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Thema: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

  1. #21
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von Lacustris2 Beitrag anzeigen
    Ich weiss es nicht.
    Der Sohn eines Bekannten hat sich vor guten 20 Jahren das Leben genommen. Die Ehe der Eltern zerbrach daran, die Mutter zog fort, der Vater lebt noch hier. Aber er ist ruhelos, läuft unermüdlich durch die Gegend, ist seit dem arbeitsunfähig und in Frührente. Und einsam. Aber daran können wir leider nichts ändern, er kommt aus dieser tiefenTrauer nicht mehr heraus.

    Ich kenne es aber auch anders.
    Der erste Freund meiner Schwester nahm sich mit 15 das Leben, man fand ihn vier Wochen später in einem verlassenen Steinbruch. Meine Schwester besuchte das Grab auch später immer, wenn sie hier war und war stets schockiert, dass es völlig verwahrlost war, überwuchert von Unkraut, kein Stein, nicht einmal ein Holzkreuz. Und nach kaum 15 Jahren aufgelöst. Die Familie lebte kaum 2km weg.
    Aus Beispiel zwei würde ich nicht Schliessen, dass es der Familie leicht fällt.
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  2. #22
    Avatar von Eiscreme
    Eiscreme ist offline Veteran

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Vor 3 Jahren hat sich die Tochter meiner Cousine, mit 18 Jahren das Leben genommen.
    Mit meiner Cousine und ihrem Mann, habe ich meine Jugend und Partyzeit verbracht. Er war immer lebenslustig mit leuchtenden, fröhlichen Augen. Das ist komplett verloren gegangen. Auch wenn er wieder lachen kann, sind seine Augen fast leblos und tod im Vergleich zu zu früher. Auch äußerlich ist er sehr gealtert. Man sieht ihm an das er ein gebrochener Mann ist. Es zerreißt mir jedesmal das Herz, wenn wir uns sehen.

    Meine Cousine hat es augenscheinlich besser verkraftet. Nach einer langen Phase der Trauer, hat sie sich äußerlich nicht weiter verändert. Was nicht heißen soll, das es ihr innerlich super geht.

    Ihre Beerdigung war das schlimmste was wir jemals zusammen erlebt haben.

  3. #23
    Avatar von Lacustris2
    Lacustris2 ist offline und wieder auf Anfang ...

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    Aus Beispiel zwei würde ich nicht Schliessen, dass es der Familie leicht fällt.
    Der Junge hatte es nicht leicht in seiner Familie.
    Die Mutter sagte mal im Beisein meiner Schwester, dass sie wollte, nicht sein Zwillingsbruder, sondern er hätte bei der Geburt sterben sollen. Seine kleine Halbschwester war ein absolutes Wunschkind und wurde verwöhnt ohne Ende. Und als er verschwunden war, meldete die Mutter ihn erst nach einigen Tagen als vermisst.

  4. #24
    Gast Gast

    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Die besten Freunde meiner Eltern haben ihren Sohn durch Suizid und 2 Jahre später die Tochter durch einen Unfall verloren. Zurück blieb ein Sohn, welcher durch Aufmüpfigkeit und viele Frauengeschichten (mit 18 bereits Vater von 2 Kindern) versuchte auf seinen seelischen Zustand aufmerksam zu machen und hilflose Eltern. Ich dachte damals ( das ist jetzt 25 Jahre her) die Familie zerbricht daran und lange ging es ihnen wirklich schlecht.
    Aber meine Eltern waren immer für sie da, egal ob zum Reden, etwas unternehmen oder einfach nur zum ausheulen. Später sagten die Freunde mal, das ihnen dieses Wissen das jemand immer hinter ihnen steht das Leben gerettet hat.

    Wie man aber mit so einem Verlust umgeht ist sicher ganz unterschiedlich und jeder trauert anders. Vergessen wird man einen geliebten Menschen nie, es wird nur mit der Zeit ein kleines bisschen erträglicher.

  5. #25
    Mumpitz ist offline Legende

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von Lacustris2 Beitrag anzeigen
    Ich kenne es aber auch anders.
    Der erste Freund meiner Schwester nahm sich mit 15 das Leben, man fand ihn vier Wochen später in einem verlassenen Steinbruch. Meine Schwester besuchte das Grab auch später immer, wenn sie hier war und war stets schockiert, dass es völlig verwahrlost war, überwuchert von Unkraut, kein Stein, nicht einmal ein Holzkreuz. Und nach kaum 15 Jahren aufgelöst. Die Familie lebte kaum 2km weg.
    Und daraus entnimmst du, dass die Familie nicht trauert? Je näher ich dem Verstorbenen bin, desto weniger besuche ich den Friedhof. Bei meinem Vater war ich über ein Jahr nicht beim Grab und auch heute gehe ich äußerst ungern hin. Für mich hat das nichts mehr mit meinem Vater zu tun, wenn ich am Grab bin, sehe ich immer eine verwesende Leiche vor meinen Augen. Ansonsten denke ich sehr oft an meinen Vater mit vielen positiven Erinnerungen. Wenn eins meiner Kinder sterben würde, weiß ich nicht, ob ich jemals zum Friedhof gehen würde. Dagegen würde ich vermutlich nichts am Zimmer ändern......
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  6. #26
    Avatar von Lacustris2
    Lacustris2 ist offline und wieder auf Anfang ...

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Dann lies bitte #23.

    Ich bin damals mit den beiden damals in den Europapark gefahren und A. kaufte für seine Schwester einen dieser großen bunten Ballons. Die Kleine freute sich. Am nächsten Tag hat die Mutter ein Loch hineingeschnitten und den Ballon weggeworfen.


    Zitat Zitat von Mumpitz Beitrag anzeigen
    Und daraus entnimmst du, dass die Familie nicht trauert? Je näher ich dem Verstorbenen bin, desto weniger besuche ich den Friedhof. Bei meinem Vater war ich über ein Jahr nicht beim Grab und auch heute gehe ich äußerst ungern hin. Für mich hat das nichts mehr mit meinem Vater zu tun, wenn ich am Grab bin, sehe ich immer eine verwesende Leiche vor meinen Augen. Ansonsten denke ich sehr oft an meinen Vater mit vielen positiven Erinnerungen. Wenn eins meiner Kinder sterben würde, weiß ich nicht, ob ich jemals zum Friedhof gehen würde. Dagegen würde ich vermutlich nichts am Zimmer ändern......

  7. #27
    Mumpitz ist offline Legende

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von Lacustris2 Beitrag anzeigen
    Dann lies bitte #23.

    Ich bin damals mit den beiden damals in den Europapark gefahren und A. kaufte für seine Schwester einen dieser großen bunten Ballons. Die Kleine freute sich. Am nächsten Tag hat die Mutter ein Loch hineingeschnitten und den Ballon weggeworfen.
    Ja ok, das hört sich natürlich schlimm an. Sagtest du nicht, die Schwester wurde eigentlich so gut behandelt? Alles seltsam. Für mich unvorstellbar, dass man sich nichts daraus macht, wenn das eigene Kind stirbt, aber es gibt ja auch Leute, die ihre Kinder misshandeln und umbringen.....
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  8. #28
    Alina73 ist offline Legende

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von Karla... Beitrag anzeigen
    Das eigene Kind ist wohl eine ganz andere Hausnummer. Ich habe auch einen Freund durch Suizid verloren. Aber das eigene Kind zu verlieren ist so oder so das Schlimmste, was einem passieren kann. Wenn durch Suizid, fühlt man sich sicher als Eltern auch noch mehr machtlos, noch mehr fassungslos und vielleicht sucht man auch die Gründe bei sich selbst. Schrecklich.
    So meinte ich das ja- also was das mit mir schon gemacht hat- da kann ich mir erst gar nicht vorstellen, was das mit mir als Mutter machen würde, bzw. was es mit den Eltern meines Exfreundes gemacht hat. Das ist unvorstellbar für mich.

  9. #29
    Avatar von Karla...
    Karla... ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Zitat Zitat von Alina73 Beitrag anzeigen
    So meinte ich das ja- also was das mit mir schon gemacht hat- da kann ich mir erst gar nicht vorstellen, was das mit mir als Mutter machen würde, bzw. was es mit den Eltern meines Exfreundes gemacht hat. Das ist unvorstellbar für mich.
    Oh ja, das kann ich verstehen. So meintest du das also.

    Ich habe wie gesagt einen Freund durch Suizid verloren. Aber irgendwie war ich von Anfang an damit in Frieden. Er war lange depressiv und es war so schlimm anzusehen. Und im Grunde finde ich, dass jeder das Recht hat, sein eigenes Leben zu beenden.

    Allerdings ist die Vorstellung, dass ein Kind sowas tut so unglaublich schrecklich, dass ich da gar nicht wirklich drüber nachdenken kann.

  10. #30
    Avatar von Sommerschnee
    Sommerschnee ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Wenn sich das eigene Kind das Leben nimmt.

    Meine Freundin, deren Schwester sich vor ca. 30 Jahren das Leben genommen hat, sagte vor kurzem zu mir, dass sie ihrer Schwester nie verzeihen würde, dass sie mit ihrem Suizid eine komplette Familie zerstört hätte.

    Die Eltern haben es nie verkraftet, die anderen Geschwister leiden bis heute darunter, dass die Eltern sich nie erholten.

    Ätsch!

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