltern brauchen die frühen Öffnungszeiten und holen dafür früher ab. Oder umgekehrt.

    Wer es sich leisten will und kann, seine Kinder jahrelang selbst zu betreuen und maximal geringfügig zu arbeiten darf das gern. Den Kindern tut das bestimmt gut. Meine Mutter war 18 Jahre lang Hausfrau, für mich als Kind war das toll, ganz ohne Ironie. Trotzdem ist das für mich als Mutter kein gangbarer Weg.

    Ketzerisch und interessiert zurück gefragt. Wie schaffst du es, dass deine Rente mehr als ein Almosen ist? Oder nimmst du das billigend in Kauf?
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  8. #28
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Claqueuse
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Bouri Beitrag anzeigen
    Ja, Qualität vor Quantität...

    Mein (!) Kind schläft nachts 12 Stunden. Die längste Betreuungszeit in meiner Stadt beträgt 10 Stunden. Und das wird von genug Eltern genutzt! Bleiben zwei Stunden. In denen muss ich das Kind zur Kita bringen und abholen (das frisst bei manchen schon eine dreiviertel Stunde, haha). Es jeweils dafür anziehen. Abends noch etwas essen (und das Essen ja auch vorbereiten), das Kind waschen und in den Schlafanzug packen. Und ja, natürlich verbringe ich da die ganze Zeit mit meinem Kind. Aber wie viel Zeit bleibt da für "Qualität" ?!

    Für Qualität braucht man auch eine gewisse Quantität. Und die habe ich bei 10 Stunden Betreuung am Tag nicht mehr. Nicht in einem Alter, in dem die meisten Kinder noch viel schlafen. Von daher finde ich ist das überhaupt keinen Quatsch.
    Ich kenne auch nach Nachdenken keine Kinder, die regelmäßig 10 h in der Kita sind. Obwohl unsere Kita das hergäbe. Die Eltern, die ich kenne, arbeiten versetzt und/oder TZ. Einer bringt, einer holt.

  9. #29
    Gast

    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Erzfee Beitrag anzeigen
    Ich will drüben nicht schreddern.Deshalb hier mal die (ketzerische ) Frage.

    Das im Osten die Kinderbetreuung umfangreicher war und ist steht außer Frage.Aber ist sie deshalb besser? Und mit besser meine ich,ob es fürs Kind so gut ist von morgens um 6/7 bis nachmittags in der Betreuung zu sein? Was hat man da noch vom Kind und umgekehrt?
    Wie geschrieben, müssen die Kinder ja morgens um 5/6 aufstehen?
    Mir ist bewusst, das manche arbeiten müssen um Geld zu verdienen und die Betreuung brauchen.
    Dein letzter Satz erklärt es doch. Ich hätte manchmal auch gerne mehr komplette Nachmittage frei, aber es ist nun einmal, wie es ist. Ich versuche, das Beste daraus zu machen. was anderes bleibt doch nicht.

  10. #30
    Gast

    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch nach Nachdenken keine Kinder, die regelmäßig 10 h in der Kita sind. Obwohl unsere Kita das hergäbe. Die Eltern, die ich kenne, arbeiten versetzt und/oder TZ. Einer bringt, einer holt.
    Ich kenne jemanden, dessen Kind manchmal elf Stunden in der Kita verbracht hat, dafür aber nur an zwei oder drei Tagen in der Woche dort war. Das Kind hat es mit Fassung getragen, das Verhältnis zu den Eltern ist innig. Die Umstände haben das so hergegeben, wie so oft waren ursprüngliche Planung und das, was dann tatsächlich umgesetzt werden musste, divergent, also musste eine Lösung her. Man kann die Kinder ja schlecht eingetuppert im Kühlschrank aufbewahren.

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