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Thema: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

  1. #21
    Gast Gast

    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Falconheart Beitrag anzeigen
    Und hier ist die Frage: inwiefern ist die Inklusion eine Bereicherung für das inkludierende Umfeld? Wo profitieren die "normalen" Kinder davon? Und jetzt nicht nur: sie lernen etwas mehr Empathie; sondern harte Fakten: wo profitieren sie messbar? Ich würde sagen: gar nicht.
    Menschlich profitieren sie. Ich finde es erweitert durchaus den Horizont wenn man nicht nur unter "seinesgleichen" ist. Messbar ist das natürlich nicht und Grenzen hat es auch meines Erachtens (da wo andere wirklich stark beeinträchtigt werden und ihnen geschadet wird mittels Gewalt und zu großer Unruhe)

  2. #22
    Avatar von Wellholz
    Wellholz ist offline Nudelholz reloaded

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Unterhalte Dich mal mit Schulleitungen.

    Es reicht schon ein Schüler, der das Kollektiv schwer beschäftigt. Besonders dann, was oft typisch ist, wenn das Elternhaus hilflos, uninteressiert oder beides ist.
    Wieso ist das oft typisch? Ich fürchte, du hast einen sehr selektiven Blick darauf. Es geht bei Inklusion nicht nur um durchgeknallte Kinder von drogensüchtigen Eltern, die sich um nichts mehr kümmern (können oder wollen).
    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt.

    Joachim Ringelnatz
    (07.08.1883 - 17.11.1934)

  3. #23
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Falconheart Beitrag anzeigen
    Und hier ist die Frage: inwiefern ist die Inklusion eine Bereicherung für das inkludierende Umfeld? Wo profitieren die "normalen" Kinder davon? Und jetzt nicht nur: sie lernen etwas mehr Empathie; sondern harte Fakten: wo profitieren sie messbar? Ich würde sagen: gar nicht.
    Nein? Ich denke doch. Harte Fakten sind für mich auch: Unterschiedlichkeit als normal akzeptieren.
    Weitere harte Fakten, die meine Kinder z.T. schon gelernt haben:
    Wieso manche "abgesaugt" werden müssen, wie eine rollstuhlgerechte Umgebung aussieht (oder auch nicht)
    Wie sich bestimmte Sehschwäche auswirken, warum manchen kein einfaches Hörgerät hilft usw.

    Meine Kinder haben aber Schulen mit oft gelingender Inklusion (Privatschule), ich hatte schon einige Aha- Erlebnisse, was es für beide Seiten bringt.
    Aber da sind eben auch die Bedingungen viel besser.

  4. #24
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Falconheart Beitrag anzeigen
    Und hier ist die Frage: inwiefern ist die Inklusion eine Bereicherung für das inkludierende Umfeld? Wo profitieren die "normalen" Kinder davon? Und jetzt nicht nur: sie lernen etwas mehr Empathie; sondern harte Fakten: wo profitieren sie messbar? Ich würde sagen: gar nicht.
    Es sind die soften, nicht die harten Skills, die von Inklusion profitieren.
    In gelungener Inklusion, kann man lernen, dass sich der Wert eines Menschen nicht an Noten und Leistung bemessen muss. Den Blick darauf schulen, dass Menschen individuell sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben.
    Die Gestalter von morgen bauen vielleicht keine Geldautomaten mehr, an die ein Rollstuhlfahrer nicht rankommt, bauen ihre Webseiten automatisch barrierefrei und denken daran, die Ampeln mit einem Blindenleitsystem auszustatten. Schreiben Anweisungen auf Formulare nicht auf Beamtendeutsch, sondern so, dass viele Menschen es verstehen können.

    Darüber hinaus glaube ich, dass wir alle von einer bunteren und vielfältigeren Gesellschaft profitieren. Vielfalt macht toleranter, in einer toleranteren Gesellschaft sind die Chancen höher, dass jedeR einen Platz in der Gesellschaft findet, der zu ihm oder ihr passt.
    jazzu, bernadette, Fimbrethil und 12 anderen gefällt dies.
    Never attribute to malice that which is adequately explained by stupidity.

  5. #25
    JimmyGold Gast

    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Wellholz Beitrag anzeigen
    Wieso ist das oft typisch? Ich fürchte, du hast einen sehr selektiven Blick darauf. Es geht bei Inklusion nicht nur um durchgeknallte Kinder von drogensüchtigen Eltern, die sich um nichts mehr kümmern (können oder wollen).
    Sorry, ich wollte niemanden angreifen. Ich hab keinen selektiven Blick darauf, ich habe allerdings einigen Kontakt zu Lehrern, darunter auch zwei Schulleitungen.
    Sogar in unterschiedlichen Bundesländern, der Tenor ist sehr ähnlich.

  6. #26
    JimmyGold Gast

    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Es sind die soften, nicht die harten Skills, die von Inklusion profitieren.
    In gelungener Inklusion, kann man lernen, dass sich der Wert eines Menschen nicht an Noten und Leistung bemessen muss. Den Blick darauf schulen, dass Menschen individuell sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben.
    Die Gestalter von morgen bauen vielleicht keine Geldautomaten mehr, an die ein Rollstuhlfahrer nicht rankommt, bauen ihre Webseiten automatisch barrierefrei und denken daran, die Ampeln mit einem Blindenleitsystem auszustatten. Schreiben Anweisungen auf Formulare nicht auf Beamtendeutsch, sondern so, dass viele Menschen es verstehen können.

    Darüber hinaus glaube ich, dass wir alle von einer bunteren und vielfältigeren Gesellschaft profitieren. Vielfalt macht toleranter, in einer toleranteren Gesellschaft sind die Chancen höher, dass jedeR einen Platz in der Gesellschaft findet, der zu ihm oder ihr passt.
    Dickes Like!


    (und wie schnell kann es den bisher "Normalen" treffen, der durch Unfall/Krankheit " die" Seite" wechselt)
    Gast und Wellholz gefällt dies.

  7. #27
    TanteHilde ist offline TanteGünni

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Nicht für jeden Schüler ist Inklusion sinnvoll, das ist klar.

    Auch klar sollte aber sein, dass nicht alle verhaltensauffälligen Schüler auf eine Förderschule gehören (können). Solche Schüler, die bei euch da jetzt die Männeken machen, waren bei meinem älteren Kind auch in der Klasse. Da war Inklusion noch nicht wirklich ein Thema. Förderschulen waren und sind und dürfen doch nicht von vorneherein Resteschulen sein, für die auffälligen Schüler. Es gibt FS, die sich natürlich speziell mit den Fällen beschäftigen. Aber es gab doch schon immer Kinder, die neben der Spur laufen, die wird es auch immer geben.
    Es wird oft so getan, als wäre da die Inklusion das Problem.

    Für Kinder mit geistiger Behinderung, körperlichen Behinderungen, Sehfehlern, Hörschäden, Autismus, etc kann inklusive Beschulung eine Bereicherung sein, ebenso wie für Kinder ohne Behinderung.

    Das was natürlich fehlt ist Geld. Personal. Ausstattung. Willen.
    Deshalb ist die Inklusion aber nicht falsch. Kann doch nicht sein, dass Menschen mit Behinderung immer noch am Rand stehen müssen.

    Mein behindertes Kind bremst niemanden aus, er wird nicht verhindern, dass seine Klassenkameraden zur Uni gehen, er stört nicht im Unterricht, er nimmt niemanden erwas weg, er profitiert aber wahnsinnig davon an einer Regelschule zu sein.

    Nochmal, nicht für jedes Kind passt die Inklusion. Das ist klar.
    Den Titel des Threads ist eine Unverschämtheit.
    Das nicht genügend Geld in die Bildung fließt, dass es Lehrermangel gibt, DAS ist das Aus.
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  8. #28
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Wellholz Beitrag anzeigen
    Wieso ist das oft typisch? Ich fürchte, du hast einen sehr selektiven Blick darauf. Es geht bei Inklusion nicht nur um durchgeknallte Kinder von drogensüchtigen Eltern, die sich um nichts mehr kümmern (können oder wollen).
    Zustimm und:
    Auch bei sozial-emotionalen Störungen kann Inklusion viel nützen, in den Förderschulen wird da auch viel untereinder gelernt, was nicht immer gut ist.
    Klar gibt es Grenzen, aber oft scheitert es schon am Normalsten, was es da geben sollte:
    Extra Räume und entsprechende Kräfte, die das Kind bei Überforderung rausnehmen können und gleich Mini-Klassen, die eben auch mal nur 10-15 Schüler haben und trotzdem zwei Lehrkräfte...
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  9. #29
    RaeMea ist offline old hand

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    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Meine Kinder waren an einer privaten Grundschule und sind jetzt an einer staatlichen Gesamtschule. In beiden funktioniert Inklusion. Aber natürlich nur mit genügend Personal.

    Natürlich sollten die Länder dafür sorgen, dass alle Schulen besser ausgestattet werden. Personalmangel ist kein Gegenargument, denn der liegt ja auch an verfehlter Politik der Vergangenheit. Leider gehen Eltern selten gegen Missstände gezielt als Gruppe vor, da ließe sich viel mehr bewirken.

    Aber unabhängig von der Anzahl an Integrationskräften: Wenn Schüler andere regelmäßig körperlich angreifen, sehe ich das auch als Versagen der Schulleitung. Solche Schüler gehören unter Daueraufsicht. Die müssen dann halt in der Pause den Lehrer begleiten oder sich ins Direktionsbüro setzen.

  10. #30
    Foxlady Gast

    Standard Re: Vollständige Inklusion - das Aus für unsere Bildung?

    Zitat Zitat von Falconheart Beitrag anzeigen
    Und hier ist die Frage: inwiefern ist die Inklusion eine Bereicherung für das inkludierende Umfeld? Wo profitieren die "normalen" Kinder davon? Und jetzt nicht nur: sie lernen etwas mehr Empathie; sondern harte Fakten: wo profitieren sie messbar? Ich würde sagen: gar nicht.
    Kann ich nicht bestätigen. Es wird viel Empathie angeregt. Sprache reguliert sich (bei uns wird wesentlich selten mal "eh, bist du behindert" gebrüllt), Hilfsbereitschaft und auch von behinderten Mitbewohnern wird gelernt was doch alles möglich ist. Es gibt viel Bewunderung und Anerkennung.
    Aber klar, wenn es so Fälle sind, die eigentlich in normalen Schulen falsch sind, kann das auch ins Gegenteil umschlagen weil es nur noch nervt oder einfach überstrapaziert.
    bernadette gefällt dies

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