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Thema: Kinderbetreuung

  1. #41
    Spanierin ist offline Poweruser
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von choernch Beitrag anzeigen
    Ich bin Ist-Kind und jetzt auch Ost-Mama. Weder glaube ich, selbst durch Kindergarten / -krippe geschädigt worden zu sein, noch glaube ich, dass meine Kinder geschädigt werden.

    Selbstverständlich habe ich die Entwicklung meiner Kinder miterlebt. Man ist ja neben den KiTa-Zeiten auch zusammen. Die Behandlung ,dass die Kinder nur dort aufbewahrt werden, gehört auch zu den Märchen.

    Die Kinder haben auch eine gute Bindung zu uns Eltern.

    Es ist sicherlich weniger stressig für alle, wenn die Mama zu Hause ist. Ich glaube aber, dass die Kinder im Kindergarten viel mehr mitbekommen als zu Hause. Auch was Sozialverhalten angeht.

    Ich will keine Fronten aufmachen. Es ist sicherlich auch nicht einfach sein Kind täglich hinreichend zu bespaßen. Aber ruhiger lebt es sich sicherlich als Vollzeit-Hausfrau-Mama als als Mama mit Vollzeit-Job.

    Aussagen kann ich nicht für viele Gegenden treffen. Ich kenne das Leben in Schwarzwald und dort ist die Kinderbetreuung wesentlich geringer. Dort versteht man schlichtweg nicht,warum man sich den Stress mit 2 VZ-Jobs als Familie antut.

    Dafür definiert man sich dort auch weniger über den Job.

    Das Leben ist dort insgesamt ruhiger - persönlich erfüllen würde es mich wohl nicht, denn mein Leben besteht aus mehr als meinen Kindern.

    Ich habe schon immer arbeitende Mütter erlebt. Wahrscheinlich kann ich es mir für mich deshalb auch nicht anders vorstellen. Wahrscheinlich geht es Personen, die immer Vollzeit-Mamas erlebt haben, nicht anders.
    Ich schwör, meine Kinder wären gestresster gewesen, wenn ich NICHT gearbeitet hätte.
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  2. #42
    Gast

    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Bouri Beitrag anzeigen
    Ich halte nichts von so langer Fremdbetreuung im Kleinkindalter.
    Ja, man muss auch von etwas leben. Allerdings bekommt man im Zweifel zur Not staatliche Unterstützung, wenn das noch vorhandene (gemeinsame) Einkommen nicht ausreicht. (Dass es dann später evtl Probleme zwecks Rente gibt, ist eine andere Sache und hat mit dem Wohl des Kindes nichts zu tun.) Interessanterweise sind es aber meist die Besserverdienenden, die lange Kita Zeiten in Anspruch nehmen. Die könnten es sich leisten daheim zu bleiben, aber da geht die Karriere vor.

    Kita ist Stress für die Kleinen. Das heißt nicht, dass sie nicht gerne hingehen oder da auch Spaß haben! Aber der Stresslevel ist erhöht.
    Und aus biologischer Sicht gehören sie in dem Alter auch noch in die Nähe der Familie. Das kann man sich bei unseren nächsten Verwandten angucken. Wir Erwachsenen sind so weit, dass wir kognitiv zu den Erkenntnis kommen können, dass dem Kind (eigentlich) nichts Schlimmes in der Kita passiert. Das Kind nicht. Das ist noch viel mehr durch Instinkt und angeborene Bedürfnisse gesteuert. Eines davon ist in dem Alter bei den Eltern zu sein. Nicht, ihnen nicht von der Seite zu weichen. Aber doch so, dass die Eltern in kurzer Zeit erreichbar sind wenn nötig. Und eben nicht, dass man im Zweifel 8 Stunden warten muss.

    (Und ob die Kita schadet oder nicht: Wer hat das schon mal wirklich überprüft? Vielleicht geben die Leute im Osten auch so bereitwillig ihre Kinder in Betreuung ab, weil sie selbst in Betreuung waren und das eben doch negative Auswirkungen hatte, die sich dadurch zeigen? Nein, ich meine das nicht wirklich ernst. Aber die Wahrheit ist doch, dass wir es nicht wissen. Wir wissen nicht, wie sich ein Individuum entwickelt hätte, wenn die Umstände anders gewesen wären. Kinder gewöhnen sich an Dinge. (Kinder gewöhnen sich auch an sehr Schlimme Dinge.) Nur wenige machen ihren Eltern im Erwachsenen Alter einen Vorwurf. Schon allein weil sie es selbst ja auch nicht anders kennen)
    Um auf deinen letzten Absatz einzugehen: Dann ist ja auch nicht gesagt, dass die Betreuung zu Hause so viel besser ist, denn Kinder gewöhnen sich ja an alles...
    Nur gut, dass all die Besserverdiener den anderen ihre Vormittags-Kitaplätze (mit)finanzieren, nicht wahr? Mein "Karrieresprung" hat es mir letzthin ermöglicht, etwas die Stunden zu reduzieren, ohne Einkommenseinbuße zu haben. Weiterhin erlaubt es mir meine "Karriere" einmal ein Einkommen zu erzielen, das zwei Kindern Hobbies, Ausbildung und Studium finanziert.

  3. #43
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Seufz

    Das ewige Thema - welche Mutter macht es besser...

    Ich bin heilfroh in einer Stadt zu leben die mir mit den Betreuungsmöglichkeiten ermöglicht berufstätig zu sein. Ich gehe davon aus, dass Eltern, die mit ihren Kindern überfordert sind auch andere Möglichkeiten finden sie "abzuschieben" und sei es nur vor dem Fernseher.

    Meine Kinder waren ab dem 12. Lebensmonat 8 h pro Tag in der Betreuung. Jetzt sind sie 10 und 15. Sie sind glücklich, und wir haben eine tolle Bindung und ein tolles Verhältnis.
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  4. #44
    elina2 ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Spanierin Beitrag anzeigen
    Manche müssen arbeiten, um Geld zu verdienen. Das ist total gut, dass du dir dessen bewusst bist. Echt, so eine bahnbrechende Erkenntnis.
    Ich trichtere meiner Tochter ein, sie soll sich immer schön zurecht machen und in guten Kreisen verkehren, um reich zu heiraten. Da hätte das dann schonmal kein Gewicht.
    Ersthaft, das hat meine Mutter mir tatsächlich eingetrichtert und mir auch "gute Partien" vorgestellt. Hat leider alles nichts genutzt, da ich die alle nicht haben wollte.
    Was hat sie mir dann noch in den Ohren gelegen mit hätte ich doch damals den XY genommen.

  5. #45
    Spanierin ist offline Poweruser
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von elina2 Beitrag anzeigen
    Ersthaft, das hat meine Mutter mir auch eingetrichtert und mir auch "gute Partien" vorgestellt. Hat leider alles nichts genutzt, da ich die alle nciht haben wollte.
    Ich glaub, dem Sohn sollte ich dasselbe sagen. Ich mein, heutzutage im Zeitalter der Gleichberechtigung......
    Boah. Manche müssen arbeiten, um Geld zu verdienen. Echt jetzt.

  6. #46
    Avatar von Foxlady
    Foxlady ist offline Urgestein
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von st.paula75 Beitrag anzeigen
    Ich schon. Gar nicht wenige.
    Das höchste ist eigentlich 9 Stunden. Nur in Ausnahmefällen und unter besonderen Bedingungen gibt es länger die Betreuung. Ich würde mich also sehr wundern wenn es so viele sind wie du sagst.




  7. #47
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von Spanierin Beitrag anzeigen
    Ich glaub, dem Sohn sollte ich dasselbe sagen. Ich mein, heutzutage im Zeitalter der Gleichberechtigung......
    Boah. Manche müssen arbeiten, um Geld zu verdienen. Echt jetzt.
    Aber aber. Man kann doch auch von staatlicher Unterstützung leben. Hauptsache das Kleinkind muss keine 8 Stunden warten um sein Bedürfniss noch Mama zu stillen.

  8. #48
    Spanierin ist offline Poweruser
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von marimon Beitrag anzeigen
    Aber aber. Man kann doch auch von staatlicher Unterstützung leben. Hauptsache das Kleinkind muss keine 8 Stunden warten um sein Bedürfniss noch Mama zu stillen.
    Vergiss es. Ich lebe in Spanien. Ok, meine Kinder stellen das vielleicht mal schlauer an und wandern aus.

  9. #49
    -adalovelace- ist gerade online Dipl.-Hascherlschützerin
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Zitat Zitat von st.paula75 Beitrag anzeigen
    Ich schon. Gar nicht wenige.
    In der Besserverdienenden-Kita meiner Großen, in der sich nicht wenige Mütter ebenso wie die Väter der Karriere widmeten, war es genau ein Kind von insgesamt 60, was jeden Tag 10 Stunden da war. Ansonsten war es dort morgens vor 9 Uhr sehr ruhig und nachmittags nach 16 Uhr auch wieder.

  10. #50
    Zwutschgal ist offline I mog nimma
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    Standard Re: Kinderbetreuung

    Schwieriges Thema.

    Ich finde, man lässt den Eltern heutzutage zu wenig Wahl. Wer finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, wird quasi in die Betreuung gedrängt, um genug verdienen zu können, damit es für alle reicht. Das finde ich falsch. Und egal, wie wer welches Modell findet, sollten Eltern eigentlich selber entscheiden dürfen, wie und wann sie ihre Kinder selber oder fremdbetreuen lassen wollen, ohne finanzielle Vor- oder Nachteile draus zu ziehen. Das ist der Knoten, den unsere Politik aufdröseln muss.

    Mein Mann musste mit 3 Monaten in die Krippe, das hat in der DDR der Arzt entschieden und schwupps, war man wieder arbeiten. Er hat die ganze Kitazeit nicht in guter Erinnerung und wäre es nach seiner Mutter gegangen, wäre das auch anders gelaufen. Aber die Wahl war halt nicht da.

    Mit Kind1 in der Münchner Großstadt hätten wir mit einem Verdiener über kurz oder lang nicht existieren können. Die Betreuung konnten wir uns nur leisten, weil der AG von meinem Mann Kosten mitgetragen hat. So konnte ich arbeiten gehen und das Kind war gut (und teuer) betreut. Ich bin aber auch nachmittags eher früher abholen gekommen, die meisten Kinder waren dann noch da. Und im Sommer bin ich bei schönem Wetter eine Stunde eher gegangen und wir sind gleich ins Schwimmbad gestartet oder auf den Wasserspielplatz, ich wollte schon auch Zeit mit dem Kind haben. Wenn mein Mann abends heim kam, sind die beiden meistens noch los auf den Spielplatz.

    Ich finde es für mich gut und sinnvoll, zumindest ein wenig im Berufsleben zu bleiben, ich würde sonst viel verpassen, was ich dann nachholen muß.
    Aber ich wehre mich dagegen, Vollzeit zu arbeiten und meine Kinder nur noch abends zum Essen zu sehen.
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