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Thema: Absolute Schulkatastrophe

  1. #61
    Gast

    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Ellaha Beitrag anzeigen
    Werden Schulbegleiter bei euch dann auch wie Sozialpädagogen bezahlt? Ich bin Sozialpädagogin und habe eine Weile Schulbegleitung gemacht. Mein Träger bezahlt nach Erzieherinnentarif, egal welche Ausbildung man hat. Sicher mit ein Grund, warum Sozialpädagogen den Job eher nicht machen.

    Wobei meine Bedingungen noch gut waren. Kolleginnen bei anderen Trägern wurden z.B. nicht bezahlt, wenn das Kind krank war (bei einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt wird das sehr unlustig), konnten keine Zeit für Elterngespräche anrechnen usw.
    Die Schulbegleiter nicht - die Integrationskräfte (diese werden vom Landratsamt bewilligt) schon. Da bekam ich sogar das Sozialpädagogengehalt für die pädagogischen Stunden. Jetzt bin ich allerdings als ungelernte Kraft angestellt, da das JA kurz vor den Sommerferien beschlossen hat, dass sie für das Kind nur eine ungelernte Kraft bewilligen, womit niemand gerechnet hat (ich hatte schon drei Stellen abgelehnt, weil ich den Jungen kannte und gerne begleiten wollte). Aber ich wollte die Familie nicht hängen lassen und wir waren uns alle einig, dass es mit einer FSJ nicht möglich wäre ihn trotz hoher Intelligenz, in der Regelschule zu beschulen. Die Jahre zuvor waren sämtliche Erzieher an ihren Grenzen, selbst im heilpädagogischen Kindergarten, wo er zum Schluss war. Aber ich finde das unmöglich, gerade in dem Alter kann man noch soviel bewegen. Leider weigern sich die Eltern ein sonderpädagogisches Gutachten in Auftrag zu geben.

  2. #62
    Avatar von gola
    gola ist offline ...
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von MeinMichel Beitrag anzeigen
    Hmm ich habe was das angeht ehrlich gesagt absolut keine Erfahrungswerte und bin sehr unsicher. An der KJP wird auch kein Weg vorbei führen. Es muss ganz dringend eine geeignete Lösung her.
    Mit der Förderschule bin ich auch nicht so ganz einverstanden, aber auch dort gehen uns langsam die Möglichkeiten aus.
    Ich kann verstehen, dass du Bauchschmerzen hast, aber eine medikamentöse Einstellung ist in der Klinik besser als ambulant und so wie du deinen Sohn beschreibst ist Risperidon sicherlich eine gute Empfehlung.
    Dennoch sollte sich aber auch an der schulischen Situation etwas ändern, denn Medikamente sind zur Unterstützung da und nicht zur Lösung von Problemen. Es ist für deinen Sohn natürlich mega ätzend, wenn die Schulbegleitung ständig fehlt und da keine Ruhe rein kommt.
    Die Förderschulen, die ich kenne arbeiten super, es sind u.a. kleinere Klassen. Klar geht es an vielen Förderschulen nicht zimperlich zu, aber eine engere Struktur wäre bestimmt hilfreich. Könnt ihr euch die Schule nicht einfach mal anschauen oder kennt ihr sie schon? Davor könnt ihr aber natürlich noch schauen ob an der jetzigen Schule wirklich alles ausgereizt ist. Oder ob ein Schulwechsel an eine andere Regelschule eine Option wäre?
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  3. #63
    RoseT ist offline old hand
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Die Schulbegleiter nicht - die Integrationskräfte (diese werden vom Landratsamt bewilligt) schon. Da bekam ich sogar das Sozialpädagogengehalt für die pädagogischen Stunden. Jetzt bin ich allerdings als ungelernte Kraft angestellt, da das JA kurz vor den Sommerferien beschlossen hat, dass sie für das Kind nur eine ungelernte Kraft bewilligen, womit niemand gerechnet hat (ich hatte schon drei Stellen abgelehnt, weil ich den Jungen kannte und gerne begleiten wollte). Aber ich wollte die Familie nicht hängen lassen und wir waren uns alle einig, dass es mit einer FSJ nicht möglich wäre ihn trotz hoher Intelligenz, in der Regelschule zu beschulen. Die Jahre zuvor waren sämtliche Erzieher an ihren Grenzen, selbst im heilpädagogischen Kindergarten, wo er zum Schluss war. Aber ich finde das unmöglich, gerade in dem Alter kann man noch soviel bewegen. Leider weigern sich die Eltern ein sonderpädagogisches Gutachten in Auftrag zu geben.
    Das ist in NRW ab dem dritten Schulbesuchsjahr auch ohne Elternwillen möglich.
    Wenn die Eltern das Gutachten zulassen würden, würdest du besser bezahlt werden, weil du dann als pädagogische Fachkraft begleitest?

  4. #64
    MeinMichel ist offline Stranger
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    23

    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von gola Beitrag anzeigen
    Ich kann verstehen, dass du Bauchschmerzen hast, aber eine medikamentöse Einstellung ist in der Klinik besser als ambulant und so wie du deinen Sohn beschreibst ist Risperidon sicherlich eine gute Empfehlung.
    Dennoch sollte sich aber auch an der schulischen Situation etwas ändern, denn Medikamente sind zur Unterstützung da und nicht zur Lösung von Problemen. Es ist für deinen Sohn natürlich mega ätzend, wenn die Schulbegleitung ständig fehlt und da keine Ruhe rein kommt.
    Die Förderschulen, die ich kenne arbeiten super, es sind u.a. kleinere Klassen. Klar geht es an vielen Förderschulen nicht zimperlich zu, aber eine engere Struktur wäre bestimmt hilfreich. Könnt ihr euch die Schule nicht einfach mal anschauen oder kennt ihr sie schon? Davor könnt ihr aber natürlich noch schauen ob an der jetzigen Schule wirklich alles ausgereizt ist. Oder ob ein Schulwechsel an eine andere Regelschule eine Option wäre?
    Bisher waren wir nur mal für ein Gespräch in der einen Förderschule. Eine Hospitationstermin werde ich auch ausmachen, sobald klar ist, wie es mit dem Sohn und einem stationären Aufenthalt weitergeht.
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  5. #65
    Ellaha ist offline Legende
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Die Schulbegleiter nicht - die Integrationskräfte (diese werden vom Landratsamt bewilligt) schon. Da bekam ich sogar das Sozialpädagogengehalt für die pädagogischen Stunden. Jetzt bin ich allerdings als ungelernte Kraft angestellt, da das JA kurz vor den Sommerferien beschlossen hat, dass sie für das Kind nur eine ungelernte Kraft bewilligen, womit niemand gerechnet hat (ich hatte schon drei Stellen abgelehnt, weil ich den Jungen kannte und gerne begleiten wollte). Aber ich wollte die Familie nicht hängen lassen und wir waren uns alle einig, dass es mit einer FSJ nicht möglich wäre ihn trotz hoher Intelligenz, in der Regelschule zu beschulen. Die Jahre zuvor waren sämtliche Erzieher an ihren Grenzen, selbst im heilpädagogischen Kindergarten, wo er zum Schluss war. Aber ich finde das unmöglich, gerade in dem Alter kann man noch soviel bewegen. Leider weigern sich die Eltern ein sonderpädagogisches Gutachten in Auftrag zu geben.
    Was ist denn der Unterschied zwischen Integrationskraft und Schulbegleiter? Hier kenne ich nur die Begriffe Schulbegleitung oder Teilhabeassistenz, was dasselbe ist. Und Google sagt, eine Integrationskraft ist ebenfalls dasselbe.

  6. #66
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Nairobi Beitrag anzeigen
    ...und es ist manchmal heftig wie schnell ein Kind sein kann. Da ist "es" schon passiert nur weil du dir gerade die Nase geputzt hast und nicht in Sekundenbruchteilen reagiert.

    Ich habe auch schon Pausen mit meinem jeweiligen Betreuungskind drinnen in der Klasse verbracht und bin dafür während der eigentlichen Unterrichtszeit mit ihm rausgegangen. Für manche (in meinen Augen sogar viele) Kinder ist der "normale" Trubel auf dem Schulhof pure Reizuberflutung und ich bedauere oft die, die still leiden.

    Zum Thema gelernt und ungelernt: ich bin da sehr zwigespalten nachdem ich schon ziemlich überforderte angeblich gelernte Theoretiker erlebt habe und ungelernte SBs mit so viel Erfahrung dass ich ihnen mehr zugetraut habe als dem Sonderpadagogen der jeweiligen Schule.

    Ich bin da aber auch voreingenommen weil ich selbst ungelernt bin und mir mein Wissen privat, über Lebenserfahrung, Seminare, eine fast komplett abgeschlossene Ausbildung zur Deeskalationstrainerin und ehrenamtliche Tätigkeit angeeignet habe. Ich glaube schon, dass es Überforderung immer geben kann. Und oft macht Erfahrung und echtes Interesse sehr viel wett bzw übertrifft sogar so manchen "Profi" der keine oder kaum praktische Erfahrung hat.
    Am.wichtigsten ist eine Beziehung und die Akzeptanz durch das Kind.
    Silm

  7. #67
    Gast

    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von RoseT Beitrag anzeigen
    Das ist in NRW ab dem dritten Schulbesuchsjahr auch ohne Elternwillen möglich.
    Wenn die Eltern das Gutachten zulassen würden, würdest du besser bezahlt werden, weil du dann als pädagogische Fachkraft begleitest?
    Ja, dann würde ich wohl als pädagogische Fachkraft eingestellt - es könnte allerdings sein, dass dann weniger Stunden bewilligt würden.

  8. #68
    Gast

    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Ellaha Beitrag anzeigen
    Was ist denn der Unterschied zwischen Integrationskraft und Schulbegleiter? Hier kenne ich nur die Begriffe Schulbegleitung oder Teilhabeassistenz, was dasselbe ist. Und Google sagt, eine Integrationskraft ist ebenfalls dasselbe.
    Bei uns heißt es im Kindergarten Integrationsfachkraft und in der Schule Schulbegleitung. Letztendlich ist es das selbe und nur die Begrifflichkeiten „begleitend „ und „pädagogisch“ sind unterschiedlich. Begleitend kann jeder arbeiten, für die pädagogischen Stunden braucht es eine Fachkraft. Im Kindergarten wird das oft kombiniert (ich hatte z.B. bei meinem letzten Kind 6 pädagogische Stunden plus zwei Vorbereitungsstunden und 8 begleitende Stunden bewilligt bekommen) - in der Schule geht wohl nur entweder oder.

  9. #69
    Ellaha ist offline Legende
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Bei uns heißt es im Kindergarten Integrationsfachkraft und in der Schule Schulbegleitung. Letztendlich ist es das selbe und nur die Begrifflichkeiten „begleitend „ und „pädagogisch“ sind unterschiedlich. Begleitend kann jeder arbeiten, für die pädagogischen Stunden braucht es eine Fachkraft. Im Kindergarten wird das oft kombiniert (ich hatte z.B. bei meinem letzten Kind 6 pädagogische Stunden plus zwei Vorbereitungsstunden und 8 begleitende Stunden bewilligt bekommen) - in der Schule geht wohl nur entweder oder.
    Ah okay, danke. Im Kindergartenbereich kenne ich mich nicht aus.
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  10. #70
    Fimbrethil ist offline Baumhuhn
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    Standard Re: Absolute Schulkatastrophe

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Bei uns heißt es im Kindergarten Integrationsfachkraft und in der Schule Schulbegleitung. Letztendlich ist es das selbe und nur die Begrifflichkeiten „begleitend „ und „pädagogisch“ sind unterschiedlich. Begleitend kann jeder arbeiten, für die pädagogischen Stunden braucht es eine Fachkraft. Im Kindergarten wird das oft kombiniert (ich hatte z.B. bei meinem letzten Kind 6 pädagogische Stunden plus zwei Vorbereitungsstunden und 8 begleitende Stunden bewilligt bekommen) - in der Schule geht wohl nur entweder oder.

    Bei uns ging es um qualifizierte (Erzieher, Heilpädagoge o.ä) vs unqualifizierte (Zivi, FJS).

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