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Thema: Urlaubstage und Überstunden

  1. #91
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Philinea Beitrag anzeigen
    Wenn es um die Auszahlung geht, dann sind das Mitarbeiter die mehrere hundert Überstunden haben. Da wissen das die Chefs, weil sie den Anstieg über die Zeit mitbekommen haben. Das sind oft Mitarbeiter die speziell für dein Projekt arbeiten. Da ist das schon nachvollziehbar das der Kollege nie Überstunden zu Hause abbummelt und immer da ist. Die Buchhaltung spricht vorher mit der Führungskraft. Ich sehe da das Gemauschel nicht.

    Und bei der Vertrauensarbeitszeit empfiehlt der AG eine Art der Dokumentation, schreibt aber nichts vor.
    Klar schreibt er nichts vor, sonst wäre es ja keine Vertrauensarbeitszeit.
    Bei Vertrauensarbeitszeit die ich erlebt habe stand im Arbeitsvertrag drin, dass es keine Überstundenregelung gibt. Daher war es völlig egal wie man das händelt.

    Bei deinem Modell stellt sich mir die Frage: Woher wissen die Chefs, was sich über die Zeit angesammelt hat? Bekommen sie jeden Monat Bericht (fordern sie den vielleicht sogar ein?) oder wie geht das bei euch? Du hast vorhin etwas von PostIts, Freßzetteln oder gar keine Dokumentation geschrieben. Ich hab das (vielleicht völlig ungerechtfertigte?) Bild, dass Kreti und Pleti irgendwann mit PostIts vor der Chefin stehen und sagen "von Mai bis September hab ich übrigens 500 Überstunden gemacht" und keinen interessierts, dass Kreti und Pleti über 5 Monate durchschnittlich 63 Wochenstunden absolviert haben. Ich hab da echte Vorstellungsprobleme.



    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  2. #92

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Urlaub muss im Kalenderjahr genommen werden und Überstunden mache ich sehr selten. Und baue die dann zeitnah wieder ab.

  3. #93
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Nee, keine Post-its oder "Freßzettel", was ist das überhaupt? Wir haben kein Arbeitszeitkonto, sondern Überstunden werden von denjenigen in eine Excel-Tabelle eingetragen. Und die Tabelle wird beim Abteilungsleiter abgegeben. Ich mache das z.B. nicht, da ich keine Überstunden mache. Dass ich meine 20 h in der Woche erfülle wird auch nirgends dokumentiert, sondern man geht davon aus, dass ich morgens um 8 Uhr da bin und um 17 Uhr das Büro verlasse.

    Aber was man en detail (also die MA, die Überstunden leisten) in die Excel-Tabelle einträgt, das geschieht im Treu und Glauben und wird nicht, z.B. digital erfasst.
    Da bin ich dabei. Aber Phillina schrieb eben von Freßzetteln, PostIts und Garnix und von Überstunden auszahlen lassen können. Ich verstehe ihr System nicht, ich verstehe nicht wie der AG einen Überblick behalten kann, wie er seine Fürsorgepflichten wahrnimmt, wie er stichprobenartig kontrolliert (wozu er verpflichtet ist) und wie er das bilanziert am Ende des Geschäftsjahrs.



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    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  4. #94
    Avatar von Philina_
    Philina_ ist offline Berlinerin

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von -AppErol- Beitrag anzeigen
    Klar schreibt er nichts vor, sonst wäre es ja keine Vertrauensarbeitszeit.
    Bei Vertrauensarbeitszeit die ich erlebt habe stand im Arbeitsvertrag drin, dass es keine Überstundenregelung gibt. Daher war es völlig egal wie man das händelt.

    Bei deinem Modell stellt sich mir die Frage: Woher wissen die Chefs, was sich über die Zeit angesammelt hat? Bekommen sie jeden Monat Bericht (fordern sie den vielleicht sogar ein?) oder wie geht das bei euch? Du hast vorhin etwas von PostIts, Freßzetteln oder gar keine Dokumentation geschrieben. Ich hab das (vielleicht völlig ungerechtfertigte?) Bild, dass Kreti und Pleti irgendwann mit PostIts vor der Chefin stehen und sagen "von Mai bis September hab ich übrigens 500 Überstunden gemacht" und keinen interessierts, dass Kreti und Pleti über 5 Monate durchschnittlich 63 Wochenstunden absolviert haben. Ich hab da echte Vorstellungsprobleme.
    Na wenn der Chef aber weiß das der Mitarbeiter jeden Tag nur 5h da war, weil er im gleichen oder Nachbarbüro gesessen hat, kann das mit den 500h ja nicht stimmen. Und da 2 mal im Jahr Überstunden an den Chef gemeldet werden sieht man ja eine Tendenz. Die muss man als Mitarbeiter auch begründen können. Man sieht ja wieviel ich für das Projekt X gearbeitet habe.

    Einige Kollegen schreiben sich jeden Tag auf ihren Post it: Mo 0,5h Die -0,5h usw. Die rechnen das dann am Ende der Woche oder Monat zusammen und müssen alle 6 Monate melden wie viel oder wenig Überstunden sie haben. Der Chef trägt das dann weiter und sieht natürlich wie sich das zum letzten Mal verändert hat und kann dann auch mal nachfragen, woher der plötzliche Sprung kommt. Sollte das aber eigentlich auch so aus dem täglichen Geschäft mitbekommen. Gibt es den Verdacht von Betrug muss der Kollege erstmal wieder stempeln.

    In meiner Gruppe wird das direkt von der Buchhaltung abgefragt, weil wir keinen Chef haben.

    Es ist bei uns aber selten das Überstunden bezahlt werden. Man soll sie eigentlich abfeiern. Nur wenn ich eine Begründung habe, warum ich keine Möglichkeit zum abbummeln habe und die HR und der BR das genauso sehen, bekommt man die ausgezahlt.

    Meine Kollegin macht Dienst nach Vorschrift und verweigert Überstunden oder wenn sie mal eine Stunde früher geht, dann macht sie die direkt am nächsten Tag nach. De schreibt halt gar nichts auf, weil sie nichts hat was sie melden kann. Aber sie geht halt auch während einer Besprechung nach Hause.
    Der Großteil hat Excellisten.

  5. #95
    Miss_Cornfield ist offline Veteran

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Philinea Beitrag anzeigen
    Na wenn der Chef aber weiß das der Mitarbeiter jeden Tag nur 5h da war, weil er im gleichen oder Nachbarbüro gesessen hat, kann das mit den 500h ja nicht stimmen. Und da 2 mal im Jahr Überstunden an den Chef gemeldet werden sieht man ja eine Tendenz. Die muss man als Mitarbeiter auch begründen können. Man sieht ja wieviel ich für das Projekt X gearbeitet habe.
    (...)
    .

    Ich finde dieses Modell ja sehr spannend, habe aber echt noch gewisse Vorstellungsprobleme - vielleicht bin ich auch nur zu eingefahren.

    Es wird einerseits von Vertrauensarbeitszeit gesprochen, aber andererseits unterstellt dass der Chef schon wisse wer grob wieviel Stunden arbeitet - und er damit natürlich wieder in die Verantwortung/Überprüfung genommen wird. Bei mir funktioniert das bspw. nicht - ein Teil des Teams ist an einem anderen Standort, es gibt viele Homeoffice-Tage und ich selbst bin als Vorgesetzte in TZ und dazu noch öfter dienstlich unterwegs. Ich habe bei
    Problemfälle keine Chance die Arbeitszeiten zu überprüfen, sondern müsste sofort in die konkretere Überwachung der Arbeitsleistung einsteigen und kann dann sofort die Interessenvertretung am Hals haben, muss schriftliche Arbeitsanweisungen geben und muss dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren. Das ist alles schon sehr mühsam wenn die AZ erfasst wird - wie es bei Vertrauensarbeitszeit aussieht will ich mir gar nicht vorstellen. Aber vielleicht muss ich mich da auch mehr öffnen.

  6. #96
    Avatar von Philina_
    Philina_ ist offline Berlinerin

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    Ich finde dieses Modell ja sehr spannend, habe aber echt noch gewisse Vorstellungsprobleme - vielleicht bin ich auch nur zu eingefahren.

    Es wird einerseits von Vertrauensarbeitszeit gesprochen, aber andererseits unterstellt dass der Chef schon wisse wer grob wieviel Stunden arbeitet - und er damit natürlich wieder in die Verantwortung/Überprüfung genommen wird. Bei mir funktioniert das bspw. nicht - ein Teil des Teams ist an einem anderen Standort, es gibt viele Homeoffice-Tage und ich selbst bin als Vorgesetzte in TZ und dazu noch öfter dienstlich unterwegs. Ich habe bei
    Problemfälle keine Chance die Arbeitszeiten zu überprüfen, sondern müsste sofort in die konkretere Überwachung der Arbeitsleistung einsteigen und kann dann sofort die Interessenvertretung am Hals haben, muss schriftliche Arbeitsanweisungen geben und muss dokumentieren, dokumentieren, dokumentieren. Das ist alles schon sehr mühsam wenn die AZ erfasst wird - wie es bei Vertrauensarbeitszeit aussieht will ich mir gar nicht vorstellen. Aber vielleicht muss ich mich da auch mehr öffnen.
    Meine Gruppe ist ja ein Sonderfall, weil wir keinen Chef haben. Aber ich könnte auch 5 Tage die Woche zu Hause arbeiten. Klar kann keiner kontrollieren wie ich dann arbeite. Macht auch niemand. Es fällt erst auf, wenn meine Kunden sich beschweren, weil ich nicht erreichbar bin oder nichts mache.

    Auch in anderen Gruppen gibt es Homeoffice usw. und auch die haben Vertrauensarbeitszeit. Da sieht das keiner. Wie da in Problemfällen umgegangen wird, weiß ich nicht. Wahrscheinlich dürfen die erstmal nur das an Stunden zu Hause arbeiten, was die Betriebsvereinbarung vorgibt und nicht mehr.

    Ich kenne wirklich nur einen Fall, wo bei der Arbeitszeit betrogen wurde und der erst abgemahnt und dann gekündigt wurde. Da konnte man nachweisen das er zu Hause 0,0 gearbeitet hat.

  7. #97
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Philinea Beitrag anzeigen
    Na wenn der Chef aber weiß das der Mitarbeiter jeden Tag nur 5h da war, weil er im gleichen oder Nachbarbüro gesessen hat, kann das mit den 500h ja nicht stimmen. Und da 2 mal im Jahr Überstunden an den Chef gemeldet werden sieht man ja eine Tendenz. Die muss man als Mitarbeiter auch begründen können. Man sieht ja wieviel ich für das Projekt X gearbeitet habe.

    Einige Kollegen schreiben sich jeden Tag auf ihren Post it: Mo 0,5h Die -0,5h usw. Die rechnen das dann am Ende der Woche oder Monat zusammen und müssen alle 6 Monate melden wie viel oder wenig Überstunden sie haben. Der Chef trägt das dann weiter und sieht natürlich wie sich das zum letzten Mal verändert hat und kann dann auch mal nachfragen, woher der plötzliche Sprung kommt. Sollte das aber eigentlich auch so aus dem täglichen Geschäft mitbekommen. Gibt es den Verdacht von Betrug muss der Kollege erstmal wieder stempeln.

    In meiner Gruppe wird das direkt von der Buchhaltung abgefragt, weil wir keinen Chef haben.

    Es ist bei uns aber selten das Überstunden bezahlt werden. Man soll sie eigentlich abfeiern. Nur wenn ich eine Begründung habe, warum ich keine Möglichkeit zum abbummeln habe und die HR und der BR das genauso sehen, bekommt man die ausgezahlt.

    Meine Kollegin macht Dienst nach Vorschrift und verweigert Überstunden oder wenn sie mal eine Stunde früher geht, dann macht sie die direkt am nächsten Tag nach. De schreibt halt gar nichts auf, weil sie nichts hat was sie melden kann. Aber sie geht halt auch während einer Besprechung nach Hause.
    Der Großteil hat Excellisten.
    ok, alle 6 Monate muss gemeldet werden ist zwar ein großer Zeitraum, aber es gibt eben doch Fristen.
    Mein Mann hat öfter mit Vertrauensarbeitszeit plus Stundenerfassung gearbeitet, musste aber allein schon für die Abrechnung beim Kunden monatlich melden. Haben MAs zu viel gearbeitet, ging automatisch eine Meldung an den BR, der das überwacht hat. Mein Mann meinte, dass er schon gelegentlich Gespräche mitbekam, vom BR initiiert, wie es möglich ist den MA zu entlasten. Bei halbjährlicher Meldung stellte ich mir das einfach unsäglich viel schwerer vor, ungute Entwicklungen zu erkennen.



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  8. #98
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Philinea Beitrag anzeigen
    Es gibt eigentlich eine Führsorgepflicht. Das ist in anderen Abteilungen auch so. Da bekommt der Chef schon mit ob der MA immer 10h da sitzt.

    Wir sind aber ein Team ohne Chef und jeder ist gleichberechtigt Chef und trägt auch die Verantwortung für sich.
    Mitbekommen und aufzeichnen/aufbewahren ist wieder was anderes. Es wird bei euch auch drüber noch jemanden geben, der die Verantwortung trägt.

  9. #99
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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von -AppErol- Beitrag anzeigen
    Da bin ich dabei. Aber Phillina schrieb eben von Freßzetteln, PostIts und Garnix und von Überstunden auszahlen lassen können. Ich verstehe ihr System nicht, ich verstehe nicht wie der AG einen Überblick behalten kann, wie er seine Fürsorgepflichten wahrnimmt, wie er stichprobenartig kontrolliert (wozu er verpflichtet ist) und wie er das bilanziert am Ende des Geschäftsjahrs.
    Wahrscheinlich hat er einen sehr wohlwollenden Betriebsrat an seiner Seite.

  10. #100
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: Urlaubstage und Überstunden

    Zitat Zitat von Philinea Beitrag anzeigen
    Meine Gruppe ist ja ein Sonderfall, weil wir keinen Chef haben. Aber ich könnte auch 5 Tage die Woche zu Hause arbeiten. Klar kann keiner kontrollieren wie ich dann arbeite. Macht auch niemand. Es fällt erst auf, wenn meine Kunden sich beschweren, weil ich nicht erreichbar bin oder nichts mache.

    Auch in anderen Gruppen gibt es Homeoffice usw. und auch die haben Vertrauensarbeitszeit. Da sieht das keiner. Wie da in Problemfällen umgegangen wird, weiß ich nicht. Wahrscheinlich dürfen die erstmal nur das an Stunden zu Hause arbeiten, was die Betriebsvereinbarung vorgibt und nicht mehr.

    Ich kenne wirklich nur einen Fall, wo bei der Arbeitszeit betrogen wurde und der erst abgemahnt und dann gekündigt wurde. Da konnte man nachweisen das er zu Hause 0,0 gearbeitet hat.
    Ihr habt eine Betriebsvereinbarung, die eigentlich ein Höchstmaß an Home Office vorschreibt, aber die gilt nicht für alle? Da ergibt sich in der Tat ein seltsames Bild von deinem Unternehmen. Ich gehe aber davon aus, dass es in der Praxis wahrscheinlich doch geordneter ist, als es sich hier darstellt.

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